FC Bayern München

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Viele finden die Bayern scheiße, aber warum eigentlich?


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@Berliner69

zu Deinem Beitrag #26615 vielerlei Zustimmung. Dennoch sind Vermutungen dieser Art
Aber ich glaube nicht, dass Hopp die DFL oder DFB dahingehend "beeinflusst (gekauft?)" hat, daß es plötzlich doch Kollektivstrafen gegen den BVB verhängte, zumal diese zustimmten, dass die Bewährung ausgesetzt wurde.
gänzlich nicht unbegründet, denn die Bindung zwischen Hopp und dem DFB ist schon auffallend eng:
Dietmar Hopp und seine Familie wurden hofiert, Klinsmann, Bierhoff, Löw, Beckenbauer – die Großen der Branche schauten vorbei [...]Das Hopp-Imperium hat großen Einfluss im DFB. Die mit ihm noch immer verbundene SAP betrieb Datenbankprojekte für den DFB, ist auch in der neuen Akademie engagiert, es gibt Verbindungen des Verbandes zu Firmen von Hopp, die in der biotechnologischen Forschung tätig sind. Sinsheim wurde Länderspielort, in Hopps Golfhotel in Südfrankreich fand die EM-Vorbereitung der Nationalmannschaft 2012 statt. Den Söhnen Daniel und Oliver gehören 21 Prozent der Hotelkette Motel One – die bei Fußballfans sehr beliebt ist.
Quelle

Daß eine solche Nähe des Förderers eines Vereins zum DFB von den Fans anderer Clubs zumindest kritisch gesehen wird, ist somit nicht verwunderlich, auch wenn das selbstverständlich kein Freibrief für Beleidigungen sein darf. Ähnlich "dick" war ja schon die Bindung des DFB Anfang dieses Jahrtausends zum damaligen Co-Sponsor Bayer Leverkusen, deren Kandidatur als WM-Stadion vom DFB angenommen wurde, obwohl das Fassungsvermögen weit unter der von der FIFA geforderten Mindestkapazität von 40.000 Plätzen lag. Und unter diesem Aspekten ist auch Sondergenehmigung für RB Leipzig nicht verwunderlich. Der DFB dreht sich offenbar gerne in den Wind, aus dem Geld oder andere Vergünstigungen wehen.

In dieses Bild passt leider auch, daß der DFB sich erst bei den gegen Hopp gerichtete Schmähungen aus seinem Elfenbeinturm meldete. Warum haben die Herren nicht schon bei anderen Diskriminierungen wie Rassismus, Homophobie und Sexismus eine solche klare Kante gezeigt? Denn anders als die hanebüchene Äußerung von DFB-Präsident Keller im ASS, daß der Stadion-Rassismus in England und den Niederlanden schon länger präsent sei und sich dort deshalb schon eher um gegensteuernde Maßnahmen gekümmert habe, ist der Rassismus in deutschen Stadien wahrlich kein Phänomen der jüngeren Vergangenheit; denn dort hallten schon Affenlaute in Richtung farbiger Spieler, als Souleymane Sane, der Vater von Leroy Sane, noch selbst in der 1. bzw. 2. Bundsliga kickte.

Hiermit will ich die Beleidigungen gegen Hopp in keinster Weise relativieren oder gar legitimieren, aber es wirft kein gutes Licht auf die Herren von DFB/DFL, daß sie bei massiven Diskriminierungen erst Farbe bekannten, nachdem diese einen Menschen aus ihrem Dunstkreis betrafen.
 
Hier mal eine wirklich sehr gute Sicht aus verschiedenen Perspektiven. Die ersten knapp 45 Minuten sind hier interessant. Wen das Thema dann auch tatsächlich interessiert:

Ich hab mir jetzt mal einen Teil (fast 50 minuten - für mehr reicht meine Zeit heute einfach nicht, aber das Thema wurde dann auch erst mal abgeschlossen) angeguckt. Am liebsten hätte ich schon während dem Video geschrieben, weil mir die ein oder andere Ausführung einer Verharmlosung gleichkam: Unter anderem (sinnhaft): Wenn man erwartet, dass sich eine Gruppe, die überwiegend Jugendlich geprägt ist, auf Nietzsche-Niveau ausdrückt... das ist gelinde gesagt Blödsinn! Es gibt Grenzen und die gelten für alle!
Im Nachhinein bin ich aber froh, dass ich nicht direkt auf die ein oder andere Sache reagiert habe, da im Laufe der Diskussion einges relativert und eingeordnet wurde, auch wenn ich die grundsätzliche Tendenz als falsch empfinde: Wenn ich jetzt ein neutraler Zuschauer (ggf. aus einem anderem Land) wäre, könnte in mir die Meinung aufkommen, dass die Fans einfach Opfer vom bösen DFB sind. Es wurde gesagt, dass der DFB bewusst eine Eskalation in Kauf nahm und nimmt?! Auf der anderen Seite die Ultras doch auch, unter anderem indem man, um evtl. eine höheres Ziel zu verfolgen, eine Person aus der vermeintlichen Elite nimmt und diese beleidigt/beschimpft/bedroht?! Heiligt hier der Zweck die MIttel? Wo ist da die Grenze?! Mir fehlte ein Stück weit, dass die Fans/Ultras mehr in die Verantwortung genommern werden.

