FC Bayern München

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Viele finden die Bayern scheiße, aber warum eigentlich?


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Was ist eigentlich mit dem Maulwurf, der aus dem Team fliegen sollte?

Von Uli Hoeneß habe ich ein paar Tage nichts mehr gehört. War er der Maulwurf? Wurde er jetzt von Pep aus dem Verein geschmissen? Darf er deshalb keine Elfmeter mehr schießen?
 
Wenn ein Verein über 200 Millionen Euro für Spielergehälter aufwenden kann, ist das doch nur die logische Konsequenz. Das wird auch so weitergehen, es sei denn, Winterkorn und/oder Hopp werden richtig größenwahnsinnig.

Das ist mehr als nur Geld allein. Das ist auch überragende Arbeit. Das muss man anerkennen.
In jedem Spiel so motiviert und konzentriert zu sein, dass man jeden Gegner Ernst nimmt und nie nachlässt und zudem so ein Starensemble bei Laune hält... Respekt. Da wurde perfekt gearbeitet.
 
Das ist mehr als nur Geld allein. Das ist auch überragende Arbeit. Das muss man anerkennen.
In jedem Spiel so motiviert und konzentriert zu sein, dass man jeden Gegner Ernst nimmt und nie nachlässt und zudem so ein Starensemble bei Laune hält... Respekt. Da wurde perfekt gearbeitet.

Richtig, Stars zu kaufen, entsprechende Mittel vorausgestzt, ist einfach. Diese zu einer so funktionierenden Einheit zu formen und bei Laune zu halten, dagegen nicht.
 
Das ist mehr als nur Geld allein. Das ist auch überragende Arbeit. Das muss man anerkennen.
In jedem Spiel so motiviert und konzentriert zu sein, dass man jeden Gegner Ernst nimmt und nie nachlässt und zudem so ein Starensemble bei Laune hält... Respekt. Da wurde perfekt gearbeitet.
Das ist völlig richtig, ändert aber an der Grundproblematik nichts. Wird bei Bayern gut gearbeitet, wird der Verein mit 15 Punkten Vorsprung Meister. Wird bei Bayern schlecht gearbeitet, wird der Verein eben nur mit zwei Punkten Vorsprung Meister. Und wird bei Bayern sehr schlecht gearbeitet, wird der Verein ausnahmsweise nur Zweiter oder Dritte.

Monopolstrukturen sind für den Sport nie gut und vor allem für die Bundesliga nicht gut. Im Sommer verliert Dortmund (das selbst schon riesige finanzielle Möglichkeiten hat, die aber eben nicht ausreichen) wieder mal den besten Spieler an Bayern, dann werden die Monopolstrukturen noch weiter zementiert. Irgendwann wird der Fußballfan aber das Interesse an der Bundesliga verlieren und in 10 Jahren wird es entweder Ausgleichssysteme wie im US-Profisport geben, die für mehr Wettbewerb und Spannung sorgen, oder aber die Einführung einer Europaliga.
 
Irgendwann wird der Fußballfan aber das Interesse an der Bundesliga verlieren und in 10 Jahren wird es entweder Ausgleichssysteme wie im US-Profisport geben, die für mehr Wettbewerb und Spannung sorgen, oder aber die Einführung einer Europaliga.

Es gab immer Phasen, in denen die Bayern die Liga dominiert haben (5 von6 Meisterschaften zwischen 84/85 und 89/90, 5 von 7 Titeln zwischen 96/97 und 02/03), das hat dem Interesse an der Buli aber keinen Abbruch getan, denn es gibt zum Glück noch viele Fans anderder Verine - anders als z.B. in Portugal, wo ca. 1/3 der Fußballfans Anhänger von Benfica ist.

Ein Ausgleichssystem ist imho aber nur dann durchsetzbar, wenn es für die gesamte UEFA gilt - sofern ein solcher Eingriff in den Markt überhaupt mit dem EU-Recht vereinbar ist. Aber durch den Einfluß der finanzstarken Clubs und der Geldgier der UEFA halte ich das für ziemlich unwahrscheinlich.
 
