Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

„Wir sind in der Lage eine Atmosphäre zu schaffen, in der großes oder sogar „Unmögliches“ gelingen kann. Eine Atmosphäre, die in der gesamten Stadt spürbar ist und unserer Mannschaft den nötigen Impuls gibt, alles in die Waagschale zu werfen.“
Wie stellen die sich das vor? Noch mehr nicht spielbezogene Galeerensänge, die der Mannschaft so viel helfen wie Eisschränke am Südpol? Oder wollen die wieder die Loge vom Sponsor des Stadionnamens zuhängen?
 
Ich finde die Initiierung derartiger Fanaktionen großartig und absolut hilfreich. Allerdings auch hier ein ganz entscheidender Fehler bei der Analyse der Lage. Ich zitiere:

"Wir sind, trotz des bisher niederschmetternden Saisonverlaufs, von Florian Kohfeldt überzeugt und wissen seine Arbeit für den SVW zu schätzen. Die komplexen Gründe für den Misserfolg einem bis dato sehr erfolgreichen Trainer anzulasten, ist aus unserer Sicht nicht richtig."

Das verkrampfte Festhalten wird die Situation nicht auflockern und den Abstieg zur Folge haben. Mit jedem weiteren Spieltag werden die Worte zur Erklärung der Situation unglaubwürdiger. Ich vermag auch keinen Erfolg erkennen. Wo war der Trainer denn erfolgreich? Als Co unter Skripnik? Bei der U23? Wird der aktuell erreichte 17. Platz als Erfolg bewertet? Oder wird die Verkündung des Ziels Europa als Erfolg eingestuft? Dann wäre man allerdings nur mit Worten und nicht mit Taten erfolgreich!

Ich bin sofort bereit alles in die Waagschale zu schmeißen, aber ohne Trainerwechsel verpufft auch dieser Kraftakt der Fans. Wir wissen doch wie die Heimspiele laufen unter Kohfeldt. Man spielt erste HZ akkurat, aber ohne Torchancen und in der zweiten HZ liegen wir hinten und das Spiel plätschert belanglos ab der 70 Min. aus, ohne Hoffnung und ohne Aufbäumen. Da können wir gerne vorher ne Wonderwall machen Aufwerdern oder jedem Werderspiele ne "Gib Alles Karte" vorm Spiel zustecken ……. ab der 70. Min. ist ohnehin alles wieder vergessen ………...keine Gegenwehr mehr, keine Impulse auf dem Platz, keine Stimmung mehr auf den Rängen ……...auch kein pfeiffen, weder während des Spiels noch danach ............ÜBERALL nur Gleichgültigkeit und Resignation, die absoluten Stimmungstöter für jede Energie..... GLEICHGÜLTIGKEIT UND RESIGNATION ...........die neuen Freunde von Werder Bremen, initiiert und ins Leben gerufen durch Werders Inaktivität selbst! Also Düsseldorf und Paderborn freuen sich doch insgeheim wie dämlich wir sind!
 
Wenn ein Mertesacker schon schreibt, dass die Symbiose zwischen trainer und Mannschaft nicht mehr funktioniert, heißt das nichts Anderes, als dass FK die Mannschaft nicht mehr erreicht.
Werderverantwortlichen blenden das komplett aus. Nur muss man dann jetzt klipp und klar sagen, dass man mit FK in die 2.Liga geht und mit ihm einen Neuaufbau machen will. Die Aussagen von FK gehen in eine andere Richtung. Ein Satz wie " Das muss man dann sehen" im Falle des Abstiegs öffnet allen Spekulationen Tür und Tor. Der Abstieg mit dieser Mannschaft ist ohnehin ein Trauerspiel ohnegleichen. Wenn aber noch der Trainer geht, sind sie der Lächerlichkeit komplett ausgesetzt. Da hilft ihnen auch ihre Wagenburg nicht mehr.
Meine Meinung zu FK und die kämpferische 2. Liga ist bekannt. Spätestens am 10. Spieltag wird FB, der Megamanager, nicht umhin kommen, seine Personalentscheidung neu überdenken.
 
