FC Bayern München

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Viele finden die Bayern scheiße, aber warum eigentlich?


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Es ist irgendwo sicherlich eine menschliche Tragödie, aber andererseits muß man von einem damals fast 22jährigen so viel Grips erwarten können, daß er weiß, das trotz aller Lebensumstände Brandstiftung weder ein Kavaliersdelikt noch ein Dummer-Jungen-Streich ist.

Ich weiß nicht genau wie es passiert ist, aber ehrlich gesagt, es tut mir ein bisschen leid, dass er sich seine Karriere auf diese Weise kaputt gemacht hat.
Das einzig Gute an der Strafe ist, dass er im Knast wenigsten vom Alkohol und Schlaftabletten wegkommt.
 
Insofern sehe ich es schon als einen Promi-Malus, wenn man jemanden, der so günstige Aussichten hat und keine wirkliche Gefahr darstellt (insbesondere wenn es um eine gemeingefährliche Straftat geht, ist es entscheidend bei der strafe, dass eine zukünftige Gefährdung vermieden wird), dann finde ich es schon einen Promi-Malus, wenn das Gericht solche Härte zeigt. Denn da liegt der Verdacht nahe, dass man zeigen wollte, ihn so zu behandeln wie Otto Normalzündler.

Woher willst du wissen, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht?

Zudem solltest du dich wirklich mal damit auseinandersetzen, welche Zielsetzung das Strafrecht verfolgt. Du blendest eben aus, dass es eben auch generalpräventive Ziele verfolgt.
 
Woher willst du wissen, dass von ihm keine Gefahr mehr ausgeht?

Zudem solltest du dich wirklich mal damit auseinandersetzen, welche Zielsetzung das Strafrecht verfolgt. Du blendest eben aus, dass es eben auch generalpräventive Ziele verfolgt.

Natürlich hat das Strafrecht die Funktion eine präventive Stellung einzunehmen, aber du glaubst doch nicht wirklich, dass von ihm Gefahr ausgeht und er andere Häuser anzündet... Dann wäre es eine präventive Maßnahme ihn einzusperren. Aber er ist ja kein Pyromane. Er hat das Haus ja nicht aus Lust angezündet um sich dran aufzugeilen, sondern aus Verzweiflung. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Von daher bewirkt die Strafe das komplette Gegenteil. Der Angeklagte wird nicht resozialisiert, sondern noch weiter in das "Loch der Verzweiflung" gestoßen. Solche Menschen brauchen psychologische Hilfe und keine Gefängnisstrafe! Das er sich für den entstandenen Sachschaden zu verantworten hat steht außer Frage...
 
Natürlich hat das Strafrecht die Funktion eine präventive Stellung einzunehmen, aber du glaubst doch nicht wirklich, dass von ihm Gefahr ausgeht und er andere Häuser anzündet... Dann wäre es eine präventive Maßnahme ihn einzusperren. Aber er ist ja kein Pyromane. Er hat das Haus ja nicht aus Lust angezündet um sich dran aufzugeilen, sondern aus Verzweiflung. Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

Von daher bewirkt die Strafe das komplette Gegenteil. Der Angeklagte wird nicht resozialisiert, sondern noch weiter in das "Loch der Verzweiflung" gestoßen. Solche Menschen brauchen psychologische Hilfe und keine Gefängnisstrafe! Das er sich für den entstandenen Sachschaden zu verantworten hat steht außer Frage...

Ich rede von Generalprävention und nicht von Spezialprävention!
 
Doch insofern, als eben nicht nur die Resozialisierung, sondern eben gerade auch die Gefahrenabwehr ein wesentliches Ziel der Strafe ist. Da aber Breno in gesicherten sozialen Verhältnissen lebt und Deutschland höchstwahrscheinlich eh verlassen wird, zudem kein notorischer Pyromane ist, geht von ihm keinerlei Gefahr aus.

Insofern sehe ich es schon als einen Promi-Malus, wenn man jemanden, der so günstige Aussichten hat und keine wirkliche Gefahr darstellt (insbesondere wenn es um eine gemeingefährliche Straftat geht, ist es entscheidend bei der strafe, dass eine zukünftige Gefährdung vermieden wird), dann finde ich es schon einen Promi-Malus, wenn das Gericht solche Härte zeigt. Denn da liegt der Verdacht nahe, dass man zeigen wollte, ihn so zu behandeln wie Otto Normalzündler.

Weißt du denn ob diese günstige Sozialprognose im Urteil nicht berücksichtigt worden ist?

Ich denke mal nicht. Ich übrigens auch nicht. Also entspringt der vermeintliche Promi-Malus zunächst einmal irgendeinem diffusen Gefühl von dir.
Finde ich reichlich dünn.

Ein wenig Urteilsbegründung kann man ja nachlesen:
http://www.otz.de/startseite/detail...-womoeglich-vermindert-schuldfaehig-896573631
 
Dir ist schon bewußt, daß in Gefängnissen mit Rausch- und Betäubungsmitteln aller Art gedealt wird?

