zu 1). Finanzielle Bedrängnis definiere ich mal als Liquiditätsproblem. Wenn du was anderes meinst, definiere den Begriff bitte.
---------------------
EK und Schuldenstand haben erst mal gar nichts mit finanzieller Bedrängnis zutun. Es kommt vielmehr darauf an, welche Fristigkeiten die Verbindlichkeiten haben, und ob die fälligen Zahlungen bedient werden können. Entscheidend dafür wird sein, ob entsprechende Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit erwirtschaftet werden können, oder ob ggf. Finanzmittel aus der Finanzierungstätigkeit generiert werden können.
>> Na ja. Wenn mein Eigenkapitel 10.000 Euro beträgt, ich dazu 100.000 Euro Kredite abzustottern habe (meinswegen für ein Haus) dann kann ich es doch drehen wie ich will: ich schulde dem Kreditgeber 100.000 Euro, unabhängig davon, welche Fristen ich einzuhalten habe. Ich persönlich würde mich da schon in finanzieller Bedrängnis fühlen...und wenn schon Gelsenkirchen den Verein sponsoren muss, wo soll der Verein dann selber noch Mittel herzaubern?
Entscheidend ist alleine, ob Schalke in Zukunft seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen kann. Und zur Beantwortung dieser Fragen hast du keine Fakten vorgetragen.
>> Schalke selbst hat zugegeben, zu erwartende Einkünfte bereits verpfändet zu haben. Ob die finanziellen Verpflichtungen erfüllt werden können, wozu Fakten? Das liegt doch alles in der Zukunft und hängt von vielen einzelnen Faktoren ab, als dass man jetzt mit Tatsachen jonglieren kann. Lass nur mal einen Kreuzbandriss bei Neuer eintreten und schon wackelt das Gefüge. Was, wenn es Zoff innerhalb der Mannschaft gibt? Was wenn das nächste Schneechaos dann das halbe Dach des Stadion hinweg rafft? Dann wird das Geld umgeschichtet werden müssen.
zu 2). Es ist richtig, dass die aufgeführten Punkte wie z.B. möglicher Zuschauerrückgang, möglicher Wegfall von Fernsehgeldern oder ausbleibender sportlicher Erfolg erhebliche Risiken in sich bergen. Aber das gilt definitiv nicht nur für Schalke. Die Textpassagen sind sehr allgemein gehalten. Darauf hinzuweisen ist Pflicht! Aber wer weiß schon, wie sich diese Dinge entwickeln.
>> natürlich tragen bezüglich Zuschauerrückgang/ Fernsehgelder alle Vereine grundsätzlich ein Risiko, aber der Großteil kann sich ja doch wohl auf gesicherten Reserven zurücklehnen und demzufolge ist das wirtschaftliche Risiko geringer einzuschätzen. Bei Bayern wäre beim Rausflug in der CL Gruppenphase der Stolz angekratzt, aber den finanziellen Verlust werden die sicher besser verkraften als Schalke.
Die Schlüsse, die du daraus ziehst, sind aber sehr einseitig und nicht zutreffend. Du willst ja auch nur Schlechtes sehen, klar...
P.S. Dass der Weg von Magath risikoreich ist, streite ich nicht aber. Die Beiträge, die es hier in den letzten Tagen aber geregnet hat, sind aber größtenteils Blödsinn, tendenziös und nicht begründet.
>> warum sind die Beiträge, die sich m.E. durchaus ordentlich und begründend mit der Situation befassen, Blödsinn? Weil sie nicht von eingefleischten Schalkern stammen und durchaus skeptischer Natur sind?
Wenn einer so sinnbefreit um sich drum herum kauft, weckt das bei einem hoch verschuldeten Verein nun mal bei allen Betrachtern eher Skepsis statt Begeisterung. Wobei ich begeistert wäre, wenn der Verein dabei absäuft.