Allerdings fand ich die Analyse bzw. das Weiterspielen des Gedankens wideum sehr gut. Und hier wurde die Rolle des DFB und das zukünfitge Problem des DFBs sehr schön beschrieben (hier im Forum unter anderem auch schon mal angedeutet):
1) Warum wird erst jetzt so entschieden von DFB-Seite reagiert?! - grundsätzlich sage ich: hautpsache es wird "endlich" mal konsequent reagiert! Aber das "Warum?" bleibt... oder wie Tony sagte: es hat ein Geschmäckle
2) An den Worten/Taten müssen Sie sich messen lassen... was passiert bei Beleidigungen gegen einzelne Spieler?! Gegen den Schiri?! Homophobe und rassistische Äußerungen haben welche Konsequenz? Entscheidet der Schiedsrichter, wann der 3-Stufenplan "begonnen"! wird oder kann dazu sogar auch der VAR beitragen. Oder andere offizielle vom DFB, die in jedem Stadion "zu Gast" sind?!
3) Wie sieht im Endeffekt die Wertung nach einem nach dem 3-Stufen-Plan abgebrochenen Spiel aus?! Und was passiert, wenn eine Mannschaft, bspw. auf Grund von Rassistischen Äußerdungen geschlossen den Platz verlässt um den eigenen Spieler zu schützen?!
4) Ultima Raito? Welchen Ausweg hat der DFB wenn sich in den kommenden Wochen nichts ändert oder sogar noch verschärft?!

Es bleibt spannend
 
Bei einem Jugendspiel mit Hertha sind die Herthaspieler wegen rassistischer Verunglimpfungen vom Platz gegangen. Das Spiel wurde gegen Hertha gewertet. Und unser Präsident Keller sagt dazu, dass können wir nicht anders entscheiden wegen Statuten der UEFA.
Ein anderer Fall ist der F. C. Chemnitz, wo 300 Nazis teilweise machen können, was sie wollen, weil sie mit Gewalt drohen oder diese Gewalt sogar anwenden. Kein DFB, kein Landesverband noch der Staat schreitet ein.
 
Im Prinzip ist es gar kein richtiges Fußballproblem
Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.

Im Zeitalter von verlogener Politik, des Ausspielens Jung gegen Alt, fehlender Mediziner, Erzieher, Pflegekräfte, Polizisten, Richter, von Verbagatellisierung von Straftaten, fehlendem Breitbandausbau und fehlender Infrastrukturen in ländlichen Gebieten, eines maroden Straßen- und Schienenetzes, eines hochkriminellen Finanzwesens und, und, und, bildet sich immer mehr Dampf unter dem Kessel.

Steigende Diäten der Politiker und sinkende Einkommen der Geringverdiener, unter dem Existenzminimum lebende Rentner, an der Armutsgrenze lebende Alleinerziehende kommen noch hinzu.
Dazu kommt das sehr differenziert zu sehende Thema der Migration.
Zu all dem kommt nun noch die Fußballszenerie mit einem korrupten und hochkommerzialisierten DFB hinzu.

Wahrlich genug gesellschaftlicher Sprengstoff.

Die Fußballstadien bilden da eine prima Plattform, die angestaute gesellschaftliche Wut herauszulassen.
Teils mit zu respektierenden, teils mit nicht zu tolerierenden Mitteln.

Dieses Handeln ist eigentlich nichts anderes, als das, was sich derzeit in der Parteienszene bei Wahlen abspielt.
Protestwahlen, Proteste in den Stadien in immer massiverer Form, Gewaltorgien im Internet und vieles anderes mehr, sind Ausdruck unserer vielfältigen gesellschaftlichen Probleme.
Probleme, die seitens der Politik kleingeredet oder von ihr, entgegen andauernden Versprechungen, nichts zur Besserung getan wird.

