[Diskussion] Diverse Spieler (Vage Quellenlage)

Alle sind knallermäßig eingeschlagen und haben zu Recht einen Platz in der Werder "Hall of Fame"!

So ist es. Der Fairness halber muss man noch hinzufügen, daß Eichin für schmales Geld Santi und di Banco dazu geholt hat. Was aber eher was für den Gehaltsetat ist. Den mittelfristigen Kollateralschaden durch FdS konnte Eichin damals ja nicht ahnen und hat deswegen die berühmte späte AK in den Vertrag eingebaut, was uns dann in direkter Linie zu AronJo führt. Und damit die Ablöse für FdS auch wieder nichtig macht denn AronJo war ja nun leider nicht gerade der Glücksgriff.

P.S.: Viele hier wollten ja Baumann nach mittelalterlicher Art aus der Stadt treiben, weil er mit dem Publikumsliebling Santiago Garcia nicht verlängern wollte. Guckt euch noch mal dessen Werdegang nach Werder an, haltet inne und dann geht und küsst Frank Baumann die Füße.
 
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Naja, ich würde mich auch eher als Baumannskeptiker sehen aber diese Personalie wurde seinerzeit gut gelöst.
Er hat sich hier immer reingehauen und vorne schon mal einen reingemacht aber verglichen mit seiner defensiven Denkweise ist Theo ein Abräumer par Excellence.
 
Lass dich nicht in die Irre führen. Eichin hat in der Transferperiode Petersen, Makiadi, Obraniak und Caldirola geholt. Man wollte keine 5mio für AF ausgeben, vorhanden war das Geld aber natürlich.

Irreführend ist wohl eher dein subjektives Empfinden, lassen wir doch mal die tatsächlichen Zahlen sprechen: ;)

- Obraniak kam erst in der Winter-TP 13/14 zu Werder, nicht im Sommer 13 klick

- Die einzelnen Ablösesummen für die v.g. Sommer-Transfers lagen bei je 3 Mio € (Petersen + Makiadi) bzw. 2,25 Mio € (Caldirola) sowie 1,5 Mio € für die Winterverpflichtung Obraniak klick und waren somit deutlich erschwinglicher als Finnbogason mit anberaumten 5 Mio. €

- Das aus der gesamten Sasion 13/14 resultierendes Transferplus von 3,35 Mio. € wurde weitesgehend in die finanzielle Konsolidierung gesteckt, weil bekanntermaßen Werder in jenen Jahren tiefrote Zahlen schrieb (Jahresfehlbeträge vor Steuern: 11/12 14,0 Mio €; 12/13 8,8 Mio.€; 13/14 9,8 Mio €; 14//15: 6,6 Mio € - abrufbar hier), wobei auch die 1,5 Mio € kompensiert werden mussten, die Werder wenige Monate vor der Sommer-TP 2013 in die Stadion GmbH zur Deckung der Zahlungsverpflichtungen des Stadionumbaus pumpte klick

Auch ohne Detailkenntnisse sollte eigentlich ersichtlich sein, daß unter diesen denkbar schlechten Voraussetzungen ein 5-Mio-€-Transfer nicht machbar war bzw. wirtschaftlich unverantwortlich gewesen wäre, so sinnvoll eine Verpflichtung von Finnbogason aus sportlichen Gesichtspunkten auch erschien.




Sorry für OT
 
Auch ohne Detailkenntnisse sollte eigentlich ersichtlich sein, daß unter diesen denkbar schlechten Voraussetzungen ein 5-Mio-€-Transfer nicht machbar war

Blödsinn. Er war finanziell machbar. Man hat nur dem Trainer seinen Wunschtransfer gegeben (Makiadi) und dazu Petersen verpflichtet. Das nennt man Prioritäten setzen und hier hat man sich für die zwei Stürmer Petersen und di Santo entschieden. Wir hätten diese Saison auch einen Spieler für 25mio € holen können. Man sich aber lieber entschieden für die Summe drei zu holen. Prioritäten eben.

