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Mick_666
Guest
Naja, soo wahnsinnig erstaunlich ist dies bei näherem Hinsehen dann allerdings doch nun auch wieder nicht.
Ein generelles In-frage-stellen sicherlich, aber die Frage nach einer Taktik gegen euch muß grade nach einem solchen Spiel wie Samstag, erlaubt sein.
Denn es war nicht das erste Mal, daß wir gegen euch, sagen wir mal, "naiv" zu Werke gegangen sind.
Wir sind schnurstracks in das offene Messer gerannt, welches ihr uns hingehalten habt. Da dies so von euch zu erwarten war, ist es besonders ärgerlich, daß ihr damit gegen uns wieder mal Erfolg hattet.

Ich sehe da weniger Unterschiede. Wir sind weder beim 0:2 im Februar 2007, noch beim 1:1 daheim und 0:1 auf Schalke im Februar diesen Jahres letzter Saison, ebenso diesmal nicht total "blind angerannt". Auch lag es nicht an "schlichten Dingen", wie zu wenig laufen oder Zweikampfführung - nicht primär.Zitat von Lothar Matthäus;760464:Ich sehe da schon Unterschiede, zu vergangenen Spielen gegen Schalke. Es war mitnichten so, dass wir blind angerannt sind. Wir haben den Ball ganz gut kontrolliert, ohne uns hinten komplett zu öffnen. Allerdings waren wir letztlich zu ineffektiv und haben zu wenig Chancen kreiert, haben zu wenig und teils zu spät Zweikämpfe geführt und gewonnen und sind schlicht zu wenig gelaufen, um unser Spiel umzusetzen. Manchmal liegt es an ganz schlichten Dingen.
Der Unterschied war aber jeweils der gleiche, dass es uns wiederrum nicht gelang, weiterhin mit kontrollierendem Verschieben, einmal mehr den Ball hinten rum zu schieben, den ein oder anderen Sicherheitspass mehr zu spielen - eben genauso zu agieren wie der Gegner das tut und damit auf die eine Aktion zu warten, die den Erfolg bringen kann. Ein Team und der verantwortliche Trainer müssen begreifen, dass, wenn die Chancen nicht sitzen, es spielerisch nicht geht trotz aller Versuche in der 1.HZ, nach vorne zu spielen, dennoch die Geduld einzig und allein es ist, was letztlich solche (Spitzen-)Spiele entscheidet. Nahezu jede Spitzenmannschaft in den grossen europäischen Ligen hat das verinnerlicht. Auch unter dem Aspekt, dass so eine Partie dann noch hässlicher und unansehlicher wird. Aber nur so werden solche Spiele entschieden und es ist ja auch nicht so, dass Werder keine Spieler in seinen Reihen hätte, die Spiele mit einer Aktion entscheiden können. Zudem gibt es noch unelegantere Mittel der psychologischen Kriegsführung, wie Fouls an der Mittellinie, die den Gegner aufregen, aber Konzentration nehmen. Doch all das, was Schalke anwendete, wollen wir immer nicht. Mit dem Ergebnis, dass derart wichtigen Spiele verloren gehen. Selbst wenn das alles nicht klappt, muss dann eben ein 0:0 mitgenommen werden. Was uns Samstag bspw. weiter vor Schalke in der Tabelle gehalten hätte.
Stattdessen haben wir Räume hergeschenkt, schon vor dem 0:1 (was auch danach nicht sofort nötig gewesen wäre), Schalke noch mehr Sicherheit und das Gefühl gegeben, dass etwas geht bei gleichzeitig zunehmender eigener Verunsicherung und Frustration. Genauso liefen die Spiele auf Schalke im Februar 09 (da haben wir sogar auswärts weniger Geduld gehabt) und zu Hause 07 - alles ganz wichtige Partien. Muss das sein?