Nur muss man dann jetzt klipp und klar sagen, dass man mit FK in die 2.Liga geht und mit ihm einen Neuaufbau machen will. Die Aussagen von FK gehen in eine andere Richtung. Ein Satz wie " Das muss man dann sehen" im Falle des Abstiegs öffnet allen Spekulationen Tür und Tor.

Ich dachte, gelesen zu haben, dass Werder mit dem Trainer notfalls auch absteigt. Zumindest haben das Bode und Baumann gesagt!? Was kann denn da noch "klipp" und "klarer" sein? Und Kohfeldt hat doch auch beteuert, nicht aufzugeben. Spekulation wirst du zudem selbst bei erneuten klaren Aussagen nicht komplett verhindern können!
Und da wir nicht absteigen ist so eine Diskussion eh ad absurdum!;)
 
Ich dachte, gelesen zu haben, dass Werder mit dem Trainer notfalls auch absteigt. Zumindest haben das Bode und Baumann gesagt!? Was kann denn da noch "klipp" und "klarer" sein? Und Kohfeldt hat doch auch beteuert, nicht aufzugeben. Spekulation wirst du zudem selbst bei erneuten klaren Aussagen nicht komplett verhindern können!
Und da wir nicht absteigen ist so eine Diskussion eh ad absurdum!;)

Ich halte dagegen. Werder macht nichts, das unterschreibe ich, steigt aber ab.
Das Krisenmanagement ist - wie Becks richtig sagt - unterirdisch. Der Trainer ist zu eingefahren und praktiziert ein ‚wird-schon-werden‘. Die Spieler sind verunsichert. Der Kader ist überaltert und hat zu wenig Kämpfer. Die medizinische Versorgung ist problematisch. Die Leichtigkeit ist einer erkennbaren Verkrampfung gewichen. Die Leistungskurve fällt seit Monaten. Und die Ursachen dafür sind bei Werder offenbar unbekannt.
 
Das liesst sich ähnlich wie eine Jobgarantie von Hitzlsperger gegenüber Weinzierl, die jedoch nur eine Laufzeit von ca. 2 Wochen hatte ;)

Das stimmt natürlich. Wenn solche Statements eh keine Haltbarkeit haben, dann kann man ja aber im Prinzip alle Aussagen nicht ernst nehmen und kaum verlangen, dass sich die Verantwortlichen noch klarer ausdrücken sollen.
Da ist ein "Wir werden sehen und dann besprechen, was passiert!" von Kohfeldt ja noch die ehrlichste Aussage!
 
Das stimmt natürlich. Wenn solche Statements eh keine Haltbarkeit haben, dann kann man ja aber im Prinzip alle Aussagen nicht ernst nehmen und kaum verlangen, dass sich die Verantwortlichen noch klarer ausdrücken sollen.
Da ist ein "Wir werden sehen und dann besprechen, was passiert!" von Kohfeldt ja noch die ehrlichste Aussage!
Aber halt auch die nichtssagendste.
Ein einfaches "Kein Kommentar" wär auch mal gut. Aber gerade ist irgendwie sowieso alles falsch, wenn die Herren den Mund aufmachen. Weniger ist manchmal mehr...
 
Das liesst sich ähnlich wie eine Jobgarantie von Hitzlsperger gegenüber Weinzierl, die jedoch nur eine Laufzeit von ca. 2 Wochen hatte ;)
Der VfB ist im Gegensatz zu Werder ein Club, der relativ schnell den Trainer austauscht. Hat man ja diese Saison auch schon wieder erlebt. Walter ist auch schon wieder Geschichte.... Ein traditionell unruhiges Umfeld in Stuttgart Bad Cannstatt....
Da kippt die Stimmung sehr schnell. Die Zuschauer fangen schnell an zu murren wenn ihr VfB nicht das zeigt was sie sehen wollen.... Die Amtsdauer ist wohl im Schnitt nirgendwo kürzer.
 
