Fussballfans sind keine Verbrecher!

Es als krank zu bezeichnen, dass ein Verein Hilfestellung in rechtlichen Fragen gibt, lässt auch tief blicken. Dazu noch die Fans, die das in Anspruch nehmen, pauschal als durchgeknallt zu bezeichnen. Ganz toll.
Ich bin sicher, das ein Fan, der friedlich, auch mit Gesang und Fahne, zum Fußball geht, keine Hilfestellung in Rechtsfragen benötigt. Gibt einer Anlass, das die Polizei eingreifen muss, Pyro, Schlägerei, werfen von Gegenständen etc., muss er mit Polizeiaktionen rechnen. Und die Fans betrachte ich als durchgeknallt.
 
Aber es ist auch immer derselbe Ablauf, egal, ich finds unterhaltsam.

Ich persönlich habe auch noch nie Rechtsbeistand benötigt beim Zuschauen eines Fussballspiels.
Bin allerdings jetzt auch kein Ultra oder in einem Fanclub etc..
Da kann ich mir schon vorstellen, dass man da eher mal in Konflikte gerät.
Dieter ist da offenbar etwas dichter dran und das ist wohl auch einer der Gründe warum hier die Meinungen "aufeinanderprallen".
 
Aber es ist auch immer derselbe Ablauf, egal, ich finds unterhaltsam.

Ich persönlich habe auch noch nie Rechtsbeistand benötigt beim Zuschauen eines Fussballspiels.
Bin allerdings jetzt auch kein Ultra oder in einem Fanclub etc..

Da kann ich mir schon vorstellen, dass man da eher mal in Konflikte gerät.
Dieter ist da offenbar etwas dichter dran und das ist wohl auch einer der Gründe warum hier die Meinungen "aufeinanderprallen".


Kann Dir auch ganz gut ohne Zugehörigkeit passieren, kommt aber halt auch stark auf die persönliche Einstellung zu Konflikten an.

WM 2006 als Polen gegen Deutschland in Dortmund gespielt hat, sind wir zum Friedensplatz durch die Dortmunder Fußgänger Zone gegangen um das Spiel auf der Leinwand zu verfolgen. Da haben dann irgendwelche Polen spontan gemeint ein Lokal umdekorieren zu müssen und es flogen (für mich aus dem Nichts) Stühle und Tische durch die Gegend. Zwei Hundertschaften haben dann den Bereich direkt abgeriegelt und auch die neutralen Menschen mit eingekesselt. Wir haben uns dann schön auf die andere Seite der Fußgängerzine gestellt und uns das Spektakel angeguckt (weg konnten wir auf Grund des Kessels ja nicht) - wir wurden auch nicht belangt sondern von den Kampfturtels irgnoriert. Es gab aber durchaus Menschen, die sich dann da angefangen haben zurück zu pöbeln, was die Jungs und Mädels in schwärzer Montur und Helm dann schon brennend interessiert hat... :-)
 
Wenn Du schon Bezug auf meinen Beitrag nimmst, dann aber auch richtig:

Wie krank ist das eigentlich, das es einen Hilfeverein gibt/geben soll, der den durchgeknallten Fans Hilfestellung gibt in rechtlichen Fragen bei der "Ausübung" ihres Fan-Daseins. Die Frage, warum man so etwas braucht, sollte man gar nicht stellen müssen.

Klingt ein wenig anders, als das was Du geschrieben hast.
Es gibt einen Verein, der Opfern von Kriminalität und Gewalt hilft, ich habe ihn weiter oben genannt. Im Umkehrschluss gibt es dann auch einen Verein für Täter?:facepalm:

Du hast es als krank bezeichnet, dass bestimmte Leute durch einen Verein rechtliche Hilfe bekommen. Das sagt viel aus. Ebenso wie dass du die Leute, die das in Anspruch nehmen, pauschal als durchgeknallte und Täter bezeichnest.
 
Es als krank zu bezeichnen, dass ein Verein Hilfestellung in rechtlichen Fragen gibt, lässt auch tief blicken. Dazu noch die Fans, die das in Anspruch nehmen, pauschal als durchgeknallt zu bezeichnen. Ganz toll.


Klingt ein wenig anders, als das was Du geschrieben hast.

Das kennt man doch immer wieder die selben Aussagen und Gegenfragen. :facepalm2:
 
Ich bin sicher, das ein Fan, der friedlich, auch mit Gesang und Fahne, zum Fußball geht, keine Hilfestellung in Rechtsfragen benötigt. Gibt einer Anlass, das die Polizei eingreifen muss, Pyro, Schlägerei, werfen von Gegenständen etc., muss er mit Polizeiaktionen rechnen. Und die Fans betrachte ich als durchgeknallt.

