FC Schalke 04

@ Ed

Magath ist kein Heiland! Mit Geld erfolgreich, ohne, ein normaler, guter Trainer mit klarer Linie. Mein Vorredner spricht von undefinierbaren Mechanismen. Für Schalker Verhältnisse gut ausgedrückt, wie ich finde. Sollte es auf Schalke wirklich finanziell so brennen und man verkauft zwei, drei Leistungsträger, möchte ich mal behaupten, dass Schalke am Ende der Saison nicht unter den ersten sechs Mannschaften der Tabelle stehen wird. Magath ist auch kein Zauberer. Die Richtung gibt er ja selbst vor. Junge Spieler, wenig Gehalt. Wenn zudem Führungsspieler wegbrechen, können das die Holtbys und Kenias dieser Welt sicher nicht auffangen. Magath hat gar keine andere Wahl! Es muss alles passen, ansonsten wird das Eis wahnsinnig dünn. Allein für die Aussage Schnusenbergs "Wir werden in Geld schwimmen" müsste ein Schlag ins Gesicht folgen! Und dann gibt es da ja noch diese undefinierbaren Mechanismen.....
 
@Bremen
Natürlich ist die Presse nicht die Wurzel des Übels, das ist doch klar. Es zeugt nach außen von Führungsschwäche, wenn immer wieder Interna nach außen dringen. Die Presse schlachtet das lediglich aus. Wenn auch desöfteren durch Falschaussagen oder Behauptungen, die dann hinterher wieder medienträchtig nachbehandelt werden. Das erklärt mir auch die Haltung Magaths zum Thema Interviewverbot. Warst du schon einmal an einem "normalen" Wochentag auf dem S04-Gelände? Das solltest du dir mal antun, um zu verstehen, was ich meine. Das Problem ist doch, dass die vielen BLÖDis immer genug DUMMis finden, die ihnen etwas für die Auflage liefern. Auch wenn viele das nicht nachvollziehen können, bin ich absolut dafür, die Interviews zu reglementieren. Ich würde das für einen gewissen Zeitraum genauso machen.

@Werder Arbeitsplatz
Vor der Saison waren sich die meisten Fans einig, dass es maximal Platz 8 werden wird. Dabei war noch gar nicht die Rede davon, im Winter Leistungsträger abzugeben. Sollte alles zusammenpassen, könnte Platz 5 dabei rumkommen. Das Gute an der Geschichte ist für mich, dass die meisten Fans jetzt offenbar kapiert haben, worum es geht. Dass es bald wieder Pfiffe von den erfolgsverwöhnten Mode-Neu-Fans geben wird, ist eigentlich auch klar. Vlt. bleiben die Leute aber irgendwann zu Hause.


@5 vor 12
Das langfristige Konzept sieht sicherlich nicht vor, mit Eigenblut den Klassenerhalt zu sichern.
 
In der Süddeutschen Zeitung soll ein ausführlicher Bericht über die Finanzprobleme bei Schalke 04 enthalten sein:

Jetzt liegt die Süddeutsche Zeitung von morgen vor mir und ich muss leider sagen: Da scheint etwas überhaupt nicht koscher zu sein und es sieht ganz so aus, als stehe der Verein vor einer schweren Zeit, bzw. steckt schon mittendrin. Der Artikel im Sportteil wurde u.a. von Hans Leyendecker geschrieben, und Leyendecker ist alles andere als ein Nachrichten-Spekulant.

Ich fasse hier mal kurz zusammen, was drin steht:
-generell im Moment sehr viel Gerüchte im Umlauf (Schattenhaushalte bei Transfers, Stundung der Grundsteuern), von denen aber niemand weiß, ob was dran ist. Sonst halten sich die Autoren allerdings an Fakten.

