Wie ich dieses Wort „aktionistisch“ hasse, das immer wieder in den Interviews fällt, wenn nach Neuverpflichtungen gefragt wird.
Was wäre denn so schlimm daran, Aktionen zu starten, wenn man mit dem aktuellen Kader in Gefahr läuft, seine Ziele nicht zu erreichen? Bayern wird auch jedes Mal aktionistisch, wenn es soweit ist. Dortmund, Gladbach, alle sind aktionistisch vorgegangen, mit dem Unterschied, dass sie Ihre Arbeit gut gemacht haben und Baumann eben nicht.
Baumann schafft es auch, schlechte Arbeit abzuliefern, ohne aktionistisch zu sein. Der spart bei Transfers von invaliden Altstars, wo jeder Euro schmerzt und hat den Kader gleichzeitig verschlechtert. Er hat nicht das Gespür für neue Spieler, das ist das Problem. Deshalb kauft er nur Spieler, die schon jeder kennt. Er meint wohl, das Risiko wäre dann geringer, auf die Nase zu Fallen. Aber was glaubt er denn, warum diese Altstars überhaupt zu haben sind und die auch zu Werder wollen?
Mit nem Kader voller Spieler auf Abschiedstournee kann man doch nicht einen Europaplatz als Ziel setzen.