Mittwoch, 12. März 2014
Ein fröhliches Hallo alle zusammen!
Es ist schon einige Tage her, doch das Derby wirkt sich immer noch positiv auf unsere Gefühlswelt aus.
Ganz so euphorisch sehen das noch heute leider nicht alle Bremer. Mal abgesehen von den Nicht-Werderanern, scheint es unserem guten alten Herrn Vorberger besonders die Laune verhagelt zu haben.
Doch bevor wir uns zu seinem Pamphlet, geschrieben im Namen des Dachverbandes, äußern, bei dem auch das Fanbündnis Erwähnung fand, wollen wir uns noch einmal an dieser Stelle ganz ausdrücklich bei euch bedanken! Ihr habt gezeigt, dass euer grün-weißes Herz am rechten Fleck schlägt und habt sensationell am Spieltag dazu beigetragen, dass alle Mühen, ob von Fans in Form der Choreo oder auch von der Mannschaft in Form der kämpferischen Leistung, in einem Sieg gegipfelt sind. Danke für den unvergesslichen Tag!
Solch ein Spiel, solch eine Atmosphäre brauchen wir sicher alle, um die Zeit der sportlichen Durststrecke zu überstehen. Für uns kann diese hervorgerufene positive Energie auch dann nicht zerstört werden, wenn nach 15 Jahren wieder einmal bei einem derartigen Bluthochdruckspiel im Weserstadion Pyro gezündet wurde. Sind wir zu großen Teilen doch selbst noch jung und wild und kennen daher gut den Gemütszustand der keineswegs asozialen Subjekte in unserer Kurve.
Aufgrund dessen, dass in der heutigen Zeit im Internet und in diversen Foren nicht mehr ohne Hass, Stigmatisierungen und Pöbeleien ausgekommen werden kann und sich Menschen reihenweise in ihrer Anonymität verbal derart gehen lassen, dass nicht nur Aggressionen geschürt, sondern auch jegliche sinnvolle Diskussion von vornherein zum Scheitern verurteilt ist, halten wir uns aus dieser endlosen Pyro-Diskussion heraus.
Wir bedauern allerdings zutiefst, dass die Leistung aller, die sich nach eigenen Angaben über fünf Monate intensiv mit der Erarbeitung einer mittlerweile über Deutschland hinaus angesehenen Choreographie beschäftigt haben, derart in Vergessenheit geraten ist. Hervorgerufen durch eine Sache, die ein fester Bestandteil der deutschen Fankultur ist und somit auch des Öfteren in deutschen Stadien vorkommt. Dies kann und darf darüber hinaus kein Grund sein zu hetzen, die Fans gegeneinander aufzubringen und derart mit den vermeintlich Beteiligten umzugehen. Wir müssen leider sogar behaupten, dass die Qualität vieler Aussagen und die aktiv aggressive Haltung einiger, besonders in der Öffentlichkeit stehender Personen wie beispielsweise Arnd Zeigler, oder die unseres Vereinspräsidenten Klaus-Dieter Fischer, ganz und gar das Gegenteil dessen bewirken, was sie vorgeben, damit erreichen zu wollen.
So kommen wir nun automatisch zum Schreiben von Herrn Vorberger, das euch kürzlich erreichte.
Wir wollen gar nicht auf jede einzelne polemische Äußerung des Schreibens weiter eingehen. Für uns ergeben sich hieraus jedoch einige mit Herrn Vorberger zu klärende und mit euch zu diskutierende Dinge.
Wir sind Werder, wir sind anders. Ein durchaus gelungenes Statement zur Einleitung seines Schreibens. Nur leider nicht im Kontext dessen, was Herr Vorberger anscheinend mit dem Schreiben erreichen wollte. Nämlich unserer Auffassung nach, Kredit beim Verein zu sammeln und auf der anderen Seite schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate die Arbeit von den im Schreiben gemeinten jeweiligen Gruppen bzw. des Fanbündnisses unter den Werderfans schlecht zu reden. Die Gruppen, die bei diesem Schreiben wohl gemeint sind, nennt Herr Vorberger leider nicht beim Namen. Wir werden aber im Folgenden Licht ins Dunkeln bringen.