Die Fakten:
Am 28. September gab es ein Treffen zwischen Schechter, Vereins-Anwalt Paeffgen, Tönnies, Peters und Magath
Schon am 31. August hatte Paeffgen ein streng vertrauliches Memorandum an den Aufsichtsrat geschickt. Zitat: "Ziel: Abwendung einer Insolvenz"

Schechter und Paeffgen stellten einen Plan vor:
-verpfändete Rechte am Stadion sollten von einem neuen Investor ausgelöst werden
-danach: Gründung eines Real Estate Investment Trust, einer Immobilien-Aktiengesellschaft, deren Aktien zum Teil an der Börse gehandelt werden. Inhalt des Fonds wohl vor allem die Veltins Arena (Name "Veltins Arena REIT")
Rechnung: Eigenkapitalrendite von mindestens sechs Prozent, um den Verein wieder regelmäßig liquide zu machen
-Forderung. Schnusi und Peters nicht mehr zeichnungsberechtigt, Vorstand wird nicht entlastet, aber auch nicht abberufen
-Paeffgen, und jetzt wirds typisch Schalke, schlug vor, dass er und Magath künftig gemeinsam "zur Vertretung Schalkes berechtigt seien".
-> Paeffgen wollte die Situation auch dazu nutzen, die Macht an sich zu reißen

Folge: Tönnies und der Aufsichtsrat haben Paeffgen zum 2. Oktober das Mandat gekündigt

Vergangener Donnerstag: Tönnies spricht vor der "Vereinigung königsblauer Landtag", Schalke-Anhängern, die im Landtag sitzen.
136 bis 140 Millionen Euro Schulden
ca. 400 Millionen Euro Vereinsvermögen (Stadionanlage, Immobilien, Spielerkader)

Die SZ fragt (zurecht): Wäre das Vermögen im Fall der Fälle wirklich in so einer Größenordnung belastbar?

Konto bei der WGZ-Bank in Düsseldorf (auch bekannt als "Sicherungskonto"):
-Ende August hätten 11,3 Millionen drauf sein sollen, tatsächlich waren es 3,7 Millionen (Die Summe, die genau für die am 1. September fällige halbjährliche Tilgungsrate nötig ist).

Dann wird noch von Kontobewegungen berichtet, bei denen sechsstellige Summen eingezahlt und am selben Tag wieder abgehoben wurden.

Sprich: Das Konto soll eigentlich als Puffer gegen Ausfälle dienen, ist aber leer - es sei denn, es wird Geld gebraucht. In meinen Augen ein deutliches Indiz dafür, dass wir riesige Liquiditätsprobleme haben (ich hoffe nur, dass es der Verein ist, der auf das Konto einzahlt, und nicht Tönnies, weil kein Geld mehr da ist).

Kleiner Nebenaspekt: Ein nicht genanntes AR-Mitglied sagt, dass Paeffgen der Meinung ist, dass nicht sicher sei, ob der der DFL vorgelegte Liquiditätsplan die "Spezialitäten der WGZ-Anleihe" berücksichtigt. Worst Case Szenario: Das könnte als Lizenzbetrug ausgelegt werden (wird es aber heutzutage wahrscheinlich nicht, nehme ich an)

Jetzt noch die Sache, die mich am meisten an die alten Zeiten erinnert:
Schalke verkauft für einige Heimspiele Stehplatzkarten, die längst verkauft sind. Der Verein hat berechnet, dass in der Regel zwischen 2000 und 4000 Stehplatzfans nicht ins Stadion gehen und verkauft deshalb die gleiche Anzahl nochmal auf dem freien Markt (wahrscheinlich schon im Verkauf vor der Saison, nehme ich an, da es ja in der Regel keine Steher mehr gibt am Spieltag).

Zitat SZ: "Schwarzkarten seien dies nicht, sagt Tönnies: 'Königsblau ja, aber Schwarz gibt es bei uns nicht.'

Starker Tobak, das alles.
http://www.westline.de/phorum/read.php?13,770292,770292#msg-770292
 
also vor kurzem hat die SZ noch geschrieben, dass schechter solche gerüchte streut, weil peters versucht schechter (8% zinsen) abzulösen durch einen anderen kredit mit 3,5% zinsen.

aber naja was stimmt und was nicht wird niemand wissen. was man weiß ist, dass es gut ist, dass schnusi weg ist...
 
also vor kurzem hat die SZ noch geschrieben, dass schechter solche gerüchte streut, weil peters versucht schechter (8% zinsen) abzulösen durch einen anderen kredit mit 3,5% zinsen.

aber naja was stimmt und was nicht wird niemand wissen. was man weiß ist, dass es gut ist, dass schnusi weg ist...

