Bremen
Moderator
@Berliner69
zu Deinem Beitrag #26615 vielerlei Zustimmung. Dennoch sind Vermutungen dieser Art
Daß eine solche Nähe des Förderers eines Vereins zum DFB von den Fans anderer Clubs zumindest kritisch gesehen wird, ist somit nicht verwunderlich, auch wenn das selbstverständlich kein Freibrief für Beleidigungen sein darf. Ähnlich "dick" war ja schon die Bindung des DFB Anfang dieses Jahrtausends zum damaligen Co-Sponsor Bayer Leverkusen, deren Kandidatur als WM-Stadion vom DFB angenommen wurde, obwohl das Fassungsvermögen weit unter der von der FIFA geforderten Mindestkapazität von 40.000 Plätzen lag. Und unter diesem Aspekten ist auch Sondergenehmigung für RB Leipzig nicht verwunderlich. Der DFB dreht sich offenbar gerne in den Wind, aus dem Geld oder andere Vergünstigungen wehen.
In dieses Bild passt leider auch, daß der DFB sich erst bei den gegen Hopp gerichtete Schmähungen aus seinem Elfenbeinturm meldete. Warum haben die Herren nicht schon bei anderen Diskriminierungen wie Rassismus, Homophobie und Sexismus eine solche klare Kante gezeigt? Denn anders als die hanebüchene Äußerung von DFB-Präsident Keller im ASS, daß der Stadion-Rassismus in England und den Niederlanden schon länger präsent sei und sich dort deshalb schon eher um gegensteuernde Maßnahmen gekümmert habe, ist der Rassismus in deutschen Stadien wahrlich kein Phänomen der jüngeren Vergangenheit; denn dort hallten schon Affenlaute in Richtung farbiger Spieler, als Souleymane Sane, der Vater von Leroy Sane, noch selbst in der 1. bzw. 2. Bundsliga kickte.
Hiermit will ich die Beleidigungen gegen Hopp in keinster Weise relativieren oder gar legitimieren, aber es wirft kein gutes Licht auf die Herren von DFB/DFL, daß sie bei massiven Diskriminierungen erst Farbe bekannten, nachdem diese einen Menschen aus ihrem Dunstkreis betrafen.
zu Deinem Beitrag #26615 vielerlei Zustimmung. Dennoch sind Vermutungen dieser Art
gänzlich nicht unbegründet, denn die Bindung zwischen Hopp und dem DFB ist schon auffallend eng:Aber ich glaube nicht, dass Hopp die DFL oder DFB dahingehend "beeinflusst (gekauft?)" hat, daß es plötzlich doch Kollektivstrafen gegen den BVB verhängte, zumal diese zustimmten, dass die Bewährung ausgesetzt wurde.
QuelleDietmar Hopp und seine Familie wurden hofiert, Klinsmann, Bierhoff, Löw, Beckenbauer – die Großen der Branche schauten vorbei [...]Das Hopp-Imperium hat großen Einfluss im DFB. Die mit ihm noch immer verbundene SAP betrieb Datenbankprojekte für den DFB, ist auch in der neuen Akademie engagiert, es gibt Verbindungen des Verbandes zu Firmen von Hopp, die in der biotechnologischen Forschung tätig sind. Sinsheim wurde Länderspielort, in Hopps Golfhotel in Südfrankreich fand die EM-Vorbereitung der Nationalmannschaft 2012 statt. Den Söhnen Daniel und Oliver gehören 21 Prozent der Hotelkette Motel One – die bei Fußballfans sehr beliebt ist.
Daß eine solche Nähe des Förderers eines Vereins zum DFB von den Fans anderer Clubs zumindest kritisch gesehen wird, ist somit nicht verwunderlich, auch wenn das selbstverständlich kein Freibrief für Beleidigungen sein darf. Ähnlich "dick" war ja schon die Bindung des DFB Anfang dieses Jahrtausends zum damaligen Co-Sponsor Bayer Leverkusen, deren Kandidatur als WM-Stadion vom DFB angenommen wurde, obwohl das Fassungsvermögen weit unter der von der FIFA geforderten Mindestkapazität von 40.000 Plätzen lag. Und unter diesem Aspekten ist auch Sondergenehmigung für RB Leipzig nicht verwunderlich. Der DFB dreht sich offenbar gerne in den Wind, aus dem Geld oder andere Vergünstigungen wehen.
In dieses Bild passt leider auch, daß der DFB sich erst bei den gegen Hopp gerichtete Schmähungen aus seinem Elfenbeinturm meldete. Warum haben die Herren nicht schon bei anderen Diskriminierungen wie Rassismus, Homophobie und Sexismus eine solche klare Kante gezeigt? Denn anders als die hanebüchene Äußerung von DFB-Präsident Keller im ASS, daß der Stadion-Rassismus in England und den Niederlanden schon länger präsent sei und sich dort deshalb schon eher um gegensteuernde Maßnahmen gekümmert habe, ist der Rassismus in deutschen Stadien wahrlich kein Phänomen der jüngeren Vergangenheit; denn dort hallten schon Affenlaute in Richtung farbiger Spieler, als Souleymane Sane, der Vater von Leroy Sane, noch selbst in der 1. bzw. 2. Bundsliga kickte.
Hiermit will ich die Beleidigungen gegen Hopp in keinster Weise relativieren oder gar legitimieren, aber es wirft kein gutes Licht auf die Herren von DFB/DFL, daß sie bei massiven Diskriminierungen erst Farbe bekannten, nachdem diese einen Menschen aus ihrem Dunstkreis betrafen.
oder haben DFB/DFL gemerkt, dass man vollkommen übers Ziel hinausgeschossen hat?
