Im Grunde benötigt er diese Kontaktmöglichkeit gar nicht, weil bereits durch den Verein gewährleistet ist, dass alle Mitglieder über wichtige Punkte informiert werden. Bei einem solch großen Verein gibt es mehr als genug Mitarbeiter, die das erledigen. Es geht ihm und den Unterzeichnern der Initiative nur um diese außerordentliche Mitgliederversammlung - etwas was in deren Augen zwingend "außerordentlich" stattfinden müsse, weil die Existenz des Vereins auf dem Spiel stünde - und damit ist eigentlich die GmbH & Co. KG gemeint.
Aber allein diese Annahme ist absurd. Zum Zeitpunkt der Initiative war das Kind bereits in den Brunnen gefallen und im Grunde nur noch durch den Trainerwechsel aufzuhalten. Das wurde gemacht und hat auch geklappt. Eine Entlassung von Fritz, Niemeyer oder HHG hätte den Abstieg nicht verhindert, wenn er gekommen wäre. Also in meinen Augen kein Grund für eine Mitgliederversammlung zu diesem Zeitpunkt.
Jetzt kann man natürlich dennoch der Meinung sein, diese Personen aus ihren Ämtern zu entlassen.
Dafür fehlte aber das Argument der Dringlichkeit und auch der Beleg dafür, dass wir in der neuen Saison ebenfalls wieder solche Probleme haben würden. Nur weil man der Meinung ist, dass es so kommen wird, ist das kein Grund für eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Da fehlen dann wirklich hieb- und stichfeste Argumente. Das zeigten auch die nur 700 Unterschriften. 7000 hätte er gebraucht.
Und genau hier ist ja der Witz an der Sache - man hoffte, dass diese hieb- und stichfesten Argumente dann auf der Versammlung ans Licht kommen würden, wenn HHG dort Rede und Antwort stehen muss. Das ist aber doch sehr aus der Luft gegriffen.
Im Grunde ist sogar das Gegenteil der Fall. Der Aufsichtsrat hat zu Saisonende ein Statement abgeliefert, dass Fritz ihnen ein gutes Konzept und Fehleranalyse vorgelegt habe. Genau dieses hätte man dann vermutlich präsentiert (oberflächlich). Und so wäre alles bei der Meinung geblieben, dass der Untergang nah wäre.
Versteht mich nicht falsch. Die Kritiker könnten durchaus alle Recht haben. Aber es ist letztendlich nur eine Meinung, da für eine fundierte Beurteilung Einblicke in die konkrete Arbeit der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates notwendig wären, die weder ein Herr Tetschet, noch irgendwer von uns haben. Und wenn es um die generelle Arbeit im Verein geht, ist das ein Thema für die reguläre Mitgliederversammlung und absolut keiner außerordentlichen Versammlung.
All das dürfte auch Pascal Tetschet klar gewesen sein. Worum ging es also wirklich, auch heute, wo die außerordentliche Versammlung vom Tisch ist? Ganz einfach - die Möglichkeit der Kontaktierung per Mail dient einzig und allein der Stimmungsmache vor der Versammlung, ob nun regulär oder außerordentlich. Etwas, was ja schon im Internet passiert - darum rennt er ja auch zu RealNico und co.