Mit 8 % ist Schalke doch heutzutage sehr gut bedient. Wo will Schalke denn jetzt eine Finanzierung herzaubern, bei der sie nur 3,5 % Zinsen zu zahlen hätten?
 
Mit 8 % ist Schalke doch heutzutage sehr gut bedient. Wo will Schalke denn jetzt eine Finanzierung herzaubern, bei der sie nur 3,5 % Zinsen zu zahlen hätten?

Wurde weiter oben nicht irgendwas von KfW-Kredit berichtet? Schnusi saß bestimmt wieder vor dem Fernseher (wie damals, als er Rafinha gescoutet hat) und hat in den Nachrichten gesehen, dass die Bundesregierung wegen der Wirtschaftskrise von Insolvenz bedrohten Unternehmen mit billigen Krediten unter die Arme greift. Fuchs wie er ist, hat er also gleich diese Idee mit den anderen Schalkern besprochen und jetzt tun die halt so, als könnten sie ein kleines Zahlungsproblem bekommen, um an diese Bail-Out Kredite ranzukommen.
 
das kfw-kredit dings kam nach schnusenberg wenn ich mich nicht täusche.

generell kenn ich mich mit zinsen nicht so gut aus, ich würde aber sagen, dass 8% schon relativ viel sind, wenn man sich überlegt wie grad der leitzins is.

aber ist ja auch egal.

schalke macht dem namen (die knappen) nicht nur beim toreschießen alle ehre.
 
generell kenn ich mich mit zinsen nicht so gut aus, ich würde aber sagen, dass 8% schon relativ viel sind, wenn man sich überlegt wie grad der leitzins is.

In der aktuellen Finanzkrise wird die Höhe der Zinsen bei Unternehmenskrediten mehr denn je nach der Bonität vergeben. Und ob Schalke dort besonders gute Argumente hat, wage ich mal zu bezweifeln.

Günstige KfW-Kredite sollen an Unternehmen vergeben werden, die akut durch die WWK in Schieflage geraten sind und nicht an größenwahnsinnige Fussballvereine, die sich durch jahrelanges bewusstes Missmanagement selbst in die Lage gebracht haben.
 
In der aktuellen Finanzkrise wird die Höhe der Zinsen bei Unternehmenskrediten mehr denn je nach der Bonität vergeben. Und ob Schalke dort besonders gute Argumente hat, wage ich mal zu bezweifeln.

Günstige KfW-Kredite sollen an Unternehmen vergeben werden, die akut durch die WWK in Schieflage geraten sind und nicht an größenwahnsinnige Fussballvereine, die sich durch jahrelanges bewusstes Missmanagement selbst in die Lage gebracht haben.

Mehr an Recht haben geht nicht. :)
 
Der 4. Tag ohne neues über Schalke? Geht gar nicht!

Hat man sich bei Schalke wohl auch gedacht und sorgt somit wieder für Schlagzeilen:

[...] Zudem will Schalke ein Kostenkontrollsystem. Angelehnt an die Lizenzierungskriterien der UEFA für die Europacup-Teilnehmer fordert Schalke in dem Schreiben, das dem kicker vorliegt, die Einführung eines Salary Caps.

Konkret eine Obergrenze von 70 Prozent des Gesamtertrages für Personal- und Transferkosten. "Es gibt keine Begrenzung für das jeweilige Gehalt eines einzelnen Spielers oder die Höhe von einzelnen Transferaufwendungen. Es gibt vielmehr eine Begrenzung dieses Gesamtaufwandes, welcher von dem jeweiligen Gesamtertrag eines Lizenznehmers abhängig ist", heißt es im Antrag.

