Dabei geht es aber ausschliesslich um die Lizensierung, also der Frage zur Sicherstellung des Spielbetriebes. Die Personalplanung kann primär erst erfolgen, wenn man weiß, wo man spielt. Nicht jeder Spieler möchte in der 2. Liga spielen, andere kommen nicht, weil sie in der 2. Liga spielen, wieder andere sind zu teuer für die 2. Liga. Daraus ergeben sich m.M. nach große Unsicherheiten, das ist, was ich gemeint habe
Die Lizensierung ist die eine Sache. Allerdings sollte man wie bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit auch die sportliche Komponente
nicht vergessen. Ich stimme dir absolut zu, dass es sehr, sehr schwer ist Spieler am Ende der Saison zu verpflichten.
Hinzu kommt die ungewisse Situation in der man schließlich absteigt. Noch schwieriger ist der Abstieg am Ende der Relegation.
Als guter Manager/GFS, bis hin zum Trainer und gerade wenn ich mit meiner Mannschaft seit Jahren einen solchen Tanz auf der Klinge wage,
sollte/muss man aber einen Plan B in der Schublade haben. Natürlich haben wir zusätzlich noch die Finanzlast zu tragen, aber selbst diese Situation
erfordert eine entsprechende Weitsicht. Außerdem ist diese Herangehensweise des GFS nicht neu, er verpflichtet mit Vorliebe am letzten Tag
und lässt sich gern überraschen, weil er ja auch keine entsprechende Scouting-Abteilung besitzt.
Ein Beispiel wie es auch anders ging.
VFB Stuttgart steigt nach der Rele der Saison 18/19 Ende Mai 2019 ab, stellt aber einen Kader zusammen der den BL-Aufstieg realisiert.
Nach hochkarätigen Abgängen und nicht gerade spektakulären Neuverpflichtungen gelang dem VFB der Aufstieg und zwar zielgerichtet
unter dem Aspekt Neuaufbau. Mislintat hatte dies eindeutig herausgestellt, dass man durchaus darauf eingestellt war noch ein weiteres Jahr
in der 2. Liga zu spielen und die Mannschaft zu entwickeln. Von der schnellen Entwicklung war man in Teilen relativ überrascht.