Fussballfans sind keine Verbrecher!

Ist die Diskussion angebracht, wenn man überlegt, dass es eh verboten ist? Ein generelles Verbot ist doch in Ordnung. So weiß jeder, woran er ist.

Das ist glaube ich, wie wenn man mit Kiffern über den Sinn des Marihuana-Verbots in Deutschland diskutiert (wenn man es selbst für sinnvoll hält). Die Argumente sind irgendwie die gleichen wie bei der Pyro-Fraktion (Ist nicht gefährlich, passiert ja nichts, woanders ist es erlaubt etc.). Auf einen Nenner wird man da wohl nie kommen.
 
Das ist glaube ich, wie wenn man mit Kiffern über den Sinn des Marihuana-Verbots in Deutschland diskutiert (wenn man es selbst für sinnvoll hält). Die Argumente sind irgendwie die gleichen wie bei der Pyro-Fraktion (Ist nicht gefährlich, passiert ja nichts, woanders ist es erlaubt etc.). Auf einen Nenner wird man da wohl nie kommen.

Geiles Beispiel. Nur Kiffen ist nirgendswo anders Mainstream und wird auch nicht teilweise von deutscher Presse gelobt. Ich hätte mal irgend so ein Beispiel in die andere Richtung bringen sollen, dann hätte mir die ganze Meute wieder gesagt, wie dumm ich doch wär und das ich ja so ein unreflektierter Tölpel bin.
 
@Sportvereinwerderbremen
Auch ich bin nach längerer Steher Zeit im Oberrang gelandet. Viele derjenigen die "früher" in der Kurve standen sitzen mittlerweile oben. Die Ultras stehen nun mittlerweile 12 Jahre in der Kurve - eine lange sehr lange Zeit.

Das sich Gebaren, Gesänge, Fahnen, sonstige Utensilien ändern in dieser Zeit dürfte erstmal selbstverständlich sein - so sind die alten Gaströten und Mundhupen aus den Siebziger/Achtziger sind nicht mehr (nur noch vereinzelt) im Stadion zu hören. Aus vereinzelten langen Fangesängen (Ole hier kommt der SVW) von damals wurde der Dauersupport aus dem Staubsauger.

Das man in der Ost das ganze Stadion "mitgenommen" hat wie du es sagst, glaube ich einfach nicht, aber sicherlich war es "gefühlt anders". Das ist aber auch Ansichtssache. Die "Bekloppten in der Ostkurve" - das galt damals wie heute würde ich sagen. Manchmal war es aber hip von vielen "auch mal Ost" zu stehen - sowie es heute auch hip ist - das nenne ich halt die "Kurventouristen".
Daraus jemanden absprechen wollen er sei "ein besserer" Fan als irgendein anderer? Ich nicht.

Das sich die Ultras da "unten" aber so gerieren als seien sie die Besseren, daß ist einfach so. Das ist ein jedweder Gruppe immanentes Wesen und Kern - ungewollt oder gewollt: Man kleidet sich anders, äußert sich anders, benimmt sich konträr zum Konsens und pocht auf seine Ansichten und geht rüde und mit Unverständnis mit "den anderen" und ihre Ansichten" um. Und entwickelt seinen eigenen "Kodex".

In den Neunzigern war die Kurve mal sowas wie "politisch korrekt" - Sitzen fürn Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;), Gegen Nazis etc. pp., das ist nicht mehr ganz so augenfällig wie früher floß aber wenigstens zum Teil in die jüngere Szene der Kurve mit ein.
Die Ultras bzw. die Gruppe die aktuell mit dem Verein über den Staioumbau beriet war überwiegend mit Ultras besetzt - doch auch einige der alten waren mit dabei.

Was das "Stadionerlebnis" Werder anbetrifft muß das jeder für sich selber suchen und in Anspruch nehmen - dafür gehört für mich eben dazu, daß ich wenn ich stehe, den Platz nehme wo ich immer stehe - wie im Pausenraum beim Arbeitgeber: da sitze ich auch jedesmal auf den selben Platz.
Wer zumindest das bestimmt? Ich selber.
Alle anderen "Regeln in der Kurve" haben sich so ergeben und ändern sich je nachdem wie der Zeitgeist da gerade tickt, was bei der Jugend gerade Mode ist und sonst so. Das es da anders zugeht und immer anders zugehen wird wird sich - nicht ändern lassen meiner Meinung nach. Und deswegen lässt man sich darauf ein oder lässt es. Beim Rockkonzert geht man entweder in die ersten Reihen und pogt hüpft, springt und gröhlt mit oder geht paar Reihen nach hinten.

Wir - ua. du und ich - sind jetzt "die alten". Damals waren wir "die Jungen". Eine/unsere Generation war es die Toleranz über und für jedweden anderen über seine eigenen Ideale stellte - die unsere. Und das ist jetzt wieder anders. Die alten früher haben uns für bescheuert und intolerant erklärt und auch in Abrede gestellt, daß wir mit unseren Gebaren etwas für den Klub ändern können (Meint ihr etwa, nur weil ihr lauter schreit spielt Werder besser?" - das war der Vorwurf der "alten" gegen uns. Die gingen im Mantel ins Stadion, wir zeigten unsere Farben).
Jetzt sitzen wir im Oberrang und schreien vereinzelt "Ultras raus" - wir machen das, was unsere Vorgängergeneration mit uns tat.
Ich kann drüber schmunzeln - alles an den Ultras ist nicht verkehrt und was wir so tun, ist auch nicht alles richtig.
Wie vor zwanzig Jahren.

Man vergisst zu schnell was man früher tat und überschätzt was man heute tut. Zu gerne meinen wir nach einem Ideal zu leben das ein allgemeines Gesetz werden sollte bzw. das allgemein als "richtig" erachtet wird.