Der ganze Verein Werder und auch das Umfeld Fans und Medien, celebrieren alles andere als hire and fire a la Stuttgart und Hamburg. Keiner braucht ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn Kohfeldt nun gehen muß. Er hat hier wahrscheinlich mehr Chancen erhalten, als an zwei anderen Bundesligastandorten zusammen. UND DAS IST AUCH GUT SO und kann ja auch mit Abstrichen so bleiben. Keiner will hier drei Trainer pro Saison. Aber seit ca. 4 bis 6 Partien ist eine Trainerentlassung Kohfeldts einfach überfällig. Wem will Baumi etwas beweisen?!? Man sieht doch das nix mehr geht zwischen Mannschaft und Trainer!
 
Zuletzt bearbeitet:
Dieter Eilts über die Bremer Krise

Große Entwicklungsschritte? Fehlanzeige!

Florian Kohfeldt wollte in der Winterpause intensiv daran arbeiten, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Die Defensive sollte stabilisiert werden, Standardsituationen trainiert, das Herausspielen von Torchancen geübt werden und einiges mehr. Herausgekommen sind in der Rückrunde bislang drei Punkte in Düsseldorf und ansonsten leider nur Ernüchterung. Gegen Mannschaften wie Leipzig und Dortmund kann ein Team wie Werder sicherlich auch in bester Verfassung verlieren[...]Doch gegen Mannschaften wie Augsburg, Union Berlin oder Hoffenheim sollte auch mal etwas Zählbares herauskommen.

Die Mannschaft hat sich in der defensiven Ordnung stabilisiert und lässt nicht mehr so viele Torchancen der Gegner aus dem Spiel heraus zu. Dennoch hat es Werder erst einmal in dieser Saison geschafft, zu null zu spielen.[...] Immer noch ein großes Problem ist das Verteidigen der gegnerischen Standards. Regelmäßig führen Unachtsamkeiten zu Rückständen und das Konzept der Bremer ist über den Haufen geworfen [...] Die Unachtsamkeiten, die bei Standards zu Toren führen, haben unmittelbare Folgen auf das Spiel. Gerät Werder in Rückstand, geht die Kompaktheit verloren, die Abstände zum Gegenspieler sind zu groß, was wiederum zu einer schlechten Konterabsicherung führt. Dadurch ergeben sich für den Gegner vermehrt Chancen auf weitere Tore. Insgesamt gibt es eine verbesserte Defensivleistung, aber nicht über 90 Minuten.

Sich selbst Chancen herauszuspielen, ist ein Problem. Noch kein einziges selbst erzieltes Tor in sechs Spielen dieses Jahres sagt einiges aus. Mir fehlt der Mut in den offensiven Aktionen, mir fehlt die Zielstrebigkeit, Genauigkeit und Überzeugung. Und, auch das fällt weiterhin auf, es fehlt das Tempo.
Es gibt Veränderungen, aber große Entwicklungsschritte sind bei Werder Fehlanzeige. Einige positive Ansätze blitzen mal kurzfristig auf, aber dabei ist nichts von Dauer. Von der schwachen Hinrunde bis zum aktuell 23. Spieltag hat sich nichts Grundlegendes geändert. Die Mannschaft zeigt derzeit einfach kein Bundesliganiveau.
Florian Kohfeldt hat nach dem Spiel gegen Dortmund, als er nach Gründen für Optimismus im Kampf um den Klassenerhalt gefragt wurde, die bessere Trainingsleistungen hervorgehoben. Wichtig ist aber, was im Spiel auf dem Platz gezeigt wird. Und die Leistungen im Spiel waren bis jetzt nicht gut genug, um zu glauben, dass Werder am Ende die Klasse halten kann, auch wenn die Hoffnung natürlich noch da ist.

Sehr gut analysiert und auf den Punkt gebracht. Leider.
 
„Wir sind in der Lage eine Atmosphäre zu schaffen, in der großes oder sogar „Unmögliches“ gelingen kann. Eine Atmosphäre, die in der gesamten Stadt spürbar ist und unserer Mannschaft den nötigen Impuls gibt, alles in die Waagschale zu werfen.“

Welche spürbare Atmosphäre die Ultras schaffen können, da kann die Polizei ein Lied von singen.

Die tun ja fast so, als ob der sportliche Erfolg für sie eine Rolle spielt...
:facepalm:
 
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