Diego (Laufbahn beendet)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Detendo
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Du meinst, dass die "mehrheitsfähige Meinung" die empirische Wahrheit darstellt?
Sicher nicht ! Deswegen hatte ich ja gerade angemerkt, dass ich deine - in meinen Augen - völlig überzogen negativen Analysen zu Diego's Rolle im Dress des SV Werder durchaus auch in fachkundigerer Runde gelegentlich mal testweise nachgefragt habe.

Wenn es nur nach "mehrheitsfähigen" Ansichten ginge, bräuchte man über Aussagen, ob bzw. warum Diego's Wirken beim SV Werder einen schlechten Einfluss auf die Weiterentwicklung des Teams gehabt hat (haben könnte) wohl kaum diskutieren. Da findet sich weder unter Werder-Anhängern noch sonst unter Fußballinteressierten eine Mehrheit (wenn überhaupt nur eine Minderheit). Dass diese tiefschürfenden Analysen "wie Diego seine Mitspieler immer weiter runterzog" etc .) von der breiten Mehrheit als Blödsinn betrachtet werden, sollte auch dir klar sein.

Es mag ja sein, dass du in deinem Experten-Freundeskreis tatsächlich Leute um dich versammelst, die da mit dir auf einem Nenner sind - warum auch nicht. Selbst für die aberwitzigsten Verschwörungstheorien gibt es oftmals durchaus einen Kreis von Leuten (auch mit Intelligenz), die diese Ansichten fachlich/analytisch vertreten (und sich dabei gegenseitig begeistern).

Es ist nur immer die Frage, in welchem Maße ich (als derjenige, der die Weißheit gefunden hat) anderen Leuten auf die Eier gehe, wenn ich feststelle, dass man meine fundierten Anylysen irgendwie nicht schlucken möchte. Da solltest auch du mal irgendwann in dich gehen und analytisch feststellen, dass du ALLES zu dem Thema gesagt hast und dass es dann auch mal gut sein kann. So, wie sich der Özil-Thread zum allgemeinen Jubel/Bewunderungs/Begeisterungs-Thread entwickelt hat (was absolut ok ist) und man da auch keine Leute mehr findet, die in Erinnerung rufen, wie blass er in der letzten Halbserie für den SV Werder daherkam. Es spricht wirklich nichts dagegen, in der Rückschau die Dinge tendenziell ein wenig positiver auszuschmücken. Nur - warum gilt das für Diego nicht zumindest gleichermaßen ? Warum pisst man ihm hier weiter und weiter so penetrant ans Bein ? Das kann ich - bei aller Liebe zur analytischen Betrachtung von Sachverhalten - absolut nicht nachvollziehen.

Wenn es um die "Summe der sportlichen Verdienste für den SV Werder" geht, dann hat Diego sicher einen deutlich höheren Kontostand erarbeitet (Dauer seines Engagements, Konstanz in den Leistungen) als dies Mesut Özil in seiner - kürzeren - Zeit geschafft hat. Ich persönlich werte und beurteile auch nur die Zeit in Bremen und die Spiele, die ich in dieser Zeit persönlich mitverfolgt habe - insbesondere die Spiele im Weserstadion, da ich auswärts nur sehr selten mal dabei bin. Für mich machen Diego's offemnsichtliche Fehlentscheidungen, was seine "Karriereweiterentwicklung" angeht (und sein derzeitiges relativ unfruchtbares Engegagement in WOB) seine für den SV Werder erbrachten tollen Leistungen genausowenig im Nachhinein schlechter, wie die positive Entwicklung von Mesut Özil bei Real Madrid im Nachhinein dessen z.T. auch mal durchwachsene Leistungen für den SV Werder besser machen.

Wenn der SV Werder aktuell oder zur nächsten Saison die Möglichkeit hätte, Diego zurückzuholen (was ja wohl nicht machbar sein dürfte), wäre ich 100% dafür. Eine "Gefährdung für die Weiterentwicklung des tollen kreativen Mittelfeldspiels des SV Werder" würde ich jedenfalls nicht direkt befürchten. Ich hätte da eher die Hoffnung, dass er - neben den positiven Impulsen Richtung gegnerisches Tor - auch dem einen oder anderen talentierten Nachwuchsspieler die Räume auftun könnte, sich weiterzuentwickeln bzw. dass solche Spieler zumindest in der Zeit von Diego's Anwesenheit die entstehenden Freiräume positiv nutzen (so wie Borowski zu Micoud's Zeiten oder Özil, als er zusammen mit Diego spielte.

Und dann noch zu meinen "Block-Kameraden" im Stadion. Da sind tatsächlich einige durchaus sachverständige Anhänger versammelt. Da werden weder irgendwelche dumpfen anti-HSV Gesänge angestimmt noch eigene (oder gegnerische) Spieler ausgepfiffen. Und falls es in meinem Umkreis Leute geben sollte, die z.B. Aaron Hunt einen Kreuzbandriss wünschen, dann behalten sie sowas glücklicher Weise für sich. Vielleicht bin ich ja auch ein wenig verwöhnt durch diese nette und sachverständige Kameradschaft, dass mir die peneranen Diego-Verse hier so unangenehm aufstoßen.
 
Und bei Diego`s Spielzeiten in Turin und bisher in WOB resultierten fast alle seiner Assists aus Standards.
Mal abgesehen davon, dass - wie bereits gesagt - das Auftreten in anderen Mannschaften in der Zeit nach dem Engagement beim SV Werder eher wenig Aussagekraft hat, wenn es um die Beurteilung der Zeit beim SV Werder geht (Fußball ist ja schließlich immer noch ein Mannschaftssport):

Standard-Situationen, die zu Torerfolgen führen ?
Das klingt ja nicht ganz uninteressant. Das wäre doch schon mal was - auch und gerade für den SV Werder in seiner derzeitigen Situation.

Kurios ist natürlich sowieso, wie man - gerade in der derzeitigen Situation - über die "Art des Zustandekommens von Werder-Toren" philosophieren kann (mehr oder weniger "herausgespielte" Tore - wie auch immer wer auch immer definiert, wann ein Tor herausgespielt ist ...). Zumindest die Ansprüche an das Spiel des SV Werder bleiben auf sehr hohem Niveau hier - wenn schon das Spiel selbst z.T. kaum mehr zum Anschauen ist (lange Bälle und Hoffen auf zufällige Abpraller - oder wie man das zuletzt getestete System nennt ...).
 
