Ich erinnere mich noch an eine Sommerpause, als Allofs angeblich über Wochen hinweg an einem argentinischen Wunderknabe rumgebaggert haben soll: Leandro Romagnoli. Der neue Maradona, hieß es.
Auch damals gab es komplizierte Vertragsverhältnisse. Auch damals haben alle hier gequängelt, man solle ihn doch endlich holen.
Damals hat es nicht geklappt, trotz wochenlanger Verhandlungen. Werder ging so in die Saison. Und holte nach dem schwachen Saisonstart kurz vor Ende der Transferperiode doch noch einen neuen Mann fürs Mittelfeld: Joe Micoud.
Das war vor der Saison 2002/2003 und alle wissen, was in der Folgesaison 2003/2004 passierte.
Wie es Werder wohl ergangen wäre, wenn man dem Gequängel gefolgt wäre und den Wunderknaben geholt hätte? Schließlich hat Romagnoli in der Folge ja eine Riesenkarriere hingelegt und wird heute noch immer in einer Reihe mit Maradona und Pele genannt.
Was ich damit sagen will: Vielleicht hat es seinen Sinn, dass Allofs nur bereit ist, bis zu einer bestimmten Grenze zu gehen. Und wenn das nicht klappt, dann dauert es eben oder wird gar nichts.