Kommen wir aber noch einmal auf das Anfangsstatement zurück: Wer sind wir? Wer ist Werder? Und wie genau sind wir anders?
Auf das Derby bezogen wollen wir dies für uns, als Fanbündnis, beantworten. Wir, das sind alle Fans, denen es, ausschließlich um das Derby und den Sieg ging, sind Werder. Richtig! Wir sind anders, weil einige für eine geile Choreo gesorgt und alle anderen diese Arbeit und damit die Huldigung für den Verein und die Unterstützung für die Mannschaft mitgetragen haben. Darüber hinaus ist es für uns alle selbstverständlich, dass das Werfen von Gegenständen auf den HSV Bus und das Abfeuern von Leuchtraketen zu verurteilen ist.
Zu den vielfachen Vorwürfen in dem Text von Herrn Vorberger wollen wir, wie bereits erwähnt, gar nicht einzeln eingehen, sondern nur die uns betreffenden. Unsere Einstellung zum Fan Ethik Kodex von Werder dürfte aufgrund der Geschichte des Fanbündnisses bereits bekannt sein. Siehe
www.fanbuendnis-bremen.de/uber-uns/
Der Inhalt des Flyers zur Choreo, dessen Initiatoren die jeweiligen Gruppen waren, kollidiert unserer Ansicht nach keineswegs mit dem Kodex oder der Stadionordnung, wie von Herrn Vorberger vorgeworfen. Meinungen zu äußern, ist gerade beim Derby außerordentlich gewollt. Sich dieseś verbieten zu lassen, wie es beispielsweise durch die Verantwortlichen von Werder in der Sache Derbyschal/SCHEISS HSV-Schal geschehen ist, sollte der eigentliche Aufreger von Herrn Vorberger sein. Wurden diese den Werderfans beim Dortmund Spiel noch mit Aushändigung eines Abholscheins abgenommen, mussten diese eine Woche später beim Gladbach Spiel sogar nicht selten weggeschmissen werden. Harmlose Kommentare daraufhin auf der Facebook Seite des Vereins wurden des Öfteren wieder entfernt. Der Vorwurf der Diskriminierung oder Beleidigung, welchen auch Herr Vorberger in dem Schreiben indirekt anspricht, ist rein rechtlich nicht gegeben. Wer hier also mit Paragraphen und Gesetzesbüchern um sich schlägt, sollte nach dem A auch B sagen.
Unabhängig von entschiedenen Regeln, über die Köpfe der Fans und deren fankulturellen Hintergründen hinweg, ob nun in der Stadionordnung oder im Kodex festgehaltenen, sehen wir den Erhalt der freien Meinungsäußerung als absolut erstrebenswert an. Demnach ist es unserer Auffassung nach auch kein Problem, sich mit Ausdrücken, wie stinkender Elbschlick oder endlich dem HSV den Todesstoß versetzen aufzuwarten. Schließlich wird jeder Werderfan wissen, wie es gemeint ist und ähnlich wenig Sympathie für den stinkenden Elbschlick von nebenan übrig haben.
Ob das Vertrauen zu uns, dem Fanbündnis, nun wirklich nachhaltig erschüttert ist, wie in dem Schreiben zu lesen, werden wir in nächster Zeit versuchen herauszufinden. Der Umgang unter einigen Personen unserer beider Institutionen, war jedenfalls in der Vergangenheit durchaus als gut zu bezeichnen. Wir sehen zu diesem Zeitpunkt hier auch keinen Grund dies zu ändern.