Und das, Sportvereinwerderbremen, beantworte ich mal mit Richard Nixon: "Das ist nicht richtig!"

Jede Generation geht konträr zu ihrer Vätergeneration - das ist ein nicht zu ändernder Umstand.
Das wir das nicht so heftig veranstalteten wie die aktuelle junge Generation lag daran, daß wir einfach klüger waren :P
 
Politik-Verbot für "Hardcore"-Idiot

http://www.infamousyouth.org/

Unser Bremer Innensenator erteilt für Stadionverbotler, nach Stellungnahme der IY, demnach Bremen-Verbot an Heimspieltagen. Erinnert mich gerade an Köln-Kalk Verbot, leider ist diese Maßnahme für in Bremen ansässige Werder-Fans mit Stadionverbot harter Tobak und bereitet mir unter Berücksichtigung von geltenden Gesetzen und Rechtsprechung schon Sorgen.

Wie weit will Staat und Politik noch gehen, um verordnete Maßnahmen erfolgreich umzusetzen, damit ein Spiel "störungsfrei" ausgetragen werden kann.....????
 
@ Hansestädter

Es wäre in solch einem Fall aber auch immer hilfreich, eine QUELLE für Mäurers Pläne zur Verfügung zu stellen, anstatt nur eine schon selbst formulierte Interpretation seiner Aussagen zur Diskussion zu stellen. Und die Überschrift ist auch nicht sehr hilfreich. Bei allem Ärger lassen sich solche Diskussionen sachlich grundsätzlich immer am besten führen. Und möglicherweise ist ein Dialog auch besser möglich, wenn man nicht zeitgleich die Innenstädte mit dem Slogan "WIR REDEN NICHT MIT BULLEN!" zupflastert.

Manche seiner Aussagen klingen ohne Frage absurd.

Manche aber auch nur im ersten Moment. Und manche in dem von Dir verlinkten Artikel kritisierten Äußerungen bezogen sich ursprünglich auf die 3. Liga und Standorte wie Dresden oder Jena, die man kaum mit Bremen vergleichen kann.
 
Hält nicht jeder seine Handlungen für richtig ? Und jeder der das auch von sich behauptet aber anderer Meinung ist ist dann der "Arrogante, der sich für was Besseres hält"? Seid "ihr" diejenigen "die keine richtigen Fans sind, weil sich überhaupt nicht freuen", sind "wir" diejenigen "die keine richtigen Fans sind, weil man sich ja eh nicht für Fußball interessiert und sich nur selber darstellen will, wer das ganze Spiel singt, der kann ja gar nicht aufs Spiel achten". Ich finde das ist durchaus vergleichbar. Ich finde da stoßen die beiden absoluten Gegensätze aufeinander, fast alle anderen Ansichten müssen rein theoretisch irgendwo dazwischen liegen.

Außerdem: Ich finde einfach nicht, dass es darum geht anders zu sein. Man denkt nicht so weil man dazugehören will, sondern gehört dazu, weil man so denkt. Und so gegen den Konsens ist das meistens auch nicht.
 
@HB
Genau das meinte ich, ja.
Dein Nachsatz gibt noch mehr als die Sätze davor den Umstand wieder, wie man sich in Gruppen verhält und wie andere auf solche Gruppen reagieren.
Diesen Widerspruch kann ich nur mit der alten Filmszene aus "Das Leben des Brian" beschreiben:

Brian zum Volke: "Ihr seid alles Individuen!"
Ein Einzelner: "Ich nicht!"

:beer:
 


Grade gefunden:


Duisburg / Mönchengladbach (ots) - Am gestrigen Samstagabend kam es im Duisburger Hauptbahnhof in der Rückreisephase zwischen Bremer und Mönchengladbacher Fans zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen. Nach Ankunft eines Regionalexpresses gegen 19.50 Uhr enstand an Gleis 8 plötzlich ein Streit zwischen den Gruppen. Die Bundespolizei, die später von Kräften des Polizeipräsdiums Duisburg unterstützt wurde, musste Pfefferspray einsetzen, um die "Fans" zu trennen und weitere Eskalationen, auch gegen unbeteiligte Reisende, zu verhindern. Kurz darauf konnten die Gruppen ohne weitere Vorfälle ihre Heimreise fortsetzen.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Landesfriedensbruches gegen die Personen ein. Die Ermittlungen hierzu dauern an, da auch noch Viodeoaufzeichnungen ausgewertet werden müssen. Durch den Vorfall kam es zu Verspätungen im Bahnverkehr.

Quelle: http://www.presseportal.de/polizeip...lizeidirektion_sankt_augustin?search=duisburg
 
Danke für die Info. Ich wundere mich allerdings über die angegebene Uhrzeit. Der Zug, in dem ich war und der nicht in Duisburg hielt, war gegen 19.40 h schon in Essen (und ist somit ca. 19.25 h ohne Halt durch Duisburg gefahren). Wie das mit 19.50 h zusammen passen kann, ist mir nicht klar...
 
Das stimmt auch so nicht.
MG Hbf wurde ausgelassen, weil der Zug "zu 200% ausgelastet war".
Und in Duisburg standen bremer Hools und die Polizei hatte die Anweisung, dafür zu sorgen, dass diese nicht in den Zug kommen.
 
huch dachte es wären duisburger holls wegen essen....mmh

warum die Bremer nicht reingelassen wurden erschliesst sich mitr jetzt nicht grade !

Die Polizisten hatten von den SKBs die Information, dass die bremer Hooligans und Ultras verfeindet sind und deswegen nicht in einem Zug fahren sollen.
Deren Taktik ist ja nicht wirklich aufgegangen, ab Dortmund hatten wir die Nasen dann ja doch im Zug...
 
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