Aus dem Verkauf von Anteilen an der Schalker Arena und einem Darlehen werden insgesamt 25,5 Millionen Euro in die Kasse des Klubs fließen, so denn nicht etwas Überraschendes passiert, was nicht zu erwarten ist.
Noch ist der Vertrag nicht rechtskräftig, und das Geld wird erst dann fließen, wenn er rechtskräftig ist, sagte Schalke-Sprecher Rolf Dittrich auf Anfrage dieser Zeitung. Dem Geschäft müssen noch immer einige Gremien zustimmen. Der Stadtrat und der Aufsichtsrat der GEW, einem hundertprozentigen Tochterunternehmen der Stadt, segneten die Vereinbarung bereits ab, und auch von der Bezirksregierung Münster erhielt der Verein in den vergangenen Tagen erfreuliche Post.
Laufende Saison durchfinanziert
Es bestehen keine kommunalaufsichtlichen Bedenken, sagte Thomas Drewitz, Sprecher der Bezirksregierung. Sein Chef Peter Paziorek hielt sich bei der Prüfung zurück. Der Regierungspräsident ist erklärter Schalke-Fan, saß früher im Aufsichts- und sitzt heute im Ehrenrat.
Damit ist die laufende Saison 2009/10 durchfinanziert, hatte Peter Peters am 29. Oktober gesagt, als die Vereinbarung bekannt gemacht worden war. Seitdem macht sich der Finanzchef des Bundesligisten in der Öffentlichkeit rar. Derzeit wolle er nichts sagen, ließ Peters ausrichten. Eine Antwort, ob sich die immer noch nicht erhaltene Finanzspritze auf das Nachlizenzierungsverfahren der Deutschen Fußball-Liga (DFL) auswirke, blieb auch der Verband schuldig.
Warten auf die Ergebnisse der Nachlizenzierung
Zwei Tage nach Bekanntwerden des 25,5-Millionen-Euro-Geschäfts war die Frist zur Abgabe der Unterlagen abgelaufen. Peter Peters hatte damals von einem zeitlichen Zufall gesprochen. Im Gegensatz zu drei Zweitligisten warten Schalke und andere Profiklubs noch auf die Ergebnisse der Nachlizenzierung. Wir sehen dem gelassen entgegen, sagte Moritz Beckers-Schwarz.