So ist es mit dem Diskutieren immer schwierig: Du schreibst, man haut auf Diego ein - ich schreibe: Das tu ich nicht, es geht nur darum, dass er aktuell nicht in der Verfassung ist, uns weiter zu helfen.
Es geht mir doch gar nicht darum, daß irgendjemand auf ihn einhaut. Das tust Du sicher nicht. Mir geht es generell nur ehrlich gesagt etwas auf die Nerven, daß man hier in diesem Threat den Eindruck gewinnen kann, daß wir von einem der schädlichsten, egomanster Antifußballer sprechen, der je für Werder gekickt hätte!(bewusst überzeichnet formuliert) Der uns weit mehr geschadet hat, als er uns seinerzeit mit seinen Methoden half. Und das ist so nicht ganz richtig, da muß ich "Paul Tergat" absolut zustimmen. Hier wird mir im nachhinein ein Bild versucht hartnäckig zu kreieren, daß wir alle doch bitteschön heilfroh sein müssen, daß er weg ist. Das halte ich im nachhinein schon fast für krankhaft. Seine Werte werden ignoriert oder versucht im Nachhinein mit abstrakten, anderen Statistiken anderer Spieler zu verzerren. Ich frage ich auch, ob Juve und WOB einfach nur kpl. unfähige Menschen in ihren Reihen haben, die alle nicht in der Lage waren und sind, zu erkennen , was Diego doch für eine unnütze Mogelpackung ist. Hätten sie euch beide doch ganz einfach vorher nur gefragt...
Ich frage mich zudem, wie müsst ihr beiden bloss während der Diego-Dikatur gelitten haben!? Es muß furchtbar für euch gewesen sein, dieses ach so heilen One-Touch-Fußballs beraubt worden zu sein. Was waren eure Reaktionen, als Diego seine Freistöße verwandelte? Seine sehenswerten Tore erzielte? Hamburg demütigte? Aus 40 Metern einfach mal (erfolgreich) draufhielt? Pizarro in Szene setzte??Habt ihr gelitten? Evtl. sogar geweint? Wenn ja, aus Freude oder Verzweiflung? Oder habt ihr insgeheim die Faust in der Tasche geballt, wenn Diego im Pokalfinale "taktisch clever" 3 Leute auf sich zog und dann "Spielverständnis" offenbarte, in dem er im richtigen Zeitpunkt Özil bediente? Gejubelt haben werdet ihr wohl kaum...
Der Verweis auf die heutigen Situation, in der, das habe ich auch geschrieben, ein sehr guter Individualist vielleicht sogar weiterhelfen könnte, ist nicht maßgeblich, weil wir a) keinen Diego bezahlen könnten und b) er uns vielleicht in dieser Situation, aber nicht dauerhaft weiterhilft
Ich glaube Du missverstehst da grundsätzlich etwas. Ich spiele nicht wirklich ernsthaft mit dem Gedanken, ihn wieder zu holen, allein schon, da dies finanziell nicht machbar wäre. Ober uns dauerhaft weiterhelfen könnte, steht tatsächlich auf einem anderen Blatt. Aktuell könnte er es in meinen Augen sicherlich. Es geht mir lediglich um die Art und Weise, wie seine aktive Zeit bei uns hier im nachhinein bewertet und verwässert wird, nicht mehr, nicht weniger.
Wenn wir über die Zukunft Werders reden wollen, dann müssen wir die Vergangenheit und damit auch Diego, mal außen vor lassen. Und auch die verkorkste Gegenwart ist dabei nicht wichtig, weil wir im Sommer uns überlegen müssen, wie es weiter geht und welcher Weg mit der zur Verfügung stehenden Wirtschaftskraft, der richtige ist. Diego ist es nicht.
Das die Gegenwart "nicht wichtig" ist, kann ich nur bedingt ernst nehmen, denn diese Aussage ist reichlich naiv. Was im Sommer kommt, ist Zukunftsmusik und hängt zunächst davon ab, ob wir diese Spielklasse überhaupt halten, was schwierig genug werden könnte. In der Gegenwart haben wie eine der größten Krisen zu bewältigen, in der der Coach und KA mehr denn je in Frage steht.
Das das alles nicht direkt mit Diego zusammenhängt, habe ich zumindest auch nicht behauptet. Es zeigt nur lediglich, daß in der Ära Diego hier nicht alles so schlecht gewesen sein kann, denn jetzt sind wir weder "schwerer ausrechenbar", noch in irgendeiner Form "taktisch flexibler". Und von einer auf mehreren Schultern verteilter "Last" kann auch nicht wirklich die Rede sein. Jedenfalls scheint einigen ihr Anteil deutlich zu schwerr zu sein.
Zitat von Mick_666
Warum wusste ich schon vorher, dass Du dich an dem Wort "Umbruch" aufhängst?
Evtl. weil es in etwa so passend war, wie das prognostizieren unserer Restchancen auf die Meisterschaft!?;)
Von einem Umbruch kann nun wirklich keine Rede sein, diesen Begriff könnte man dann in jeder x-beliebigen Saison missbrauchen.
Das war so nicht richtig , aber der unwichtigste Teil des Beitrages.
Schon klar.
 
