Frank Baumann (Sportvorstand Schalke 04)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Rudi64
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum

Frank Baumann hört im Sommer 2024 auf. Diese Entscheidung findet ihr...

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    Votes: 8 10,8%
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@FatTony

Die von dir genannten Einwände gegen eine Kooperation sind zweifelsohne richtig, jedoch erhöht eine solche Vereinbarung die Chance, an Spieler heranzukommen, die über ein Netzwerk schwieriger bzw. gar nicht zu bekommen sind und ebenso ist die Wahrscheinlichkeit höher, durch eine solche Partnerschaft Spieler für weniger Geld ausleihen bzw. fest verpflichten zu können. Für Werder bietet eine parallele Kooperation mit einen ausländischen Partner zudem einen Nutzen, weil FB und FK nie im Ausland beschäftigt waren und somit höchst wahrscheinlich über ein geringeres Auslands-Netzwerks verfügen als zB ein KA, dessen Kontakte aus seiner aktiven Zeit in Frankreich bei den Verpflichtungen von Micoud und Ismael eine mitentscheidende Rolle spielten.

Daher ist die beste Lösung nicht Kooperation oder Netzwerk sondern Kooperation und Netzwerk, auch weil die eine Methode die Schwächen der jeweils anderen kompensieren kann und somit steigt die Wahrscheinlichkeit von einer erfolgreichen Personalpolitik - je mehr Standbeine, um so besser.
 
Ich glaube eine feste Kooperation, wie sie Eichin damals angedeutet hat, ist der falsche Weg. Weil der Fußball dafür zu schnelllebig ist. Angenommen Klopp ist nicht nur halber Werder-Fan sondern findet darüber hinaus, daß Kohfeldt Spieler super entwickeln kann. Man geht eine Kooperation ein und Kloppo freut sich schon diebisch über all die toll ausgebildeten Talente die er bei Werder parkt weil Kohfeldts Spielidee so gut passt. Und dann verliert Werder nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrags 10 Spiele in Folge und als neuer Trainer wird Robin 'Mogn Mogn' Dutt zurück geholt. Ja da guckt der Kloppo dann aber dumm aus der Wäsche mit seiner Kooperation ;) Oder umgekehrt, Kloppo verliert die nächsten Spiele, muss gehen und der neue bevorzugt mehr so den Zerstörerfußball, warum sollte der dann auch nur einen Spieler bei Werder parken? Dessen ungeachtet kann und sollte man natürlich immer im Gespräch mit anderen Vereinen bleiben, gerade wenn man einen guten Draht hat. Aber das ganze quasi zu institutionalisieren...das halte ich für falsch und wenig zielführend.
Ich kann Deine Argumente voll nachvollziehen. Nur dazu ein paar Fragen. Ist Liverpool nur Klopp und Werder nur Kohfeldt?
Ich möchte wetten, dass Du selber auch im Beruflichen so arbeitest, dass Du Person X kennenlernst, die wiederum Kontakt zu Führungsperson Y hat und Du Dich mit ihm verlinkst etc. Normales Networking wie üblich mit potentieller win-win-Situation.
Was ist sportlich für Werder in der Liga drin? Meisterschaft = utopisch, Pokalsieg = unwahrscheinlich, EL = möglich, CL dagegen nicht.
Dazu kommt noch, dass die deutschen Nachwuchstalente in den unteren Jahrgängen rar gesäht sind. Die Besten von denen tauchen nicht in Bremen auf.
Durch eine Kooperation wie auch immer hat man zumindest die Möglichkeit aufgrund der Attraktivität der PL für Spieler und Berater (!) (man darf deren verhängnisvollen Einfluß nicht unterschätzen) internationale Talente an sich zu binden. Zurzeit ist es doch so, dass ein solches Talent keinen Grund hat, nach Bremen zu kommen. Bayern und DO sicherlich, aber Werder???
 
Ist Liverpool nur Klopp und Werder nur Kohfeldt?

Natürlich nicht. Aber als Trainer willst du ja das deine Spieler sich unter einem gewissen Aspekt entwickeln. Dazu muss die Spielidee des aufnehmenden Vereins grob zu deiner passen. Ich würde zum Beispiel sagen, daß ein Gruijc aus Liverpooler Perspektive bei uns bestens aufgehoben wäre. Zur Zeit. Es gibt wenig Vereine, die so wie Ajax über lange Zeit eine eigene Spielphilosophie haben und die Trainer entsprechend aussuchen. Bei uns versucht man das auch wieder, auch wenn das hier teils recht spöttisch kommentiert wird. Aber so eine Stabilität -auf beiden Seiten- brauchst du für eine Kooperation. Und die ist vor allem über die Trainer und Sportdirektoren gegeben. Wen hätte man die letzten 10 Jahre beim HSV ausbilden wollen? ;)

Ich möchte wetten, dass Du selber auch im Beruflichen so arbeitest, dass Du Person X kennenlernst, die wiederum Kontakt zu Führungsperson Y hat und Du Dich mit ihm verlinkst etc. Normales Networking wie üblich mit potentieller win-win-Situation.