Die Behauptung, der Vorstand des Fanbündnisses (welchen es gar nicht gibt), bestehe aus den jeweiligen Gruppen stimmt zudem nicht. Es entspricht einfach nicht der Wahrheit, dass alle aktiven Fanbündnismitglieder auch Mitglieder der jeweiligen Gruppen sind, zumal in dem Schreiben nicht klar wird, von welchen Gruppen Herr Vorberger spricht. Es gibt bei uns aktive Mitglieder, die aus den Gruppen Wanderers Bremen und HB Crew stammen, dies ist korrekt. Diejenigen beiden Gruppen, die unter anderem für die über 10 minütige Choreographie beim Derby und damit auch für den Choreoflyer verantwortlich waren! Einen indirekten Zusammenhang herzustellen, das Fanbündnis würde zu den Zündlern gehören und für den Choreoflyer verantwortlich sein, ist ein haltloser Vorwurf, den wir so nicht akzeptieren können und welcher auch ein maßgeblicher Grund dafür ist, dass wir uns überhaupt die Arbeit dieser Stellungnahme machen.
Eins wollen wir aber ganz deutlich machen: Wie oben schon geschrieben, erschließt sich uns der Zusammenhang von einem Flyer, der mit den Initiatoren Wanderers Bremen und HB Crew eindeutig unterschrieben und somit zuzuordnen ist, aber in Zuge dessen ausschließlich das Fanbündnis genannt wird, nicht. Wir sahen uns mit dem Dachverband eigentlich auf einem guten Weg der Zusammenarbeit, nachdem der von uns angestoßene und geschriebene offene Brief an die Mannschaft zur aktuellen Situation vom Dachverband mit unterschrieben wurde. Wieso ohne erkennbaren Grund diese positive Entwicklung bei einem Statement, wo es schlichtweg keinen Zusammenhang zum Fanbündnis gibt, zu Nichte gemacht wird, bleibt uns nur eine Vermutung: Die persönliche Abneigung von Herrn Vorberger gegenüber uns bzw. den beiden jeweiligen Gruppen. Einen ähnlichen Zwischenfall gab es am Anfang dieser Saison, wo wieder besagte Person aus freien Stücken gegen eine Mail der jeweiligen Gruppen im Zuge der Danke Thomas Choreo gewettert hatte und im gleichen Atemzug rechtliche Schritte gegenüber dem Fanbündnis angedroht hat, nur weil wir die Homepage des Dachverbands auf unserer eigenen Internetseite verlinkt hatten.
Der von Herrn Vorberger zitierte Text von Arnd Zeigler ist hingegen noch eine Nummer peinlicher. Um diese Erkenntnis zu erlangen sollte man jedoch wissen, dass eben dieser feine Herr seinen Egoismus und seine Arroganz nicht mehr im Griff zu haben scheint. Die Wichtigtuerei in seinem Statement nach dem Derby ist sicherlich leichter nachzuvollziehen, wenn aufgeklärt wird, dass es keinen Kontakt zu der aktiven Fanszene von seiner Seite aus gibt und unserer Meinung nach gab und seine Aussage, dass er sich seit langer Zeit mit eben dieser aktiven Fanszene rumstreitet, damit hinfällig wird. Der gute Arni sollte lieber in seiner wunderbaren Welt des Fußballs verbleiben. Dort ist er gut aufgehoben. Dort kennt er sich auch aus! Dass allerdings Herr Vorberger diese unqualifizierten Aussagen zu Dingen, mit denen sich Arnd schlichtweg nicht auskennt, nun noch zitiert, lässt die Qualität des Schreibens im Namen des Dachverbands noch mehr anzweifeln.
Wir hoffen einfach mal, dass dieser kollabierende Text von Herrn Vorberger lediglich seiner eigenen Feder entsprungen ist und auch ihr, trotz aller Unterschiede, dem Gemeinsamen näher seid, als dem Spaltenden. Die Zusammenarbeit mit dem Dachverband wird von unserer Seite jedenfalls zu angemessenen Themen selbstredend wieder hergestellt, sollte sich herausstellen, dass gute persönliche Kontakte nicht wegen einer dreiminütigen Pyroaktion, für die das Fanbündnis Bremen nicht verantwortlich gemacht werden kann, beendet wurden.
Auf einen sportlich erfolgreichen Endspurt!
Euer Fanbündnis Bremen