Mit Obraniak hast du recht.


Wirklich? Na herzlichen Glückwunsch für das durchbrechen der offenen Tür. Diese Aussage erschließt sich jedem, der in der Grundschule aufgepasst hat, sagt aber natürlich nichts darüber aus, ob Geld da war oder nicht. Prioritäten halt.

EDIT: Um es etwas weniger pamping zu formulieren: Handgeld für di Banco und Ablöse für Petersen waren zusammengenommen sicherlich auch nicht niedriger als z.B. Finnbogason und Lücke. Wirtschaftlich vertretbar ist das, was man für die Prognose der Zukunft glaubt herausholen zu können. Wir haben für erstere jeweils Ablösen bekommen, das waren also keine Flop-Transfers, on the long run allerdings stinken die natürlich ziemlich gegen Lücke und AF ab. "Geht nicht gibts nicht", sagt eine Werbung. Und in diesem Fall war es natürlich viel leichter einen Spieler unter Vertrag zu nehmen den man bereits kannte da schon im Verein, als auf einen neuen zu setzen. Dieser Prozess die Dinge abzuwägen hat aber vordergründig mit den Finanzen zunächst nichts zu tun. Sonst hätte man z.b. damals mal Moreno geholt, nur war man nicht restlos von ihm überzeugt. Zum Glück. Oder Mario Mandzukic. Man war nicht bereit auf das Pokern von Mamic einzugehen, obwohl man das Geld sehr wohl hat. "War zu teuer" ist dann halt die leichteste Ausrede, wird der Gemengenlage aber im seltensten Fall auch nur ansatzweise gerecht.
 
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Blödsinn. Er war finanziell machbar. Man hat nur dem Trainer seinen Wunschtransfer gegeben (Makiadi) und dazu Petersen verpflichtet. Das nennt man Prioritäten setzen und hier hat man sich für die zwei Stürmer Petersen und di Santo entschieden.
Warum wohl hat man sich für Petersen und di Santo im Sturm entschieden? Weil die Priorität bestand, die wirtschaftlich an die Wand gefahrene Karre zu konsolidieren, so daß die geringen Ablösesummen (di Santo ablösefrei, Petersen 3 Mio €) sehr wahrscheinlich eine elemantare Rolle gespielt haben - ganz absehen davon, daß Petersen mit seinen 11 Buden in einen nicht unerheblichen Anteil an den erkrampften Klassenerhalt in der Vorsaison 12/13 hatte. Grundsatzlich hätten wir seinerzeit auch 5 Mio. € für Finnbogason hinlegen können. Stellt sich nur die Frage, in wie weit das wirtschafttlich verantwortbar gewesen wäre? Hierzu geben die nachstehenden Auszüge aus dem Riskobericht des Jahresabschluß 2012/13: sehr deutliche Hinweise:
Auf Grund des erneut enttäuschenden Abschneidens in der Saison 2012/2013 [...] ist in der laufenden Saison 2013/2014 keine signifikante Verbesserung der Ertragssituation im Konzern zu erwarten. Zusätzliche Umsätze im Bereich der medialen Vermarktungsrechte [...] können voraussichtliche Rückgänge in den Bereichen Werbung und Transfer nicht vollständig kompensieren.
Die in der Saison 2012/2013 begonnene Reduzierung der Personalkosten im Lizenzspielerbereich wird auch in der laufenden Saison 2013/2014 weiter fortgesetzt. Auf Basis der Planzahlen [...]für die aktuelle Spielzeit ist eine Reduzierung von rd. EUR 3,3 Mio. unter Berücksichtigung von Punktprämien zu erwarten. Die Fortschritte reichen allerdings noch nicht aus, damit der Konzern auch ohne Teilnahme der Fußballbundesligamannschaft der Konzernmutter an einem internationalen Wettbewerb oder Erfolgen im nationalen Pokal ohne wesentliche Transfereinnahmen ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen kann.
Für das laufende Geschäftsjahr wird derzeit mit einem ähnlichen operativen Ergebnis wie in der abgelaufenen Spielzeit 2012/2013 gerechnet, allerdings mit einem deutlich geringeren Transferertrag. An Investitionen in Spieler sind 2013/2014 rd. EUR 12,5 Mio. vorgesehen. Der Weg der finanziellen Konsolidierung wird also konstant weiter verfolgt. Ein Blick, insbesondere auf die Eigenkapitalentwicklung, macht allerdings sehr deutlich, dass der eingeschlagene Weg der Konsolidierung noch intensiver als bisher beschritten werden muss. [...] Mit dem danach noch vorhandenen Eigenkapital wird es jedoch nicht mehr möglich sein, weiterhin dauerhaft größere Fehlbeträge auszugleichen.

