Gefahr von Rechtsaußen - Nazis im Fussball

@Schnapper
Die Meinung kann ich akzeptieren, teile sie aber eben nur bedingt.
Grundsätzlich sind wir uns aber wohl einig.

Es besteht immer die Gefahr, dass die Gesellschaft, sei es nun im Stadion oder generell, in die eine odere andere Richtung kippt. Beide Seiten sind in der Hinsicht gefährlich.

@Nicole
Was diese Leute im Stadion wollen, kann ich dir nicht beantworten. Ich verstehe es auch nicht. Vermutlich, weil sie unterbewusst dann doch nicht so denken und einfach Fußball und Werder lieben, wie wir auch.
 
Sehe ich eher nicht so. Beim Kippen in die rechte Richtung sehe ich eine wesentliche Gefährdung für eine größere Gruppe an Menschen.
Ok, da hast du vermutlich Recht. Das heißt aber nicht, dass die andere Richtung unbedingt erstrebenswerter ist. Ist aber auch nur eine Momentaufnahme. Das kommt immer auf die Gesellschaft an.

Wobei ich festhalten möchte, dass nicht jeder, der Rassismus und Fremdenfeindlich ist, gleichzeitig ein "Linker" ist.
Richtig. Andersrum ist auch nicht jeder, der gegen linkes Gedankengut ist, ein Rechter. ;)
Dennoch sehe ich die grundsätzliche politische Richtung in der Fanszene doch eher nach links kippen, rein von den Ansichten her, die ja auch hier im Thread vertreten werden.
 
@Nicole
Was diese Leute im Stadion wollen, kann ich dir nicht beantworten. Ich verstehe es auch nicht. Vermutlich, weil sie unterbewusst dann doch nicht so denken und einfach Fußball und Werder lieben, wie wir auch.

Naja, es gibt halt "von - bis".
Wie schon gesagt, nicht jeder, der sich als "rechts" sieht, ist auch ein Rassist. Nicht jeder der "Rockmusik in den Charts mit rechten Tendenzen" hört, ist auch ausländerfeindlich.

Im Bezug auf "Nazis" herrschen hier auch schnell stereotypische Gedankenbilder. Es gibt auch heute Bürger, die unsere Migrationspolitik sehr kritisch sehen, ohne dabei rassistisch zu sein. Die gehen aber ja größtenteils auch als "Nazis" durch. Warum sollten die Probleme mit ausländischen Fußballern haben? Ich versuche immer, MIT den Menschen zu reden und zu verstehen, wie sie zu ihrer Meinung gekommen sind. Das bietet besser Ansätze als ein "du bist hier nicht erwünscht".
 
Zitat von Bremervörde;3163114:
Im Bezug auf "Nazis" herrschen hier auch schnell stereotypische Gedankenbilder. Es gibt auch heute Bürger, die unsere Migrationspolitik sehr kritisch sehen, ohne dabei rassistisch zu sein. Die gehen aber ja größtenteils auch als "Nazis" durch.

größtenteils? wo das denn? ich hab jedenfalls noch nie erlebt, dass jemand, der gut begründete kritik an der migrationspolitik übt, als nazi bezeichnet wird.

ach ja, und wenn du so gerne MIT den menschen redest, dann versuch doch mal mit den bremer nazis zu reden. viel erfolg.
 
Zitat von Bremervörde;3163114:
Naja, es gibt halt "von - bis".
Wie schon gesagt, nicht jeder, der sich als "rechts" sieht, ist auch ein Rassist. Nicht jeder der "Rockmusik in den Charts mit rechten Tendenzen" hört, ist auch ausländerfeindlich.

Im Bezug auf "Nazis" herrschen hier auch schnell stereotypische Gedankenbilder. Es gibt auch heute Bürger, die unsere Migrationspolitik sehr kritisch sehen, ohne dabei rassistisch zu sein. Die gehen aber ja größtenteils auch als "Nazis" durch. Warum sollten die Probleme mit ausländischen Fußballern haben? Ich versuche immer, MIT den Menschen zu reden und zu verstehen, wie sie zu ihrer Meinung gekommen sind. Das bietet besser Ansätze als ein "du bist hier nicht erwünscht".

100% Agree
:tnx:
 
@Schnapper
Die Gefahr der sozialen Medien sehe ich auch. Wobei hier die Lösungsansätze verdammt schwierig sind. Die Frage ist, warum die Menschen auf die rechte Seite driften. Und dort muss man ansetzen und diese Probleme beseitigen.
 
@ Bremervörde: du verdrehst hier vollkommen meine Worte. Ich sage, dass ich Rechte nicht im Stadion sehen will und dass sie da mE nicht reingehören, weil sie eben das verkörpern, wogegen Werder u der Fußball allgemein ist.

