Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Berater 2 Millionen Euro gefordert hat. Die verdienen ja nicht viele bei Werder und das wäre ja völlig hirnrissig und einfach nur lächerlich. Ich denke, man hat Schmidt so um die 300.000 Euro geboten, was ich durchaus für fair und gut halte und der Herr Berater hat ne Million gefordert. Bei solchen Forderungen kann man natürlich nur mit dem Kopf schütteln. Genauso bedenklich finde ich allerdings, dass in dem Artikel angedeutet wurde, dass die Spieler manchmal nicht wissen, mit welcher Forderung der Berater an den Verein geht. Sorry, aber dann ist der Spieler selbst schuld, wenn er so naiv ist und sich so wenig um seine eigenen Arbeitspapiere kümmert.
So heftig wie KA reagiert hat, obwohl er ja nach eigenen Angaben verlängern wollte und der Verein (bzw. die KG aA.) bereit war, das Gehalt von DS erheblich aufzustocken, muss es eine extrem überhöhte Forderung gewesen sein. Wie extrem überhöht, ist dann eigentlich schon nicht mehr wichtig.
KA, der ja sonst in der Öffentlichkeit immer mit feinen und eher zurück haltenden Formulierungen auftritt hätte auch sonst niemals so drastisch formuliert: "Wenn irgend ein anderer Bundesligaclub ihm das anbieten würde, dann müßte ich dem Spieler raten sofort zu unterschreiben, am besten für 10 Jahre".
Diese völlig übertriebene Laufzeit zeigt schon sehr deutlich, wie extrem überzogen die Forderung dieses Beraters gewesen sein muss. Und es erklärt auch die Verstimmung beim Verein, sich in der jetzigen Lage mit solchen offensichtlichen Amateuren herum plagen zu müssen.
Schmidt ist ein erwachsener Mann und wenn er nicht weiß oder er nicht beurteilen kann, was da in seinem Namen angestellt wird, muss er eben trotzdem die Konsequenzen ausbaden.
Für KA kann es nur heissen: Wehret den Anfängen ! Keine Vertragsverhandlungen mehr ! Das vorgesehene Geld besser für andere Spieler einplanen. Wenn man es sich von der Kadersituation und den Leistungen der übrigen Spieler erlauben kann, zurück in die U23 mit dem Spieler. Denn im BuLi Kader können wir keine zusätzliche Unruhe brauchen.
Denn wenn man jetzt überhaupt noch verhandeln würde mit einem Spieler, dessen Berater sich vorher so verhält, dann sagt man es allen anderen Spielern durch die Blume, das sie sich risikolos auch sowas leisten können. Die Vereine machen sich dadurch noch erpressbarer, als sie es ohnehin offensichtlich schon sind.
Ach ja: Wenn KA überhaupt Summen oder Größenordnungen kommentieren würde (was normaler Weise nicht passiert), dann würde er bei einer 3,3333 mal so hohen Forderung nicht von einer "vier Mal so hohen" sondern wohl eher von einer
annähernd viermal so hohen Forderung sprechen. KA ist diesbezüglich für Korrektheit in seinen Formulierungen bekannt.
Wie auch schon von anderen bemerkt: Das man versucht, bei einem Vertrag gut weg zu kommen, ist verständlich. Das dann ausgerechnet nach nur 4 Spielen in der 1. Elf in einer solchen Lage des Vereins auf eine solch drastische Weise zu machen, zeigt entweder ein gewaltiges Charakter- oder ein gewaltiges Intelligenzdefizit oder beides. Tschüß Herr Schmidt und alles Gute.