Fussballfans sind keine Verbrecher!

@Alarith
Du vergleichst gerade Äpfel mit Birnen. :rolleyes:
Es geht sicher nicht um ein paar kleine Disco-Kloppereien. Du könntest das eher mit den Bandenaktivitäten auf der Bremer Discomeile vergleichen und da wäre wieder Polizei nötig.
Außerdem "gehört zum Fußball dazu" ist doch mal ne bescheuerte Aussage. Nur weils immer schon da war, gehörts nicht dazu. Es ist nur nicht wegzukriegen.
 
@Alarith
Du vergleichst gerade Äpfel mit Birnen. :rolleyes:
Es geht sicher nicht um ein paar kleine Disco-Kloppereien. Du könntest das eher mit den Bandenaktivitäten auf der Bremer Discomeile vergleichen und da wäre wieder Polizei nötig.
Außerdem "gehört zum Fußball dazu" ist doch mal ne bescheuerte Aussage. Nur weils immer schon da war, gehörts nicht dazu. Es ist nur nicht wegzukriegen.

ist beides Obst......
ist vom prinzip her das gleiche ;)
 
Das Problem ist aber, dass bei den angesprochenen Themen der Kompromiss für die Leute, die eh schon unter den angesprochenen Dingen leiden, nur so aussehen kann, dass sie sich tatsächlich woanders hinstellen / sich einen Sitzplatz kaufen / zu hause bleiben. Wie halt bei dem Beispiel mit den Nichtrauchern. Wenn sie diesen "Kompromiss" eingehen, dann kann die andere Seite ja theoretisch weitermachen, wie sie es gerade auch tut. Wenn aber, wie bei einem Kompromiss üblich, beide Seiten aufeinander zugehen, dann bleiben z.B. Fahnen unten bei Torraumszenen. Die eine Seite würde somit einsehen, dass sie vielleicht andere Teile des Spiels nicht sehen können, obwohl für die andere Seite ein Schwenken weiter möglich wäre. Oder man verzichtet bei Auswärtsspielen auf das Zünden von Pyro, da sich in einem engen Auswärtsblock bei teilweise organisierten und von der Polizei begleiteten Anreisen nunmal nicht jeder aussuchen kann, wo er gerade steht.

Da muss ich dir quasi in fast allen Punkten rechtgeben. Das mit den Fahnen erscheint mir bspw. ein guter Kompromiss. Zum Beispiel Raucher/Nichtraucher ist aber zum Beispiel m.E. oftmals auch eine sehr radikale Ansicht der Nichtraucher zu beobachten. Oftmals wird einfach "nur" auf dem Recht bestanden, ohne dass es eine wirkliche Beeinträchtigung besteht (bin Nichtraucher als Info). Ähnlich erscheint es mir mit dem Linienrichter. Es wird sich beschwert über monotone Gesänge etc., aber danach vollkommenes Unverständnis geäußert, wenn jemand sich über nörgelnde Kinder/Familien aufregt. Zum Glück stört mich beides nicht. :p

Bezüglich unserem Linienrichter: Er dient nur als Beispiel, habt natürlich nix gegen ihn, kenne ihn ja net mal ;))

Das wäre ja nicht einmal ein Kompromiss, sondern einfach nur die Einhaltung von Regeln und Gesetzen. Das würde ich sowieso vorraussetzen, dass sich daran gehalten wird.


Im Prinzip müssen einfach nur die Radaubrüder weg, dann gibt es keine Gewalt mehr von Fangruppen und auch keine von Polizei oder Ordnern. Da ist aber genau das Problem. Die Radaubrüder sehen sich nicht einmal in der Rolle des Randalierenden und werden somit auch nicht aufhören. Solange übermäßig Alk getrunken wird sowieso nicht. Jeder, der schon einmal bei einem Werderspiel Aggressionen geschürt hat, sei es durch Gesänge, Pöbeleien oder einfach weil man sich ungerecht behandelt gefühlt hat, sollte sich hier mal angesprochen fühlen. Ich erlebe es jedesmal wieder. Bei meinem letzten Spiel in Hannoi hab ich mich über das Bezahlsystem dort aufgeregt(3€ zuviel abgebucht) und meine alkoholisierten Begleiter wurden total aggressiv und haben den Mitarbeitern gedroht. Keine Ahnung was das sollte. Zuhause leugnet man das gerne und sagt, dass es gar nicht so schlimm war, aber geht mal ohne Alkohol mit, dann seht ihr, was wirklich vorsichgeht und wie sich manche unter Alkoholeinfluss verhalten.


