Diskussionskultur im Forum

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Ich sehe hier eine Willkür, die mir so nicht gefällt.

Als @fussball09 von einem User diffamiert wurde, stand dieser Text über 4 Tage hier im Forum. Ein User unterstellte ihm eine Krankheit. Dann änderte er den Beitrag um, damit es nur möglicherweise was wäre.

Dieser User unterstellte mir mehrfach öffentlich nicht geimpft zu sein, obwohl er es besser wusste. Statt etwas zurückzunehmen, änderte er ein klein wenig die Formulierung. Der User rühmt sich hier komischerweise Fehler eingestanden zu haben.

Wünsche ich diesem User „gute Besserung“, gibt es ne Verwarnung, und das nicht in 2,3 oder 4 Tagen.

Mich stört der unterschiedliche Umgang hier und dass so viele Provokationen geduldet wurden. Das verschlechtert die Diskussionskultur hier zusehends.
 
Direkte Antwort @PrinzHF:
Wenn du mir eine solche Stelle zeigst, ziehe ich das - selbstverständlich - in Erwägung. In anderen Zusammenhängen hier im Forum kannst du zwei oder drei Stellen finden, wo ich genau das getan habe.
Da ich für mich aber nicht in Anspruch nehme, WAHRHEIT zu verkünden, sondern meine subjektive Sichweise darlege, könnte das schwer werden, oder?!
Ich hab dir z.B. mal strawmanning vorgworfen und das hast du auch nicht eingeräumt. Du nimmst es nicht für dich in Anspruch, Wahrheit zu verkünden, andere tun das halt aber ebensowenig. Ihnen wird dies aber jedoch unterstellt.
 
Ich hab dir z.B. mal strawmanning vorgworfen und das hast du auch nicht eingeräumt. Du nimmst es nicht für dich in Anspruch, Wahrheit zu verkünden, andere tun das halt aber ebensowenig. Ihnen wird dies aber jedoch unterstellt.
Na ja, ich habe dich gebeten, mir das näher zu bringen, was du meintest, aber dann kam nichts mehr?
Und ich unterstelle anderen nicht, 'Wahrheit' zu verkünden, 'alles' zu wissen oder sich für etwas Besseres zu halten.
Ich reagiere, wie schon dargelegt, auf manches, was hier auftauchte, empfindlich, ja - und (menschlich?) mitunter genervt.
U.a. auch bei Falschbehauptungen, wie es sie gerade eben wieder gab.
Also, 'strawmanning'?
 
Na ja, ich habe dich gebeten, mir das näher zu bringen, was du meintest, aber dann kam nichts mehr?
Und ich unterstelle anderen nicht, 'Wahrheit' zu verkünden, 'alles' zu wissen oder sich für etwas Besseres zu halten.
Ich reagiere, wie schon dargelegt, auf manches, was hier auftauchte, empfindlich, ja - und (menschlich?) mitunter genervt.
U.a. auch bei Falschbehauptungen, wie es sie gerade eben wieder gab.
Also, 'strawmanning'?
Strawmanning: Person xy schreibt etwas, Du reagierst darauf indem du diese Person mit anderen Gruppierungen in einen Topf schmeißt und ihr all negativen Dinge dieser Gruppierung unterstellst, also quasi mutmaßt sie würde diese teilen und argumentierst gegen diese Punkte.
 
Strawmanning: Person xy schreibt etwas, Du reagierst darauf indem du diese Person mit anderen Gruppierungen in einen Topf schmeißt und ihr all negativen Dinge dieser Gruppierung unterstellst, also quasi mutmaßt sie würde diese teilen und argumentierst gegen diese Punkte.
Wenn du es so verstanden haben solltest: Tut mir leid, vermutlich war ich in dem Fall nicht deutlich genug.
Mir ging und geht es darum, darauf hinzuweisen, bestimmte Argumente und rhetorische Figuren aus bestimmten, aber nicht genauer bestimmbaren Gruppierungen zu kennen. Dass ich auf diese Ähnlichkeit bzw. Verwendung bestimmter Argumentationsschienen hinweise, wird sich auch nicht ändern.
Das impliziert allerdings m.E. nicht, dass die von mir angesprochenen Mit-Forist:innen zu diesen Gruppen gerechnet werden müssen. Ich habe das auch nicht so gemeint. Allerdings, das räume ich gerne ein, bin ich wohl wegen der 'Erregungsbewirtschaftung' meinerseits (Empörung) undeutlich gewesen. Danke für den Hinweis; ich werde achtsamer sein.
 
