Florian Kohfeldt (SV Darmstadt 98)

Ich habe hier eh noch keine wirklichen Vorschläge lesen können, mal abgesehen von "Lass Sargent ran, schlechter wird er es auch nicht machen". Wenn wir Kruse rausnehmen, dann müssten wir zunächst mal fragen was die Leute die ihn rausnehmen wollen denn als Ersatz möchten. Soll das ein omnipräsenter Kruse 2.0 sein? Soll das ein Spielmacher sein? Soll das ein Stürmer sein?

möglich wäre ein 4-3-3 in folgender konstellation: osako, piza oder harnik im zentrum, denn letzterer ist mittlerweile viel eher zentrums- als außenspieler und kann da seine stärken mehr ins spiel bringen. über außen dann jojo eggestein und rashica. rashica weil mir in der aktuellen konstellation ohnehin tempo, verbunden mit dribblingsstärke abgehen. rashica würde die mannschaft um dieses element ergänzen, müsste aber bei seinen einsätzen weiter daran arbeiten, diese fähigkeit nicht zu überstrapazieren und dabei die übersicht zu verlieren.
bei all diesen gedankenspielen, würde ich aber ebenfalls kruse nicht aus der startelf nehmen. trotz formtief, trotz einem spielsystem, das ihm aktuell nur bedingt entgegenkommt. kruse ist eben bei allem was aktuell schief läuft noch immer einer, der gewinnbringende situationen einleitet. mehr noch als die anderen offensiven. ob diese so sehr im missverhältnis dazu stehen, was er fraglos auch durch seine derzeitige spielweise zerstört, kann ich schlecht einschätzen. aber ich würde mich schwer damit tun, einen der besten fußballer aus der startelf zu nehmen.

okay, ich sehe: das mit dem 4-3-3 schreibst du später in ähnlicher form selbst. man sollte halt texte erstmal zu ende lesen, bevor man auf sie eingeht. :ugly:
 
aber ich würde mich schwer damit tun, einen der besten fußballer aus der startelf zu nehmen.

Das ist genau Kohfeldts Dilemma. Ein weiteres Dilemma ist es, wie wir unsere schnellen Spieler wie Rashica gut einsetzen können. Für eine Konterformation gegen Bayern müsste unsere Dreierkette im Sturm ihre Positionen halten damit vor allem Sahin aber auch Moisander die direkten Anspiele in die Spitze spielen können. Das klappt bei uns halt nur bedingt weil alle vorne permanent am Rotieren sind und damit ist auch selten bis nie "die Gasse" besetzt. Ein weiteres Problem von Kruses omnipräsenz, was aber weniger durch ihn ausgelöst wird als mehr durch die gewählte Taktik.
 
möglich wäre ein 4-3-3 in folgender konstellation: osako, piza oder harnik im zentrum, denn letzterer ist mittlerweile viel eher zentrums- als außenspieler und kann da seine stärken mehr ins spiel bringen. über außen dann jojo eggestein und rashica. rashica weil mir in der aktuellen konstellation ohnehin tempo, verbunden mit dribblingsstärke abgehen. rashica würde die mannschaft um dieses element ergänzen, müsste aber bei seinen einsätzen weiter daran arbeiten, diese fähigkeit nicht zu überstrapazieren und dabei die übersicht zu verlieren.
bei all diesen gedankenspielen, würde ich aber ebenfalls kruse nicht aus der startelf nehmen. trotz formtief, trotz einem spielsystem, das ihm aktuell nur bedingt entgegenkommt. kruse ist eben bei allem was aktuell schief läuft noch immer einer, der gewinnbringende situationen einleitet. mehr noch als die anderen offensiven. ob diese so sehr im missverhältnis dazu stehen, was er fraglos auch durch seine derzeitige spielweise zerstört, kann ich schlecht einschätzen. aber ich würde mich schwer damit tun, einen der besten fußballer aus der startelf zu nehmen.

okay, ich sehe: das mit dem 4-3-3 schreibst du später in ähnlicher form selbst. man sollte halt texte erstmal zu ende lesen, bevor man auf sie eingeht. :ugly:

Bei uns ist Kruse aktuell das, was Özil in der Nationalelf war. ;)
Man merkt, dass du ein Freund solcher Spieler bist.
 
