Das Hauptproblem bei Kohfeldt ist, dass er immer noch kein Stammgerüst auf dem Platz hat. War es in der letzten Saiosn noch durch die unzähligen Verletzungen begründet, so ist es nun FKs Sturheit, Kaderblindheit und fehlende Einsicht. Anders kann man sich zum Beispiel das viel zu lange Festhalten an Osako nicht erklären. Jeder halbwegs gescheite Experte sieht seit Jahren, dass der nicht bundesligatauglich ist und auch nichts dafür tut um es zu werden (Stichwort Physis).
Seit sehr vielen Spielen hätten zum Beispiel Möhwald und Leo zwingend zu diesem Stammgerippe gehören müssen, um mal so etwas wie Automatismen im Spielaufbau und womöglich Torgefahr bei Kontern zu entwickeln. Aber es wurde immer wieder experimentiert. Vor allem mit Osako. Es hat einen Grund, warum Werder kein Spiel mit ihm in der Startaufstellung erfolgreich bestreiten konnte. Mindestens zwei andere Spieler, die auch offensiv tätig werden sollen, waren durch seine stümperhaften Ballverluste fast nur defensiv gebunden. Dass viel zu oft Osako als 12. Gegenspieler auf dem Platz stand, hat Werder womöglich sehr Punkte gekostet. Und ja, manchmal ist ein Spieler entscheidend, im Positiven wie im Negativen. Ich würde so gern mal wieder Spieler bei Werder sehen, die ein Spiel positiv - womöglich überraschend und voller Spielfreude - prägen können! Aber seit 2 Jahren sehen wir Werder auf der Intensivstation mit dem einzigen Ziel zu überleben. Es braucht dringend neue Impulse. Entweder durch wenigstens einen hervorragenden Kreativen im MF oder einen neuen Trainer, der womöglich mehr aus dem vorhandenen Personal herausholt bzw. wenigstens aus dem Koma erwachen lässt.
Davon ab und da uns ein weiterer entscheidender Baustein des Stammgerippes mit Lücke mal wieder viel zu lange fehlt, teile ich FKs Hoffnungen in Sargent leider auch nicht mehr. Er wird bei Werder immer unterer Bundesligadurchschnitt bleiben und womöglich nie ein Goalgetter werden. Immer fleißig aber leider ohne jeglichen Torinstinkt im Sturm. Den lernt man leider nicht. Und Kohfeldt scheint ihm auch nichts mehr mit auf den Weg geben zu können, um unberechenbarer zu werden.