Aus diesem Grund befürchte ich, dass die Fanproteste erst am Anfang stehen, jetzt erst die Spitze es Eisberges zu sehen ist.
Vom DFB und dessen kindlich-naiven Präsidenten, Herrn Keller, sind ebensowenig innovative und realistische Lösungsvorschläge zu erwarten, wie das seitens der Politik nicht erwartbar ist.

Eine schlimme Vorstellung.
 
@fussball09
eine gute Allgemeinsicht auf die Dinge.
Zurück aber zum Thema und keine Vermengung sondern mMn eine differenzierte
Betrachtungsweise. Hier wird immer und ständig von Doppelmoralisten angeführt...
...….niemand könne, wenn nicht selbst betroffen, Empfindungen bewerten …..
Dann sollten wir den Menschen auch zugestehen, dass sie sich beleidigt oder bedroht
fühlen!
Wo ist hier die Zivilcourage die eingefordert wird? Einfach drei Schritte nach links machen
und die Hater sind zumindest isoliert.
Was ist geschehen? Dietmar Hopp wurde wiederholt beleidigt und indirekt bedroht.
Es haben sich die Gästefunktionäre mit dem Gastgeber solidarisiert und ihm somit
den Rücken gestärkt. Kann man werten wie man will, Heuchelei oder glaubhafte
Willensbekundung. Die Fans (Ultras und Sympathisanten) waren nicht bereit die
Spruchbänder abzuhängen, auch nicht nach massiven Protesten der eigenen Funktionäre
und Spieler. Eigentlich hatten sie doch jetzt ihre Aufmerksamkeit, aber
Fakt ist weiter, die 22 Spieler haben sich ebenfalls solidarisiert und das Spiel "demonstrativ
freundschaftlich" beendet.
Dies war mMn ein starker Solidarisierungsbeitrag von Spielern, Funktionären und auch
Zuschauern für eine nicht mehr tragbare Situation, bezogen auf die Person DH.
Es ist wie es ist, im Nachgang werden ständig irgendwelche Rechtfertigungsgründe
herangeführt, um strafbare Handlungen zu entwerten oder zu relativieren.
Im ersten Schritt sollte man die Handlung bewerten und im zweiten Schritt kann/muss man
dann tiefer in die Thematik einsteigen.
Ich hatte es bereits in einem anderen Post beschrieben. Diese ständigen Beleidigungen
hatte man mittlerweile so als gegeben hingenommen und nun ist man völlig entsetzt das
eine solche Reaktion folgt. Wie verhält es sich den in anderen Situationen? Da werden
unterschwellige rassistische Äußerungen über Jahre hingenommen, dann werden
Menschen getötet, Häuser in Brand gesetzt oder Menschen mit Migrationshintergrund
gemobbt und der Aufschrei ist groß. Ja, diese Dinge passieren eben auch, weil wir vielen
Dingen nicht von vornherein entsprechend begegnen. Die Vergleiche sind vielfach zu führen.
Nach der Clanproblematik, nach Hanau fragen wir uns, was haben wir versäumt und oftmals
heißt das Resultat, hätten wir doch früher dem Einhalt geboten.
Zurück zum Thema, den Ultras ist es doch gelungen das Thema abzuleiten und vom Ausgangs-
punkt abzulenken.
Es bleibt aber bei Beleidigungen und Bedrohung gegen eine Person.
Warum und wieso die Ultras vereinsübergreifend eine solche Aktion (nächste Eskalation) gegenüber
DH entgegenbringen ist ein anderes Kapitel und nicht im Zusammenhang zu werten.
Die Ultras hätten doch den DFB als Institution weiter attackieren können. Ich denke da gibt es
reichlich Diskussionspunkte. Meine Frage ist hier allerdings auch, warum sich die Ultras nicht mit
ihren Vereinen gegen DFL/DFB wehren?? Ja, weil auch die Vereine zu sehr vom Topf DFL/DFB
abhängig sind. (TV-Gelder/Auslandsvermarktung etc.)
Man stellt sich aber auch bereits die Frage, ob die Ultras nicht ein gewisses Bedrohungspotential
für die Vereine darstellen??? Da wird teilweise mit einem großen Selbstverständnis die Kurve
"als rechtsfreier Raum" gesehen. Außerdem stellen sich Teile der Ultrabewegungen als politischer
gewaltbereiter Arm der Linken und der Antifa. Es ist somit eine gute Möglichkeit identische Themen
auch in die Stadien zu transportieren.
 
Ist Manuel Neuer jetzt eigentlich ein Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) oder haben DFB/DFL gemerkt, dass man vollkommen übers Ziel hinausgeschossen hat?
 