Es geht mir doch gar nicht darum, daß irgendjemand auf ihn einhaut. Das tust Du sicher nicht. Mir geht es generell nur ehrlich gesagt etwas auf die Nerven, daß man hier in diesem Threat den Eindruck gewinnen kann, daß wir von einem der schädlichsten, egomanster Antifußballer sprechen, der je für Werder gekickt hätte!(bewusst überzeichnet formuliert) Der uns weit mehr geschadet hat, als er uns seinerzeit mit seinen Methoden half. Und das ist so nicht ganz richtig, da muß ich "Paul Tergat" absolut zustimmen. Hier wird mir im nachhinein ein Bild versucht hartnäckig zu kreieren, daß wir alle doch bitteschön heilfroh sein müssen, daß er weg ist. Das halte ich im nachhinein schon fast für krankhaft. Seine Werte werden ignoriert oder versucht im Nachhinein mit abstrakten, anderen Statistiken anderer Spieler zu verzerren. Ich frage ich auch, ob Juve und WOB einfach nur kpl. unfähige Menschen in ihren Reihen haben, die alle nicht in der Lage waren und sind, zu erkennen , was Diego doch für eine unnütze Mogelpackung ist. Hätten sie euch beide doch ganz einfach vorher nur gefragt...
Ich frage mich zudem, wie müsst ihr beiden bloss während der Diego-Dikatur gelitten haben!? Es muß furchtbar für euch gewesen sein, dieses ach so heilen One-Touch-Fußballs beraubt worden zu sein. Was waren eure Reaktionen, als Diego seine Freistöße verwandelte? Seine sehenswerten Tore erzielte? Hamburg demütigte? Aus 40 Metern einfach mal (erfolgreich) draufhielt? Pizarro in Szene setzte??Habt ihr gelitten? Evtl. sogar geweint? Wenn ja, aus Freude oder Verzweiflung? Oder habt ihr insgeheim die Faust in der Tasche geballt, wenn Diego im Pokalfinale "taktisch clever" 3 Leute auf sich zog und dann "Spielverständnis" offenbarte, in dem er im richtigen Zeitpunkt Özil bediente? Gejubelt haben werdet ihr wohl kaum...

Erst einmal würde ich mich doch freuen, wenn Du Mick und mich ein wenig auseinander halten könntest. Auch das würde die Diskussion erheblich vereinfachen. Bei Dir klingt das alles irgendwie, als würden Mick oder ich eine Art Front gegen Diego machen und das trifft es gar nicht. Mick schreibt - und da bin ich mit ihm einig, Diego ist kein strategisch denkender Mittelfeldregisseur. Er und auch ich werden nicht müde, immer wieder seine hervorragenden individuellen Eigenschaften über den grünen Klee zu loben. Also grundsätzlich: Es will ihm hier niemand etwas Böses oder in irgendeiner Form an seinem Denkmal kratzen. Denn er war in der Zeit, in der er hier wirkte unser wichtigster Spieler, die dominierende fußballerische Instanz hier. Nur war er das auf eine andere Art und Weise, als es z.B. Johan Micoud war und Özil, sofern er denn noch ein paar mehr Jahre hier drangehängt hätte, es hätte werden können.

Insofern kannst Du ganz beruhigt sein: Ich habe mich über die Erfolge und Erfolgserlebnisse mit ihm gefreut. Dein Versuch, mich in irgendeine Ecke zu stellen, ist daher ein ziemlich kläglicher Versuch, billigen Beifall zu erhaschen.

Die Ausgangsdiskussion war eben eine Andere: Nämlich die, dass der User Boxmulla mich frogte, welcher Fußball MEINER Vorstellung von einem attraktiven, effektiven Spiel entspricht. Das ist nicht der, den wir mit Diego erlebt haben - aber kein Grund, sich nicht darüber zu freuen, wenn er mitunter auch schön mit anzusehen (ich schaue mir auch gerne schöne Freistoßtore und schön heraus geholte Elfmeter an - deswegen mag ich Marin auch so sehr :knutsch: ) und zudem noch erfolgreich ist. Es ist langsam etwas jämmerlich, wenn hier ständig versucht wird, irgendein Bild von Jedermann zu skizzieren, der es wagt, auch nur in geringster Weise gegen das Denkmal Diego zu pinkeln. Das betrifft nicht nur Dich hier in diesem Thread - das betrifft vor allem die Anfeindungen Mick ggü., der lediglich auch seine Meinung vertritt. Die muss nicht jeder teilen, aber allein auf das Argument "er ist halt ein elitärer Theorie-Pinkel", ist auf Dauer etwas dünn und wird langsam auch etwas langweilig.


Ich glaube Du missverstehst da grundsätzlich etwas. Ich spiele nicht wirklich ernsthaft mit dem Gedanken, ihn wieder zu holen, allein schon, da dies finanziell nicht machbar wäre. Ober uns dauerhaft weiterhelfen könnte, steht tatsächlich auf einem anderen Blatt. Aktuell könnte er es in meinen Augen sicherlich. Es geht mir lediglich um die Art und Weise, wie seine aktive Zeit bei uns hier im nachhinein bewertet und verwässert wird, nicht mehr, nicht weniger.

da sind wir uns ausnahmsweise mal einig.

Und: Es wird nicht verwässert. Es werden nur Meinungen wiedergegeben.


Das die Gegenwart "nicht wichtig" ist, kann ich nur bedingt ernst nehmen, denn diese Aussage ist reichlich naiv. Was im Sommer kommt, ist Zukunftsmusik und hängt zunächst davon ab, ob wir diese Spielklasse überhaupt halten, was schwierig genug werden könnte. In der Gegenwart haben wie eine der größten Krisen zu bewältigen, in der der Coach und KA mehr denn je in Frage steht.

Die Gegenwart ist natürlich wichtig, denn sie ist Grundstock der Zukunft. Aber ständig unser desolates aktuelles Auftreten, als Argument dafür anzuführen, dass mit Diego alles töfte war, ist i´wie auch nicht richtig. Nicht richtig, weil es z.B. in der Hinserie 09/10 gezeigt wurde, wie es besser laufen kann. Nicht richtig, weil wir auch heute nicht das aus der Mannschaft heraus holen, was nominell möglich wäre - das hat seine Gründe. Sei es die Kaderzusammensetzung, seien es Verletzungsausfälle oder die Tatsache, dass JEDER in diesem Kader, aktuell mindestens 30% unter seinen Möglichkeiten bleibt. Natürlich hat auch das wieder seine Gründe in der taktischen Ausrichtung und der Zusammensetzung der Mannschaft usw. Aber als schlagkräftiges Argument dafür, dass Diego der große Gestalter ist und mit ihm alles besser wäre, kannst Du das nicht anbringen. Dafür ist er auch in WOB einfach zu schlecht.
 
