Wenn jmd. über entsprechende Qualifikation verfügt, ist so etwas vollkommen legitim, denn es kann (nicht nur im Profi-Fußball) vorteilhaft sein, wenn man mit vertrauten Leuten zusammenarbeitet. Aber so eine Verpflichtung allein aus einer alten Seilschaft heraus ist mehr als fragwürdig.
Denkt man heute drüber nach, hätten wir eigentlich Gisdol als Interimstrainer
nehmen müssen.
Er hat schon unter Stevens die ganz Taktik bestimmt und erläutert, war dafür in hohem Maße verantwortlich.
Da aber Heldt unbedingt seinen Kumpel Keller aus alten Stuttgarter Zeiten
haben wollte, war Gisdol im Weg.
Es hätte ein Kompetenzgerangel gegeben, daß kontraproduktiv gewesen wäre. Also wurde Gisdol mit Stevens entlassen.
Schaut man heute nach Hoffenheim, was Gisdol aus der letztjährigen Trümmertruppe (bis jetzt) gemacht hat, könnte man vor Neid erblassen.
Und: Nicht von ungefähr kommt Gisdol aus der Ralf Rangnick-Schule.


ab.