Mir geht es nicht um die Fortführung der Flüchtlingsdiskussion. Die Schließung des Threads befürworte ich, weil sich gezeigt hat, dass eine sachliche Diskussion nicht möglich war.
Sachliche Diskussionen sind hier in kaum einem thread möglich, auch in sportlichen threads nicht. Entweder ist ein thread für viele User einfach uninteressant, oder er artet irgendwann aus, wenn sich in einem thread eine Diskussion entwickelt hat.
Das Problem ist hier oftmals nicht die jeweilige politische Meinung, sondern ganz allgemein eine in sozialen Netzwerken, in scheinbarer Anonymität der virtuellen Weite immer stärker zu beobachtenden Intoleranz anderer Meinungen, einer für Netzwerke inzwischen typischen virtuellen Gruppenbildung, einer "künstlichen Empörung", einer im Überschwang an Informationen selbst vermuteten Besserwisserei, einem unerträglichen "Shit-storm" usw.. Das gilt für sportliche für musikalische, für kulinarische, für Tier- und Pflanzen-Diskussionen genauso wie für politische.
Ich halte die Schließung des Flüchtlingsthreads für ein fatales Eingeständnis der Moderatoren, nicht mehr Herr/Frau der Lage zu sein. Damit lässt sich die Diskussion nicht unterbinden, sie wird erwartungsgemäß nur "verlagert", z.B. in den "Fragen an die Mods-thread" ,hier in den "Niveau-thread", bei einer möglichen Initiative im Stadion möglicherweise in einen Stadion oder neu eröffneten thread, bei entsprechendem Anlass (Tor, Jubel, Sperre, Verletzung, Interview) evtl. in den "Manneh-thread" usw..
Der Diskussionsbedarf zum Thema ist bei vielen Deutschen, bei vielen Schweden, bei vielen Europäern und natürlich den betroffenen Flüchtlingen selbst derzeitig einfach riesig und lässt sich durch die Sperrung eines threads nicht einfach "wegwischen".
Dieses "Wegwischen-Wollen" von Diskussionen, von Konflikten, von erscheint mir ohnehin seit jeher ein fatales Problem in diesem Forum zu sein. Dabei mangelt es den Entscheidungsträgern insbesondere an einem einheitlichen Vorgehen, an einem "roten Faden". Am aktuellen Fall schön zu verdeutlichen:
Wenn die Moderatoren im Flüchtlingsthread, von vornherein mal
verursachungsgerecht geahndet hätten, wäre der die Löschung auslösende Beitrag eines lange gesperrten Users sehr wahrscheinlich nicht nötig gewesen. Dass sich ein gesperrter User für ein auf den ersten Blick nachvollziehbares Ansinnen einen Zweitnick zulegen, sein Ansinnen posten darf, dieser Post nicht nur abgenickt, sondern auch trotz anschließender Neusperrung des Nicks stehenbleiben darf, ist bei allem Verständnis für das dahinter steckende politische Ansinnen, ein weiter Beweis für die Inkonsequenz der Moderatoren.
Mir geht es um den Umgang miteinander und um den mangelnden gegenseitigem Respekt für unterschiedliche politische Positionen. Dieser Punkt ist aus meiner Sicht immer wieder ein erhebliches Problem hier im Forum in diversen Diskussionen.
Aber, wie oben beschrieben, eben nicht nur in politischen Diskussionen.
Völlig unerträglich wird es dann, wenn diese Respektlosigkeiten, Provokationen und gar Restriktionen gar direkt von "einigen wenigen" oder gar "einzelnen" Moderatoren ausgeht. Das ist eine existenzgefährdende Bedrohung für jedes Forum.
Wenn sich diesbezüglich nicht jeder, der mit diskutiert, selbst hinterfragt, wird aus jeder Diskussion über irgendein politisches Thema zwangsläufig wieder eine Links-Rechts-Diskussion mit genau dem gleichen Ergebnis wie dem, das wir im Flüchtlingsthread gesehen haben.
Das ist richtig! Es gilt, die Verursacher ausfindig zu machen und zu sanktionieren.
Ich erwarte z. B. von Ammerlandbremer nicht, dass er meine Wertung des Begriffes "antifaschistisch" oder des Begriffes "Gutmentsch" teilt und finde es völlig OK, wenn er daran Kritik übt. Ich erwarte aber Verständnis/Akzeptanz dafür, dass jemand die Begriffe anders werten kann als er es tut - und zwar ohne Nazi, Schlechtmensch etc. zu sein. Denn genau das beinhaltet für mich Respekt für unterschiedliche Positionen
Volle Zustimmung, wobei ich, wie oben beschrieben, weiterhin Wert darauf lege, es nicht nur auf politische Themen zu beziehen.