Wenn du es so verstanden haben solltest: Tut mir leid, vermutlich war ich in dem Fall nicht deutlich genug.
Mir ging und geht es darum, darauf hinzuweisen, bestimmte Argumente und rhetorische Figuren aus bestimmten, aber nicht genauer bestimmbaren Gruppierungen zu kennen. Dass ich auf diese Ähnlichkeit bzw. Verwendung bestimmter Argumentationsschienen hinweise, wird sich auch nicht ändern.
Das impliziert allerdings m.E. nicht, dass die von mir angesprochenen Mit-Forist:innen zu diesen Gruppen gerechnet werden müssen. Ich habe das auch nicht so gemeint. Allerdings, das räume ich gerne ein, bin ich wohl wegen der 'Erregungsbewirtschaftung' meinerseits (Empörung) undeutlich gewesen. Danke für den Hinweis; ich werde achtsamer sein.
Das is halt sooo schwammig. "aus bestimmten, aber nicht genauer bestimmbaren" ... Da kommen wir sowieso nicht überein, denn ich nehme diese Argumente und Verwendung bestimmter Argumentationsschienen ebenfalls wahr, aber aus ALLEN Richtungen und auch von dir, was eigentlich das ist was ich dir aufzeigen wollte. Und irgendwie ist das auch wieder so ein Herauswinden deinerseits. Ich bin absolut kein Moralist, eher das Gegenteil. Und ich möchte von dir auch kein "da hab ich keinen Fehler gemacht" lesen oder ähnliches. Ich will es nur angesprochen haben. Vermutlich ist das einfach das alte "jeder sollte sich zuerst an die eigene Nase packen" Ding.

Auch wenn du es nicht geschrieben hast, trotzdem ein Beispiel:
A: "blablablablabla"
B: "Bill Gates freut sich!"

Für jeden Leser ist klar, dass Person A damit in den Kreis der Verschwörungstheoretiker geschoben wird, da jeder weiß was mit "Bill Gates" gemeint ist. Jetzt kann man z.B. wunderbar hergehen und sagen "hab ich aber nicht gemeint", bzw. "hab ich so nicht gesagt" oder aber "das impliziert nicht, dass...", aber das tut es beim Leser eben.
 
Wenn du es so verstanden haben solltest: Tut mir leid, vermutlich war ich in dem Fall nicht deutlich genug.
Mir ging und geht es darum, darauf hinzuweisen, bestimmte Argumente und rhetorische Figuren aus bestimmten, aber nicht genauer bestimmbaren Gruppierungen zu kennen. Dass ich auf diese Ähnlichkeit bzw. Verwendung bestimmter Argumentationsschienen hinweise, wird sich auch nicht ändern.
Das impliziert allerdings m.E. nicht, dass die von mir angesprochenen Mit-Forist:innen zu diesen Gruppen gerechnet werden müssen. Ich habe das auch nicht so gemeint. Allerdings, das räume ich gerne ein, bin ich wohl wegen der 'Erregungsbewirtschaftung' meinerseits (Empörung) undeutlich gewesen. Danke für den Hinweis; ich werde achtsamer sein.
:rolleyes:
 
Einfach mal zum Nachdenken....

Liebe Gruppenmitglieder,
der Zweck dieser Gruppe (gegenseitige Hilfe zu Beginn der Pandemie) hat sich überholt. Da wir derzeit nicht genug Kapazitäten haben, um die Diskussionen rund um Corona verantwortungsvoll moderieren zu können, pausieren wir diese Gruppe.

Das Zitat stammt von den - bezahlten - Moderatoren der Facebook-Gruppe "Zusammen sind wir der Westen", eingerichtet von einem der größten Radiosender in Deutschland (WDR 2).

Quelle: (1) Zusammen sind wir der Westen | Liebe Gruppenmitglieder, | Facebook (eventuell nur noch für Gruppenmitglieder sichtbar).

Diese Gruppe hat > 7.800 Mitglieder. Aktiv über Corona "diskutieren" jedoch nur einige wenige und das längst nicht in allen Beiträgen. Denn in vielen Beiträgen ging es zuletzt um Hilfsaktionen für Flutopfer im Ahrtal und in der Eifel - sei es, um sie bekannt zu machen, um Helfer zu suchen etc. Auch hierfür kann die Gruppe jetzt nicht mehr genutzt werden.

Wenn eine Diskussion selbst von, nenne ich es einmal "professionellen Moderatoren", offenbar nicht so moderiert werden kann, dass sie funktioniert, ist der Anspruch, der hier diesbezüglich an uns gestellt wird - und zwar egal von wem - aus meiner Sicht ganz klar zu hoch. Zumal, wie bereits ausgeführt, die Grenze, ab wann etwas provozierend und zu ahnden ist, fließend und abhängig von Auge des Betrachters ist.