Ich plädiere bekanntermaßen für etwas mehr Mut zum unternehmerischen Risiko in der Transferpolitik. Doch unter den v.g. Voraussetzungen am Ende des Geschäftsjahres 2012/13 einen seinerzeitigen Einzeltransfer i.H. von 5 Mio € gutzuheißen, käme einer Befürwortung eines Finanzgebaren gleich, welches der HSV seit Jahrzehnten praktizierte. Diesen wirtschaftlichen Harakirikurs kann man doch nicht wirklich wollen, oder?
 
Warum wohl hat man sich für Petersen und di Santo im Sturm entschieden? Weil die Priorität bestand, die wirtschaftlich an die Wand gefahrene Karre zu konsolidieren, so daß die geringen Ablösesummen (di Santo ablösefrei, Petersen 3 Mio €) sehr wahrscheinlich eine elemantare Rolle gespielt haben - ganz absehen davon, daß Petersen mit seinen 11 Buden in einen nicht unerheblichen Anteil an den erkrampften Klassenerhalt in der Vorsaison 12/13 hatte. Grundsatzlich hätten wir seinerzeit auch 5 Mio. € für Finnbogason hinlegen können. Stellt sich nur die Frage, in wie weit das wirtschafttlich verantwortbar gewesen wäre? Hierzu geben die nachstehenden Auszüge aus dem Riskobericht des Jahresabschluß 2012/13: sehr deutliche Hinweise:



Ich plädiere bekanntermaßen für etwas mehr Mut zum unternehmerischen Risiko in der Transferpolitik. Doch unter den v.g. Voraussetzungen am Ende des Geschäftsjahres 2012/13 einen seinerzeitigen Einzeltransfer i.H. von 5 Mio € gutzuheißen, käme einer Befürwortung eines Finanzgebaren gleich, welches der HSV seit Jahrzehnten praktizierte. Diesen wirtschaftlichen Harakirikurs kann man doch nicht wirklich wollen, oder?


Danke für deine sachlich fundierte Diskussionsführung!:tnx:
 
Warum wohl hat man sich für Petersen und di Santo im Sturm entschieden?

Um diese Frage ging es aber nicht. Die Frage war: Wieso hat man eigentlich Alfred Finnbogason nicht nach Bremen lotsen KÖNNEN? Und die Antwort ist: Man hat sich um ihn bemüht, man hätte ihn auch haben können, aber aus unterschiedlichsten Gründen war man nicht bereit die Ablöse zu bezahlen. DIESE Gründe, die können wir beide jetzt in epischer Breite diskutieren. Aber mit der eigentlichen Frage hat das nichts mehr zu tun denn die ist lange beantwortet. Also können wir es auch lassen.

Diesen wirtschaftlichen Harakirikurs kann man doch nicht wirklich wollen, oder?

