Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

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Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

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Es geht nicht um den Begriff Vetternwirtschaft, sondern darum anzuerkennen, dass Werder ein Wirtschaftsunternehmen ist, dass sich wie ein solches auch bewerten lassen muss. Hier wird es im Forum gerne diffus, weil man Werder traditionell als reinen Verein betrachtet. Das sind sie aber für ihre Profiabteilung Fußball nicht mehr. Sie haben eine GmbH & Co KG aA seit 1999.
Bei der Bewertung der handelnden Personen sollte man sie am Outcome des Unternehmens messen. Ich würde vorschlagen, dass man hierzu die letzte Dekade 2010 bis 2020 heranzieht. Filbry ist seit 10 Jahren im Amt als GF Finanzen, Baumann und Bode in unterschiedlicher Funktion aber als Entscheidungsträger auch. Ohne jetzt aus Zeitgründen ins Detail gehen zu wollen, kann man doch feststellen, dass eine Weiterentwicklung nicht stattgefunden hat. Das ihre Umsätze größer geworden sind, weil die Fernsehgelder insgesamt gestiegen sind, haben sie nicht verantworten. Das hat die DFL erreicht. Sie haben immer noch langfristige Verbindlichkeiten durch den Umbau in Höhe von ca 70 bis 80 Mio€, wollen ein NLZ für geschätzte 32 Mio€ neu bauen, wobei bis heute unklar ist, von welchem Geld das bezahlt werden soll. Die Standortfrage des NLZ Pauliner Marsch spare ich lieber aus, weil die schon in vielen Posts kritisiert worden ist.
Tabellarisch bewegen sie sich in dieser Dekade nahezu immer in der gefährdeten Zone und haben teilweise einen Zeitraum gehabt, in denen sie passager mehrere Wochen bis Monate erfolgreich gespielt haben. Nachhaltig war keine dieser Episoden. Mit FK haben sie nun wohl ihren absoluten Traumtrainer, der allerdings die schlechteste Saison aller Zeiten zu verantworten hat. Man muss kein schlechter Prophet sein, um festzustellen, dass es diese Saison wieder gegen den Abstieg geht. Die Weiterentwicklung des Kaders und echte Mehrwertspieler kaum vorhanden. Das ist keine gute Bilanz, wenn ich sehe, was in dieser Dekade in F oder Gladbach passiert ist.
Wenn ich dann einen Strich ziehe, das alles bewerte, bleibt bei mir den Eindruck haften, dass das Konzept mit Ex-Spielern in Schlüsselpositionen nicht aufgegangen ist. Die Konsequenz daraus wäre eigentlich, die Strategie zu überdenken und Änderungen vorzunehmen. Das Gegenteil ist aber der Fall. Dieses Unterfangen ist zum Scheitern verurteilt und hat mit eine Gesamtführungsschwäche des SV Werden zu tun. FB ist hier nur pars pro toto.
Strategie überdenken und Änderungen vornehmen kostet, weil es einschneidend sein muss! Allein die Abwicklung der jetzigen Verantwortungsträgern sowie die Neubesetzung mit Personal was uns weiterhilft geht nur über einen Investor, der erstmal 100 Mio zur Verfügung stellen muss. Alles andere ist zu kurz gedacht und einfach Nur Stammtischplauderrei! Ohne Geld geht's nicht und die Fehler in der Vergangenheit sind passiert und kann man nicht rückgängig machen. Das Geld für T.Schaaf und Baumann sollte man in einen fähigen Geschäftsführer Sport einsetzen! Wer das sein könnte und sich der Familie anschließt
 