@KolDiego
Du lebst scheinbar in einer Parallelwelt, was Deinen Lieblingsspieler angeht.
Ich lass sie Dir gerne, aber einen Tip gebe ich Dir dann doch noch: schau mal in Dein eigens hier reingestelltes Shadiego-Video, selbst da, bei seinen Sahneteilen, wo alles auf die Tore und Standards reduziert wird, wirst Du es in zwei Szenen feststellen. Sofern man das will und Du verstanden hast, wie ich es meinte.

Dann gebe ich dir auch nochmal einen Tipp. Schaue dir nochmal zum Beispiel dieses Video an:
http://www.youtube.com/watch?v=agTH4yC2zYA&feature=related
Dort sieht man sehr wohl an seinen Pässen, dass er den Blick für den Raum hat.
 
Es geht mir doch gar nicht darum, daß irgendjemand auf ihn einhaut. Das tust Du sicher nicht. Mir geht es generell nur ehrlich gesagt etwas auf die Nerven, daß man hier in diesem Threat den Eindruck gewinnen kann, daß wir von einem der schädlichsten, egomanster Antifußballer sprechen, der je für Werder gekickt hätte!(bewusst überzeichnet formuliert) Der uns weit mehr geschadet hat, als er uns seinerzeit mit seinen Methoden half. Und das ist so nicht ganz richtig, da muß ich "Paul Tergat" absolut zustimmen. Hier wird mir im nachhinein ein Bild versucht hartnäckig zu kreieren, daß wir alle doch bitteschön heilfroh sein müssen, daß er weg ist. Das halte ich im nachhinein schon fast für krankhaft. Seine Werte werden ignoriert oder versucht im Nachhinein mit abstrakten, anderen Statistiken anderer Spieler zu verzerren. Ich frage ich auch, ob Juve und WOB einfach nur kpl. unfähige Menschen in ihren Reihen haben, die alle nicht in der Lage waren und sind, zu erkennen , was Diego doch für eine unnütze Mogelpackung ist. Hätten sie euch beide doch ganz einfach vorher nur gefragt...
Ich frage mich zudem, wie müsst ihr beiden bloss während der Diego-Dikatur gelitten haben!? Es muß furchtbar für euch gewesen sein, dieses ach so heilen One-Touch-Fußballs beraubt worden zu sein. Was waren eure Reaktionen, als Diego seine Freistöße verwandelte? Seine sehenswerten Tore erzielte? Hamburg demütigte? Aus 40 Metern einfach mal (erfolgreich) draufhielt? Pizarro in Szene setzte??Habt ihr gelitten? Evtl. sogar geweint? Wenn ja, aus Freude oder Verzweiflung? Oder habt ihr insgeheim die Faust in der Tasche geballt, wenn Diego im Pokalfinale "taktisch clever" 3 Leute auf sich zog und dann "Spielverständnis" offenbarte, in dem er im richtigen Zeitpunkt Özil bediente? Gejubelt haben werdet ihr wohl kaum...

:applaus: :applaus:
Amen :tnx:
War Mick es nicht auch, der Diego im Pokalfinale noch einen Fehler vorgewurfen hat bei der Aktion, die zum Tor führte? :lol:
 
:applaus: :applaus:
Amen :tnx:
War Mick es nicht auch, der Diego im Pokalfinale noch einen Fehler vorgewurfen hat bei der Aktion, die zum Tor führte? :lol:

Insofern kannst Du ganz beruhigt sein: Ich habe mich über die Erfolge und Erfolgserlebnisse mit ihm gefreut. Dein Versuch, mich in irgendeine Ecke zu stellen, ist daher ein ziemlich kläglicher Versuch, billigen Beifall zu erhaschen.

Das betrifft nicht nur Dich hier in diesem Thread - das betrifft vor allem die Anfeindungen Mick ggü., der lediglich auch seine Meinung vertritt. Die muss nicht jeder teilen, aber allein auf das Argument "er ist halt ein elitärer Theorie-Pinkel", ist auf Dauer etwas dünn und wird langsam auch etwas langweilig.

Das meinte ich damit.
 
Die einen nennen es einen "kläglichen Versuch, Beifall zu erhaschen", die andern nennen es einen dezenten Hinweis auf eklatante "analytische Ausfälle" des Chefkritikers hier. Ich neige da eher zu der zweiten Einstufung.

Den kläglichen Versuch, "Diegos Defizite und Fehlverhalten" an der Szene zum 1:0 im Pokalfinale gegen Leverkusen festzumachen, sehe ich immer noch als eines der high- bzw. eher low-Lights in der Diskussion hier an.
 
Was ist denn da eine Anfeindung?:confused:
Er hat doch Recht, Mick war es glaube ich wirklich, der Diego's Pass im Pokalfinale als "falsch" hinstellte.

Das betrifft nicht nur Dich hier in diesem Thread - das betrifft vor allem die Anfeindungen Mick ggü., der lediglich auch seine Meinung vertritt. Die muss nicht jeder teilen, aber allein auf das Argument "er ist halt ein elitärer Theorie-Pinkel", ist auf Dauer etwas dünn und wird langsam auch etwas langweilig.
Doch, weil wenn man anderer Meinung ist, wird diese ja von ihm auch nicht akzeptiert, sondern kaputt geredet.

Auch für mich war Diego ein begnadeter Techniker mit tollem Dribbling. Er hatte nicht das Spielverständnis eines Özils (hier von Kahn geadelt ab 1:00 http://www.youtube.com/watch?v=mWdys-q375Y ), jedoch ist es keinesfalls so, dass er überhaupt keins hat bzw ein Spiel null gestalten, sondern nur zerstören kann. Würde er keine Ahnung von Laufwegen und dem Antizipieren haben, wären manche Pässe nie so von ihm gespielt worden.
Der allerbeste ist er da gewiss nicht, seine Vorteile lagen in anderen Bereichen, jedoch halte ich persönlich es für übertrieben, dass er wir uns durch ihn zurück entwickelt haben oder Ähnliches.
Denn man sieht ja an unserer derzeitigen Situation, ohne Egoman, dass die spielrischen/heraus gespielten Momente nicht wirklich mehr werden bzw sogar eher im Gegenteil.