Mein Appell zu mehr Mut und personellen Rotationen (gemäßigt, kein Harakiri) zielt keineswegs darauf ab Floko irgendwie Inkompetenz zu unterstellen. NEIN, und das sage ich in aller Deutlichkeit, er ist nach wie vor ein absoluter Glücksfall für Werder. Er hat dem Verein ein neues Gesicht gegeben. Er hat viele Spiele hervorragend gecoacht, die ich auch zum Teil live gesehen habe ...............
............nun kriselt es bei Werder und ALLE im Verein, und vor allem auch Baumi, müssen Floko unterstützen bei der Mannschaft, insb. bei den Schlüsselspielern, die letzten 5 Prozent wieder frei zu schalten. Der KADER ist gut und absolut ausreichend für eine Europa Qualifizierung. Aber die Mannschaft und vor allem einige Schlüsselspieler kommen im Moment nicht an Ihre Leistungsgrenze (Maxi Eggestein, Kruse, Velko, Moisander, Harnik, Klaassen). Und ich rede da nicht von NICHT WOLLEN, sondern von NICHT KÖNNEN! ......... zu "verkopft", zu pomadig, nicht kreativ genug und vor allem zu wenig FEUER ...................im übrigen finde ich, bei der Erklärung von Niederlagen, die Fokussierung auf Max Kruse nicht mehr zeitgemäß. Wir haben genug sog. Führungsspieler aufm Platz. Max Kruse ist nach wie vor ein echter Werderaner, der alles versucht zu geben. Wie andere auch, die es derzeit eben nur VERSUCHEN, aber nicht schaffen! An Ihm alleine liegt es m. E. jedenfalls nicht, zumal ich ihn anfangs auch falsch eingesetzt fand.

Wenn sich Genügsamkeit inner Birne breit macht, warum auch immer, braucht es zusätzlichen Druck/Motivation von Aussen. Wenn ein Spieler zig mal alleine versucht über die Mauer zu kommen, aber unerklärlicherweise immer wieder daran scheitert, obwohl die Mauer eigentlich nicht zu hoch für ihn ist und er auch alles gibt, dann ist er wohl offenkundig im Moment nicht in der Lage alle Reserven zu aktivieren. Da helfen mitunter zwei bissige Hunde (nennen wir sie einfach mal Frank und Florian), die ihm mit lautem Bellen, seine Überlebensreserven aktivierend, ziemlich schnell über die Mauer klettern lassen. Die Hunde können aber auch Rotation, Bank, Kritik/Lob, klimatische Veränderung im Verein und Chance auf Startformation etc. heißen. Da ist der extrinsischen Motivationsfantasie keine Grenze gesetzt. Drei bis vier Änderungen sind meist sinnlos, aber eine einzelne Maßnahme (bspw. Möhwald für Maxi, Osako für Kruse oder wie ich speziell gg. Bayern finde, Langkamp für Velko) zeigt mitunter dem Stamm, das keiner ewig Bonus hat und den Nachdrängenden, das jeder eine Chance hat. Stetige punktuelle Personalveränderungen halten die Spannung und das Leistungsprinzip hoch! Das hatte Floko schon besser drauf, im Moment scheinen mir die schlechten Ergebnisse eher wieder die vereinstypischen Muster hochploppen zu lassen wie...... Abschottung, Relativierung, Erklärungen ...... die Floko so´n bißchen die Sicht vernebeln!

Anstatt immer nur nach aussen gerichtet zu Beschwichtigen bei Niederlagen, sollte der Verein offen und ehrlich den Druck erhöhen (primär intern, aber auch ruhig mal die Mannschaft öffentlich in die Pflicht nehmen), siegeshungrig sein und HANDELN. Ich habe immer den Eindruck, das es zunächst bei Werder darum geht alles zu erklären, häufig sogar zu verwässern (zugegebenermaßen hatte sich das unter Floko fast erledigt, aber eben nur fast). Hauptsache Ruhe! Wovor hat man da eigentlich Angst? Ich sagte schon häufig, daß die presseseitige Arithmetik im Bundesligageschäft sowieso weitgehend feststeht. Da hat man NULL Wirkungsgrad, egal was man sagt.

Wie auch immer muß Floko/Baumi wieder das Feuer im Kopf der Spieler entfachen und er/sie sollte(n) dabei nicht Zuviel Rücksicht nehmen. Es geht immer um den Verein!
 
