10 Spieltage, 11 Punkte mit 2 kümmerlichen Siegen bzw. seit 6 Punktspielen in Folge sieglos, sage und schreibe 21(!) Gegentore (nur die beiden Letzten Mainz und Paderborn haben mehr kassiert). Verletztenmisere hin oder her: das ist bestenfalls ausreichend mit einem Minus, gemessen an den eigenen Ambitionen mangelhaft
Kämpferisch konnte man der Truppe heute erneut keinen Vorwurf machen, aber der Mangel an Präzession / Konsequenz in Offensive als auch Defensive war wie bereits in den vorherigen Partien auch heute allgegenwärtig. Schon im ersten Abschnitt war das Defensivverhalten zum Haare raufen: ein stümperhafter Schubser von Sahin, der nur ohne Folge blieb, weil der VAR beim Ausgleich zurecht ein Foulspiel erkannte, die Slapstik-Einlage von Pavlenka beim 1:1 wurde durch Unkonzentriertheiten der Vorderleute (besonders Toprak) begünstigt, Friedl fungierte beim Sallai-Kopfball als Spalier und verursachte mit seinem unnötigen Foul in der Nachspielzeit den Freistoß, bei dem Toprak und Pavlas alles andere als gut aussahen und somit das schon obligatorische Standard-Gegentor ermöglichte.
Daß Gegentore durch Fehler passieren, ist normal, normal ist jedoch nicht diese Häufigkeit bei uns, Es findest sich stets Einer oder Mehrere gleichzeitig, der nicht die von FK schon so oft gepredigten 100%ige Präsenz bringen. Bei solch einer Vielzahl von individuellen Patzern lässt auch nicht mehr von Ausnahmen sprechen, sondern es ist ein grundlegendes Qualitäts-Defizit, welches sich nicht hauptsächlich auf die Verletzenmisere schieben lässt. Somit ist es auch nicht verwunderlich, daß wir nach 10 Spieltagen nur im unteren Mittelfeld der Tabelle stehen. Die Punktgewinne in Dortmund, Leverkusen und Frankfurt waren zwar erfreuliche Lichtblicke, jedoch waren sie nur Tropfen auf dem heißen Stein, weil wir durch stets ähnliche Fehler nicht in der Lage waren, zB unsere Heimspiele gegen Düsseldorf, Hertha und Freiburg zu gewinnen.
Erst vor wenigen Wochen äußerte FK, daß man nicht immer drei Tore schießen kann, um ein Spiel zu gewinnen. Seine Mannschaft hat dies heute wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt und somit ist es selbsterklärend, daß zwischen den eignen Ansprüchen und der Realität derzeit erhebliche Lücken klaffen.