Aber als schlagkräftiges Argument dafür, dass Diego der große Gestalter ist und mit ihm alles besser wäre, kannst Du das nicht anbringen.
Das ist richtig, aber genauso wenig ist es ein schlagkräftiges Argument, dass mit ihm alles schlechter wäre und vor allem war.
 
Die einen nennen es einen "kläglichen Versuch, Beifall zu erhaschen", die andern nennen es einen dezenten Hinweis auf eklatante "analytische Ausfälle" des Chefkritikers hier. Ich neige da eher zu der zweiten Einstufung.

Den kläglichen Versuch, "Diegos Defizite und Fehlverhalten" an der Szene zum 1:0 im Pokalfinale gegen Leverkusen festzumachen, sehe ich immer noch als eines der high- bzw. eher low-Lights in der Diskussion hier an.
:tnx:
Man ey, ohne dieses Fehlverhalten hätten wir in der Saison keinen Titel gewonnen, so ein Mist...:D
 
Erst einmal würde ich mich doch freuen, wenn Du Mick und mich ein wenig auseinander halten könntest.
OK, ich versuch´s, aber es gibt Schnittmengen...:D
Nur war er das auf eine andere Art und Weise, als es z.B. Johan Micoud war und Özil
Das man die 3 nicht vergleichen kann, stand wohl nie zur Debatte.
Mick schreibt - und da bin ich mit ihm einig, Diego ist kein strategisch denkender Mittelfeldregisseur
Ob Du´s glaubst oder nicht, aber das seh ich im Grunde ebenso. "strategisch denkend" war er nicht unbedingt, er war eher jemand - wie hatte Mick das noch bei Lukas P. aus K. bezeichnet - der einfach ein begnadeter Kicker ist. Auch wenn bei LP geteilter Meinung seinkann, würde ich dies auch auf Diego beziehen. Er wollte quasi einfach nur kicken.
Und das tat er in der Regel recht gut. Das er alles andere als bspw. das strategisch denkende Element war, wie JM es in beispileloser Weise war, steht außer Frage.
Insofern kannst Du ganz beruhigt sein: Ich habe mich über die Erfolge und Erfolgserlebnisse mit ihm gefreut.
Puh, dann bin ich beruhigt.:grinsen:
(ich schaue mir auch gerne schöne Freistoßtore und schön heraus geholte Elfmeter an - deswegen mag ich Marin auch so sehr :knutsch: )
Ja, MM´s Freistoßtore sind ein Augenschmaus...;)
Es ist langsam etwas jämmerlich, wenn hier ständig versucht wird, irgendein Bild von Jedermann zu skizzieren, der es wagt, auch nur in geringster Weise gegen das Denkmal Diego zu pinkeln.
Wegen mir kann man gerne urinieren wohin man will.
Ich empfinde nur halt in der Rückschau hätte Diego dann doch etwas mehr Anerkennung und Respekt verdient. Denn er hat nicht zuletzt auch einen nicht geringen Anteil daran gehabt, daß dieser Verein in dieser Zeit durchaus Sympathien gewann und generell für durchau guten und ja, auch attraktiven Fußball gelobt wurde. Auch wenn das taktisch vielleicht nicht immer einwandfrei war. Wie gesagt, mir wird das Bild von ihm leider oftmals etwas zu düster gezeichnet, was ich ungerechtfertigt finde. Ich möchte die Zeit nicht missen und ich bin auch der Meinung, daß grade ein MÖ inseiner Anfangszeit durchaus nicht unglücklich war, ihn neben sich zu haben, während der fokus noch nicht gänzlich auf ihm lag und er sich grade am Anfang neben ihm in Ruhe entwickeln konnte. Von der dank seines Auftretens hier generierten Ablöse ganz zu schweigen. Nicht mehr, nicht weniger.
Das betrifft nicht nur Dich hier in diesem Thread - das betrifft vor allem die Anfeindungen Mick ggü., der lediglich auch seine Meinung vertritt.
Joar bedingt. Seine "Meinung" ist auch nicht immer sehr diplomatisch verpackt und endet nicht selten mit Hinweisen, daß andere User schon "erst lesen und verstehen" müssten, was immer etwas anmaßend klingt.
Aber ständig unser desolates aktuelles Auftreten, als Argument dafür anzuführen, dass mit Diego alles töfte war, ist i´wie auch nicht richtig.
Korrekt, dennoch zeigt unsere jetzige Situation zum einen, daß es mit ihm eben auch nicht so schlecht war, wie teils der Eindruck vermittelt wird und das wir zur Zeit im Grunde völlig führungs- und systemlos dahintreiben, da weder ein Diego oder ein Özil vorhanden sind und man leider auf eine alternative, kreative Person verzichtete.
 
Die Diskussion aus dem Pokalspiel habe ich, ehrlich gesagt, nicht verfolgt.

Es geht auch nicht darum, ob er das so geschrieben hat (ich weiß es ehrlich gesagt auch nicht) - es geht darum, dass man Aussagen von Mick oder von mir, ironisch überzieht um damit der anderen Seite der Lächerlichkeit preis zu geben und dadurch billigen Applaus von der falschen Seite erhält. Von Leuten, die es nicht schaffen, auch nur einen konstruktiven Post zum Thema beizutragen, aber auf jeden Fall der Meinung sind, mit einer Reihe von Smilies, könne man jegliche Diskussion um den eigenen Liebling unterbinden.
 
OK, ich versuch´s, aber es gibt Schnittmengen...:D

wie im Verlaufe Deines Beitrages noch zu lesen sein wird, gibt es die sogar zwischen Dir und mir.

Das man die 3 nicht vergleichen kann, stand wohl nie zur Debatte.

ich wollte es nur noch einmal gesagt haben. Micoud hat unser Spiel nachhaltig geprägt. Ob nun Schaaf´s Vorstellung vom Spiel unter Micouds Stern geboren wurde, oder ob Micoud nun einfach der Richtige zum richtigen Zeitpunkt war, sei dahingestellt. Für mich ist es jedenfalls sonnenklar, dass JM eine Stilikone bei Werder mit nachhaltigem Einfluss war. Das war Diego nicht, weil nichts von ihm geblieben ist, außer tollen Erinnerungen.