Ja natürlich. Aber mit denen habe ich selten Kooperationsverträge. Genau auf sowas will ich hinaus.

) internationale Talente an sich zu binden. Zurzeit ist es doch so, dass ein solches Talent keinen Grund hat, nach Bremen zu kommen.

Und ich dachte schon wir hätten mit Sargent ein internationales Toptalent nach Bremen gelotst ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Natürlich nicht. Aber als Trainer willst du ja das deine Spieler sich unter einem gewissen Aspekt entwickeln. Dazu muss die Spielidee des aufnehmenden Vereins grob zu deiner passen. Ich würde zum Beispiel sagen, daß ein Gruijc aus Liverpooler Perspektive bei uns bestens aufgehoben wäre. Zur Zeit. Es gibt wenig Vereine, die so wie Ajax über lange Zeit eine eigene Spielphilosophie haben und die Trainer entsprechend aussuchen. Bei uns versucht man das auch wieder, auch wenn das hier teils recht spöttisch kommentiert wird. Aber so eine Stabilität -auf beiden Seiten- brauchst du für eine Kooperation. Und die ist vor allem über die Trainer und Sportdirektoren gegeben. Wenn hätte man die letzten 10 Jahre beim HSV ausbilden wollen? ;)



Und ich dachte schon wir hätten mit Sargent ein internationales Toptalent nach Bremen gelotst ;)
Zu Sargent: abwarten. Da ist die Messe noch nicht gelesen für seine Heiligsprechung. :D
Sonst Zustimmung. Die Spielphilosophie gibt der SD vor. Werder steht seit Jahren für Offensivfußball, konnte das nur nicht performen, weil man kein Geld und die dazugehörigen Spieler hatte.
Und zu Dutt: natürlich grausames Gekicke. Nun das große Aber: wir kamen aus einer Zeit mit TS, in der wir zuletzt 2 Gegentore pro Spiel kassiert haben. Ein KdB ging zurück, ohne den wir abgestiegen wären, und der Kader unter Dutt war richtig schlecht. Wir hatten mit Arnautovic, Elia und Petersen unseren Sturm und Hunt war der creative director des MFs. Unter Skripnik haben wir dann deutlich besser gespielt, aber vieles hing an Junuzovic und seine Standards, die er danach nie mehr richtig getroffen hat. Aber das nur btw.
 
Also mit vielen Leihen haben wir ja schon so unsere Negativ-Erfahrungen gemacht, mit Friedl hats jetzt allerdings unlängst sehr gut geklappt. Letztenendes sollten wir aber Spieler langfristig binden wg. Identifikation mit dem Verein und leider auch wegen evtl. Wertsteigerungen (darauf ist Werder nunmal angewiesen). Ansonsten würde ich erstmal abwarten, ob sich nicht doch noch was ergibt. Ich sehe auch noch nicht, daß Werder kein Geld hat für einen weiteren hochkarätigen Neuzugang. Aber was soll Baumi auch zum jetzigen Zeitpunkt sagen, "Wir haben superviele Mio´s an Euros in der Kriegskasse"?!?......., das würde keinen Sinn machen, sondern nur Begehrlichkeiten wecken. Bei Frankfurt will doch jetzt jeder nur an die Jovic Mio´s ran. Baumi und Floko werden schon wissen, wo noch Qualität fehlt und die Finanzierungsmöglichkeiten werden bestimmt auch schon geklärt sein. Ich warte erstmal ab, so wie jedes Jahr ..............:kaffee:
 
Es gibt wenig Vereine, die so wie Ajax über lange Zeit eine eigene Spielphilosophie haben und die Trainer entsprechend aussuchen. Bei uns versucht man das auch wieder, auch wenn das hier teils recht spöttisch kommentiert wird.
Willst du damit andeuten, daß unser Ziel sein soll, das wir uns dahingehend künftig auf Augenhöhe mit Ajax & Co.bewegen? Im Prinzip mit ähnlichem Hochmut wie Bernd Hoffmann Mitte der 2000er Jahre, als er in einem Zeitfenster von 5 Jahren den HSV in der Gesamtheit auf Augenhöhe mit Juve und Real sah? Ich bitte dich...