Damit sollen die Klubs weiterhin einen großen Teil ihres selbstverdienten Geldes in Personal stecken können. Allerdings werden die Zuflüsse von Investoren nicht berücksichtigt. Einen Katalog für Sanktionen haben die Schalker mitentworfen. Danach soll jeder Klub, der den Grenzwert von 70 Prozent überschreitet, zunächst mit der Auflage belegt werden, dass sich die Situation bis zum folgenden Jahr nicht verschlechtern darf. Erfüllt er die Auflage nicht, soll jeder Punkt über 70 Prozent mit je 100 000 Euro Geldstrafe im ersten und je 200 000 Euro Geldstrafe im zweiten Jahr belegt werden. Bei erneuten Verschlechterungen drohen bis zu drei Punkte Abzug in der laufenden Saison.

"Für uns ist es wichtig, dass nicht nur über mögliche Investoren nachgedacht wird, sondern vorrangig über die Verwendungsmöglichkeit ihrer Gelder", erklärt Vorstandsmitglied Peter Peters, "der sportliche Wettbewerb innerhalb der Liga darf nicht wie in anderen Ländern unnatürlich durch äußere Einflüsse eingeschränkt werden."

:lol: Mit Steinen werfen, ohne zu merken, daß man selbst im Glashaus sitzt :lol:
 
Ich bin ja auch für ein Salary-Cap, aber dass dieser Vorschlag gerade von SCHALKE kommt!? Am besten noch mit Niebaum und Meier aus Dortmund als Unterstützer:D
Im Übrigen bringt ein rein nationales Salary Cap nicht viel. Das muss dann schon europaweit eingeführt werden, wie es die UEFA ja auch vorhat.
 
Ist doch logisch. Jetzt wo man selber kaum noch Geld zur Verfügung hat und jede Menge abstriche machen muss, möchte man natürlich nicht das die finanziell gesündere Konkurrenz davonziehen kann.
Da passt denen so ein Salary-Cup natürlich gut in den Kram.

Aber nein, man denkt natürlich an die Chancengleichheit in der Bundesliga und hat selbst nie unverschämt hohe Gehälter gezahlt.
Grundsätzlich ist ja gegen einen Salary-Cup gar nicht mal etwas zu sagen - wenn aber im Fall von Schalke 04 eine Chancenungleichheit entstehen sollte, so ist diese schlicht und einfach selbstverschuldet. Normal müsste Schalke vom Fanpotential und den Sponsorengeldern ohnehin zu den "reicheren" Vereinen gehören. Normalerweise...
 
Ist doch logisch. Jetzt wo man selber kaum noch Geld zur Verfügung hat und jede Menge abstriche machen muss, möchte man natürlich nicht das die finanziell gesündere Konkurrenz davonziehen kann.
Da passt denen so ein Salary-Cup natürlich gut in den Kram.

Vor allem muss Schalke einen nicht unerheblichen Anteil vom Umsatz für den Schuldendienst aufwenden, andere Vereine müssen das nicht.

So komisch es klingt, aber ein salary cap in Relation zum Umsatz benachteiligt die schuldenfreien Vereine. Außerdem verstößt der Schalker Vorschlag evident gegen europäisches Recht.
 
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,655387,00.html

Das ist ein Scherz, oder?
Wäre der Antrag von einer Mannschaft gekommen, die in den letzten Jahren gut gewirtschaftet hätte, könnte ich es ja noch verstehen, aber erst schlecht wirtschaften und dann so etwas einreichen, ist schon recht peinlich...

Wieso Scherz? Klingt für mich logisch:

...Der FC Schalke 04 hat bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) ein Kosten-Kontrollsystem beantragt....

Wer jahrzehntelang ohne Kosten-Controlling auskommen musste, der freut sich halt, wenn ab und zu mal jemand nach dem Rechten sieht, und wenn's die DFL ist :D Klassisches Stabstellen-Outsourcing sozusagen.
 
Nur mal angenommen unser Greenkeeper furzt bei der Arbeit: was würdet ihr dann hier kommentieren? Schalke pleite-Angestellte bekommen ihr Geld nicht -müssen um nicht zu verhungern schon Gras vom Rasen fressen?
Mal unabhängig davon, das es der S04 vorgeschlagen hat:Wie steht ihr denn ,nachdem einige die Hasskappe abgenommen haben, zu einen solchen Vorschlag?
 
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