FC Bayern München

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Viele finden die Bayern scheiße, aber warum eigentlich?


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Am Ende wird Bayern so Meister werden, wie immer. Vom Spiel her langweilig, aber effektiv. Hoffenheim und Leverkusen fangen an zu schwächeln und machen Platz für Klinsi und Uli....
 
Wer glaubt, daß Bayern in der Hoeneß Ära wegen finanzieller Schwierigkeiten mal die Kurve nicht kratzen können wird, der ist neu im Fußballfandasein!
Den "Minimalistengewinn" haben 17 Vereine glaube ich in der Form nur mit Ach und Krach in der Bundesliga hinbekommen, wenn überhaupt.

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Ist natürlich richtig, trotzdem glaube ich, dass die Bayern-Mannschaft zu teuer ist. Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, ob sich der Heargreaves-Transfer im aktuellen Jahresabschluss widerspiegelt oder in dem des Vorjahres (bin eigentlich immer von 06/07 ausgegangen, wär auch irgendwie logischer). Angenommen, der Transfer ist in diesen Abschluss eingegangen, dann wäre ohne diesen bereits jetzt ein negatives Ergebnis im zweistelligen Millionenbereich rausgekommen. Abgesehen davon frage ich mich, ob die Bayern ein Umsatzplus von über 60 Millionen wirklich vorher sehen konnten, oder ob man da gezockt hat. Ich frage mich auch, woher das kommt (selbst wenn man 25 Mio. für Heargreaves rausnimmt), alles nur durch Merchandise? Darüber hinaus ist ja nicht mehr soviel Luft nach oben, die AA ist ohnehin immer ausverkauft, einen neuen Sponsor hat es meines Wissens nicht gegeben. Wäre der Umsatz auf dem Vorjahres-Niveau geblieben (was immerhin ein Rekord-Umsatz war), wäre das Ergebnis katastrophal ausgefallen und hätte ein Drittel des Eigenkapitals aufgezehrt.

Jetzt ist es natürlich so, dass 1. das Ergebnis dieses Jahr wieder positiv war (was ich ehrlich gesagt kaum fassen kann) und dass sich die Bayern 2. mit ihrem enormen EK locker ein paar Verlustjahre leisten könnten. Und selbstverständlich haben die Bayern auch noch satte stille Reserven in Gestalt der Spielerverträge in der Hinterhand hat. Podolski, Schweinsteiger, Lahm, Demichelis etc. würden jederzeit bei Verkauf zweistellige Millionenbeträge bringen, von Ribery ganz zu schweigen. In der Realität bewegt sich Bayern aber i.d.R. im Transferminus, und es ist ja erklärtes Ziel, Leistungsträger zu halten und die Mannschaft mittelfristig noch qualititativ zu stärken. Personalaufwand und Abschreibungen dürften damit nochmal erheblich steigen, und kein fertiger Spieler, der sich bereits einen Namen gemach hat, wird bei Bayern mehr für 3 oder 4 Mios. im Jahr anheuern (warum, wenn ein Klose 10 bekommt?).

Ob die Bayern weiterhin Jahr für Jahr ihre Einnahmen entsprechend steigern können, kann ich nicht beurteilen. Wenn das in dem Maße nicht mehr möglich ist, machen sie eben Verlust, und der könnte wie oben beschrieben durchaus auch mal heftig ausfallen. Das können sich auf Dauer selbst die Bayern nicht erlauben.

Lange Rede...wie gesagt ist der Bayern-Kader m.M.n. überteuert. Zumindest dafür, die Bundesliga zu dominieren. Und für einen internationalen Titel reicht die Qualität nicht, meine ich. Insofern ist mit dem Kaufrausch vom Sommer vergangenen Jahres evtl. schon eine gewisse Fehlentwicklung eingeleitet worden. Das lustige ist, dass die Bayern-Fans das Hoeness Nachfolger in die Schuhe schieben werden, falls in ein oder zwei Jahren die Zahlen auf der JHV dann doch nicht mehr so "sexy" sein sollten.

*spekulatiusmodusaus* ;)
 
Dem ersten Teil stimme ich zu, aber diese Aussage sehe ich völlig anders. Die Bayern haben so viel Geld, dass man praktisch nichts falsch machen kann. Wenn ein anderer Klub denen gefährlich wird, kauft man eben deren Leistungsträger weg. Wenn man jährlich allein an Gehältern 90 Millionen Euro mehr ausgeben kann als der nächste Konkurrent, ist es für diesen unmöglich, an den Verhältnissen etwas zu ändern.

