Der Hinweiß vom Lutscher, dass dieser Fakt, bei ungeliebten Spielern die ihren Vertrag hier absitzen, gerne von Usern ignoriert wird und dann ebenso als "Abzocker" oder Söldner oder ähnliches beschimpft werden, ist aber dennoch nicht von der Hand zu weisen. Lutscher brachte da kürzlich den Fall Vranjes ins Spiel...
Der Eindruck, dass mit zweierlei Maß gemessen wird was ungeliebte Spieler/TS angeht, entsteht unweigerlich und lässt sich nicht von der Hand weisen.
In meinen Augen ist etwas noch lange nicht Recht, nur weil es an anderer Stelle geduldet worden ist oder weil es evt. "populärer" war das gleiche Unrecht anderen Personen gegenüber auszuleben. Selbstverständlich galt für Vranjes nichts anderes als für Schaaf.
Ich finde Lutschers Argumentationen auf den letzten Seiten durchaus griffig und gerade den Punkt das sich zwei Mods wohl gegenseitig wiedersprechen und jetzt mit "ist halt so" argumentiert wird, hinterlässt nun einmal einen bitteren Beigeschmack.
Wie oben schon angeschnitten: Mir ging es an dieser Stelle gar nicht darum, wie diese Geschichte von Modseite gehandhabt worden ist. Gundsätzlich kann und sollte man erwarten können, dass die Mods eine weitestgehend klare, gemeinsame Linie fahren und sich zumindest nach Aussen hin auf eine solche einigen, bevor sie handeln. Diesen Teil der Geschichte wollte ich ganz bewusst nicht bewerten, weil mir an dieser Stelle einfach zu viel Hintergrund fehlt und weil dies letztlich eine Sache zwischen Lutscher und ihnen ist.
Wohlgemerkt, wird hier nur auf das Zitat welches Nicole rausgesucht hat eingegangen, welches Lutscher belastet, nicht aber auf die anderen Zitate von Lutscher, eine Seite zurück, wo er der Aufforderung nach klarer Meinungsäußerung, eindeutig nachkommt.
Ich kann Lutschers Frust und Hartnäckigkeit hier durchaus verstehen.
Und das sehe ich eben persönlich anders. Eine üble Nachrede bleibt in diesem Fall eben auch dann eine üble Nachrede, wenn sie als Meinung deklariert wird. Warum? Weil sie einfach nachweislich faktisch falsch ist. Wenn ich nun durch die Gegend renne und überall rumerzähle, dass ich vermute, dass mein Nachbar seine Frau umgebracht hat, obwohl ich ganz genau weiß, dass sie ihn einfach nur in einer Nacht und Nebelaktion verlassen hat und mir dies im Vorfeld vielleicht im Vertrauen gesteckt hat, dann brauche ich mich eben auch nicht wundern, wenn der Nachbar mich belangt...
Auch wenn dieses Beispiel vielleicht vergleichsweise etwas überspitzt sein mag und sicherlich nicht die gleiche Qualität hat, in der Sache liegt in beiden Fällen eine üble Nachrede vor, da schlicht faktisch falsche Umstände zum Schaden Dritter verbreitet werden. Daran ändert alleine das Einbetten in eine Meinungsäußerung noch nichts.
Ist nun aber auch müßig en Detail über formaljuristische Dinge zu fachsimpeln, finde ich. Normalerweise sollte es auch so möglich sein, Kritiken und negative Meinungen so zu verpacken, dass man noch nicht einmal in die Nähe einer solchen Geschichte kommt und inhaltlich dennoch geäußert hat, was man äußern wollte.
Da sich die Diskussionen in letzter Zeit häufen, meine Frage: kann es nicht bitte einen USER-Rat geben, der die Belange und Sorgen Aller User vor den MODs vertritt?
Vllt. 5 User die eine Brücke zwischen MODs und Usern schlagen?
Was haltet ihr davon?
Ich finde es gut, dass Du Dir Gedanken machst. Diese Idee halte ich dennoch für - mit Verlaub - schlichtweg überflüssig.
Es ist ja nun nicht so, dass es hier keine freie Meinungsäußerung geben würde. Wenn jemand etwas zu fragen, zu äußern oder mit einem Mod zu klären hat, kann er oder sie dies jederzeit auch so einfach tun.
Ich habe es seit Anbeginn des WOLs nie erlebt, dass man auf ein Anliegen keine Antwort bekommen hätte oder ein Thema nicht zumindest besprochen worden ist. Natürlich nicht immer zur Zufriedenheit eines jeden einzelnen Users, aber dies ist in einem Forum wie diesem mit Usern entsprechend vielen unterschiedlichen Ansichten und Bedürfnissen eben auch gar nicht möglich.
Es ist ja nun auch nicht so, dass es zum Einen eine Userschaft gäbe, die einhellig die gleiche Meinung vertreten würde und damit den Mods gegenüber stände, die einhellig gegenteiliger Meinung wäre. Hier vertritt jeder schlicht und ergreifend seine eigene persönliche Meinung (die Mods in ihrer Eigenschaft als User übrigens ganz genauso, was immer gerne vergessen wird).
Wofür also einen "Vermittlungsausschuss" einsetzen, wenn es gar keiner Vermittlung bedarf? Oder, wie Masa schon sagte, wer vermittelt dann zwischen den "normalen Usern" und dem "User-Rat"? Wie groß soll ein solcher Rat sein, dass alle theoretisch möglichen Ansichten zu jedem Thema dort vertreten sind? Wie genau soll im Ergebnis noch zwischen Mods, die ja auch nichts weiter als ehrenamtlich tätige User sind, und den Mitgliedern dieses Rates differenziert werden, wenn - und das würde geschehen - im Ergebnis dennoch Entscheidungen gefällt werden, die manchen Usern nicht passen?