Wie auch immer du es gemeint hast, so muß konstatiert werden, daß die wenigen Vereine, die eine eigene Spielphilospohie nachhaltig aufziehen können, entweder über viel Geld und/oder einer erstklassigen Nachwuchsförderung verfügen, in der das Ausbildungsprogramm konsequent an der Spielphilospohie der Profis geknüpft ist. Wir haben beides im ausreichenden Maß nicht. Beispiel Ajax: 1.) Die Ajax-Schule genießt beginnend mit der Generation Cruyff aufgrund deren exzellenten Voraussetzungen (hier nachzulesen) über einen weltweit vorbildlichen Charakter 2.) wird der Anreiz, sich dort ausbilden zu lassen bzw. als Nachwuchscoach zu arbeiten dadurch verstärkt, daß vom nationalen Renommee Ajax der FC Bayern der Eredivisie ist, was 3.) zur in der Summe zur Folge hat, daß Ajax sich die Trainer passend zur Spielphilosophie aussuchen und die Nachwuchsförderung daran ausrichten kann, während unsere 4 Trainerwechel von 2013-17 stets von Veränderungen in der Spielphilospohie geprägt waren. 4.) Hat uns die in den CL-Jahren vernachlässigte Nachwuchsförderung von einem einst nationalen Spitzenplatz über einige Jahre ebenso zurückgeworfen wie 5.) die unzureichende Individualförderung der Talente, die der de Witt Report aus dem letzten Jahr offenlegte; 6.) wechseln viele Talente lieber zu zahlungskräftigeren Clubs und 7.) verfügen Bundesligarivalen bereits über ihr NLZ, während bei uns noch nicht einmal die Finanzierung, geschweige denn die Standortfrage geklärt sind.

Auch wenn wir in der jüngsten Vergangenheit unsere Hausaufgaben vermehrt besser gemacht haben, sind wir von der Entwicklung einer nachhaltigen, bis in den Jugendbereich hinein wirkenden Spielphilosophie noch ein paar große Schritte entfernt, so schön sich die Spiel- und Ausbildungsphilosophie auf der Werder-Homepage auch liest. Für eine solche Nachhaltigkeit sind infrastrukurelle und personelle Investionen in die Nachwuchsförderung erforderlich, die selbstverständlich auch finanziert werden müssen. Doch weil wir weder über einen finanzstarken Gönner noch über so hohe Überschüsse aus Transfers / TV-Gelder verfügen, damit verstärkte Investionen in die Nachwuchsförderung nicht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit des Profikaders gehen, drehen wir uns hinsichtlich der Entwicklung einer nachhaltigen, bis in den Jugendbereich hinein wirkenden Spielphilosophie derzeit im Kreis. Dieser Tatsache muß man leider realistisch ins Auge sehen.
 
Willst du damit andeuten, daß unser Ziel sein soll, das wir uns dahingehend künftig auf Augenhöhe mit Ajax & Co.bewegen? Im Prinzip mit ähnlichem Hochmund wie Bernd HoffmannMitte der 2000er Jahre, als er in einem Zeitfenster von 5 Jahren den HSV in der Gesamtheit auf Augenhöhe mit Juve und Real sah? Ich bitte dich...

Wie auch immer du es gemeint hast, so muß konstatiert werden, daß die wenigen Vereine, die eine eigene Spielphilospohie nachhaltig aufziehen können, entweder über viel Geld und/oder einer erstklassigen Nachwuchsförderung verfügen, in der das Ausbildungsprogramm konsequent an der Spielphilospohie der Profis geknüpft ist. Wir haben beides im ausreichenden Maß nicht. Beispiel Ajax: 1.) Die Ajax-Schule genießt beginnend mit der Generation Cruyff aufgrund deren exzellenten Voraussetzungen (hier nachzulesen) über einen weltweit vorbildlichen Charakter 2.) wird der Anreiz, sich dort ausbilden zu lassen bzw. als Nachwuchscoach zu arbeiten dadurch verstärkt, daß vom nationalen Renommee Ajax der FC Bayern der Eredivisie ist, was 3.) zur in der Summe zur Folge hat, daß Ajax sich die Trainer passend zur Spielphilosophie aussuchen und die Nachwuchsförderung daran ausrichten kann, während unsere 4 Trainerwechel von 2013-17 stets von Veränderungen in der Spielphilospohie geprägt waren. 4.) Hat uns die in den CL-Jahren vernachlässigte Nachwuchsförderung von einem einst nationalen Spitzenplatz über einige Jahre ebenso zurückgeworfen wie 5.) die unzureichende Individualförderung der Talente, die der de Witt Report aus dem letzten Jahr offenlegte; 6.) wechseln viele Talente lieber zu zahlungskräftigeren Clubs und 7.) verfügen Bundesligarivalen bereits über ihr NLZ, während bei uns noch nicht einmal die Finanzierung, geschweige denn die Standortfrage geklärt sind.