Also als Fan erwarte ich am Samstag eine Werder-Mannschaft, die an Ihre Chance glaubt und die letzten 5 Prozent aktiviert (und das sieht man in der Regel schon nach 20 Minuten), .......... einen Trainer, der taktisch clever und mutig aufstellt. Also ein System spielen läßt, mit dem man offenkundig gewinnen will und das sich nicht nur am Verhindern ausgerichtet. Dem Wort MUT, sollten nun auch die entsprechenden Taten folgen ...........
 
Das ist genau Kohfeldts Dilemma. Ein weiteres Dilemma ist es, wie wir unsere schnellen Spieler wie Rashica gut einsetzen können. Für eine Konterformation gegen Bayern müsste unsere Dreierkette im Sturm ihre Positionen halten damit vor allem Sahin aber auch Moisander die direkten Anspiele in die Spitze spielen können. Das klappt bei uns halt nur bedingt weil alle vorne permanent am Rotieren sind und damit ist auch selten bis nie "die Gasse" besetzt. Ein weiteres Problem von Kruses omnipräsenz, was aber weniger durch ihn ausgelöst wird als mehr durch die gewählte Taktik.
...so könnten wir Rashica einsetzen...
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Das ist genau Kohfeldts Dilemma. Ein weiteres Dilemma ist es, wie wir unsere schnellen Spieler wie Rashica gut einsetzen können. Für eine Konterformation gegen Bayern müsste unsere Dreierkette im Sturm ihre Positionen halten damit vor allem Sahin aber auch Moisander die direkten Anspiele in die Spitze spielen können. Das klappt bei uns halt nur bedingt weil alle vorne permanent am Rotieren sind und damit ist auch selten bis nie "die Gasse" besetzt. Ein weiteres Problem von Kruses omnipräsenz, was aber weniger durch ihn ausgelöst wird als mehr durch die gewählte Taktik.
Daß ein Unterschiedsspieler eine omnipräsente Rolle einnimmt, ist grundsätzlich richtig - zumindest so lange, wie er diesen Unterschied auch ausmacht. Dies lässt sich von MK in dieser Saison leider nicht behaupten, denn 2 Tore (davon ein 11er) und 2 Assits sind für einen Spieler seiner nominellen Güte bestenfalls durchschnittlich. Nur muß dann, wie schon von @syker1983 erwähnt, ein Plan C oder D in der Tasche des Trainers vorhaben sein, von dem jedoch bisher nicht viel zu sehen ist. FK lässt auf den Positionen neben MK zwar viel rotieren, jedoch ohne daß sich etwas signifikant verbesserte, aber dafür ist MK ebenso gesetzt wie der Verzicht auf einen klassischen Mittelstürmer. Daraus resultiert die Frage, ob der Hauptgrund für die kümmerlichen 7 herausgespielten Stürmertoren in 12 Buli-Spielen in den durchwachsenen Darbietungen von MK, im Verzicht auf einen 9er ist oder gar an beidem liegt? Und darauf aufbauend folgt die Frage, warum FK nicht über seinen Schatten springt und etwas probiert, z.B. mit einem klassischen Mittelstürmer zu spielen oder MK auf die Bank zu setzen. Wenn das schief laufen sollte, könnte FK ja immer noch reagieren und nach z.B. 30 oder 45 Minuten einen personellen Wechsel vorzunehmen (was allerdings bedeutet, daß FK wieder über seinen Schatten springen müsste). Ein "Try" muß nicht zwangsläufig in einem "Error" enden, denn sonst hätte in die Evolution des Fußballsports im Fußball niemals stattgefunden, und wir würden heute noch Fußball im 1-2-7 bzw. 2-2-6 zu sehen bekommen wie im November 1872 beim ersten Fußball-Länderspiel zwischen England und Schottland.
 
Daß ein Unterschiedsspieler eine omnipräsente Rolle einnimmt, ist grundsätzlich richtig - zumindest so lange, wie er diesen Unterschied auch ausmacht. Dies lässt sich von MK in dieser Saison leider nicht behaupten,