Rechte Brut soll denken was sie will. Nur will ich sie nicht um mich haben! Und dabei ist mir egal, ob sie laut oder leise denken! Sie sind Menschen, die ich in meinem Umfeld nicht dulde! Sie verstoßen mit ihrem Gedankengut gegen die Werte, die mir wichtig sind. Ihr Gedankengut besteht aus Hass, Ausländerfeindlichkeit, Homophobie und Diskriminierung. Das hat nichts mit gesundem Menschenverstand zu tun! Das sind alles Punkte, die übrigens gegen demokratische u freiheitliche Prinzipien, Rechte u Gesetze verstoßen.

Also nochmal: wo ist das Problem? Ich will solche Leute nicht um mich haben! Und ich verstehe auch nicht, was solche Leute im Stadion wollen! Werder u der Fußball stehen doch für die Dinge, die die Rechten verabscheuen... Es passt von vorne bis hinten nicht... Und ich will sie dort nicht haben und das darf auch gerne durch Plakate und Co geäußert werden...




:tnx::tnx::tnx:

Ich teile deine Ansichten bezüglich dein Unbehagen im Stadion. Welch normaler Mensch möchte von diesem braunen Dreck umgeben sein? Wohl kaum jemand!!
Das Problem ist das, das was wir wollen bzw. wir als wünschenwert erachten sich nicht immer mit dem Grundgesetz zu decken scheint. Auch ein Hausrecht muss sich dem Rechtsstaat unterordnen. In dem Fall bedeutet das, das wir zwangsläufig damit Leben müssen das Leute mit extremen Ansichten sich in den Stadien tummeln dürfen, solange sie sich an die Regeln (Hausrecht; Gesetze) halten. Das mag für deinen Fall nicht ausreichend genug sein. Jedoch gibt es Gründe die eben nicht weiter gehen und auch nicht weitergehen dürfen
 
Richtig. Und die Probleme liegen eben einerseits in der Politik, warum es in letzter Zeit den EIndruck macht, dass es immer mehr "Patrioten" und "Latent-Rechtsmitschwimmer" gibt. Deswegen sollte die Pegida und extreme rechte Idioten nicht mit Fackeln vor den Flüchtlingsheimen demonstrieren, sondern in Berlin vor dem Kanzleramt.

Zweites Problem sehe ich darin, dass es mittlerweile 100te Blogs und Medien gibt, sowohl kleine als auch große. Die einen berichten Pro-Flüchtling, die anderen Contra. Die einen glauben das, die anderen das. Nur ganz wenige blicken über den Tellerrand, betrachten alle Medien.

Ein Beispiel... bei einer Reportage über Pegida wars glaube ich, wurden von drei Medienanstalten Interviews geführt. Das waren quasi drei unterschiedliche Sendungen, bei jeder hatte man einen anderen Eindruck der Demo... bei der einen, dass da das normale Volk mitgeht, die "gar nicht so schlimm sind", bei der zweiten dass da nur "Hardcore-Nazis" waren, und eine dritte (kleine unabhängige) hat das mal genauer durchleuchtet hat.

...und ein anderer war ein Undercover RTL:Reporter:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/rtl-journalist-bei-pegida-demo-ist-gefeuert-a-1009824.html

Wem soll man da noch glauben?

Ich glaube, dass die Stimmung ganz schnell kippen kann. Die aktuelle Asylpolitik sehe ich als großen Fehler an. Man darf annehmen, dass wir bis zum Ende des Jahres 1 Mio Flüchtlinge aufgenommen haben werden dürfen. Und die Regierung scheint für dieses Vorhaben weder einen Plan noch eine gute Informationspolitik zu haben.

Und spätestens wenn der IS es schafft, in Europa weiter Fuß zu fassen, bin ich mal gespannt, wie das die Gemütslage vom Otto-Normalverbraucher verändern wird.

Ich persönlich finde eine linksorientierte Politik auch gefährlich! Vielleicht mag sie im ersten Moment nicht so menschenverachtend sein, sie kann aber dafür genauso schnell für ein Ungleichgewicht und Unruhen im Volk führen. Wenn zum Beispiel aufgrund linker Meinungsmache das Thema Asylpolitik nicht offen diskutiert werden darf oder vor Problemen die Augen verschlossen wird, trifft hier die linksgerichtete Politik ebenfalls eine Schuld!

Leider hat man in Deutschland das Gefühl, dass uns das differenzierte und selbstständige Denken Stück für Stück abgewöhnt werden soll.
 
wo darf denn aufgrund "linker meinungsmache" das thema asylpolitik nicht offen diskutiert werden?
 