Ich hatte an anderer Stelle schon geschrieben, dass wir überlegen, den Corona-Thread zu schließen. Ähnlich wie beim Politik-Thread ist das nicht mein Wunsch und sollte aus meiner Sicht die letzte Option sein. Wenn es hier aber so weiter geht, dass dieser Thread und die damit verbundenen Diskussionen und Meldungen den weit überwiegenden Teil unserer Moderation ausmachen, sehe ich irgendwann keine Alternative dazu.

Daher noch einmal der Wunsch, dass jede/r sich fragt, was er selbst zu einer zielführenden und sachbezogenen Diskussion beitragen kann, und wann er/sie vielleicht auch einfach einmal die Tasten stillhält.

Danke :beer:
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer sich auf einer Diskussionsplattform zu einem polarisierenden Thema äußert, sollte mit ein wenig Gegenwind rechnen – insbesondere dann, wenn er oder sie eine Meinung vertritt, die (Achtung!) polarisiert … Meinungsfreiheit bedeutet nun einmal nicht, dass andere Diskussionsteilnehmer den geäußerten Ansichten nicht widersprechen dürfen.

Und ja, manchmal kann da der Ton auch etwas rauer werden – ich sehe in deinen (@Nicole) geposteten Beispielen allerdings nichts, das irgendwelche Grenzen überschreitet. Wenn mir jetzt fad wäre, könnte ich ja mal die Übergriffigkeiten der „Freedom Day-Fraktion“ und der Impfverweigerer raussuchen … Ist mir aber eigentlich zu blöd. :kaffee:

Das kann man gar nicht oft genug aussprechen. Und es ist erschreckend, wie oft es hier ausgesprochen werden muss. Wobei der ein oder andere User, der ein offenkundiges Problem mit seinem Demokratie- und Freiheitsverständnis hatte, hier nicht mehr angemeldet ist.
 
Auch das ist eine recht beliebte Strategie u.a. bei Impfgegnern: Unerfüllbare Erwartungen formulieren, und deren Unerfüllbarkeit dann gegen z.B. Impfungen zu wenden. Sad, but true...
Kommt vor, richtig. Genauso wie eine These aufstellen, bei Nachfrage nach Belegen dann sagen, beweis doch das Gegenteil.
Zeigt mir schon, dass @PrinzHF vermutlich nicht belegen kann, das je behauptet wurde, dass der Impfstoff zu 100% schützt.
 
Wäre es denn eine Option, wenn man - vielleicht auch nur testweise - den Corona Thread aufsplittet in „Tendenz pro Impfung“ und „Tendenz gegen Impfung“? Oder pro/contra Maßnahmen. Das ist doch nicht mehr lesbar und Spaß macht es wahrscheinlich niemandem mehr. Ich ecke auch gern an bei sowas und diskutieren mit jemandem von gegenteiliger Meinung. Aber ich hab auch keine Lust mehr, wenn ich nach drei Tagen mal wieder paar Minuten Zeit habe, mich seitenlang durch persönlichen Kleinkrieg zu hangeln. Einige „Diskussionspaare“ haben sich mMn disqualifiziert und werden in dem Thema nicht mehr sachlich zueinander kommen. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit die Streithähne (und -hennen ;)) bisschen räumlich zu trennen. Macht man im Kindergarten auch so.
 
Wäre es denn eine Option, wenn man - vielleicht auch nur testweise - den Corona Thread aufsplittet in „Tendenz pro Impfung“ und „Tendenz gegen Impfung“? Oder pro/contra Maßnahmen. Das ist doch nicht mehr lesbar und Spaß macht es wahrscheinlich niemandem mehr. Ich ecke auch gern an bei sowas und diskutieren mit jemandem von gegenteiliger Meinung. Aber ich hab auch keine Lust mehr, wenn ich nach drei Tagen mal wieder paar Minuten Zeit habe, mich seitenlang durch persönlichen Kleinkrieg zu hangeln. Einige „Diskussionspaare“ haben sich mMn disqualifiziert und werden in dem Thema nicht mehr sachlich zueinander kommen. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit die Streithähne (und -hennen ;)) bisschen räumlich zu trennen. Macht man im Kindergarten auch so.