Dieser Tunnelblick auf Kruse hier im Forum ist echt anstrengend. Wenn nur Kruse die Rolle einnehmen würde, so wie du es beschreibst, eben als Unterschiedsspieler, dann wäre das gar nicht mal ein Problem. Unsere Mannschaft spielt aber, wie ich im zitierten Beitrag schon erklärt habe, taktisch mit permanenten Rotationen und das betrifft eben nicht nur Kruse sondern auch die anderen beiden Offensiven im 4-3-3. Was dann zur Folge hat das bis zu einer Einwechslung von z.B. Pizarro praktisch immer jemand in der Mitte fehlt weil unser Spiel darauf ausgelegt ist den Ball in den Strafraum zu kombinieren. Und genau deswegen habe ich, für die Diskussion, die Frage in den Raum geworfen wie wir eigentlich spielen sollen/wollen wenn man Kruse rausnehmen würde. Denn einfach nur seine Rolle mit einem anderen Spieler zu besetzen ändert NICHTS. Zumindestens nichts zum Positiven, wenn man bedenkt das selbst ein Kruse in schlechter Form immer noch unser wichtigster Offensivspieler ist.

Und darauf aufbauend folgt die Frage, warum FK nicht über seinen Schatten springt und etwas probiert, z.B. mit einem klassischen Mittelstürmer zu spielen oder MK auf die Bank zu setzen.

Ich schätze weil Kohfeldt überzeugt ist von dem was er macht und es nicht über Bord werfen will. Und weil er Spieler hat die er alle irgendwie einbauen will. Die Frage ist am Ende des Tages ob der Erfolg ihm recht geben wird oder ob er irgendwann gezwungen wird gegenzusteuern. Meiner Meinung nach ist dieser Punkt gezwungenermaßen etwas tun zu müssen lange noch nicht gekommen. Denn bei aller schlechten Chancenverwertung und so einer Nummer wie gegen Mainz, ist es ja nicht so als wüsste die Mannschaft nicht was sie tun soll. Nouri zum Beispiel war früh an so einem Punkt, mit seinem zwanghaften Festhalten an Manneh und Hajrovic.
 
Dieser Tunnelblick auf Kruse hier im Forum ist echt anstrengend. Wenn nur Kruse die Rolle einnehmen würde, so wie du es beschreibst, eben als Unterschiedsspieler, dann wäre das gar nicht mal ein Problem. Unsere Mannschaft spielt aber, wie ich im zitierten Beitrag schon erklärt habe, taktisch mit permanenten Rotationen und das betrifft eben nicht nur Kruse sondern auch die anderen beiden Offensiven im 4-3-3. Was dann zur Folge hat das bis zu einer Einwechslung von z.B. Pizarro praktisch immer jemand in der Mitte fehlt weil unser Spiel darauf ausgelegt ist den Ball in den Strafraum zu kombinieren. Und genau deswegen habe ich, für die Diskussion, die Frage in den Raum geworfen wie wir eigentlich spielen sollen/wollen wenn man Kruse rausnehmen würde. Denn einfach nur seine Rolle mit einem anderen Spieler zu besetzen ändert NICHTS. Zumindestens nichts zum Positiven, wenn man bedenkt das selbst ein Kruse in schlechter Form immer noch unser wichtigster Offensivspieler ist.
Der Tunnelblick entsteht dadurch, dass MK der offensive Zentralisationspunkt in unserem Spiel ist und Du richtigerweise beschreibst im Fettgedruckten, dass in der Box ein Mittelstürmer fehlt. In Freiburg war es mehrfach so, dass zB LA von Außen aus dem Halbfeld in den Strafraum auf MK geflankt hat. MK ist und bleibt kein Mittelstürmer, der wie ein Pizarro in seinen besten Zeiten auf engstem Raum den Ball annehmen, verarbeiten und abschließen kann. Da gehört ein Harnik hin (CP ab der 70.min, Sargent eher noch zu grün). Die Außenstürmer flanken auf wen denn? Ein Kainz würde zB viel besser aufspielen, wenn er einen Fixpunkt im Strafraum hätte, den er permanent bedienen kann. So ist er oftmals gezwungen, die Situation spielerisch aufzulösen, was er nicht kann. Dann baut er von Minute zu Minute immer mehr ab.
Wenn nun am WE Kovac zB Kimmich gegen Kruse stellt, wirst Du von MK nicht viel sehen. Wie wollen wir dann Tore erzielen, zumal wir keinen schnellen Stoß-Stürmer wie die Düsseldorfer haben? Rashica eher Außenbahn und Osako off MF. Natürlich können wir aus Standards usw treffen. Dazu muss man erst einmal in die Nähe des Strafraums kommen und besagte Situationen kreieren. Das soll und muss immer MK machen. Das Ergebnis sehen wir in 7 Stürmertoren. Das kommt nicht von ungefähr.
 