Ob Du´s glaubst oder nicht, aber das seh ich im Grunde ebenso. "strategisch denkend" war er nicht unbedingt, er war eher jemand - wie hatte Mick das noch bei Lukas P. aus K. bezeichnet - der einfach ein begnadeter Kicker ist. Auch wenn bei LP geteilter Meinung seinkann, würde ich dies auch auf Diego beziehen. Er wollte quasi einfach nur kicken.

richtig. Wobei LP scheinbar nicht das Standing eines Diego´s hier hat. Beides aber sehr gute Kicker.

Ich empfinde nur halt in der Rückschau hätte Diego dann doch etwas mehr Anerkennung und Respekt verdient.

Ja wie viel denn noch? Außer: Ein begnadeter Kicker, mit dem wir tolle Erfolge feierten. Ist das zu viel der Schmähung?

Ich füge noch hinzu: Mit ihm waren wir taktisch unflexibel und waren damit leicht auszurechnen.

...sag mir, ab wann Du´s nicht mehr aushältst.

Weiter: Daher haben wir mit ihm, in entscheidenden Spielen immer wieder versagt, weil es leicht war, Diego auszuschalten.

gehts noch?

gut, dann: Im Endspiel des UEFA-Pokals fehlte er und wir waren nicht darauf vorbereitet, weil wir über kein taktisches Mittel verfügten, das zu kompensieren. Das war auch die "Schuld" eines Diego´s.

...den restlichen Schmerz erspare ich Dir. :D

Joar bedingt. Seine "Meinung" ist auch nicht immer sehr diplomatisch verpackt und endet nicht selten mit Hinweisen, daß andere User schon "erst lesen und verstehen" müssten, was immer etwas anmaßend klingt.

Ach so. Was soll ich darauf sagen? Dass das alles eine Frage von Ursache und Wirkung ist? Wäre ne gute Antwort.


Korrekt, dennoch zeigt unsere jetzige Situation zum einen, daß es mit ihm eben auch nicht so schlecht war, wie teils der Eindruck vermittelt wird und das wir zur Zeit im Grunde völlig führungs- und systemlos dahintreiben, da weder ein Diego oder ein Özil vorhanden sind und man leider auf eine alternative, kreative Person verzichtete.

Unsere jetzige Situation zeigt vor allem, dass der Typus Spieler, den wir benötigen, nicht auf den Bäumen wächst. Dass wir es nicht geschafft haben, das kreative Loch zu stopfen, mit dem, was wir haben. Das hat damit zu tun, dass die Neuen (Arnautovic, Wesley) aus verschiedensten Gründen noch nicht die Wirkung haben, die man sich erhoffte, dass Marin und Hunt hinter ihren Möglichkeiten bleiben, dass die Nachzöglinge aus dem Jugendbereich, das noch nicht leisten können. Vielleicht hat man sogar mit einem Loch in diesem Jahr gerechnet - sicher aber nicht mit einem so Tiefen. Vermutlich hat man diese Situation unterschätzt.
 
Die Diskussion aus dem Pokalspiel habe ich, ehrlich gesagt, nicht verfolgt.
Dann lohnt es sich auf alle Fälle, hier nochmal folgendes (erschreckendes) Zitat zu bringen:

Ein 1:0 - Tor im Pokalfinale ...
Was die "geniale Art und Weise" der Vorbereitung des angesprochenen Treffers angeht, so lohnt vielleicht mal ein Blick darauf:
Abgefangener Leverkusener Angriff, schneller Abschlag Wiese, im zentralen Mittelfeld bekommt der Leverkusener Spieler den Kopfball nicht richtig, der abgefälscht zu Almeida (!) vorne springt.
In diesem Moment ideale Ausgangsposition für Werder: Gegner im Umkehrspiel erwischt, im lockeren Verband, dadurch grosser Raum zwischen ALLEN Mannschaftsteilen.
Almeida lässt, diesmal sogar gedankenschnell, mit nur einem Kontakt in eben diesen freien Raum prallen zu Diego - und geht sofort steil. Dadurch bieten sich Diego drei Optionen: links diagonal, rechts zum Weiterleiten und zentral der Heber (um den Ball genauso zu Hugo schnell zurück zu bringen, der dann möglicherweise sogar frei vorm Torwart gewesen wäre). Ein Überraschungsmoment, welches selten in dieser Form vorkommt und raumgreifender kaum zu nutzen wäre. Diego aber dribbelt exakt in die einzige, sich im Zentrum gebildete, irritierte Leverkusener Spielertraube hinein, um erst dann die - durch ihn (!) einzig überbliebene Option - nämlich Özil links - zu nutzen. Tempo für den Moment rausgenommen, Optionen komplett verschenkt.

ABER - es sah erstmal gut aus, denn vordergründig schaffte er mit dieser Aktion sogar Raum (obwohl das im Grunde abstrus ist, denn der diagonale Weg aussen war sofort frei), konnte ein kurzes, tolles Dribbling "anbieten" - und ein Assist kam auch noch dabei raus. Dafür lässt Diego sich natürlich feiern.
Selbst diese, sogar erfolgreiche "Sahne-Aktion", diese "Genialität" die die "Merkbefreiten" nicht wahrhaben wollen, zeigt in Teilen die Bandbreite seiner Fähigkeiten, was Spielgestaltung angeht. Von anderen Aktionen in dieser Partie wollen wir gar nicht erst anfangen.
Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass man ihn in der Folge zu der einen oder anderen Korrektur an der z.T. schon einfach falschen Sachverhaltsdarstellung bewegen konnte. In jedem Fall aber einzigartig, wie man eine solche Spielsituation in einem solchen Spiel allen Ernstes zum Teil einer negativen Analyse machen kann.
 
Ja wie viel denn noch? Außer: Ein begnadeter Kicker, mit dem wir tolle Erfolge feierten. Ist das zu viel der Schmähung?

Ich füge noch hinzu: Mit ihm waren wir taktisch unflexibel und waren damit leicht auszurechnen.

...sag mir, ab wann Du´s nicht mehr aushältst.