Das ist halt ne krasse Ansicht. Und nicht besonders realitätsnah. Ist man allerdings hier auch nicht anders gewohnt.
 
Ernstgemeinte Frage: meine Dauerkartenzeit ist 20 Jahre her, dauerte von 95-99 und bezog sich auf die Stehplätze Nordtribüne (während des Umbaus der Ost) und Steh Ost, ich war damals so gut wie bei jedem Heimspiel und einigen Auswärtsspielen (Stellingen, Pauli, Bielefeld, Köln, Hannover). Niemals habe ich da irgendeine Situation persönlich erlebt, wo es Konflikte zwischen Polizisten und Fans gab, zwischen Ordnern und Fans allerdings durchaus und damals gab es mE deutlich weniger Polizisten und ich kann mich nicht erinnern, ganze Hundertschaften in voller Montur gesehen zu haben. Da ich meist mit dem Auto kam, bin ich vielleicht immer daran vorbeigefahren??
Nun zur Frage: ist diese ganze Feindseligkeit zwischen Polizisten und Fans erst in den letzten 20 Jahren so entstanden oder habe ich das damals wirklich verpasst? Trägt vielleicht diese ganze massive, in meinen Augen oft übertriebene, Polizeipräsenz zur Gewalt bei? In Stellingen hätte ich mir allerdings früher mehr Polizei gewünscht und erst recht die Trennung der Fangruppen. Was sich da in Zügen der S- Bahn und im Volkspark zwischen den Fans abspielte, war schon teils furchterregend. Wäre über Antworten sehr dankbar.
 

Der Einsatz mit dem Plakat war aus meiner Sicht eine neuer Einsatz und um den geht es jawohl. Aber dreh es dir mal so... oder um dich zu zitieren:"st man allerdings auch nicht anders gewohnt."

Das ist halt ne krasse Ansicht. Und nicht besonders realitätsnah. Ist man allerdings hier auch nicht anders gewohnt.

Ich habe ca. 500 Spiele auf dem Buckel und keine negative Erfahrung mit der Polizei gemacht. Dabei kommt es natürlich auf drauf an wie man sich verhält, auch ich hatte Kontrollen, auch ich musste mal den Ausweis vorzeigen, auch ich durfte z.B. in GE nicht dort lang gehen wo ich wollte. Aber man muss vielleicht auch mal zurückstecken...
 
Der Einsatz mit dem Plakat war aus meiner Sicht eine neuer Einsatz und um den geht es jawohl. Aber dreh es dir mal so... oder um dich zu zitieren:"st man allerdings auch nicht anders gewohnt."..

Na von mir aus kann man es als neuen Einsatz betrachten, auch wenn der Ursprung des ganzen in der Durchsuchungen wegen Pyro lag. Aber gut. Nur selbst dann stellt sich die Frage, ob es korrekt ist wegen einem "Beuth, der Ficker fickt zurück" die komplette Eskalation der Situation in Kauf zu nehmen, gerade wenn man vorher schon völlig überflüssigerweise die Leute beim Choreoaufbau gestört hat und Räumlichkeiten durchsucht hat. Eine weitere Frage, die sich stellt, ist, weshalb Pressemitteilungen der Polizei offenbar nur arg verzerrt geschrieben werden können.

Ich habe ca. 500 Spiele auf dem Buckel und keine negative Erfahrung mit der Polizei gemacht. Dabei kommt es natürlich auf drauf an wie man sich verhält, auch ich hatte Kontrollen, auch ich musste mal den Ausweis vorzeigen, auch ich durfte z.B. in GE nicht dort lang gehen wo ich wollte. Aber man muss vielleicht auch mal zurückstecken.

Vielleicht bedeuten deine individuellen Erfahrungen ja auch nicht, dass andere nicht etwas anderes erlebt haben können..
 
Du hast es als krank bezeichnet, dass bestimmte Leute durch einen Verein rechtliche Hilfe bekommen. Das sagt viel aus. Ebenso wie dass du die Leute, die das in Anspruch nehmen, pauschal als durchgeknallte und Täter bezeichnest.

Empfindest Du das nicht als krank, wenn potentielle Straftäter/Gewalttäter vorab gesagt bekommen, wie sie ihr Verhalten steuern müssen, damit sie ungeschoren davonkommen. Ich schon.
Noch einmal! Die Leute, die friedlich zum Fußball gehen, brauchen diesen Verein nicht.
 