Strategie überdenken und Änderungen vornehmen kostet, weil es einschneidend sein muss! Allein die Abwicklung der jetzigen Verantwortungsträgern sowie die Neubesetzung mit Personal was uns weiterhilft geht nur über einen Investor, der erstmal 100 Mio zur Verfügung stellen muss. Alles andere ist zu kurz gedacht und einfach Nur Stammtischplauderrei! Ohne Geld geht's nicht und die Fehler in der Vergangenheit sind passiert und kann man nicht rückgängig machen. Das Geld für T.Schaaf und Baumann sollte man in einen fähigen Geschäftsführer Sport einsetzen! Wer das sein könnte und sich der Familie anschließt
Ich habe mit keinem Wort Entlassungen gefordert! Man kann auch mit dem jetzigen Personal einen Strategiewechsel vollziehen, wenn man es denn einsieht und auch will?! Da sie aber so weitermachen, werden sie gleichartige Ergebnisse erzielen. Das heißt, dass man jede Saison gegen den Abstieg spielt. Hat auch seinen Reiz. Nur sich an glorreiche Erinnerungen zu klammern und dabei zu hoffen, dass sie wiederkämen, ist sinnbefreit. Die letzte Dekade sollte mehr als nur ein Fingerzeig sein. Sie gibt die klare Richtung vor.
 
Ich habe mit keinem Wort Entlassungen gefordert! Man kann auch mit dem jetzigen Personal einen Strategiewechsel vollziehen, wenn man es denn einsieht und auch will?! Da sie aber so weitermachen, werden sie gleichartige Ergebnisse erzielen. Das heißt, dass man jede Saison gegen den Abstieg spielt. Hat auch seinen Reiz. Nur sich an glorreiche Erinnerungen zu klammern und dabei zu hoffen, dass sie wiederkämen, ist sinnbefreit. Die letzte Dekade sollte mehr als nur ein Fingerzeig sein. Sie gibt die klare Richtung vor.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich in Baumann nicht den Managertyp sehe, der hier auch mal knallharte Entscheidungen trifft. Das ist der nette Schwiegersohn von nebenan, aber in so einer Position wünsche ich mir da eher einen "harten" Hund, der auch mal Klartext spricht und konkret Änderungen vornimmt. Hier ist das eine Wohlfühloase geworden wo immer vieles entschuldigt wird, aber einen Strategiewechsel wird mit dem jetzigen Personal nicht funktionieren. Dafür ist das alles zu eingefahren und jeder schützt jeden. :dagegen:
 
Ich habe mit keinem Wort Entlassungen gefordert! Man kann auch mit dem jetzigen Personal einen Strategiewechsel vollziehen, wenn man es denn einsieht und auch will?! ....

Du glaubst doch nicht ernsthaft an den Weihnachtsmann? Die jetzigen Personen werden einen Strategiewechsel nie und nimmer hinbekommen....das jetzige Personal denkt einfach nicht so, wie es eine Gesellschaft als Wirtschaftsform erfordert.
Ich hab's schon mal gesagt und wiederhole es gern: Man könnte Baumann und Kohfeldt nebst dem gesamten Wirkungsstab von Assistenz- und Spezial- und Scoutingexperten austauschen und einen Rangnick dorthin setzen. Wäre günstiger, effektiver und erfolgreicher. Der würde aber wohl angesichts der Umstände nicht kommen.
Aber es zeigt, wie weit das Leistungsprinzip in Bremen in den Hintergrund gerückt ist. Das ist das eigentliche Problem.
 
Strategie überdenken und Änderungen vornehmen kostet, weil es einschneidend sein muss!
Richtig. Aber wer in der oberen Mittelklasse mitspielen will, der benötigt auch qualitativ entsprechendes Personal. Und weil Ablösesummen und Spielergehälter vor Corona schon seit Jahren durch die Decke gehen, ist es um so wichtiger, die Schaltstellen mit entsprechender Qualität zu besetzen.

Dass es an den Schaltstellen an hoher Qualität bedarf, ist übrigens keine Erkenntnis der jüngeren Vergangenheit. Vor etwa 30 Jahren äußerte schon der damalige Werder-Präsident Dr. Franz Böhmert, dass hierbei nicht am falschen Ende gespart werden sollte. Und das tat er aus gutem Grund bzw. eigener Erfahrung. Denn als Vereinsarzt bekam er mit, wie Werder im Jahr 1969 sich für Fritz Rebell als Trainer entschied, weil dieser 1.500 DM weniger Gehalt verlangte als ein gewisser Udo Lattek. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Lattek ging Monate später, im März 1970 zu den Bayern und Rebell würde ebenfalls im März 1970 bei Werder gefeuert.
 
Daraus zitiert:
"Als Zeitpunkt einer Verlängerung, so ist es bei Werder zu hören, wünschen sich beide Seiten einen Moment der sportlichen Stabilität. Wann es den gibt, lässt sich ebenfalls nicht absehen. Eine kurzfristige Entscheidung ist jedoch ohnehin nicht geplant."