Das wäre genauso erfolgreich wie das Aufsplitten in Fußball/Gesellschaft. Wer hat denn Lust, zu einem Thema mehrere Threads zu bedienen? Ich finde den Thread auch gar nicht so unleserlich. Einen guten Teil kann ich einfach überlesen, weil ich dort eh nur eine Seite mitbekomme also lohnt sich auch die zweite nicht. Damit reduziert sich der Kleinkrieg-Spam signifikant ;)
 
Das wäre genauso erfolgreich wie das Aufsplitten in Fußball/Gesellschaft. Wer hat denn Lust, zu einem Thema mehrere Threads zu bedienen? Ich finde den Thread auch gar nicht so unleserlich. Einen guten Teil kann ich einfach überlesen, weil ich dort eh nur eine Seite mitbekomme also lohnt sich auch die zweite nicht. Damit reduziert sich der Kleinkrieg-Spam signifikant ;)
:top: Mein reden seit ewigen Zeiten.
 
Ab einem bestimmten, aber nicht näher bestimmbaren :D Punkt ist m.E. die/der Lesende in der Rezeptionsverantwortung:
Da geht es um Leseverständnis, sich selbst beobachten (soll ich vielleicht manipuliert werden o.ä.), bewerten/gewichten; letztlich auch eine Form von Medienkompetenz. Ab diesem Punkt sind die Schreibenden m.E. 'raus'.
Beispiel? Die Beiträge zu unserem GF S von einem einzelnen Nutzer. Da bin ich nach einigen Beiträgen zu dem Schluss gekommen, dass dort - nach meiner Auffassung - schlichtweg getrollt wird. Daher reagiere ich auf die 'Unser GF S ist ein Superheld'-Beiträge inzwischen nicht mehr.
Lesen, verstehen, individuelle Schlussfolgerung ziehen (interpretieren), reagieren.

Hätte nicht gedacht, sorry, dass das so kleinteilig aufgedröselt werden muss.
 
Ab einem bestimmten, aber nicht näher bestimmbaren :D Punkt ist m.E. die/der Lesende in der Rezeptionsverantwortung:
Da geht es um Leseverständnis, sich selbst beobachten (soll ich vielleicht manipuliert werden o.ä.), bewerten/gewichten; letztlich auch eine Form von Medienkompetenz. Ab diesem Punkt sind die Schreibenden m.E. 'raus'.
Beispiel? Die Beiträge zu unserem GF S von einem einzelnen Nutzer. Da bin ich nach einigen Beiträgen zu dem Schluss gekommen, dass dort - nach meiner Auffassung - schlichtweg getrollt wird. Daher reagiere ich auf die 'Unser GF S ist ein Superheld'-Beiträge inzwischen nicht mehr.
Lesen, verstehen, individuelle Schlussfolgerung ziehen (interpretieren), reagieren.

Hätte nicht gedacht, sorry, dass das so kleinteilig aufgedröselt werden muss.
So, wie Musik zu MUZAK generieren kann, Nachrichten an einem vorbeirauschen, TV-Sendungen das Einschalten nicht wert sind, genaus so kann auch Geschriebenes einfach nicht gelesen werden müssen.
 
Das wäre genauso erfolgreich wie das Aufsplitten in Fußball/Gesellschaft. Wer hat denn Lust, zu einem Thema mehrere Threads zu bedienen? Ich finde den Thread auch gar nicht so unleserlich. Einen guten Teil kann ich einfach überlesen, weil ich dort eh nur eine Seite mitbekomme also lohnt sich auch die zweite nicht. Damit reduziert sich der Kleinkrieg-Spam signifikant ;)
Es ginge dann ja ggf darum eben nicht beide Threads zu bedienen sondern vielleicht auch einfach mal Freiraum für andere Ansichten zu lassen - wenn man das nicht ohne Gezanke hinkriegt. Wäre vielleicht ein Experiment für die Motivation wenn man festgefahrene Positionen in zwei Schubladen trennt. Das was du ansprichst, sind ja unterschiedliche Themengebiete. Am Ende muss/sollte natürlich jeder für sich bewerten, ob sie/er kompatibel ist, um mit jemand anderem zu diskutieren. Aber mein Gefühl ist, dass es einigen wichtiger ist von wem ein Argument kommt und nicht was für ein Inhalt dabei rumkommt. Mir macht das jedenfalls keinen Spaß.
 
Eine Frage nach Konkretisierung wird in deinem Kopf zu einer Verneinung?
Schon interessant, solche Einblicke.
'Sprache' funktioniert m.E. für sehr viele Menschen sehr unterschiedlich, ist abhängig von verschiedensten Dingen wie neuronale Vernetzung, individueller Wertekanon u.vm.
Diese Selbstverständlichkeit, sich selbst zum Maßstab zu machen, ist eigentlich erschreckend.
 
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