Empfindest Du das nicht als krank, wenn potentielle Straftäter/Gewalttäter vorab gesagt bekommen, wie sie ihr Verhalten steuern müssen, damit sie ungeschoren davonkommen. Ich schon.
Noch einmal! Die Leute, die friedlich zum Fußball gehen, brauchen diesen Verein nicht.

Es wird nicht richtiger, wenn du es wiederholst. Wie wär's, wenn du deine Vorurteile mal überdenkst?
Und nein, rechtliche Hilfestellung empfinde ich nicht als krank. Gerade wenn es sich, wie in diesem Fall, um überwiegend Jugendliche und junge Menschen handeln wird, die diese Hilfestellung in Anspruch nehmen werden (müssen).
 
Der Einsatz mit dem Plakat war aus meiner Sicht eine neuer Einsatz und um den geht es jawohl. Aber dreh es dir mal so... oder um dich zu zitieren:"st man allerdings auch nicht anders gewohnt."



Ich habe ca. 500 Spiele auf dem Buckel und keine negative Erfahrung mit der Polizei gemacht. Dabei kommt es natürlich auf drauf an wie man sich verhält, auch ich hatte Kontrollen, auch ich musste mal den Ausweis vorzeigen, auch ich durfte z.B. in GE nicht dort lang gehen wo ich wollte. Aber man muss vielleicht auch mal zurückstecken...
Ich behaupte mal, das jeder Einzelne, für sich betrachtet, ein überwiegend friedlicher Mensch ist. Erst in der Masse werden sie, angestachelt durch einige "Führer", zu einem Mob. Ein schon altes Phänomen, gut nachzulesen bei Gustave le Bon "Psychologie der Massen".
 
Es wird nicht richtiger, wenn du es wiederholst. Wie wär's, wenn du deine Vorurteile mal überdenkst?
Und nein, rechtliche Hilfestellung empfinde ich nicht als krank. Gerade wenn es sich, wie in diesem Fall, um überwiegend Jugendliche und junge Menschen handeln wird, die diese Hilfestellung in Anspruch nehmen werden (müssen).
Ich habe keine Vorurteile, nur es nervt mich,
wenn Menschen erst einen auf wilde Sau machen und wenn sie dann sanktioniert werden, anfangen zu jammern.
wenn Menschen anderen Gewalt antun und wenn sie dann bei der Kripo sitzen, Gedächtnislücken haben und unter Drogen und Alk gestanden haben wollen
wenn Menschen..... hier könnte man noch beliebig weitermachen, würde aber den Rahmen sprengen.
Unterstütze Du den Hilfsverein, zeige den jungen Menschen auf, welche Konsequenzen ihnen erwachsen können, vielleicht rettest Du damit ein paar Seelen, bevor sie straffällig werden.
 
Doch, dein Vorurteil ist, dass alle, die der Hilfestellung dieses Vereins bedürfen, durchgeknallte Straftäter sind. Du kannst eben auch durchaus als Unbeteiligter in das Blickfeld der Polizei geraten.

Abgesehen davon verstehe ich immer noch nicht, wieso es krank sein sollte, auch Tätern rechtliche Hilfestellung anzubieten.
 
Doch, dein Vorurteil ist, dass alle, die der Hilfestellung dieses Vereins bedürfen, durchgeknallte Straftäter sind. Du kannst eben auch durchaus als Unbeteiligter in das Blickfeld der Polizei geraten.

Abgesehen davon verstehe ich immer noch nicht, wieso es krank sein sollte, auch Tätern rechtliche Hilfestellung anzubieten.
Täter haben einen eigenen Anwalt und wenn nicht, bekommen sie einen Pflichtverteidiger. Das ist in unserem Rechtsstaat so verankert.
Opfer hingegen haben da weniger Möglichkeiten. In einer Strafsache sind sie ggf. Zeuge , machen ihre Aussage gegenüber dem Täter und werden entlassen. Und dann...? Der Täter bekommt alle Hilfen zur Resozialisierung, damit er wieder ein wertvolles Mitglied der Gesellschaft wird. Das Opfer? Da müssen dann z.B. Opferhilfevereine mit Rat und Tat zur Seite stehen, denn dann fangen die Probleme für das Opfer erst richtig an: schwere gesundheitliche Schäden (vielleicht durch Pyro oder Gewalt?), Schlafstörungen, Angstzustände, Psychotrauma usw.
Gerade kam in SH die Opferstatistik für den Weissen Ring in die Presse, über 1500 Fälle von Gewalt jeglicher Ausprägung, allein in SH.
Und jetzt kommt ein Verein und will u.a. im Vorfeld potentielle Täter beratend zur Seite stehen? Da fehlt mir mehr als der Mittelteil.
 
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