Natürlich hätte der Diskussionsprozess in Gang kommen müssen. Aber von wem? Es gibt keine Opposition. Hier liegt das Hauptproblem. Der ganze Verein ist von oben nach unten klar auf Linie durchstrukturiert. Man will auch keinen Dissens im Verein, denn Streit bedeutet Abrieb, ist anstrengend, geht nicht selten ins Persönliche usw.. Dann lieber Piep, Piep, Piep, wir haben uns alle lieb. Mit Blick auf die Vergangenheit meinen sie, dass das ihre große Stärke sei. 2004 das Double. Mit diesem Totschlagargument wird jede Diskussion im Keim erstickt.Bist Du Dir da so sicher? Werder hat in den letzten 10 Jahren so oft an die Pforte der 2. Liga geklopft, dass ein solcher Diskussionsprozess doch schon längst hätte stattfinden müssen.
Die Gesamtentwicklung im Fußball ist an ihnen vorbeigezogen. Sie verwerfen jedweden Einspruch diesbezüglich mit dem Hinweis auf die Werdertraditionen und denen seien sie verpflichtet. Die Fans wiederum goutieren dies und beide Seiten blenden aus, dass Werder kein Verein mehr ist sondern ein mittelständisches Unternehmen, welches sich in einem gnadenlosen kommerziellen Verdrängungswettbewerb mit anderen befindet, in denen Fehler nicht verziehen werden. Werder kokettiert mit dem Attribut "der etwas andere Verein". Sie sind aber eine Gmbh & Co KG aA, was sie bis heute nicht internalisiert haben. Dann passiert eben das, was wir jede Saison in der einen oder anderen Art erleben.




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