Das Defensivproblem der Bayern liegt darin, dass sie zur Zeit eine Fähigkeit verloren haben die sie nach der Corona-Pause zu so einer fast schon (sportlich) erschreckenden Maschine gemacht hat: Bayern München war ein beeindruckendes Pressingmonster, was die vorne angelaufen sind, egal gegen welchen Gegner und bei welchem Spielstand, war einfach nur krass. Fehlt das aber, müssen sie plötzlich etwas tun was sie offenbar verlernt haben: Verteidigen. Sie stehen immer noch so hoch wie vor Monaten aber spielen eben nicht mehr mit diesem extremen Druck und dann reicht halt mal so ein Pass wie heute auf Fin zum 1:1 der mich an unser 0:1 gegen Union erinnert hat. Normalerweise gewinnen sie aufgrund der individuellen Klasse trotzdem, Müller hat vollkommen recht mit dem fehlenden Spielglück, die Flipper in der Verlängerung führen normalerweise zu einem Tor aber heute eben nicht. Vermutlich hätte Bayern heute locker 4:0 oder so gewonnen wenn sie einfach nur solide und kompakt hinten drin gestanden hätten und auf Fehler warten, aber das ist eben nicht ihr Spiel, nicht ihr Selbstverständnis. Und dann innerhalb eines Spieles umschalten wenn es nicht so läuft, gelingt nicht mal der zur Zeit besten Mannschaft der Welt mal eben so. Kann man mal im Hinterkopf behalten wenn die Kritik an unserer eigenen Spielweise wieder laut wird. Will sagen, was uns selbst angeht: Weiter so mit der kompakten Spielweise wie gegen Leverkusen. Vielleicht nicht unbedingt so bedingungslos defensiv ausgerichtet, aber vom Grundsatz.