Wetten, das diese "sportliche Stabilität" im Winter bei den Verhandlungen keine Rolle mehr spielt? Der Vertrag wird verlängert, so oder so. Ist quasi intern schon beschlossene Sache. Und daran würde auch der Umstand nichts ändern, wenn Werder am Jahresende im Tabellenkeller steht (wovon ich übrigens ausgehe). Ihr werdet es sehen....
Sportlich stabil kann man auch im Tabellenkeller stehen.
 
Richtig. Aber wer in der oberen Mittelklasse mitspielen will, der benötigt auch qualitativ entsprechendes Personal. Und weil Ablösesummen und Spielergehälter vor Corona schon seit Jahren durch die Decke gehen, ist es um so wichtiger, die Schaltstellen mit entsprechender Qualität zu besetzen.

Dass es an den Schaltstellen an hoher Qualität bedarf, ist übrigens keine Erkenntnis der jüngeren Vergangenheit. Vor etwa 30 Jahren äußerte schon der damalige Werder-Präsident Dr. Franz Böhmert, dasshierbei nicht am falschen Ende gespart werden sollte. Und das tat er aus gutem Grund bzw. eigener Erfahrung. Denn als Vereinsarzt bekam er mit, wie Werder im Jahr 1969 sich für Fritz Rebell als Trainer entschied, weil dieser 1.500 DM weniger Gehalt verlangte als ein gewisser Udo Lattek. Der Rest der Geschichte ist bekannt: Lattek ging Monate später, im März 1970 zu den Bayern und Rebell würde ebenfalls im März 1970 bei Werder gefeuert.
Aus dieser Konstellation Erfolg und Misserfolg abzuleiten, ist aber sehr gewagt. Wer sagt denn, das Lattek in Bremen Erfolg gehabt hätte. Viel hängt doch ab vom Umfeld im Verein und welche Möglichkeiten ein Trainer bekommt.
 
Du glaubst doch nicht ernsthaft an den Weihnachtsmann? Die jetzigen Personen werden einen Strategiewechsel nie und nimmer hinbekommen....das jetzige Personal denkt einfach nicht so, wie es eine Gesellschaft als Wirtschaftsform erfordert.
Ich hab's schon mal gesagt und wiederhole es gern: Man könnte Baumann und Kohfeldt nebst dem gesamten Wirkungsstab von Assistenz- und Spezial- und Scoutingexperten austauschen und einen Rangnick dorthin setzen. Wäre günstiger, effektiver und erfolgreicher. Der würde aber wohl angesichts der Umstände nicht kommen.
Aber es zeigt, wie weit das Leistungsprinzip in Bremen in den Hintergrund gerückt ist. Das ist das eigentliche Problem.

:top: Und das setzt sich bis in die Mannschaft fort. Ein Osako bsp. würde mit seinen Leistungen mit Sicherheit woanders nicht diese Spielzeit bekommen.
 
Ich halte es auch für unmöglich einen Strategiewechsel mit den vorhandenen Verantwortlichen vorzunehmen.
Ich sehe mich da auf einem Weg mit Syker und Maternus. Syker schließt grundsätzlich die Möglichkeit eines
Wandels nicht aus. Was auch richtig ist. Maternus konkretisiert, bezogen auf die handelnden Personen und hält
es absolut für nicht möglich. Ich glaube auch in der weiteren Formulierung von Syker eine "sanfte" Andeutung
zu lesen, dass er es mit diesem Personal auch für unmöglich hält.
Ebenso der Ansatz von Bremen, der an den "Schaltstellen" kompetente wie auch durchsetzungsstarke Führungskräfte
einfordert.
MMn ist ein Strategiewechsel möglich, sogar unabwendbar, wenn man absehbar in der Bundesliga mithalten will.
Selbst das ach so schöne Konzept vom Ausbildungsverein kann uns im nächsten Jahr schon um die Ohren fliegen.
Warum? Um finanziell "überleben" zu können muss MR verkauft werden. Die Mindereinnahmen müssen wahrscheinlich
durch weitere Verkäufe kompensiert werden. Dann stehen weitere Spieler wie YS/MF/LA im Blickpunkt (Vertragslage).
Einen Wandel könnte man herbeiführen, wenn er von MB selbst ausgerufen wird. Gleichzeitig ein starker GFS installiert
wird der diesen Wandel mit betreibt. Diesem neuen GFS ein Profil abfordert der eben diesem Strategiewechsel gerecht
wird.
MMn wäre das der erste Schritt. Dieser GFS wird über die Weiterarbeit mit Trainer/Scouting etc. in der Folge entscheiden.
Finanziell wäre es mMn durchaus machbar.
 