Für die Diskussion, um es nicht unkommentiert stehen zu lassen (und dann können wir es sein lassen ;) ): Das wäre kein Harakiri gewesen, war halt eine Risikoabschätzung. Petersen war bereits da und man kannte ihn. di Santo war ein Risiko weil er ein halbes Jahr nicht gespielt hatte und auch sonst bis dato nicht gerade der Überstürmer war. Geh aber mal davon aus, das auch er sein gutes Handgeld bekommen hat. Nils und FdS zusammen werden nicht wirklich günstiger gewesen sein als AF. Aber damit hat man halt nur einen Stürmer. Der zweite wäre dann Lücke gewesen, dem man den Job aber noch nicht zugetraut hat. Im Nachhinein wissen wir: Hätte man sich mal für Lücke und AF entschieden. Letztlich erkennst du möglicherweise, daß wir hier überhaupt nicht unterschiedlicher Meinung sind. Was daran liegt, daß wir gerade über etwas reden was mit dem Ursprung dieser Diskussion gar nichts zu tun hat. Aber das habe ich ja einen Absatz weiter oben schon beschrieben :beer:
 
Ich plädiere bekanntermaßen für etwas mehr Mut zum unternehmerischen Risiko in der Transferpolitik. Doch unter den v.g. Voraussetzungen am Ende des Geschäftsjahres 2012/13 einen seinerzeitigen Einzeltransfer i.H. von 5 Mio € gutzuheißen, käme einer Befürwortung eines Finanzgebaren gleich, welches der HSV seit Jahrzehnten praktizierte. Diesen wirtschaftlichen Harakirikurs kann man doch nicht wirklich wollen, oder?
Sehe ich anders. Einstein hat mal sinngemäss gesagt: Lieber haue ich ein dickes Brett an eine Stelle als viele dünne.
Und ich glaube, dass auch @FatTony das mit seinen Posts gemeint hat, in dem in der Summation aller Transfers eine Summe von 5 Mio€ für einen Finnbogason möglich gewesen wäre. Genau in dieser Zeit war eine Konsolidierung zwingend. Dabei hat man aber sämtliche Wertsteigerung des Kaders ausgeblendet und nur immer der Not gehorchend Spieler zB in der WP geliehen, um den Gau des Abstiegs abzuwenden.
Es war mEn ein Kardinalfehler den Kader absolut auf Kante zu nähen und nur mit no name Spielern am Wettbewerb Bundesliga teilzunehmen. Kein Wunder dass damals die Sponsoren reihenweise ihre Verträge zu schlechteren Bedingungen verlängert oder beendet haben. Unser grandioser Eichin hat ohne Beteiligung am Weiterverkauf zB einen Arnautovic nach Stoke quasi verschenkt. Dazu hat er einen chron verletzten AJ für fast 5 Mio€ geholt, bei dem die Krankengeschichte bekannt war.
Da wir uns hier im Thread Neuverpflichtungen befinden, muss für Werder jede neue Spieler unter dem Aspekt einer Wertsteigerung angeschafft werden. Unsere Talente werden die Lücken nicht schließen können.
 
Und ich glaube, dass auch @FatTony das mit seinen Posts gemeint hat, in dem in der Summation aller Transfers eine Summe von 5 Mio€ für einen Finnbogason möglich gewesen wäre. Genau in dieser Zeit war eine Konsolidierung zwingend. Dabei hat man aber sämtliche Wertsteigerung des Kaders ausgeblendet und nur immer der Not gehorchend Spieler zB in der WP geliehen, um den Gau des Abstiegs abzuwenden.

Exakt das :tnx:

Um auf die Eingangsfrage zurück zu kommen, eine mögliche Antwort wäre ja gewesen: Wir konnten AF nicht holen weil ein anderer Verein uns überboten hat und damit das Budget überschritten wurde. Oder wir konnten uns nicht auf das Gehalt oder Vertragsdauer einigen. Aber all das traf nicht zu, es wurde eine Ablöse ausgerufen und die wollte man nicht bezahlen, in einer Zeit in der Spieler mehr "weil sie halt gerade da sind" gekauft wurden und nicht hinsichtlich Kaderplanung und Wertsteigerung, genau wie von dir beschrieben. Dessen ungeachtet waren dabei natürlich auch gute Transfers die uns Geld gebracht haben, darf man ja auch nicht unterschlagne.
 
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