Weiter: Daher haben wir mit ihm, in entscheidenden Spielen immer wieder versagt, weil es leicht war, Diego auszuschalten.

gehts noch?

gut, dann: Im Endspiel des UEFA-Pokals fehlte er und wir waren nicht darauf vorbereitet, weil wir über kein taktisches Mittel verfügten, das zu kompensieren. Das war auch die "Schuld" eines Diego´s.

...den restlichen Schmerz erspare ich Dir. :D

Zitat von mick:
Klar haben Micoud oder Özil auch öfter schlecht gespielt. Nur der Unterschied zu Diego ist eben, dass solche Spieler, wenn sie schlecht spielen, auch dann noch den Ball laufenlassen, die Ordnung im Spiel nicht durcheinanderbringen und wenigstens die anderen nicht vom Fussballspielen abhalten. Wenn Diego schlecht spielte, was übrigens auch viel öfter vorkam, als uns hier weisgemacht wird, hat er praktisch immer die ganze Mannschaft mit runtergezogen, einfach deshalb, weil er die Bälle im Mf an sich zog.

Es geht nicht darum, dass es Kritik gibt und man sagt, es war nicht alles perfekt mit ihm.
Aber solche Aussagen, wie die Dickgedruckten auf solche beziehe ich mich und ich denke mal auch 5vor12, dass das dann doch etwas mit Respektlosigkeit zu tun hat. Genauso wurde sobald es darum ging, dass Diego uns aber auch mit entscheidenden Toren/Torvorlagen geholfen hat, niedergeschmettert in dem dann solche Leistungen noch schlecht gemacht wurden (sei es gewisse Spiele, die aufgezählt wurden und natürlich im Extremfall das besagte Pokalfinale).
 
Dann lohnt es sich auf alle Fälle, hier nochmal folgendes (erschreckendes) Zitat zu bringen:

Zu seiner Ehrenrettung sei gesagt, dass man ihn in der Folge zu der einen oder anderen Korrektur an der z.T. schon einfach falschen Sachverhaltsdarstellung bewegen konnte. In jedem Fall aber einzigartig, wie man eine solche Spielsituation in einem solchen Spiel allen Ernstes zum Teil einer negativen Analyse machen kann.

Paul, richtig ist, was letztlich zum Erfolg führt. In diesem Falle war es so. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Ob Diego in dieser Situation andere Anspieloptionen hatte, die auch oder vielleicht noch vielversprechender waren, sei dahingestellt. In diesem Augenblick hat er wohl das Richtige getan, denn es hat am Ende zum Erfolg geführt. Ändert aber nichts daran, dass er (Mick) aufgrund dieser Aussage, nicht in allen Belangen falsch liegt.

Es geht nicht darum, dass es Kritik gibt und man sagt, es war nicht alles perfekt mit ihm.
Aber solche Aussagen, wie die Dickgedruckten auf solche beziehe ich mich und ich denke mal auch 5vor12, dass das dann doch etwas mit Respektlosigkeit zu tun hat. Genauso wurde sobald es darum ging, dass Diego uns aber auch mit entscheidenden Toren/Torvorlagen geholfen hat, niedergeschmettert in dem dann solche Leistungen noch schlecht gemacht wurden (sei es gewisse Spiele, die aufgezählt wurden und natürlich im Extremfall das besagte Pokalfinale).

Ob er die anderen vom Fußballspielen abgehalten hat? Ich denke nicht. Denn irgendwie haben "die Anderen" zumindest ihren Teil dazu beigetragen, dass das was dort ablief, nicht zielführend war. Viele haben sich versteckt - das habe ich damals so erkannt und auch geschrieben. Ob es auch anders mit einem Diego im Team sein kann? Seine Vita sagt zumindest aus, dass es dort Probleme gibt. Nichts anderes behaupte ich.

Wenn Mick daraus macht, er hielte die Anderen davon ab oder er ziehe die Mannschaft herunter, dann beruht das vielleicht auf den Schluss, dass es bis dato mit Diego, sofern mir bekannt, taktische Variieren, situationsabhängiges Taktieren, nicht gab. Ich denke aber nicht, dass dieser Schluss immer zutreffen muss. Nur: hier ein Vergleich mal ohne Autos, aber mit einem Orchester: Man muss wissen, wann man sich mal zurück nimmt bzw. seine Präsenz dosiert, um dem Ziel näher zu kommen.
 
@Paul Tergat
Tja, schade nur, dass Du allein diese Szene immer und immer wieder brauchst, die Du als vermeintlich gefundenes Fressen ausgemacht hast. Mal abgesehen davon, dass Du und andere bis heute nicht verstanden haben (oder nicht wollen), was ich damit meinte, z. Bsp. die Situation, bevor Diego dort an den Ball kommt, die Optionen, das Verhalten der Nebenleute usw., dass Du die Diskussion aus dem Zusammenhang reisst, dass ich bestätigt habe, dass Diego die eine vielversprechendste Option nutzt...na gut lassen wir das.

Bezeichnenderweise stellst Du im Kontext in den Raum, Dich mit fachlich berufeneren Kreisen (Trainer und/oder aktive Fußballer) unterhalten zu haben, die etwas "von Fussball verstehen". Da war ich ehrlich gesagt richtig gespannt, was dann aber kam, war das übliche Getöse "abstrus", "Lachnummer", "Ungläubigkeit, Unverständnis, Kopfschütteln und Widerspruch". Gerade der Widerspruch - inwiefern, warum, in welchem Zusammenhang etc. - hätte mich tatsächlich interessiert. Aber letztlich reiht es sich ein in die übliche "Argumentationskette" der Diskussionsgegner hier. Wie gesagt...
Da ist dann eben auch das Wort "Diego-Fan" schon peinlich und Ausdruck einer "pseudoneutralen Maske" bzw. "Entlarvung der Unsachlichkeit" (mal abgesehen davon, dass Sachlichkeit oder Objektivität im Fussball ohnehin eine grosse Seltenheit sind).