Auch die Chefs von Microsoft oder Google können kaum was falschen machen, da sie über so viel Geld verfügen, dass sie jeden ernsthaften Konkurrenten klein halten können.

Hopp könnte etwas daran ändern. Dann müsste er aber in der Größenordnung von Abramowitsch investieren. Ob er dazu bereit ist, wird man sehen.

So sieht es doch aus. Wer von euch schon mal Monopoly gespielt hat, dürfte doch die gleiche Erfahrung auch schon mal gemacht haben. Wer auf der Siegerstraße ist und sich nicht ganz blöd anstellt, dem kann nicht mehr viel passieren. Ich kann den Hoeneß auch nicht ab, (eigentlich fast der einzige Grund, warum ich die Bayern nicht ab kann) aber wer den für dumm anschaut, der hat sich getäuscht.
 
@zebfaster
Bayern zahlt doppelt soviel wie der Zweitbeste in Deutschland. Das ist ungefähr die Faustregel, seit Dortmund aus diesem Rennen raus ist.
Die verkraften auch 3-4 MIllionen für Borowski (der keine Ablöse kostete) weil auch andere wie Roque z.B. ja von der Pay Roll verschwanden. Deren Aufsichtsräte haben denen ja gesagt, das sie keine Bank sondern einen Fußballklub beaufsichtigen. Ob da nun 20 Millionen mehr als den von euch vermuteten 20 Millionen mehr bezahlt werden, auch wenns pro Spielzeit ist, das ist da unten wumpe. Die verdienen das Geld und das machen die seit 1966 sprich Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse so. Nur so - so wähnte Robert Schwan - hält man die wettbewerbsfähigen Leute langfristig im Kader.

Da Bayern eine dreimal so gute Einnahmesituation wie Werder hat, kann es auch doppelt so gut zahlen, ohne daran "kaputt" zu gehen. Das man das für teuer halten kann ist subjektiv. Im nackten Zahlenbild ließt sich das Gehaltsgefüge wohl eher als "vernünftig". Die Ausgaben in bezug auf Transfers das können sie nicht jedes Jahr hinknallen.

Ich halte nichts von solchen aus der Luft gegriffenen Vermutungen, wie du und dein Post-Kollege angestrebt habt. Nicht in Bezug auf meinen Verein - dessen Ein und ausnahmesituation ich weitaus besser beurteilen kann as die jedes anderen Klubs - als auf jedweden anderen. Weil da immer der "Neidfaktor" oder aber "die Gerechtigkeitskeule" mitschwingt - und das ist deplatziert.
Jeder andere Klub egal wo, ist angehalten es den Bayern gleichzutun sagen die Münch`ner - nicht zu unrecht. Und sie blicken mit leichtem Spott auf Hoffenheim wo die sich seit 1899 verkrochen hätten, alle anderen insbesondere FCK sind sich nicht zu Schade, dagegen zu protestieren, zu wettern und zu bollern.
Laßt die Münchner wirtschaften, wie sie wirtschaften wollen und feddich.

"Hauptsache ich salbadere in meinen Feindbild" - ich nährt meine Vermutung, daß ihr - wenn ihr überhaupt einen Lieblingsfußballverein habt, in erster Linie nur "Anti" seid.
 
Natürlich ist die Steigerung der Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr durchaus beachtlich. Soweit ich weiß, fallen jedoch auch die gezahlten Handgelder diesen Kosten zu. Vor allem in der Saison 07/08 waren diese wohl überdurchschnittlich hoch. Man kann also davon ausgehen, dass die "bereinigten" Personalkosten wohl nicht annähernd bei 150 Mio liegen. Zudem ist mit Kahn ein Großverdiener weggefallen. Allein dies sollte sich beim nächsten jahresabschluß deutlich bemerkbar machen.

Man sollte auch beachten, dass der Gewinn vor Steuern durch Sonderabschreibungen gesenkt wurde, um die Steuerbelastung zu senken!

Man rechnet übrigens bereits ab der Saison 10/11 damit, dass die Arena Stadion GmbH schwarze Zahlen schreibt. Die finanzielle Situation verbessert sich also eher noch, als dass sie sich verschlechtert!