Es gibt auch Menschen, die nicht alle Gesetze gut finden und sich erlauben über die Sinnhaftigkeit nachzudenken. Genrell ist mir eine solche Sichtweisen zu einfach. Erste Frage wer ist denn eine Radaubruder, der Weg musst? Verdienst du jetzt ein Stadionverbot, weil du die Begleiter angestiftet hast?
 
@Alarith

Es ist für die hiesige Staatsmacht gelöst - sie tragen ihre Fights nicht mehr am Stadion aus. Ich würde es zu gene sehen, daß man das mal ausprobierte wie die Hooliganszene reagierte, wenn die Kontingente am Stadion erheblich reduziert würden.
Wenn sie wollen hält Polizeipräsenz sie nicht auf. Auswärts z.B. gehen sie nämlich so vor wie es "früher" war - am Stadion, im Stadion und da gehts von Polizeiseite anders ab. Die hauen nämlich gleich zu und mit dem Knüppel rein - unsere Polizisten machen das nicht - aus welchem Grund auch immer, die wollen das anscheinend mit höherer Präsenz lösen, warum auch immer.

Schon vor einigen Seiten habe ich das Disco-Beispiel gebracht, das wie ich finde geradezu eine Blaupause ist.

:beer:
 
Nein, mit aufeinander zugehen meine ich z.B. in einem Teil des Blockes Fahnen geschwenkt werden und im anderen die Leute stehen, die das Spiel ohne Fahnen Sichtbehinderung sehen wollen. So war es z.B. in FFM, Köln, Freiburg und Leverkusen!

Also stehen hinter den Fahnen immer Fans, die die Spiele MIT Sichtbehinderung sehen wollen?

Die Spielregeln besagen aber unter anderem auch, dass Fahnen erlaubt sind!

Jo. Es ist aber auch erlaubt dass ich mich im Stadion mit einem vier Meter hohen Teddybären vor Dich stelle und alle Hits von Pur in Dein Ohr singe. Das heißt aber trotzdem nicht, dass man es tun sollte, ohne Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Ich rede nicht von juristisch verankerten Spielregeln, sondern von Regeln des Miteinander, die bei Menschen, die sich z.B. gemeinsam innerhalb einer Tribüne aufhalten und die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollten. Allerdings nur, wenn man nicht so engstirnig ist und die z.B. Ansicht vertritt, dass Familien mit Kindern weniger Rechte haben, sich ein Spiel im Stadion anzugucken.
 
Die Ultras sind die Elite und so weiter bla bla, wo auch immer du das her hast...

Komisch. Wo hab' ich das bloß her, wenn es hier Leute gibt, die für die Allgemeinheit festlegen, dass man ein Spiel gefälligst singend, ohne Kinder und Frauen, die keine Ahnung haben und notfalls ohne Blick aufs Spielfeld zu schauen hat. Mal überlegen. Vielleicht komme ich noch drauf.
 
Also stehen hinter den Fahnen immer Fans, die die Spiele MIT Sichtbehinderung sehen wollen?

Nein, aber ich verstehe das unter einem Kompromiss. Sonst müsstest du Fahnen schwenken ganz verbieten. Aber bei den Spielen wurde die Sichtbehinderung durch Fahnen erheblich minimiert!

Jo. Es ist aber auch erlaubt dass ich mich im Stadion mit einem vier Meter hohen Teddybären vor Dich stelle und alle Hits von Pur in Dein Ohr singe. Das heißt aber trotzdem nicht, dass man es tun sollte, ohne Rücksicht aufeinander zu nehmen.

Merkst du den Unterschied zwischen Fahnen und einem Teddybär? Und wenn du das machst, dann versuche ich eben mich weg zu stellen!

Ich rede nicht von juristisch verankerten Spielregeln, sondern von Regeln des Miteinander, die bei Menschen, die sich z.B. gemeinsam innerhalb einer Tribüne aufhalten und die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollten. Allerdings nur, wenn man nicht so engstirnig ist und die z.B. Ansicht vertritt, dass Familien mit Kindern weniger Rechte haben, sich ein Spiel im Stadion anzugucken.

Und woher hast du das mit den Familien, die weniger Rechte haben?

Komisch. Wo hab' ich das bloß her, wenn es hier Leute gibt, die für die Allgemeinheit festlegen, dass man ein Spiel gefälligst singend, ohne Kinder und Frauen, die keine Ahnung haben und notfalls ohne Blick aufs Spielfeld zu schauen hat. Mal überlegen. Vielleicht komme ich noch drauf.

Wo wird denn hier soetwas für die Allgemeinheit festgelegt?
 
