Gefahr von Rechtsaußen - Nazis im Fussball

1 + 2 kann ich nicht beantworten.

3) Nun das kann man so direkt nicht festmachen, aber wenn die Plakate irgendwann "normal" sind, dann nimmt sie auch niemand mehr "ernst".
Wobei ich grundsätzlich eh eher dafür bin "Politik" aus dem Stadion zu lassen.

4) Wird es ja nicht.
5) Ist ja auch nicht so.
6) Sobald etwas verbotenes getan wird, "handeln" (Anzeigen, melden, ggf. einschreiten).
7) Ich kann es nur persönlich für mich beantworten. Ich finde sehr wohl ein klares Wort gegen Nazi, achte dabei natürlich aber auch auf Selbstschutz.
 
Im Übrigen habe ich hier noch kein Argument gehört, das die wichtigsten Punkte betrifft. Darum meine Fragen:

1.) Inwiefern steht ein Plakat gegen Nazis im Widerspruch zur Unterstützung der Mannschaft?
2.) Welche Implikation soll das überhaupt haben, wenn man ein Plakat gegen Nazis als irgendwie hinderlich betrachtet beim Vorhaben die Mannschaft zu unterstützen?
3.) Wie viele Plakate gegen Nazis sind zu viele?
4.) Warum wird hier nur über die Plakate geschrieben, nicht über den Fakt, dass Nazi-Hools sich ungehindert im Stadion tummeln?
5.) Was soll es bedeuten, wenn man sich über Plakate gegen Nazis ereifert statt über Nazis?
6.) Wie sollen Menschen sich verhalten, die Opfer von Nazi-Hool-ÜBergriffen werden, wenn sie sehen, dass diese sich ungehindert im Stadion tummeln?
7.) Warum finden Menschen, die ich bei einem irgendwo gezündeten Bengalo oder einer kleinen Rangelei zwischen zwei Fangruppen überhaupt nicht mehr einkriegen können vor hysterischen Strafforderungen, kein einziges klares Wort gegen Nazihools, sondern nur gegen ein Plakat, das auf diese hinweist?

Das hätte ich gern mal beantwortet.

ich kann nur für mich sprechen.

ich gehe seit 1977 ins Stadion und möchte den ruhmreichen SV Werder sehen. Mir ist es egal, wer neben mir sitzt. Mir ist egal, welch ethnischer Herkunft ein Zuschauer im Stadion ist, wie jemand seine Brötchen verdient oder wo er politisch einzuordnen ist. Solange er sich im Stadion korrekt verhält, kann in meinen Augen jeder Mensch bei Werder zuschauen.

Sollten irgendwelche Rechten im Stadion Propagandascheiß verteilen oder rechte Parolen gröhlen, dürfen sie gern des Stadions verwiesen und mit SV belegt werden.

Das Gleiche gilt allerdings auch für das Gefährden anderer Zuschauer durch Feuer, Feuerwerk, Pyro, Bengalos, Knallkörper, etc.
 
gib mal ein paar Beispiele, was du im Stadion gehört hast und was du davon mit SV belegen würdest.

SV?
Und warum soll ich dafür Beispiele bringen? Sowas poste ich garantiert nicht. ;)

Edit: Ach Stadionverbot. Weiß nicht, ob ich da Stadionverbot verhängen würde, aber es hat nichts im Stadion zu suchen(oder sonst wo). Wenn niemand was sagt oder tut, ists mir auch recht wurscht, wer da sitzt, aber dann interessierts vermutlich generell niemanden.
 
Mal ´ne Frage:
Woher wusste man den, dass beim Spiel Nazis in der Westkurve sitzen? Hatten die sich vorher angekündigt und gesagt, "Gegen Augsburg sind wir da." Oder woher kommt die Info. Ich konnte während des Spiels nichts drüben in der West entdecken, womit die auf sich aufmerksam gemacht haben.
 
1.)
Mich stören die Transparente nicht, im Gegenteil. In Zeiten, in denen es in anderen Stadien eine Neonazi-Renaissance zu geben scheint, finde ich derartige Meinungsäußerungen klasse. Ich bin da als Werderaner ein wenig Stolz auf meine Ultras. Nachdenken und Position beziehen hat ja wohl noch Niemandem geschadet.
2.)
Dass das Spiel momentan einfach Schei*e ist und spielbezogener Support nötig, steht wohl außer Frage. Das Eine schließt für mich das Andere nicht aus.
3.)
Neonazis gehören für mich weder ins Stadion noch sonstwo hin. Die können mich mit ihrem kleingeistigen, braunen Auswurf seit jeher am Ar*ch lecken (bitte kein Kopfkino in diesem Zusammenhang).
4.)
Schönen Tag noch.
 