Auch wenn wir in der jüngsten Vergangenheit unsere Hausaufgaben vermehrt besser gemacht haben, sind wir von der Entwicklung einer nachhaltigen, bis in den Jugendbereich hinein wirkenden Spielphilosophie noch ein paar große Schritte entfernt, so schön sich die Spiel- und Ausbildungsphilosophie auf der Werder-Homepage auch liest. Für eine solche Nachhaltigkeit sind infrastrukurelle und personelle Investionen in die Nachwuchsförderung erforderlich, die selbstverständlich auch finanziert werden müssen. Doch weil wir weder über einen finanzstarken Gönner noch über so hohe Überschüsse aus Transfers / TV-Gelder verfügen, damit verstärkte Investionen in die Nachwuchsförderung nicht zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit des Profikaders gehen, drehen wir uns hinsichtlich der Entwicklung einer nachhaltigen, bis in den Jugendbereich hinein wirkenden Spielphilosophie derzeit im Kreis. Dieser Tatsache muß man leider realistisch ins Auge sehen.

Sehr gut zusammen gefasst!
Insbesondere im zweiten Teil wird das Wunschdenken auf den Boden der Realität geholt.
Selbst wenn es in Ansätzen sich realisieren ließe, aber eben nur mit den von dir erwähnten
Mitteln und hier stehen die Finanzen im Vordergrund. Dazu würde es einen erheblichen Zeitansatz
benötigen, um annähernd in die Ausbildungssphären von Ajax zu kommen.
Die Konkurrenz der Leistungszentren tragen ebenfalls dazu bei, dass dashier mMn nicht durchsetzbar
ist.
Da schaue man vielleicht auf das Projekt von Rangnick bei Red Bull und Blick auf RBL könnte ich mir
für den Osten vorstellen.
 
Zu Ajax nur kurz.
Die spielen in einer deutlich schwächeren Liga und können ihren Talenten Spielanteile geben,
ohne dadurch nur annähernd in Gefahr zu geraten die europäischen Wettbewerbe aus den
Augen zu verlieren.
Der aktuelle Kader besteht derzeit aus 16 holländischen Spielern. Welche Spieler evtl. noch die
Ajax-Schule durchlaufen haben, vermag ich nicht zu sagen. Von diesen 16 Spieler sind 11Spieler
deutlich jünger als 23 Jahre. Die Jüngsten haben einen Ablösewert von Zig-Millionen.
Ich versuche mir gerade vorzustellen, wie ein Großteil der U 23, gespickt mit 7 - 8 Vollprofis, versucht die Liga zu rocken.
Dieses System ist so nicht zu übertragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vor kurzem (Ende März?) wurde bekannt, daß Barca und Ajax eine Transfer-Kooperation planen. Somit können Kooperationen grundsätzlich doch nicht so negativ sein, oder?
;)

Ich rede von Werder, nicht von Barca oder Ajax. Aber da du es schon mal ansprichst:

Weil sich der Fußball, der in der hochgelobten Amsterdamer Talentschmiede und Barcas Jugendakademie La Masia gelehrt wird, sehr ähnelt, soll eine Win-Win-Situation für beide Klubs und deren Talente im Zuge dieser Kooperation entstehen.
Verrückt oder, genau das was ich auch geschrieben habe. Falls du es jetzt verstehst :)
 
Jede noch so gute Methode ist für'n A..., wenn sie nicht richtig angewendet wird - und deshalb ist es eindimensional gedacht, wegen diesem Negativbeispiel Juve Kooperationen monokausal abzulehnen.


Nur mal so von der Theorie:
die Methode ist immer, das, was angewendet wird,
das andere ist die Theorie,
dein Satz hätte lauten können Jede noch so gute Theorie ist fürn Ar....., ...
so z.B. Methodische Analyse: wie geh ich vor, wie plan ich den Unterricht,
das andere wär die Theorie die didaktische Analyse bei der Planung,
Methode ist wie geh ich vor, was benutze ich....

nur mal so nebenbei
:beer:
 
Nur mal so von der Theorie:
die Methode ist immer, das, was angewendet wird,
das andere ist die Theorie,
dein Satz hätte lauten können Jede noch so gute Theorie ist fürn Ar....., ...
so z.B. Methodische Analyse: wie geh ich vor, wie plan ich den Unterricht,
das andere wär die Theorie die didaktische Analyse bei der Planung,
Methode ist wie geh ich vor, was benutze ich....

nur mal so nebenbei
:beer:
Lesen bildet, und sei es im Forum. :top:
 
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