Das hab ich auch teilweise gemeint, also diese gefeierte Kiez-Romantik in der man sich wohlfühlt ist da durchaus vorhanden. Aber ich wollte auch genau da ein bisschen entgegensteuern und nennen, dass es durchaus auch Fans gibt die sich für das fußballerische Abschneiden (und die Historie) des FC St. Pauli interessieren. Und das man meiner Meinung nach eben nicht so über das Fansein urteilen kann, dass also Fans die sich nicht mit irgendwelchen Personen oder (vermeintlichen) Werten identifizieren können nicht trotzdem Fans sein können. Was quasi der nächste logische Schritt in dem Kommentar wäre den ich ursprünglich zitiert hatte.Ich kenne/ kannte einige Pauli-"fans". Die Anführungszeichen sind gewusst gesetzt. Für Fußball interessieren sich die Mehrzahl davon nur am Rande. Es geht um den "Kult", die Szene, darum, dass der Verein politisch links(-radikal) verortet/ konnotiert ist. Mit Glück kennen rie ein paar der aktuellen Spieler, Fußballhistorie, Fußballtradition nullkommanull. Dass hier ein Kutzop mal einen wichtigen Elfer verschossen hat, dass Werder den SSC Neapel, Real und Olympique Lyon gedemütigt hat, so etwas gehört für mich zum Fansein dazu. Bei St Pauli geht es um ganz viel, vielen von deren Anhängern ist aber Fußball komplett egal, das Event, laut und wild im Stadion feiern, "Zecke" sein...Das ist da wichtig. Kann man ja machen und gut finden. Mit Fußballfandasein hat das für mich nichts zu tun. Da geht es um vieles,aber nicht um Fußball. Da sind mir tatsächlich die echten HSV- Fans näher. Wenn Werder so wäre wie Pauli, dann wäre das nicht mein Verein. Todsicher.
Ich für meinen Teil kann zB. sagen, dass Mario Basler einen großen aber nicht vollen Anteil daran hatte, dass ich als Kind Werderfan geworden bin. So traurig das auch sein mag.





