"Die Halbpositionen mit 2 sowohl offensiv als auch defensiv starken spielern" haben wir ja letzte Saison schon mal gespielt.
-----------Diego-----------
--Tziolis-----------Frings---
---------Baumann---------
da waren wir mit Özil deutlich erfolgreicher.
Ich finde, die klassische Raute haben wir 2004 gespielt. Die "moderne" Raute, so betitel ich sie einfach mal, spiel(t)en wir so:
---------------------------Diego---------------------------
----------Özil----------------------------------------------
-----------------------------------------------------------
-----------------------------------------Frings-------------
-------------------------Baumann--------------------------
Eine seite nach vorn und ein nach hinten gezogen. Und das ist auch das während der Saison ewige Geschreie:
"Wieso spielen wir nicht mal mit Doppel-6, wenn Diego nicht mitspielt?"
"Machen wir doch schon

"
Denn wir spielen die Raute leicht versetzt. Und so muss das auch gehen. Wenn wir uns an einem System festklammern sind wir berechenbar. Das waren wir die Saison viel zu oft. Wir müssen kompakt stehen, alle müssen laufen, alle müssen wie eine große felxible Masse sein. Bestes Beispiel U21 Finale. Alle sind gelaufen, alle haben gespielt, und wenn wir das machen ist es egal ob Raute oder Doppel-6
1) kann man Tziolis nun nicht als einen Spieler bezeichnen, der sowohl defensiv als auch offensiv stark ist. Im Gegenteil, ich sehe in Ihm eher einen Spieler fuer die Doppelsechs, und eben keinen Spieler fuer die Raute Aussen, und deshalb finde ich Deinen Verweis auf die oben genannte Rautenaufstellung eher unpassend.
2) das unsere Raute in der letzten Saison eher gekippt war, ist kein Resultat der "modernen" Raute, sondern das Resultat der Staerken und Schwaechen der Spieler.
Man kann ja mal Boenisch fragen, ob er es so modern findet, dass er oft von Oezil alleine gelassen wird. Eine gute Raute ist eine Raute, in der alle vier Spieler ihre Aufgaben erledigen.
Ich bin mir nun sehr wohl bewusst, das es immer Spieler geben wird, die vorne besser sind als hinten, oder umgekehrt. Nur muss ein Gleichgewicht zumindest erkennbar sein, und bei Oezil, und erst Recht bei Marin ist es nicht vorhanden.
Ich koennte ja weiter damit leben mit einer Raute mit Oezil auf Aussen zu spielen (haetten wir einen 10er im Kader), aber
a) haben wir nicht mehr den super 10er im Kader, der nur auf der 10 spielen kann, und
b) geht es darum, dass Marin auf der Aussenposition spielen wuerde, und der ist defensiv eine grosse Schwachstelle. Eine Ansicht, die eigentlich von allen Experten geteilt wird.
3) wie ich schon schrieb, stimme ich dir absolut zu, dass Flexibilitaet zu einem modernen erfolgreichen System gehoert. Wenn ich jetzt von einer ideallen Raute spreche, in der die Aussenspieler beides koennen, dann spreche ich von einer Raute die noch flexibler ist, als umgekehrt.
Auch ein System mit einer Doppelsechs muss nicht star sein. Im Gegenteil. Oezil und Marin koennten staendig die Seiten wechseln. Beide sind unterschiedliche Spielertypen. Darueberhinaus, kann der offensive Part der Doppelsechs sich mit nach vorne einschalten. In unserem Fall kann der defensivere Sechser (Frings) nach Absicherung sich nach vorne Einschalten.
Es gibt sowohl in der Raute, als auch im Rechteck/Trapez zig verschiedene Variationsmoeglichkeiten.
Mir geht es doch hier gar nicht darum mein Lieblingssystem irgendeinem aufzuschwaetzen. Ich habe ueberhaupt kein Lieblingssystem. Ich hatte mal einen Trainer, der hat uns vor der ersten Trainingseinheit (bevor er irgendwelche Spieler kannte) erzaehlt, welches System er spielen wuerde. Von dem Moment an, wusste ich sofort, dass da nicht viel drin ist in seiner Birne.
Ein System richtet sich nach dem Kader. Als Resultat war ich die letzten Jahre ein klarer Verfechter der Raute, und bin dieses Jahr (sollte Marin und Oezil auf dem Platz stehen) klar fuer das Rechteck/Trapez.