...so könnten wir Rashica einsetzen...
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4-2-3-1

Kauf ich! :tnx: ..... interessante Aufstellung! Läßt viel Fantasie Richtung Flexibilität zu, zudem frischer Wind! Wenn dann im Kopp noch alles stimmt ................. ich mag gar nicht weiterdenken (10 Jahre warten wir bereits auf ein Erfolgserlebnis gg. die Barzen) ........ naja jedenfalls wird dann wohl der Weihnachtsmarkt noch etwas grüner am Samstag :D .... (obwohl auch viele blau sind, komisch!?!) :denk:
 
Der Tunnelblick entsteht dadurch, dass MK der offensive Zentralisationspunkt in unserem Spiel ist und Du richtigerweise beschreibst im Fettgedruckten, dass in der Box ein Mittelstürmer fehlt. In Freiburg war es mehrfach so, dass zB LA von Außen aus dem Halbfeld in den Strafraum auf MK geflankt hat. MK ist und bleibt kein Mittelstürmer, der wie ein Pizarro in seinen besten Zeiten auf engstem Raum den Ball annehmen, verarbeiten und abschließen kann. Da gehört ein Harnik hin (CP ab der 70.min, Sargent eher noch zu grün). Die Außenstürmer flanken auf wen denn? Ein Kainz würde zB viel besser aufspielen, wenn er einen Fixpunkt im Strafraum hätte, den er permanent bedienen kann. So ist er oftmals gezwungen, die Situation spielerisch aufzulösen, was er nicht kann. Dann baut er von Minute zu Minute immer mehr ab.
Wenn nun am WE Kovac zB Kimmich gegen Kruse stellt, wirst Du von MK nicht viel sehen. Wie wollen wir dann Tore erzielen, zumal wir keinen schnellen Stoß-Stürmer wie die Düsseldorfer haben? Rashica eher Außenbahn und Osako off MF. Natürlich können wir aus Standards usw treffen. Dazu muss man erst einmal in die Nähe des Strafraums kommen und besagte Situationen kreieren. Das soll und muss immer MK machen. Das Ergebnis sehen wir in 7 Stürmertoren. Das kommt nicht von ungefähr.

Gut beschrieben! Zum Markierten: Es wundert mich wieso Kohfeldt nicht die Gewichtung vornimmt wie wir es tun, daß nämlich ein klarer Zielspieler in der Mitte fehlt. Das kann Kruse sein. Er kann aber auch die Rolle des Zuspielers von hinten geben. Problem ist, und das beschreibst du auch, er soll beides machen. Und das erscheint im Moment zu viel für ihn, zumal seine Form nicht gerade besser wird, gelinde gesagt. Es ist nämlich nicht so, daß er in den letzten Wochen nicht immer wieder in gute Positionen kommen würde, trotz der Rotation. Seine aktuelle Form drückt sich nämlich nicht nur in der Qualität seines Passspiels aus, sondern leider auch beim Abschluss. Sei es mit Pech wie bei dem Kopfball, oder durch schwachen Abschluss wie die diversen Schüsse aus Fern- bzw. Mitteldistanz die in die Wolken gingen. Bei all der beschriebenen schlechten Form ist er aber irgendwie trotzdem Dreh- und Angelpunkt, vermutlich ist das der Grund aus dem Kohfeldt so gut wie immer volle 90 Minuten auf ihn setzt. Ich sehe zwar die Gründe weshalb manche sagen, eine Pause würde ihm gut tun. Aber ich würde ihn auch nicht auf der Bank lassen. Wäre Bargfrede gesund und Sahin könnte auf die 10 gehen, könnte man darüber nachdenken. Aber so würde mir ohne Kruse, bei aller berechtigten Kritik, ein zu großes spielerisches Element fehlen.
 