Was ist eigentlich wenn die Mutter des vermeintlich beschimpften Spielers/Funktionärs tatsächlich dem horizantalen Gewerbe nachgeht/ging, ist es dann noch eine Beleidigung?
Ich meine, wer kennt denn die Mutter vom Hopp und was die in ihrer Jugend so gemacht hat?
Hat da mal jemand drüber nachgedacht????????????????????
 
Da bin ich bei dir. Nur macht es für mich einen qualitativen Unterschied ob ich mich freiwillig bei einer Firma "nackig" mache die mich für Werbung und damit Geld durchleuchtet, oder beim Staat und damit dem Gewaltmonopol, dass mich bei missinterpretation direkt mal einsperren kann.

Ich weiß, was Du meinst und will nicht zu detailliert darauf eingehen, aber z.B. mit Besitz von Handy, Email oder Bankkarte bietet man im Prinzip schon 3 hervorragende Möglichkeiten der "Durchleuchtung". Und nicht nur durch die Firmen, die für die Produkte verantwortlich sind, sondern auch durch den Staat bzw. seine verschiedenen Stellen. Und das kann im ungünstigsten Fall durchaus zu einer Fehlinterpretation führen und Schritte nach sich ziehen, die man als unbescholtener Bürger nicht für möglich hält. Soviel zur "Freiwilligkeit".
 
Ist Manuel Neuer jetzt eigentlich ein Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) oder haben DFB/DFL gemerkt, dass man vollkommen übers Ziel hinausgeschossen hat?

Nein, Manuel Neuer ist ebenso kein Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) wie du es auch nicht bist! Manuel Neuer wird aber auch nicht "republikweit" mit
Konterfei im Fadenkreuz abgebildet. Wie gesagt, irgendwann muss man dem Treiben Einhalt gebieten.
 
Im Grunde sind wir doch alle Hurensöhne oder Hurentöchter. Hure heißt Frau. Also, Ihr Hurenkinder, wo liegt hier der Hund begraben? Man sollte die Deutsche Sprache mal auf Vorderfrau bringen, damit die Verbal(l)hornung nicht weiter hopp genommen werden kann.

Sommertheater meets Winterschmierenkomödie.

FC Bayerner/innen sind braun. Nicht weil es Nazis wären - nee. die sind einfach nur Scheiße.
 
Nein, Manuel Neuer ist ebenso kein Ups, ich muss meine Wortwahl ändern ;) wie du es auch nicht bist! Manuel Neuer wird aber auch nicht "republikweit" mit
Konterfei im Fadenkreuz abgebildet. Wie gesagt, irgendwann muss man dem Treiben Einhalt gebieten.

Tja, man hat aber eben NICHT überall das Spiel unterbrochen, wo es um das Fadenkreuz ging. Um fadenscheinliche und peinliche Erklärungen ist man seitens der DFL und des DFB ja nicht verlegen, um den heiligen Herrn Hopp zu schützen. Aber ein Manuel Neuer ist eben kein Herr Hopp, also hat man auch nicht eingegriffen.
 
Hätte nach Kovac wohl auch fast jeder andere Coach geschafft.... Das 1:5 in Frankfurt war fast schon Arbeitsverweigerung
Natürlich, Flick ist doch kein Wundertrainer...Was ist denn seine Handschrift?
Die haben gegen Kovac gespielt und auch Tiger Gerland hätte die dahin geführt wo sie jetzt sind.
Guardiola oder van Gaal haben da einen Stil geprägt.
Sicher,Heynckes hat mit denen die Champions League gewonnen aber für welche Art von Fussball stand er?
Bin bei Flick nach wie vor skeptisch,der kann mit den Leuten gut und ist natürlich auch kein Vollblinder.
Mal sehen,wie das weiter geht,
wenn 2040 wieder der Ball rollt.
 
Natürlich, Flick ist doch kein Wundertrainer...Was ist denn seine Handschrift?
Die haben gegen Kovac gespielt und auch Tiger Gerland hätte die dahin geführt wo sie jetzt sind.
Guardiola oder van Gaal haben da einen Stil geprägt.
Sicher,Heynckes hat mit denen die Champions League gewonnen aber für welche Art von Fussball stand er?
Bin bei Flick nach wie vor skeptisch,der kann mit den Leuten gut und ist natürlich auch kein Vollblinder.
Mal sehen,wie das weiter geht,
wenn 2040 wieder der Ball rollt.

Das ist die Kernkompetenz die man in München braucht. Spieler und Verein bei Laune halten, dann läuft es in Deutschland von alleine und international ist ggfs. mal ein Jahr wie unter Heynkes drin... das war auch die Stärke von letztgenannten...
 
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