Grundsätzlich halte ich einen Strategiewechsel, auch mit den z.Zt. installierten Personen für machbar. Die handelnden Personen werden diesen aus sich selbst heraus nicht packen, daher bedarf es einiger Anstöße von außen. Ein starker GFS gäbe die Richtung vor und wer nicht mitziehen will oder nicht mitziehen kann, muss gehen. Sicher gäbe es eine Delle, aber längerfristig sehe ich keine andere Möglichkeit.
 
Grundsätzlich halte ich einen Strategiewechsel, auch mit den z.Zt. installierten Personen für machbar. Die handelnden Personen werden diesen aus sich selbst heraus nicht packen, daher bedarf es einiger Anstöße von außen. Ein starker GFS gäbe die Richtung vor und wer nicht mitziehen will oder nicht mitziehen kann, muss gehen. Sicher gäbe es eine Delle, aber längerfristig sehe ich keine andere Möglichkeit.

Aber wie sollen diese Anstöße aussehen? Diese Strukturen sind doch viel zu verkrustet, jeder schützt jeden und die heile Werderfamilie ist unter sich. Das ist doch genau das was hier fehlt, deshalb war bsp. Eichin auch so unangenehm, weil er die Steine umgedreht hat. Genau diesen Weg hätte man weiter gehen müssen. Stattdessen ist man wieder in die alten Muster verfallen und hat Leute auf Posten installiert, die gar nicht die nötigen Qualifikationen mitbringen. :dagegen: Der Leistungsgedanke wie ihn bsp. Bayern vollzieht, kommt hier überhaupt nicht zum tragen. Es ist immer wieder das "wird schon werden" und das seit 10 Jahren. :dagegen: Ich möchte hier endlich mal einen professionell geführten Verein mit Leistungsgedanken sehen und nicht einen Kleingärtnerverein wo den Leuten Posten zugeschustert werden, nur weil sie mal Ex-Spieler waren.
 
Zuletzt bearbeitet:
@Lübecker

Grundsätzlich richtig. Allerdings sind solche Anstöße von Außen bereits erfolgt, jedoch stets in gewohnter Weise ignoriert bzw. abgewiegelt worden, weil man sich der eigenen Tradition als familär geführter Verein verpflicht fühlt. Für den e.V. ist das auch völlig in Ordnung, aber die mit dreistelligen Millionenbeträgen jonglierenden GmbH & Co. KGaA hat dadurch in der letzten Dekade immer mehr den Anschluß an den Wettbewerb verloren.
 
@ClaudioSVW @Bremen
Ich habe mich mit dem Gedanken schon länger angefreundet, Werder zukünftig weiter unten betrachten zu müssen.
So lange der Verein alleine über das Wohl und Wehe der GmbH...... bestimmt, so lange wird sich da nichts ändern.
Wie auch in der freien Wirtschaft: wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So funktioniert der Profifussball auf höchster Ebene und wer das nicht so sieht, muss sich eben 1-2 Klassen tiefer ansiedeln.
 
@ClaudioSVW @Bremen
Ich habe mich mit dem Gedanken schon länger angefreundet, Werder zukünftig weiter unten betrachten zu müssen.
Für mich ist es eher an "abgefunden" statt "angefreundet".

