Bierhoff. "Er verströmt eine ansteckende Begeisterung, die Spieler schwärmen von seiner offenen und authentischen Art."
Zu sehr Freund der Spieler?
In diesem Lob des DFB-Direktors steckt zugleich ein Hinweis auf eine der Schwächen Kohfeldts. Er scheint zu sehr Freund seiner Fußballer zu sein. Während er am Anfang seiner Trainerkarriere überragend auf Spielsituationen reagierte - er wechselte sofort, wenn es nötig war, und passte taktisch variabel an - scheint ihm diese Fähigkeit inzwischen abhandengekommen zu sein. Auch als die unerklärliche Verletztenmisere der Bremer überstanden war und er wieder Optionen gehabt hätte. Mit der Zeit entwickelte er offenbar eine Art Schubladen-Denken. Je prekärer die Lage wurde, desto verbissener hielt Kohfeldt an Spielern fest, die ihn sportlich Woche für Woche aufs Neue enttäuschten (Yuya Osako). Anderen räumte er indes wenige oder gar keine Chancen mehr ein (Johannes Eggestein).
Quelle: ndr.de