Nein, muss ich nicht. Erstens ist es auch mein eigenes Recht, etwas nicht zu tolerieren, und zweitens kann ich das eben durch Plakate dementsprechend legitim zum Ausdruck bringen.



Man sieht doch gerade anhand der sozialen Medien, dass das Thema ganz offen diskutiert werden darf. Das ist nicht das Problem.

Andererseits, welche Politik als die links"orientierte" (was ja nicht gleich die Links-Politik oder schlimmer, linksextreme Politik ist) würdest du besser finden? Die linksorientierte Politik ist die Politik der Mitte vor 10 Jahren, da sich das Verhältnis meiner Meinung nach eben nach rechts verschoben hat.

Mit tolerieren müssen meinte ich auch im Rahmen unserer geltenden Gesetze. Flagge zeigen ist gut und wichtig. Das wird jedoch kaum einen Rechten oder Linken davon abhalten trotzdem das Stadion aufzusuchen
 
Frau Merkel ist ja in den nächsten Tagen in Marxloh aber vermutlich werden da die Marxloher selbst ihren Stadtteil nicht wiedererkennen.

Mein persönlicher Eindruck ist, dass sobald kritisch über Einwanderungspolitik diskutiert wird, man sehr schnell den rechten Stempel aufgedrückt bekommt, wenn man die Flüchtlinge nicht direkt mit offenen Armen empfängt sondern erst einmal hinterfragt warum sie geflüchtet sind und wenn es dann soweit ist dass sie in Deutschland sind, wie sich da seitens der Flüchtlinge benommen wird.
 
Ok, "nicht offen diskutiert" ist vielleicht der falsche Ausdruck!

Was ich damit meine
- Die Mainstream-Medien berichten meines Empfindens nach eher unreflektiviert "positiv" über die Flüchtlinge. Klar, eine Story über einen Flüchtling, der sich als Fußballer in Deutschland durchsetzt, hören wir lieber als die Geschichte eines Supermarktes, der aufgrund von wiederholten Diebstählen durch Gruppen von Asylsuchenden jetzt einen Sicherheitsschutz einstellen musste. Nur zwei Beispiele! Verdrängen ist aber keine Lösung, sonst knallt es irgendwann!

- Die Politiker trauen sich nicht, Probleme im Bezug auf Finanzirbarkeit und Infrastruktur offen zu diskutieren, weil sie Angst haben, in die rechte Ecke gedrängt zu werden.

Zwar etwas offtopic: Interessant finde ich, dass das oft als so rechts-konservative verschriene und fast schon geächtete Ungarn vorbildlich viele Flüchtlinge aufnimmt.
 
Zitat von Bremervörde;3163138:
Was ich damit meine
- Die Mainstream-Medien berichten meines Empfindens nach eher unreflektiviert "positiv" über die Flüchtlinge. Klar, eine Story über einen Flüchtling, der sich als Fußballer in Deutschland durchsetzt, hören wir lieber als die Geschichte eines Supermarktes, der aufgrund von wiederholten Diebstählen durch Gruppen von Asylsuchenden jetzt einen Sicherheitsschutz einstellen musste. Nur zwei Beispiele! Verdrängen ist aber keine Lösung, sonst knallt es irgendwann!

woher willst du denn wissen, ob es wirklich so überdurchschnittlich viele vorfälle durch asylsuchende gegeben hat? es gab übrigens durchaus berichte über supermärkte, die einen sicherheitsdienst eingestellt haben.
 
Ungarn hat doch gerade den Zaun hochgezogen...

Vielleicht auch nicht ohne Grund:
DWO-IP-Asyl-jb-Aufm-Kopie.jpg


Aber es wird wirklich offtopic!
 
@dieeeter
Bremervörde hat seine Kenntnisse mit Sicherheit aus unabhängigen Quellen (m. n. taz etc.) oder eben auch öffentlichen Medien die neutral und nicht
einseitig berichten. Vielleicht hat er auch die Kriminalstatistik richtig gelesen.
Fakt ist ganz einfach, dass wir einen hohen Ausländeranteil bei den Straftaten haben. Fakt ist auch, dass wir bei hohen gewinnträchtigen Delikten (Rauschgift,Prostitution, Wohnungseinbrüche etc.) auch einen hohen Anteil an Ausländer. Kaschiert wird die Statistik durch deutschstämmige Ausländer. Dazu das Problem der minderj. Flüchtlinge aus Nordafrika. Das Problem ist bekannt usw., usw..
Ich will hier kein neues Fass aufmachen. Ich habe nur kurz versucht dieeeter einen realistischen Blick auf das tatsächliche Leben zu geben.
Ich würde mir auch wünschen, dass die Diskussion nun nicht in die von mir aufgezeigte Richtung abdriftet. Dann wird hier noch bis in die nächste Woche diskutiert.
Sorry, aber mir drängt sich hier bei einigen Diskussionsteilnehmern eine gewisse Selbstdarstellung auf. Die typische Diskussionsführung der Antifa sowie einiger nahestehender Sympathisanten §1 Ich habe immer recht, §2 sollte ich mal nicht recht haben tritt automatisch §1 in Kraft.
Nochmals meinen Hut ziehe ich vor Opalo, Eisbär, Bremervörde und Co. die hier nachhaltig, ausgewogen wie auch eingestehend in dieser langanhaltenden Diskussion ihren Mann stehen. :daumen::daumen::daumen:
Ach ja, Ausländer ist wirklich ein Unwort. Viele meinen eigentlich "Nichtdeutschstämmige". Ich glaube auch, dass die meisten "Nichtdeutschstämmigen" nicht kriminell, durchaus anpassungsfähig und
in dieser Darstellung absolut eine Bereicherung unserer Gesellschaft sind.
Es gibt durchaus Kulturen, die mehr oder ergänzendes bieten.
So, ich bin wieder raus.
 