So lange der Verein alleine über das Wohl und Wehe der GmbH...... bestimmt, so lange wird sich da nichts ändern.
Wie auch in der freien Wirtschaft: wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. So funktioniert der Profifussball auf höchster Ebene und wer das nicht so sieht, muss sich eben 1-2 Klassen tiefer ansiedeln.
:tnx:
 
@Lübecker

Grundsätzlich richtig. Allerdings sind solche Anstöße von Außen bereits erfolgt, jedoch stets in gewohnter Weise ignoriert bzw. abgewiegelt worden, weil man sich der eigenen Tradition als familär geführter Verein verpflicht fühlt. Für den e.V. ist das auch völlig in Ordnung, aber die mit dreistelligen Millionenbeträgen jonglierenden GmbH & Co. KGaA hat dadurch in der letzten Dekade immer mehr den Anschluß an den Wettbewerb verloren.
Diese Gesellschaftsform ist ohnehin nicht im allgemeinen Wirtschaftskreislauf Standard. Fußballclubs haben die mehrheitlich und so manches Unternehmen. Es eine Art Zwitter zwischen einem eV und einer reinen GmbH. Werder hat das 1999 gemacht, um den Vorstand aus der Haftung zu nehmen. Somit erfüllt sie ihren Zweck. Der BVB hat sich seinerzeit mit seiner Aktienemission an den Rand des Ruins manövriert. Trotz allem gibt es auch Möglichkeiten in diesem Konstrukt, wenn man es nicht wie der BVB übertreibt.
Werder wird so weitermachen wie bisher. FB wird bis zu seinem Sabbatical als GF Sport bleiben, CF wird sein Nachfolger. Die Ergebnisse der letzten 10 Jahre bleiben allerdings auch fortbestehen.
 
Diese Gesellschaftsform ist ohnehin nicht im allgemeinen Wirtschaftskreislauf Standard. Fußballclubs haben die mehrheitlich und so manches Unternehmen. Es eine Art Zwitter zwischen einem eV und einer reinen GmbH.
Und genau diese Art Zwitter ist dafür verantwortlich, dass diese Gesellschaftsform nur wenig Anwendung findet, weil lange Zeit Unsicherheit darüber herrschte, ob eine natürliche oder juristische Person juristisch haftbar ist. Erst das Urteil des Bundesgerichtshofs Ende der 1990er Jahre, dass es sich beim Komplementär um eine juristische Person handelt, sorgte für die Rechtssicherheit, die Fussballvereine brauchten, um ihre Profiabteilungen aus den gemeinnützigen e.V. in eine GmbH &Co. KGaA auszugliedern.
 
Grundsätzlich halte ich einen Strategiewechsel, auch mit den z.Zt. installierten Personen für machbar. Die handelnden Personen werden diesen aus sich selbst heraus nicht packen, daher bedarf es einiger Anstöße von außen. Ein starker GFS gäbe die Richtung vor und wer nicht mitziehen will oder nicht mitziehen kann, muss gehen. Sicher gäbe es eine Delle, aber längerfristig sehe ich keine andere Möglichkeit.

Möchte meine Haltung nochmals konkretisieren.
Deiner Meinung nach ist ein Strategiewechsel mit den z. Zt, handelnden Personen durchaus machbar. Stimme ich zu, bis auf
FB, dem traue ich auf Basis dessen, was er bisher vollbracht hat, eben diesen Strategiewechsel nicht zu. Außerdem fehlt
ihm mMn die erforderliche "Härte" oder sagen wir besser Durchsetzungskraft für entsprechende Maßnahmen.
Die anderen handelnden Personen sind entweder oben (MB, KF) oder unten (FK, Scouts etc.) somit sind sie eher Erfüllungsgehilfen die
einen und Weisungsgebende auf der anderen Seite.
Der Geschäftsführer Sport bewegt sich u. a. an der Schnittstelle zwischen Mannschaft/Trainer etc. und Vorstand/AR. Seine Aufgabe
wäre darin begründet u. a. die Weisungen (an denen er im besten Fall mitarbeiten sollte) durchzuleiten, zu vertreten und auf Einhalt
des Weges zu achten. Eine weitere Aufgabe (mit Blick auf "nachgeordnete Positionen") wäre es zu unterstützen oder auch zu spiegeln
in Richtung Vorstand. Letztendlich ist seine Aufgabe zu führen und damit meine ich nicht herrschen.
Sorry und das kann er nun leider eben nicht. Für den Karnickelzüchterverein mag es ja reichen, aber für ein Wirtschaftsunternehmen
reichen diese Qualifikationen eben nicht aus.
 
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