Es gab immer Phasen, in denen die Bayern die Liga dominiert haben (5 von6 Meisterschaften zwischen 84/85 und 89/90, 5 von 7 Titeln zwischen 96/97 und 02/03), das hat dem Interesse an der Buli aber keinen Abbruch getan, denn es gibt zum Glück noch viele Fans anderder Verine - anders als z.B. in Portugal, wo ca. 1/3 der Fußballfans Anhänger von Benfica ist.
Das waren aber temporäre Phasen, in denen das finanzielle Gefälle in der Bundesliga bei weitem nicht so groß war wie heute. Damals waren Ajax und Co. nicht nur Sparringpartner, sondern ernsthafte Teilnehmer der europäischen Vereinswettbewerbe. Heute spielt das Geld eine viel größere Rolle als damals. Und deshalb handelt es sich diesmal auch nicht um eine temporäre Phase.

Man muss das Ganze doch nur mal bei Comunio durchspielen. Manager 1 erhält 200 Millionen Spielgeld (analog zu den Bayern), Manager 2 bis 5 zwischen 50 und 90 Millionen (analog zu Dortmund, Wolfsburg, Schalke und Leverkusen) und die übrigen Manager zwischen 15 und 45 Millionen. In 95 Prozent der Fälle wird Manager 1 bei Comunio gewinnen und durch den Titel (Punktprämien) noch reicher.

Das soll gar nicht die sehr gute Arbeit von Heynckes und Guardiola in Abrede stellen, aber ein Problem für die Attraktivität der Bundesliga sind solche Monopolstrukturen auf Dauer schon.
Ein Ausgleichssystem ist imho aber nur dann durchsetzbar, wenn es für die gesamte UEFA gilt - sofern ein solcher Eingriff in den Markt überhaupt mit dem EU-Recht vereinbar ist. Aber durch den Einfluß der finanzstarken Clubs und der Geldgier der UEFA halte ich das für ziemlich unwahrscheinlich.
Ein Ausgleichssystem in Form einer Luxussteuer wäre europarechtlich zulässig und könnte auch auf nationaler Ebene durch einen entsprechenden Beschluss des Ligaverbandes durchgesetzt werden. Aber natürlich sollte ein solches Modell analog dazu auch in Spanien, Italien, England und ggf. Frankreich eingeführt werden. Dafür muss man aber erst einmal damit beginnen, in diesen Ländern um entsprechende Mehrheiten zu werben.
 
@mabo:

In Frankreich gibt`s seit der "Regierung Hollande" doch schon so etwas wie "Luxus- bzw. "Reichensteuer": Mal sehen, welche Auswirkungen es auf den französichen Fußball haben wird.

Ansonsten volle Zustimmung!

Bayern hat fast immer in den Phasen, in denen sie nicht Meister waren, mit der Schwächung des direkten Konkurrenten reagiert. Das sind für micht größtenteils eben "erkaufte Titel". Mit gutem Sport hatte es oftmals nur am Rande zu tun.

Derzeit ernten sie, eigentlich erstmals seit den glorreichen 70er Jahren, wirklich die Früchte der eigenen guten Arbeit, insbesondere dank der durch Breitner "angeschobenen" Jugendarbeit.
 
@mabo:

In Frankreich gibt`s seit der "Regierung Hollande" doch schon so etwas wie "Luxus- bzw. "Reichensteuer": Mal sehen, welche Auswirkungen es auf den französichen Fußball haben wird.

Monaco ist schon aufgrund seines Staus Steuerparadies ausgeklammert worden. Dort ist auch ein Oligarch am Werke, der sich seinen "Fussballtraum" verwirklicht.
Es bleibt bei der 50+1 Regel in D, die mit WOB, Lev, demnächst Hoffenheim und 2017 mit Hannover ausgehebelt sein wird. Eigentlich ist sie schon gar nicht mehr richtig geschaltet, vgl. RB Leipzig und deren Geldmittel.
 