P.S.: Es war durch die Eigenvermarktung der TV-Rechte für den UEFA-Cup möglich, die Einnahmeverluste durch die Nichteilnahme an der CL aufzufangen. Das lässt erahnen, was für den FCB möglich wäre, würde man sich aus der DFL-Zentralvermarktung lösen. Die vermuteteten 100 Mio mehr pro Jahr, sind wohl keine Utopie.

Soviel zum Thema Solidarität, das hier ja angesprochen wurde! Ich finde es verdammt solidarisch auf ca. 100 Mio € im Jahr zu verzichten. Die Zentralvermarktung würde zu 100% fallen, würde man vor dem europäischen Gerichtshof klagen. Weitere "Solidaritätsmaßnahmen" halte ich deshalb für stark übertrieben. Derjenige der das Geld verdient, sollte es auch behalten dürfen... ;)
 
Zur Solidarvermarktung muss man aber sagen, dass auch die Bayern davon indirekt profitieren. Wenn man das aufgibt ist die Liga in 3-4 Jahren so langweilig, dass viele Zuschauer weg bleiben. Das geht auf mittlere bis lange Sicht dann auf jeden Fall nach hinten los.
 
Zur Solidarvermarktung muss man aber sagen, dass auch die Bayern davon indirekt profitieren. Wenn man das aufgibt ist die Liga in 3-4 Jahren so langweilig, dass viele Zuschauer weg bleiben. Das geht auf mittlere bis lange Sicht dann auf jeden Fall nach hinten los.

soweit denkt der kapitalist nicht. Der freut sich über die Extrakohle sofort, was in 4-5 Jahren ist interessiert da nicht wirklich.
 
Die EU-Kommission und sogar das Bundeskartellamt haben die Zentralvermarktung (wenn auch mit Auflagen) genehmigt.

Und ein Finanzausgleich im Fußball, in dem die reichen Vereine einen Prozentsatz ihrer Einnahmen oder Ausgaben an die ärmeren Vereine abtreten, wäre juristisch wasserdicht. Das hat sogar das Kartellamt bestätigt.

Natürlich könnten die reichen Klubs von sich aus eine eigene private Europaliga gründen. Aber ich glaube nicht, dass die Fußballfans da mitmachen würden. Das liebste Kind der Deutschen ist immer noch die Bundesliga. Es sind Spiele wie Werder-HSV, Dortmund-Schalke oder Bayern-1860, die die Fans elektrisieren.
 
Das liebste Kind der Deutschen ist immer noch die Bundesliga. Es sind Spiele wie Werder-HSV, Dortmund-Schalke oder Bayern-1860, die die Fans elektrisieren

Ja und nein. Die Pläne für eine Zentralvermarktung mit diversen Anstoßzeiten lehne ich ab. Falls die Anstoßzeiten tatsächlich so kommen sollten wird die Attraktivität für die Fans sehr leiden. Es ist viel spannender Samstag um 17.30 zu wissen, wer aktuell Tabellenführer ist, bzw was der Spieltag gebracht hat als Sonntag Abend. Extrem unterschiedliche Anstoßzeiten gibt es besonders in den Liegen mit Zuschauerschwund. Wenn mein Verein am Samstag nicht spielt schaue ich deutlich seltener Sportschau... Vielleicht ist die Einzelvermarktung zu Gunsten eines einheitlicheren Spieltags doch nicht so schlecht. In Spanien fliegt Madrid auch gegen Drittligisten aus dem Pokal, Spannung bleibt also trotzdem erhalten. Bei dem jetzigen System wird Cottbus und Bielefeld (und natürlich Schalke :applaus: ) auch nicht Meister
 
Anstoßzeiten und Zentralvermarktung sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Ohne Zentralvermarktung würde es weder eine Konferenzschaltung der Spiele noch eine Sportschau geben.

Eine Einzelvermarktung würde tendenziell sogar zu mehr Anstoßzeiten führen. Dann würden die Vereine erst recht darauf pochen, dass bestimmte Spiele nicht parallel laufen. Wie soll z.B. Hamburg ein Heimspiel gegen Karlsruhe ans Fernsehen verkaufen können, wenn parallel Werder gegen Schalke und Dortmund gegen Bayern spielen.

In Spanien gibt es 5, in Portugal 6 verschiedene Anstoßzeiten pro Spieltag. Das sind die einzigen Länder, die weiter an der Einzelvermarktung festhalten.
 
Anstoßzeiten und Zentralvermarktung sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Ohne Zentralvermarktung würde es weder eine Konferenzschaltung der Spiele noch eine Sportschau geben.

