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Das ist leider ein Kernproblem bei Werder, egal ob der Coach TS, RD oder VS hieß bzw. heißt. Wenn in ein, zwei Spielen Einsatz und Laufbereitschaft stimmten, dann meint die Truppe in der darauf folgenden Partie, mit "halber Kraft" zum Erfolg zu kommen. CP - dessen EL/CL-Ambitionen mit diese Laissez-Faire Wunschdenken bleiben werden, hatte nach Spielschluß ja ins gleiche Horn wie VS gestoßen. Daß eine Mannschaft in Punkto Eisatz und Körpersprache mal einen schlechten Tag hat - geschenkt, aber diese Häufung ist unprofessionell, gerade dann, wenn wie bei uns die spielerischen Mittel vergleichsweise limitiert sind.
Hinzu kam gestern der Faktor Ingolstadt. Klaro, die hatten nichts zu verlieren, waren und sind euphorisert und durch den guten Saisonstart zusätzlich gestärkt. Aber die Truppe von VS ging mit zwei Siegen in Folge in die Heim(!)partie, so daß man mehr Courge von ihr erwarten konnte und mußte. Das war gestern nicht BVB, oder Bayern, sondern bei allem Respekt "nur" Ingolstadt - die uns in "unserem Wohnzimmer" gezeigt haben, wie man ein Spiel angehen muß. Und wenn Einsatz, Laufbereitschaft und Körpersprache nicht stimmen, der wertvollste Spieler auf einer Position eingesetzt wird, die erfahrungsgemäß nun gar nicht seinem Typus entspricht, dann braucht man sich auch nicht wundern, daß man gegen einen schlagbaren Gegner eine überflüssige Heimpleite - bereits die 2. im 3. Heimspiel - kassiert. Hierbei ist die Art und Weise, wie das Gegentor zustande kam, zweitrangig war, aber es passte ebenso wie das völlig überflüssige Frustfoul zu einem mal wieder enttäuschenden Fußballnachmittag.
Zu der Qualität einer Mannschaft gehören u.a. nicht nur die individuellen Fähigkeiten und ihr Teamgeist, sondern auch, daß man in punkto Einsatz, Laufbereitschaft und Körpersprache (gerade nach 2 Siegen in Folge) ein gewisses Niveau hochhält. Diese Qualität hat unsere Mannschaft leider nicht, so daß es sehr wahrscheinlich ist, daß wir auch in dieser Saison wieder dahingehend einige Enttäuschungen hinnehmen müssen.