Aber das ist gleichzeitig das Putzige, denn nichts ist ein deutlicheres Argument für meine Sicht der Dinge, als solch heftige Reaktionen, Polemik und Häme ohne jede schlüssige Gegenargumentation.
Oder eben solche Argumente....
Selbst für die aberwitzigsten Verschwörungstheorien gibt es oftmals durchaus einen Kreis von Leuten (auch mit Intelligenz), die diese Ansichten fachlich/analytisch vertreten (und sich dabei gegenseitig begeistern).
Die einen nennen es einen "kläglichen Versuch, Beifall zu erhaschen", die andern nennen es einen dezenten Hinweis auf eklatante "analytische Ausfälle" des Chefkritikers hier.
Aha, das was hier so geschrieben wurde oder das was Du im vorherigen Zitat geschrieben hast, sind also "dezente Hinweise"?
Ein "dezenter Hinweis" von mir, den Du natürlich "wohlwollend" ignoriert hast, war z. Bsp. der Verweis auf die Zeit in WOL 2.0 und die damaligen Diskussionen, als Diego noch hier spielte.
Wenn der SV Werder aktuell oder zur nächsten Saison die Möglichkeit hätte, Diego zurückzuholen (was ja wohl nicht machbar sein dürfte), wäre ich 100% dafür. Eine "Gefährdung für die Weiterentwicklung des tollen kreativen Mittelfeldspiels des SV Werder" würde ich jedenfalls nicht direkt befürchten. Ich hätte da eher die Hoffnung, dass er - neben den positiven Impulsen Richtung gegnerisches Tor - auch dem einen oder anderen talentierten Nachwuchsspieler die Räume auftun könnte, sich weiterzuentwickeln bzw. dass solche Spieler zumindest in der Zeit von Diego's Anwesenheit die entstehenden Freiräume positiv nutzen (so wie Borowski zu Micoud 's Zeiten oder Özil, als er zusammen mit Diego spielte.
Weißt Du, jetzt wo ich das so lese und vor allem die Begründung im nachfolgenden Absatz, müsste man wirklich hoffen, dass es tatsächlich dazu kommt. Vielleicht würden dann einigen hier mal die Augen geöffnet.
 
Dann gebe ich dir auch nochmal einen Tipp. Schaue dir nochmal zum Beispiel dieses Video an:
http://www.youtube.com/watch?v=agTH4yC2zYA&feature=related
Dort sieht man sehr wohl an seinen Pässen, dass er den Blick für den Raum hat.
Also ich habe mir das Video jetzt mehrfach angesehen und entdecke ganz wenig, was mit dem von Dir Prognostizierten zu tun hat. Dafür umso mehr, was sich absolut mit meiner Erinnerung deckt.

0:18 Hackentrick zum durchlaufenden Nebenmann (schön, aber was hat das mit raumgreifendem Spiel zu tun?)

0:20 Überlupfer über den Mann, statt den Ball laufen zu lassen. Schön Und wie geht`s weiter?

Besonders exemplarisch 0:22 – 0:26: auf dem Ball stehen, um den Gegenspieler dumm zu machen, statt auf die linke Außenbahn durchzuspielen (meinetwegen wie im Pokalfinale ;)), den direkten Pass zur Sturmmitte oder den diagonalen Flankenwechsel. Danach obendrein erneutes Querlaufen, um den nächsten Gegenspieler zu überdribbeln, obwohl es den freien Raum mindestens rechts immer noch gab. Erst dann das Abspiel. Natürlich war dadurch an der Strafraumgrenze mittlerweile alles zugestellt, da der Gegner genug Zeit und Luft bekam, das zu organisieren (schön zu sehen - sogar die Halbpositionen konnten einrücken). Das sind genau die Szenen, die ich meinte mit Spielverständnis, das Erkennen von Räumen, Handlungsschnelligkeit usw. Dass sich Zuschauer an diesen beiden Dribblings ergötzen und das möglichweise schön finden – geschenkt. Hat aber nichts mit Zusammenspiel zu tun.

0:28 Ballbehauptung gegen vier Mann und erst dann das kurze Zuspiel (das allerdings schon vorher möglich gewesen wäre)

0:40 Ballhochhalten, dann Alleingang (Klasnic hält noch die Schuhspitze dazwischen) - als Diego den Ball hochhält, ist Werder mit drei gegen drei, hier hätte er mit kurzem Zuspiel oder Pass in den freien Raum den Gegner richtig aufreißen können. Da ändert auch das spätere Abspiel im Strafraum nichts mehr. Und steht geradezu exemplarisch für seine Ballfixiertheit und gleichzeitig mangelnde Intuition für die Bewegung der Nebenleute und der Gegenspieler im Raum.

0:46 ein Pass mit der Hacke in die Vertikale – meinst Du das?

0:53 Verzögern, dann no-Look–Pass in den Sechszehner –sehr gut gemacht! Weil einer mitgeht…
Andererseits kann ich mich an sehr viele dieser Szenen erinnern, diese halbhoch gechipten Bälle, die meistens die letzte Möglichkeit waren, weil längst zugestellt war, die bei weitem nicht so ideal waren wie in dieser Situation und die mich persönlich immer furchtbar genervt haben.

1:11 Freistoßvorlage – eine seiner Spezialität. Sehr gut! Nur hat der ruhende Ball, meist zwar mit Effet und gut getimt von ihm getreten, aber sehr oft auch blind gespielt, eher wenig mit Spielverständnis zu tun.

1:29 Alleingang. War in der Situation vollkommen okay! :tnx:

1:43 dieser Querpass war richtig gut. In und am Strafraum ist Diego stark! Diese abschließenden Aktionen haben aber eher wenig mit raumgreifendem Spiel aus der Spieleröffnung gemein. Diese meinte ich aber.

1:50 Ähnlich wie vor.

Dann noch

2:05 Völlig unsinniger Alleingang, da Flanke offen und Kurz-/Doppelpass möglich. Zumindest den Torabschluß gesucht.

Dazu noch ein paar Alleingänge, Fallrückzieher, Abstauber, fast durchweg Szenen im Strafraum.
Usw., usf.

Das ist nun lediglich ein Zusammenschnitt der besten Szenen. Aber sogar die zeigen doch im grossen Ganzen, was ich meinte mit "über Spielzüge denken", "Blick für Räume", generell dem "Spiel ohne Ball".
Und es zeigt ganz deutlich, warum ich schrob, dass Diego beständig in die Nähe des Strafraumes gehört und nicht ins ZM als Gestalter.
 
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