1.)
Mich stören die Transparente nicht, im Gegenteil. In Zeiten, in denen es in anderen Stadien eine Neonazi-Renaissance zu geben scheint, finde ich derartige Meinungsäußerungen klasse. Ich bin da als Werderaner ein wenig Stolz auf meine Ultras. Nachdenken und Position beziehen hat ja wohl noch Niemandem geschadet.
2.)
Dass das Spiel momentan einfach Schei*e ist und spielbezogener Support nötig, steht wohl außer Frage. Das Eine schließt für mich das Andere nicht aus.
3.)
Neonazis gehören für mich weder ins Stadion noch sonstwo hin. Die können mich mit ihrem kleingeistigen, braunen Auswurf seit jeher am Ar*ch lecken (bitte kein Kopfkino in diesem Zusammenhang).
4.)
Schönen Tag noch.

Zu spät. :wild::unfassbar::eek:
 
Mal ´ne Frage:
Woher wusste man den, dass beim Spiel Nazis in der Westkurve sitzen? Hatten die sich vorher angekündigt und gesagt, "Gegen Augsburg sind wir da." Oder woher kommt die Info. Ich konnte während des Spiels nichts drüben in der West entdecken, womit die auf sich aufmerksam gemacht haben.

Ist ja nicht so, dass sie nur gegen Augsburg im Stadion waren. Gegen Freiburg waren sie es auch schon und gegen Fürth wird dem wohl auch so sein. Stichwort: Winter-Paket. (Gegen Freiburg gab' es daher ja auch schon eine Aktion!)
Woher die Info stammt, ist ja erstmal egal.
 
1.)
Mich stören die Transparente nicht, im Gegenteil. In Zeiten, in denen es in anderen Stadien eine Neonazi-Renaissance zu geben scheint, finde ich derartige Meinungsäußerungen klasse. Ich bin da als Werderaner ein wenig Stolz auf meine Ultras. Nachdenken und Position beziehen hat ja wohl noch Niemandem geschadet.
2.)
Dass das Spiel momentan einfach Schei*e ist und spielbezogener Support nötig, steht wohl außer Frage. Das Eine schließt für mich das Andere nicht aus.
3.)
Neonazis gehören für mich weder ins Stadion noch sonstwo hin. Die können mich mit ihrem kleingeistigen, braunen Auswurf seit jeher am Ar*ch lecken (bitte kein Kopfkino in diesem Zusammenhang).
4.)
Schönen Tag noch.

:tnx:
 
1.)
Mich stören die Transparente nicht, im Gegenteil. In Zeiten, in denen es in anderen Stadien eine Neonazi-Renaissance zu geben scheint, finde ich derartige Meinungsäußerungen klasse. Ich bin da als Werderaner ein wenig Stolz auf meine Ultras. Nachdenken und Position beziehen hat ja wohl noch Niemandem geschadet.
2.)
Dass das Spiel momentan einfach Schei*e ist und spielbezogener Support nötig, steht wohl außer Frage. Das Eine schließt für mich das Andere nicht aus.
3.)
Neonazis gehören für mich weder ins Stadion noch sonstwo hin. Die können mich mit ihrem kleingeistigen, braunen Auswurf seit jeher am Ar*ch lecken (bitte kein Kopfkino in diesem Zusammenhang).
4.)
Schönen Tag noch.

:tnx::tnx:
 
Also wenn die Formulierung als sehr beleidigend wahrgenommen wurde, möchte ich um Verzeihung bitten. Ich fand das war ein flapsiger Kommentar zu einem relativ altklugen Beitrag von jemanden, der von Fanszenen und Nazis ziemlich wenig Ahnung hat.