Monaco ist schon aufgrund seines Staus Steuerparadies ausgeklammert worden. Dort ist auch ein Oligarch am Werke, der sich seinen "Fussballtraum" verwirklicht.
Das ist das eine Problem und das andere ist eben, dass es sich in Frankreich um eine staatliche Steuer handelt, die bis auf Monaco alle Vereine trifft und die eben nicht zu einer Umverteilung, sondern zu einer Abschöpfung führt. Wenn wie in Frankreich fast alle Erstligavereine 5 % Sondersteuer an den Staat entrichten müssen, ändert sich an dem Verhältnis der Umsätze ja national nichts (und international ist man dadurch im Nachteil).

Mit Ausgleichsmechanismen wie im US Profisport hat die Hollande Steuer nichts zu tun.
 
Das waren aber temporäre Phasen, in denen das finanzielle Gefälle in der Bundesliga bei weitem nicht so groß war wie heute. Damals waren Ajax und Co. nicht nur Sparringpartner, sondern ernsthafte Teilnehmer der europäischen Vereinswettbewerbe. Heute spielt das Geld eine viel größere Rolle als damals. Und deshalb handelt es sich diesmal auch nicht um eine temporäre Phase.

Man muss das Ganze doch nur mal bei Comunio durchspielen. Manager 1 erhält 200 Millionen Spielgeld (analog zu den Bayern), Manager 2 bis 5 zwischen 50 und 90 Millionen (analog zu Dortmund, Wolfsburg, Schalke und Leverkusen) und die übrigen Manager zwischen 15 und 45 Millionen. In 95 Prozent der Fälle wird Manager 1 bei Comunio gewinnen und durch den Titel (Punktprämien) noch reicher.

Das soll gar nicht die sehr gute Arbeit von Heynckes und Guardiola in Abrede stellen, aber ein Problem für die Attraktivität der Bundesliga sind solche Monopolstrukturen auf Dauer schon.

Dennoch werden die Bayern imho nicht 6 oder 7 Meistertitel in Serie einfahren, dafür ist die Liga zu ausgeglichen bzw. wird es den einen oder anderen Club geben, der "dawischenfunkt".

Ein Ausgleichssystem in Form einer Luxussteuer wäre europarechtlich zulässig und könnte auch auf nationaler Ebene durch einen entsprechenden Beschluss des Ligaverbandes durchgesetzt werden. Aber natürlich sollte ein solches Modell analog dazu auch in Spanien, Italien, England und ggf. Frankreich eingeführt werden. Dafür muss man aber erst einmal damit beginnen, in diesen Ländern um entsprechende Mehrheiten zu werben.

Eine Begrenzung auf bestimmte Länder verschiebt die Problematik nur, sie löst sie aber nicht, weil dann Länder ohne entsprechende Reglementiertung "zuschlagen" und somit sich den sportlichen Erfolg in den Europapokalwettbewerben erkaufen können. Daher wäre nur eine europaweit gültige Regel sinnvoll.

Einen Alleingang der Bundesliga kann ich mir auch nicht vorstellen. DFB/DFL zeigen, wie schon oben erwähnt, durch die Nichteinhaltung ihrer eigenen 50+1 Regel mit die Duldung der Modelle RB Leipzig, Hoffenheim und Wolfsburg wenig anzeichen, die finanziellen Auswüchsen einzubremsen und würde damit die Wettbewerbssituation der Bundeliga (insbesonders des "Aushängeschild" Bayern München) in den internationalen Wettbewerben schwächen. Und selbst wenn der DFB/DFL es so wollten, stellt sich die Frage, ob die UEFA hier nicht ein Veto einlegen bzw. Konsequenzen androhen würde - wie z.B. bei der europaweiten Einführung der 3-Punkte-Regel anno 1995, wo die UEFA den nationalen Verbänden bei deren Nicht-Umsetzung mit dem Ausschluß aus den internationalen Wettbewerben angedroht hatte.
 
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