Bremen
Moderator
Alles gut, deine Darstellungen sind plausibelIch versuche es, aber bin nicht so gut darin.

Aktionäre, die nicht in dem börsenorientierten Unternehmen arbeiten, an denen sie Anteile besitzen, sind ebenfalls Externe, wenn auch in einem anderen Kontext als bei gemeinnützigen Vereinen.Also zunächst einmal sollten wir Aktionäre, usw. rauslassen, denn es geht hier um Vereinsmitglieder.
Wenn wir von einem Verein reden, ist eine gewisse Transparenz zunächst einmal verpflichtend. Im Kleingartenverein Bottrop ist das sicherlich auch gelebte Praxis.
Beim SV Werder Bremen vermutlich auch.
Daher haben Vereinsmitglieder auch die Möglichkeit der Einflussnahme auf die Führung des Vereins. Und die Betonung liegt hier auf "Verein".
Was die Führung der GmbH & Co. KG angeht, da hat kein Vereinsmitglied ein Mitbestimmungsrecht und das wäre ja auch absurd, wenn Externe Einfluss auf die Entscheidungen eines Unternehmens hätten. Und ja, im Gegensatz zu Aktionären, etc. sind wir extern.
Nun aber zum Wesentlichen - Teil 1:
Ja, die Petition ist von einer einzelnen Person gestartet worden. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend damit, dass es sich hierbei – so wie von dir suggeriert – um eine Einzelmeinung handelt. Du bist nahezu tagtäglich hier im Forum aktiv und weißt daher selbst, dass sich mehrere Mitforisten kritisch zu den Strukturen und Vorgehensweisen der Werder-Verantwortlichen – nicht nur, aber in erster Linie von CF – äußern.Man will aufgrund einer Meinung auf Personen einwirken, damit sie entsprechend andere Entscheidungen treffen. Diese Entscheidungen wurden im Vorfeld aber unter Einblick in Interna getroffen, die wir Mitglieder nicht haben und auch nicht bekommen werden.
Es ist also auch gar nicht möglich, uns diese Entscheidungen näher zu begründen als bereits getan (siehe Statement des Aufsichtsrates).
Das führt die ganze Situation ad absurdum, da wir eventuell die Entscheidungen anders beurteilen würden, hätten wir entsprechende Einblicke.
Auch in den Stadien war zuletzt vermehrt Fan-Frust zu beobachten, etwa durch den Banner „Fritz verleihen“ oder nach der Auswärtsniederlage bei St. Pauli, als die Ultras die Spieler wegschickten. Und all das innerhalb einer einzigen Saison. Dabei waren derartige Unmutsäußerungen von Werder-Fans in dieser Häufung und Intensität – trotz vieler enttäuschender Spielzeiten zuvor – bis dahin weitgehend unbekannt.
Wie groß die Verärgerung unter den Werder-Fans in der Saison 25/26 inzwischen geworden ist, spiegelt sich mMn auch darin wider, dass der Aufsichtsrat trotz seines 9:0-Votums pro CF öffentlich eine unmissverständliche Erwartungshaltung gegenüber dem GF Fußball formuliert hat. Ich bin seit über 40 Jahren Werder-Fan und habe in dieser Zeit vieles erlebt bzw. erleben müssen. Nach meiner Erinnerung ist es jedoch bislang nicht vorgekommen, dass ein Manager oder Trainer von Werder Bremen von einer übergeordneten Instanz - die oft stets bemüht waren, bei Negativereignissen diese entweder wegzumoderieren oder sich in ihre grün-weiße Wagenburg zurückzogen, bis der Sturm vorübergezogen war - öffentlich derart „angezählt“ wurde wie jüngst CF vom Aufsichtsrat. Diese, auch in ihrer Schärfe ungewöhnliche, öffentliche Reaktion des Aufsichtsrats spricht Bände über deutlich gewachsene Unruhe im sonst beschaulichem Umfeld am Osterdeich.