Es gibt auch Menschen, die nicht alle Gesetze gut finden und sich erlauben über die Sinnhaftigkeit nachzudenken. Genrell ist mir eine solche Sichtweisen zu einfach. Erste Frage wer ist denn eine Radaubruder, der Weg musst? Verdienst du jetzt ein Stadionverbot, weil du die Begleiter angestiftet hast?
Wenn mir Gesetze nicht gefallen, halte ich sie dennoch ein. Man kann friedlich protestieren und versuchen, diese Gesetze abzuschaffen, aber solange ist Gesetz eben Gesetz.
Was den Rest angeht, hast du nicht verstanden, was ich meinte. Radaubrüder sind die, die Radau machen und logischerweise auch die, die sich anstiften lassen oder anstiften. Ich hab da allerdings niemanden angestiftet. Wenn was passiert wäre, wäre ich aber halt mit in die Scheiße geraten. Da wäre dann aber weder ich noch die Polizei dran schuld, sondern meine Begleiter und niemand anderem würde ich das ankreiden.
 
Komisch. Wo hab' ich das bloß her, wenn es hier Leute gibt, die für die Allgemeinheit festlegen, dass man ein Spiel gefälligst singend, ohne Kinder und Frauen, die keine Ahnung haben und notfalls ohne Blick aufs Spielfeld zu schauen hat. Mal überlegen. Vielleicht komme ich noch drauf.

Mmmh, ich habe mal gesagt das ich keine Leute im Stadion will die nur wegen des Event-Charakters kommen. Werder-Mamis und Papis mit Kindern (nicht alle aber eine spezielle Form, von der ich ausging jeder wüsste was ich meine ) sollten da als Beispiel dienen.
 
sehr interessant das ganze. guter ansatz, weiter so. das mit der pyro action vorm block gefällt mir. die ganzen ergebnisse gefallen mir!! :svw_schal:
 
....aber nimm bitte trotzdem zur Kenntnis, dass es sehr wohl Familien im Stadion gibt, die genau dasselbe Recht haben, ein Fußballspiel zu genießen wie Du, dass es Fans gibt die sich vor allem erst einmal für das Spielgeschehen interessieren und dass es ferner Fans gibt, die das Erleben des Spiels selbst für wichtiger halten als die Selbstinszenierung und Imagepflege einer Fangruppierung, der ihre eigene Außenwirkung vielfach wichtiger ist als das, was auf dem Rasen passiert.

Ich bin nicht gegen Ultras, auch wenn manche Leute hier damit überfordert sind, das zu erkennen. Ich bin für ein Stadion, in dem alle Fans nebeneinander her existieren können, ohne dass eine Gruppe der anderen Gruppe den Spaß am Spiel nimmt. Und vor allem: Ohne dass eine Gruppe sich für besser hält als andere Gruppen und dies durch das Reklamieren von Sonderrechten immer wieder dokumentiert.
:tnx: :tnx: :tnx:
Wir nehmen sehr viel Geld und Freizeit in Kauf, um Werder zu sehen, ich wohne 300km weg. Fahrten zu Stadien, Werder-Auswärtsspiele, die näher ran liegen (Hannover, Wolfsburg, Berlin) oder genauso weit weg (Nürnberg, Hamburg) inklusive. Aber mich und andere interessiert in erster Linie und vor allem das, was auf dem Platz passiert, auch weil, ich z.Bsp. direkt aus dem Fussball komme. Dies dort unten zu beurteilen, zu werten, aber auch zeitweise anzufeuern und emotional mitzugehen, wenn es die Situation erfordert. Ich bin wegen dem Fussball da und wegen meinem Lieblingsverein. Bin ich deshalb einer, der was schlechteres darstellt als die, die sich da immer an eigenen Gesängen berauschen und hochputschen, teilweise gar nichts mehr mitkriegen? Das ist paradox.
 
....aber nimm bitte trotzdem zur Kenntnis, dass es sehr wohl Familien im Stadion gibt, die genau dasselbe Recht haben, ein Fußballspiel zu genießen wie Du, dass es Fans gibt die sich vor allem erst einmal für das Spielgeschehen interessieren und dass es ferner Fans gibt, die das Erleben des Spiels selbst für wichtiger halten als die Selbstinszenierung und Imagepflege einer Fangruppierung, der ihre eigene Außenwirkung vielfach wichtiger ist als das, was auf dem Rasen passiert.

Ich bin nicht gegen Ultras, auch wenn manche Leute hier damit überfordert sind, das zu erkennen. Ich bin für ein Stadion, in dem alle Fans nebeneinander her existieren können, ohne dass eine Gruppe der anderen Gruppe den Spaß am Spiel nimmt. Und vor allem: Ohne dass eine Gruppe sich für besser hält als andere Gruppen und dies durch das Reklamieren von Sonderrechten immer wieder dokumentiert.

Wie kommst du darauf, dass für einige Fanclubs ihre Außenwirkung wichtiger ist, als das was auf dem Rasen passiert? Die Geschehnisse auf dem Platz sind doch die einzige Motivation Nebentätigkeiten wie sie nunmal eben diese Fanclubs machen durchzuführen.