Dieser Tunnelblick auf Kruse hier im Forum ist echt anstrengend. Wenn nur Kruse die Rolle einnehmen würde, so wie du es beschreibst, eben als Unterschiedsspieler, dann wäre das gar nicht mal ein Problem. Unsere Mannschaft spielt aber, wie ich im zitierten Beitrag schon erklärt habe, taktisch mit permanenten Rotationen und das betrifft eben nicht nur Kruse sondern auch die anderen beiden Offensiven im 4-3-3. Was dann zur Folge hat das bis zu einer Einwechslung von z.B. Pizarro praktisch immer jemand in der Mitte fehlt weil unser Spiel darauf ausgelegt ist den Ball in den Strafraum zu kombinieren. Und genau deswegen habe ich, für die Diskussion, die Frage in den Raum geworfen wie wir eigentlich spielen sollen/wollen wenn man Kruse rausnehmen würde. Denn einfach nur seine Rolle mit einem anderen Spieler zu besetzen ändert NICHTS. Zumindestens nichts zum Positiven, wenn man bedenkt das selbst ein Kruse in schlechter Form immer noch unser wichtigster Offensivspieler ist.
"Tunnelblick auf Kruse" obwohl ich die Frage in den Raum geworfen habe, ob die Sturmflaute ggf. an dem Spiel ohne 9er liegen könnte? Das zu ignorieren scheint wohl eher Tunnelblick zu sein. ;)

Ich schätze weil Kohfeldt überzeugt ist von dem was er macht und es nicht über Bord werfen will. Und weil er Spieler hat die er alle irgendwie einbauen will. Die Frage ist am Ende des Tages ob der Erfolg ihm recht geben wird oder ob er irgendwann gezwungen wird gegenzusteuern. Meiner Meinung nach ist dieser Punkt gezwungenermaßen etwas tun zu müssen lange noch nicht gekommen. Denn bei aller schlechten Chancenverwertung und so einer Nummer wie gegen Mainz, ist es ja nicht so als wüsste die Mannschaft nicht was sie tun soll. Nouri zum Beispiel war früh an so einem Punkt, mit seinem zwanghaften Festhalten an Manneh und Hajrovic.
Von einer Richtigkeit überzeugt zu sein, impliziert jedoch nicht den Automatismus, daß es auch richtig ist; AN war bei seinem zwanghaften Festhalten an Manneh und Hajrovic wahrscheinlich auch von der Richtigkeit seines Tuns überzeug, oder?

Wann soll denn der richtige Zeitpunkt zum Gegensteuern sein? Die mangelde Durchschlagskraft in der Offensive zieht sich über weite Strecken wie ein roter Faden durch die bisherige Saison, und wir reden hier nicht von nur 3 oder 4, sondern von mittlerweile 12 Spielen, sprich von ca. 1/3 der Saison. FK hat in diesem Zeitfenster einige personelle wie taktische Stellschrauben gedreht, jedoch ohne nachhaltige Verbesserung. Irgendwann reicht es eben nicht mehr aus, Stellschrauben zu drehen, sondern es muß der Motor generalüberholt werden; d.h. wenn all diese Maßnahmen auch nach 12 Spielen nicht fruchten, muß man auch ins Kalkül einbeziehen, daß Überzeugung von dem eigenen Tun - dem Spiel ohne 9er und/oder dem Festhalten an einem formschwachen MK - vielleicht doch nicht so richtig ist, wie es einem das subjektive Empfinden suggeriert.
 
AN war bei seinem zwanghaften Festhalten an Manneh und Hajrovic wahrscheinlich auch von der Richtigkeit seines Tuns überzeug, oder?

Entweder das oder es herrschte das Prinzip Hoffnung. Ich denke es war eher letzteres. Denn die beiden waren so dermaßen offensichtlich weitestgehend überfordert (Hajrovic ja wenigstens noch mit einem guten Spiel), daß sich anders nicht erklären lässt was die Strategie gewesen sein soll. Bei MK ist es ja "nur" die Form, nicht der Spieler aus Prinzip.

muß man auch ins Kalkül einbeziehen, daß Überzeugung von dem eigenen Tun - dem Spiel ohne 9er und/oder dem Festhalten an einem formschwachen MK - vielleicht doch nicht so richtig ist

Das mit dem 9er sehe ich ja wie gesagt auch so. Ob der 9er Kruse heißt oder es jemand anders macht, ist mir an der Stelle allerdings egal.
 
Darüber bin ich mir noch nicht wirklich schlüsssig. Einerseits ja, weil wir ja auch gegen die aktuell 15. und 16. zuhause nur 1:1 spielten und beim Tabellenletzten verloren haben. Andererseits haben gerade die Heimspiele gegen die Pillen und Mönchengladbach gezeigt, daß Teams auf diesem Niveau unsere Nachlässigkeiten wesentlich konsequenter bestrafen (können) und daraus Niederlagen mit 2 und mehr Toren Unterschied resultieren (können).
 
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