Im Übrigen habe ich hier noch kein Argument gehört, das die wichtigsten Punkte betrifft. Darum meine Fragen:

1.) Inwiefern steht ein Plakat gegen Nazis im Widerspruch zur Unterstützung der Mannschaft?
2.) Welche Implikation soll das überhaupt haben, wenn man ein Plakat gegen Nazis als irgendwie hinderlich betrachtet beim Vorhaben die Mannschaft zu unterstützen?
3.) Wie viele Plakate gegen Nazis sind zu viele?
4.) Warum wird hier nur über die Plakate geschrieben, nicht über den Fakt, dass Nazi-Hools sich ungehindert im Stadion tummeln?
5.) Was soll es bedeuten, wenn man sich über Plakate gegen Nazis ereifert statt über Nazis?
6.) Wie sollen Menschen sich verhalten, die Opfer von Nazi-Hool-ÜBergriffen werden, wenn sie sehen, dass diese sich ungehindert im Stadion tummeln?
7.) Warum finden Menschen, die ich bei einem irgendwo gezündeten Bengalo oder einer kleinen Rangelei zwischen zwei Fangruppen überhaupt nicht mehr einkriegen können vor hysterischen Strafforderungen, kein einziges klares Wort gegen Nazihools, sondern nur gegen ein Plakat, das auf diese hinweist?

Das hätte ich gern mal beantwortet.

Und woran machst du das nun wieder fest? Du kennst mich kein Stück und behauptest, zu wissen, wovon ich Ahnung hab und wovon nicht. Darüber hinaus ist schon der Begriff "altklug" beleidigend.
 
Das habe ich aus dem Beitrag messerscharf geschlossen.

ja genau, ich schreibe auch, ich habe keine Ahnung oder was? Etwas mehr Denkeinsatz und etwas weniger Trompeterei täten dir ganz gut, glaub ich. Ich stecke nicht tief in der Fanszene drin. Das stimmt soweit. Aber das ist das einzige an alledem, was stimmt. Ich beobachte die Fanszene von Werder recht intensiv von außen und würde behaupten, nen recht guten Überblick zu haben. Mit Nazis und Neonazis beschäftige ich mich ungefähr seit der 8. Schulklasse. Ich habe vor einem halben Jahr Abi gemacht. Ich denke, ich weiß recht gut, was da los ist.
 
Ich denke nicht, dass ich recht gut weiß, was da los ist. Was ich aber weiß ist, dass man die Zeitpunkte der Proteste gegen Nazis oder gegen sonst was nicht einfach vor der Saison planen kann, wie du es vorgeschlagen hast. Das ist einfach völlig absurd.
 
Ich auch nicht. Aber mit 20 war ich auch ein Oberchecker und bei der Antifa. Uiuiui. Hatte aber trotzdem keine Ahnung.
 
Fußballstadien sind per se ein Ort, an dem emotionales Gedankengut unabhängig seines Spektrums auf fruchtbaren Boden fällt. Gleichzeitig klingen in dieser emotionalen, angespannten und gruppenkohäsiven Zugehörigkeit im Fanblock Aussagen durch, die schon in ihrer Unbedachtheit rassistisch konnotierte Äußerungen zulassen. Grade Samstag wurde Koo völlig unbegründet ohne jede Grundlage "Reisfresser" genannt. Solche Situationen kehren ganz gerne mal unbedachte Aussagen unbewusst verankerter Stereotypen nach außen, ohne dabei zwingend Rückschlüsse darauf zuzulassen, ob der krakelende Ostkurvensteher tatsächlich Rassist ist. Das sind die wenigsten. Tatsächlich ist das eher eine Form des latenten Rechtspopulismusses aus einem Ausschnitt seiner gewaltigen Bandbreite. Der ist zwar in vielen Fällen harmlos, aber in seiner Plumptheit unglaublich nervtötend.

Dennoch zeigt dieses Beispiel das Potential emotionaler Reduktionen auf populistische Sachverhalte von Menschen in Massen, die auf emotionaler Ebene - z.B. durch ein schlechtes Fußballspiel der eigenen Mannschaft - erreicht werden. DESWEGEN ist ein Fußballstadion der geeignete Ort für Nazis und ihre Ideologieverbreitung. Außerdem dürften sich Rechte in der emotional und männlich dominierten Szene Stadion eh wohlfühlen. Es geht weniger um pragmatische Berechnung des Stadions als Öffentlichkeitsplattform zur Eigenwerbung. In ideellen Standpunkten geht es um Gefühl statt um Ratio.

Andersrum ist auch deswegen das Stadion ein Ort, diese emotionale Konnotierung umzudrehen. Zum Beispiel durch Anti-Nazi-Plakate. Ein Übermaß an Ablehnung homophoben Gedankenguts kann man eh nur schwer erreichen.
 
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