Ich bin wegen dem Fussball da und wegen meinem Lieblingsverein. Bin ich deshalb einer, der was schlechteres darstellt als die, die sich da immer an eigenen Gesängen berauschen und hochputschen, teilweise gar nichts mehr mitkriegen? Das ist paradox.

Wieso berauschen sich diese Leute an eigenen Gesängen oder putschen sich gegenseitig hoch. Das Einzige was einen hochputscht ist das Spiel. Das ist mein voller Ernst.
 
Keine Fangruppe ist besser als die andere oder ne völlig andere. Aber: Hier tun zwei drei Leute so als würde das ganze Fanerlebnis von 42.000 Zuschauern durch dreihundert Leute massiv gestört, wird massiv in die Persönlichen Rechte und so weiter und sofort eingegriffen. Perönlichee Vorlieben werden drei, vier Leuten in diesem Thread so "verkauft", als seien sie die herrschende Meinung und die anderen drei Leute "Abweichler".
Das funktioniert halt nicht.
Für die Familien, die gern gesehen sind von Werder, bei Werder von vielen Menschen am Stadion (auch von mir) gibt es die entsprechenden Zonen im Stadion. Da sind eigenartigerweiser aber nicht die, die Alarm machen ohne Ende bzw. das machen was man allgemein als "Auf den Putz hauen" bezeichnet.
Jene, die auf den Putz hauen, Gesänge intonieren, die an Küchengeräte gemahnen, die einen rüpelhaften heftigen Umgangston und Gehabe zu ihrem Stadionerlebnis zählen sind in der Heimkurve.
Diese Gruppe hat sich da "hineingearbeitet", vorher wurde die Kurve von einer anderen Generation quasi regiert - und Leute: in der Kurve sind nunmal archaische Rechte und Umgangsformen Alltag, das könnt ihr anprangern aber nicht ändern. Ich selber habe jedem der mir meinen Stehplatz besetzte, gesagt, da könne er gleich verschwinden, weil ich da immer stehe. Das ist ätzend und nicht nachvollziehbar für den Außenstehenden vernunftgebaten Menschen aber man kann es nicht begründen außer: In der Kurve herrschen andere Begebenheiten. Es ist halt so und war auch immer so.
Wer ins Stadion geht und die Kurve aufsucht der lässt sich darauf ein. Im Kaufhaus herrschen andere Gesetze als in der Amststube und zu Hause kann jeder machen was er will.
Die Leute die in der Kurve Alarm machen, kratzen ihre letzten Mücken zusammen, um Werder zu erleben - das stellt sie nicht eine Klasse höher als die Anreisenden von 300km oder sogar mehr.
Jeder hat dieselben Privatrechte wie jeder andere in der Kurve ist aber deswegen wird keiner für ihn Platz machen und darauf hinweisen: "Du Mick 666 kann nichts sehen, nehmt mal alle die Fahnen weg!"
Da wird dann gesagt, "Du Mick 666, geh halt in den 58er da kriegst du alles mit!"
Allerdings kann man auch aus den 62er unten vertreiben werden und bei Europaspielen wird man trotz Platz dort nicht reingelassen - das ist leider so und da kann man sich ja an Elko wenden :D Wer in den seligen Achtzigern im 1er (später 64er) auf nen Platz stand wo einer aus den Fanklubs stand, der bekam nur den "Ganz schnell weg hier!" Hinweis, wenn er den bekam. Diese Zeiten will keiner zurück aber es hilft wenn man sich vor Augen hält, das in der Fankurve ein anderer Ton herrscht und eigenen Regeln herrschen. Die nicht mit Vernunft zu erklären sind.

Das Zusmmenspiel von den Leuten in der Kurve hat sich schon gebessert. Soviel dazu. Die Kurve ist kein Platz des Friedens - hier wird Rabatz gemacht, wie auf nem Rockkonzert. Für die Spielbetrachter und Spieliebhaber und Familienbesucher gibts andere Plätze im Stadion.

Dieser Einwand war für mich mal wichtig - allerdings hat dieser Abschweif nichts mit dem Thredtitel zu tun sondern er gehört in ganz andere schon bestehende Threads.

Selbstinszenierung und Imagepflege gehört zudem bei jeder Jugendgruppe dazu. Und jede Jugend ist natürlich nicht dieselbe wie die vorige Jugend. Sie ist schlechter und sie ist nicht so intelligent usw. - das wußten schon die alten Babylonier und seitdem hat sich daran nichts geändert - an dieser Einschätzung - wie auch hier eindrucksvoll dokumentiert.
:tnx:
 
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