Es gibt homophobe und rassistische Menschen in der Kurve, die sich aber ruhig verhalten und nur ab und zu mal auffallen. Dann aber auch nur, weil irgendwer eine Unterhaltung zwischen zweien mitbekommen hat. Übergriffe außerhalb des Stadions haben nichts mit Werder oder Fußball zu tun. Das sind Probleme zwischen rechten Hools und den Ultras, die nun bekannterweise links sind. Das muss man nicht noch ins Stadion tragen, zumal das NUR Ultras betrifft und nicht den xbeliebigen Werder-Fan. Wären die Ultras nicht so links, würden ihnen auch keine rechten Hools auflauern. Wüsste nicht, was Werder damit zu tun hätte.
Das ist Nazis vs. Antifa und nichts anderes.
Dass der Satz unbearbeitet und unbeanstandet bleibt, ist für mich zum Beispiel sehr schwer zu verstehen.

Mit ganz viel Wohlwollen könnte man gerade noch zu dem Schluss kommen, dass Du nicht nachgedacht hast und das also eine unbedachte Äußerung war.

Mit weniger Wohlwollen könnte man auf eine Denke bei Dir schließen, die einfach nicht mehr azeptabel ist, die Dir hier unterstellt wurde und gegen die Du Dich vehement verwahrst.

Wenn Du Dich von dieser Äußerung nicht glaubhaft distanzierst, wirst Du aber weiter mit dem leben müssen, was Du als Unterstellungen bezeichnest.
 
woher willst du denn wissen, ob es wirklich so überdurchschnittlich viele vorfälle durch asylsuchende gegeben hat? es gab übrigens durchaus berichte über supermärkte, die einen sicherheitsdienst eingestellt haben.

Ich habe nirgendwo geschrieben, dass es überdurchschnittlich viele Vorfälle gegeben hat. Das hast du mir in den Mund gelegt!

Es geht eher darum, in welcher Weise die Berichterstattung abläuft. Die Presse steht da leider unter einer gewissen Selbstzensur. Anstatt sachlich zu berichten, was passiert ist, steht heute vor jedem Artikel leider erstmal die Frage, welche Wirkung ein entsprechender Beitrag haben könnte. Bei Radio Bremen ist mir zum Beispiel mal aufgefallen, dass bei Straftaten durch Migranten oft bewusst NICHT genannt wird, dass es sich um einen Migranten handelt.

Versteh mich nicht falsch, es geht mir nicht darum, dass über die Presse eine Hetzjagd entstehen soll, das Problem ist, wenn man den Bürgern nicht sagt, was es bedeutet wenn wir in unserem Land plötzlich 2 Mio. Asylsuchende aus einer völlig anderen Kultur aufnehmen, von denen voraussichtlich niemand in naher Zukunft in die Sozialsysteme einzahlen wird. Momentan beschweren sich nur die klammen Kommunen, weil sie vom Bund allein gelassen werden. Früher oder später wird es aber zu Konflikten kommen und wenn die Bürger merken, dass die Integration eben nicht so einfach und problemlos ist, wie es Presse und Regierung darstellt, dann wird es einen großen Knall geben.

Und da erwarte ich von Politik und auch von der Presse eine ehrliche und differenzierte Berichterstattung. Denn dass der Strom von bedauernswerten Kriegsflüchtlingen aus Syrien, die dringend Hilfe brauchen auch jede Menge Trittbrettfahrer mit sich bringt, die eben nicht so bedauernswert sind, ist ja logisch und Szenen wie in diesem Video machen mich nachdenklich:
http://www.spiegel.de/video/calais-video-zeigt-fluechtlinge-auf-autobahn-video-1585346.html
 
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