Wie schon geschrieben, ich war noch nie im Gefängnis, also kann ich auch nicht beurteilen wie der Alltag im Knast aussieht, jedenfalls nicht aus eigenen Erfahrung. Ich weiß nur soviel wie die amerikanischen Filme und manche Zeitungsartikeln es zulassen und das ist nicht viel - aber ich hoffe, dass man in deutschen Gefängnissen nicht jeden Tag betrunken durch die Gefängnisgänge stolpern darf.
Wenn man von einer Abhängigkeit ins Nächste rutschen will dann wird man das immer schaffen, auf die eine oder andere Weise. Nur ich hoffe, dass dieser junge Mann noch nicht so bekloppt ist sich darauf im Gefängnis einzulassen.
 
Vor allem hat Breno ein offizielles Angebot von Lazio Rom vorliegen... Solche Dinge sind dann natürlich noch bitterer. Und gerade in den News gelesen, dass der Todesschütze von TRAYVON MARTIN auf Kaution von 800.000 Euro raus aus den Knast darf.

Strange World :confused:
 
Und die besteht bei diesem Urteil worin?

Dass man nicht zündeln darf, weiß jeder, egal ob die Strafe über drei Jahre oder 2 Jahre auf Bewährung für Breno lautet.

Schön, dass das jeder weiß, aber offensichtlich wird es ja gemacht. Und das gilt irgendwie für alle strafrechtlichen Normen. Ansonsten könnte man sich das gesamte Strafrecht sparen.

Im Vordergrund steht bei den recht hohen Strafrahmen bei gemeingefährlichen Delikten sicherlich ein negativ generalpräventiver Ansatz. Die Leute sollen von der Begehung solcher Taten durch hohe Strafandrohungen abgeschreckt werden. Was eben vor dem Hintergrund, dass der Täter einer solchen Tat meist einen für ihn nicht mehr kontrollierbaren Geschehensablauf in Gang setzt und dann eben diverse Rechtsgüter in Gefahr bringt.

Derjenige, der Berlin Autos angezündet hatte ist ebenfalls wegen schwerer Brandstiftung verurteilt worden. Haftstrafe: sieben Jahre.

Wenn man sich allgmein Urteile zu Brandstiftungsdelikten ansieht, dann fallen die Strafen eben, aus oben genannten Gründen, idR recht hoch aus.

Das hat nichts mit einem Promi-Malus zu tun.
 
Mehr als 100 Autos hat der angezündet. Der ist doch mit 7 Jahren sehr günstig davongekommen, im Vergleich zu Breno, der nur einmal in Verzweiflung gehandelt hat. Da fehlt mir bei fast 4 Jahren jedes Verhältnis zu diesem Urteil, sorry.

Dass Strafe generalpräventiv ist, stimmt. Richtig ist aber auch, dass die Verschärfung der Strafen bei den allermeisten Taten keinen erhöhten generalpräventiven Effekt mehr haben. Dies gilt insbesondere für solche Taten, die in einem Moment der Verzweiflung, partiell begrenzten Zurechnungsfähigkeit, im Affekt, aus emotionalen Motiven etc. begangen werden. Vielleicht mag noch ein Bankräuber, der sehr gezielt vorgeht, noch rational abwägen, wie hoch die Chance ist erwischt zu werden und wie lange er dann einfährt und ob die potentielle Beute das risiko wert ist. In Bezug auf die meisten Straftaten geht diese ÜBerzeugung fehl.
 

Wenn es so sein sollte, dass "Schweinsteiger an der Saison noch laenger zu kanbbern hat" - verstaendlich waere es ja - dann weiss ich nicht, ob man das unbedingt in den Medien so breittreten muss. Vor allem, wenn es sich dabei um solche Spekulationen ohne Hand und Fuss handelt?

Wenn man sich damit intern beschaeftigt ist das aber natuerlich nur zu begruessen, ich denke der FC Bayern hat da auch aus der Vergangenheit gelernt, damit meine ich nicht nur Deisler, sondern jetzt auch aktuell Breno. Da ist sicher auch im Bereich der 'mentalen Gesundheit' viel schief gelaufen.
 
Wenn es so sein sollte, dass "Schweinsteiger an der Saison noch laenger zu kanbbern hat" - verstaendlich waere es ja - dann weiss ich nicht, ob man das unbedingt in den Medien so breittreten muss. Vor allem, wenn es sich dabei um solche Spekulationen ohne Hand und Fuss handelt?

Wenn man sich damit intern beschaeftigt ist das aber natuerlich nur zu begruessen, ich denke der FC Bayern hat da auch aus der Vergangenheit gelernt, damit meine ich nicht nur Deisler, sondern jetzt auch aktuell Breno. Da ist sicher auch im Bereich der 'mentalen Gesundheit' viel schief gelaufen.

Ich persönlich finde es fast schon ein wenig spät das diese Einsicht kommt. Spätestens nach Deisler hätte man da doch sensibilisiert sein müssen und dann passiert dort sowas wie mit Breno. Wenn man der Berichterstattung glauben darf, ist da mit dem Versuch der Integration vieles ziemlich schief gelaufen!
 
Pirlo zu Bayern! Das wäre das cleverste was sie in den letzten Jahren angestellt haben, aber doch bitte nicht für 10 Millionen.

Mit Pirlo würden die Dortmunder die viellleicht sogar wieder ernst nehmen! :D
 
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