Das ist zwar nicht von der Hand zu weisen aber die "Zentralvermarktung" führt nun zu immer mehr Anstoßzeiten und einem völlig entzerrten Spieltag... da kann ich kaum noch einen Unterschied erkennen. Die Sportschau beispielsweise ist doch werbewirksamer wenn mehr/alle Spiele gezeigt werden bzw sie länger dauert (höhere Einschaltquoten,höhere Werbeerträge) könnte mich ja naoch auf zwei Anstoßzeiten einlassen aber wenn es so kommt wie es derzeit aussieht dann kann die Zentralvermaktung wegen mir ruhig wegfallen.
 
Der UEFA-Cup zeigt doch, dass die Einzelvermarktung zu noch mehr Anstoßzeiten führt. In Portugal gibt es mit Einzelvermarktung 6 bis 7 verschiedene Anstoßzeiten, in Spanien 5.
 
Da hast Du sicher Recht, das stimmt, finde ich ja auch besch... was ich sagen wollte, wenn es mit Zentralverwertung schon bald mindestens 4 Anstoßzeiten gibt dann ist mir das zuviel, dann könnte man das meinetwegen auch direkt kippen. ob 4 oder 6 Zeiten, finde beides zuviel.
 
@ Schmolle

Kann schon hinkommen, dass Du Recht hast. Ich hab nach der Veröffentlichung des 06/07er-Abschlusses der Bayern vorhergesagt, dass sie den nächsten JA im Minus abschliessen werden, weil die Mehraufwendungen auf der Hand lagen und ich so ein Umsatzsteigerungspotential nicht für möglich gehalten habe, und hab daneben gelegen. Kann also durchaus sein, dass die Bayern nächste Saison wieder 50 Mio. mehr Einnahmen präsentieren usw. usf. Ist aber durchaus auch möglich, dass das Ende der Fahnenstange demnächst erreicht ist, und der Aufwand steigt sicher, weil die Bayern gehaltstechnisch einfach in eine andere Dimension vorgedrungen sind (Hitzfeld ca. 3 Mio p.a., Klinsmann + Co-Trainer 10-15 Mio. p.a., Klose, Ribery, Toni jeweils 10 Mio. p.a., Kahn, Makaay, Pizzaro zw. 4 und 6 Mio. p.a., wenn die Zahlen ungefähr stimmen). *klugscheißmodusan* Der Kader ist damit nicht doppelt, sondern annähernd 2,5fach so teuer wie der der zweitteuersten BuLi-Mannschaft, Schalke *klugscheißmodusaus* Für ein paar nationale Titel halte ich das für überdimensioniert, und der (selbstverständlich gute, aber nicht Weltklasse-) Kader spiegelt diese Summe m.M.n. auch nicht wirklich wider. Das, was ich zur Gehalts- und Ergebnisentwicklung der Bayern geschrieben habe, ist natürlich Spekulation, hab's ja auch so bezeichnet. Und wie gesagt letztes Jahr schon derb damit daneben gelegen.

Dass die Bayern unvergleichliche wirtschaftliche Möglichkeiten haben (und das durch eigene Verdienste), hab ich übrigens nie bestritten. Genauso hab ich mich gegen jegliche Form von Umverteilungsmaßnahmen ausgesprochen, mit Ausnahme der Zentralvermarktung, die ich für eine gute Sache halte. Letzten Endes brauchen auch die Bayern für ihre Bühne die 17 anderen BuLi-Vereine, und auch ein, oder zwei echte Gegner. Bayern 10x hintereinander als Meister begeistert am Ende auch nur noch die völlig schmerzbefreite Jubelfraktion und Marcel Reif.

Deswegen wehr ich mich auch dagegen, als reiner Anti bezeichnet zu werden. Dass die Bayern nicht gerade mein Lieblingsclub sind und ich mich freuen würde, wenn's bei denen mal scheppert, geb ich gerne zu. Das ist aber sicher nicht der Hauptgrund, weswegen ich Samstags die Sportschau einschalte.
 
Dass es bei den Bayern scheppert kannste vermutlich bald wieder erleben... Morgen werden wir uns in Mönchengladbach schwer tun...

Ansonsten sehr nachvollziehbar argumentiert. Die Personalkosten würde ich auch gerne mal aufgeschlüsselt sehen... Die vermuteten Gehälter sind schon astronomisch.
 
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