Diego (Laufbahn beendet)

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Detendo
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Puh, dieser Threat wird in der Tat immer unleserlicher. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was für manche der Antrieb sein mag, immer und immer wieder auf einen Spieler einhauen zu müssen, der bereits seit längerem weg ist. .

Wer tut das denn? Hau ich auf ihn ein, wenn ich der Meinung bin, dass er in der jetzigen Form uns nicht weiterhilft? Derzeit wäre ein guter Diego vielleicht sogar sehr hilfreich, weil wir derzeit "ohne System", ohne Idee in der Offensive spielen. Da könnte er in der Tat mit seiner selbstpersönlichen indiviuellen Klasse helfen. Nur halte ich das nicht für eine zukunftsträchtige Lösung für unsere bestehenden substanziellen Probleme, im Spielaufbau. Ein SpielAUFBAU, Aufbau, Aufbau, Aufbau, Aufbau. Da kannst Du mir noch drölfhundertelfzig Statistiken um die Ohren hauen. Das ändert nichts daran, dass er kein Spielgestalter ist. Erst recht keiner, der einem variablen, Diego-unabhängigen, schnellen Ball nach vorne sein Eigen nennt.
Gegenfrage: spielen wir jetzt einen attraktiveren Fußball? Oder gar erfolgreicheren?

Genau das wollte ich an dieser Stelle nicht lesen und hatte es auch extra geschrieben, dass bitte nicht wieder dieser gähnende Vergleich zu heute angeführt wird. Der Hinweis, dass es heute noch schlechter ist, hilft uns kein Stück weiter, wenn wir darüber sprechen wollen, wo der Weg Werders hinführen sollte. Und warum? Weil Diego selbst oder ein anderer Spieler dieser Gattung, für Werder nicht finanzierbar ist. Der Weg führt für Werder, mit diesem engen finanziellen Korsett nur über ein funktionierendes Kollektiv, nicht über große Individualisten, wenn wir in der Ligaspitze und in Europa auf Dauer wieder mithalten wollen. Dass das jetzt in diesem Jahr nicht geklappt hat, ist offensichtlich und nichts Neues. Das muss nicht ständig hier erwähnt werden, um die feuchten Diego-Träume hier auszuleben. :p
Ja, ich kann mich an diverse Spiele erinnern, die einfach Spaß machten und die ich für absolut attraktiv ansah. Angst macht mir eher unsere heutige Tristesse, in der es mittlerweile soweit gekommen ist, daß ein gelungener Doppelpass mittlerweile für Entzückung sorgt.

Ja, diese Momente gab´s durchaus. Aber die Betonung liegt auf Momente, denn es gab auch schöne Dribblings, schöne Freistöße, schöne Frisuren.

Natürlich hat Diego das Spielgerät oftmals an sich gerissen
und sein Spiel war alles andere als der hier immer so heroisierte One-Touch-Fußball.

ah, jetzt, ja

Aber unterm Strich sind wir mit ihm óft genug in die CL gekommen,
...und schnell wieder ausgeschieden, genauso wie in diesem Jahr. Da hat die individuelle Klasse Diegos nicht gereicht. Da hätten wir noch eine zweite Variante auf der Kelle haben sollen, als nur das Diego-System. Ob das mit ihm möglich gewesen wäre?

haben den pokal gewonnen, standen im EL-Finale (was wir mit ihm vermutlich nicht verloren hätten), haben HH mehrmals gedemütigt und nebenbei gab es durchaus ne Menge Spiele, die durchaus Laune machten!

Fraglos ein großer Verdienst Diego´s - und von ein paar anderen Leuten, die auch ne gute Saison spielten.

[quoteWenn man solche Spieler wie ihn per se nicht mag, ok. Dann muß man im nachhinein allerdings noch die Strahlkraft solcher Größen wie Pele und Maradonna relativieren, die ebenfalls das Heft gerne in die Hand nahmen und alles ander als one-touch-fähig waren.[/quote]

Wie gesagt: Alles zu seiner Zeit. Alle hatten ihre Zeit - die ist bei den Meisten eben vorbei. Aber wenn eines Tages ein neuer Eusebio bei Klaus vor der Tür steht und ins Gehaltsgefüge passt, wird man ihn nicht draußen stehen lassen. Nehme ich an - allerdings ist KA jetzt hier ja der Blinde unter den Blinden.


Interessant. Wer sagt denn, daß Diego hier genauso agieren würde, wie in WOB? Wer weiß, vielleicht würde er hier wieder zu alter Stärke finden?

Warum sollte das so sein? Wenn er der große Spieler-Einsetzer ist, dann kann er das doch auch in WOB? Oder sind die so viel schlechter besetzt, als unsere erste Elf?



Danke, eben.
 
Nur halte ich das nicht für eine zukunftsträchtige Lösung für unsere bestehenden substanziellen Probleme, im Spielaufbau. Ein SpielAUFBAU, Aufbau, Aufbau, Aufbau, Aufbau. Da kannst Du mir noch drölfhundertelfzig Statistiken um die Ohren hauen. Das ändert nichts daran, dass er kein Spielgestalter ist. Erst recht keiner, der einem variablen, Diego-unabhängigen, schnellen Ball nach vorne sein Eigen nennt.
:tnx: :tnx: :tnx: :tnx: :tnx: :tnx:
Aber das kannst Du hier noch 100mal schreiben. ;)
 
Gegenfrage: spielen wir jetzt einen attraktiveren Fußball? Oder gar erfolgreicheren?
Falsche Gegenfrage. Das Jetzt und heute, zwei Jahre danach mit Umbruch usw. tut nichts zur Sache, da der Kontext fehlt, da ganz andere Zusammenhänge greifen. Die Zeit vor Diego aber sehr wohl und wie die Zeit danach mit Diego weitergeführt wurde. Bestenfalls das Jahr 1 nach Diego.
Nebenbei, und das wurde hier ja schon bereits angesprochen, war es bei weitem nicht so, daß Diego seine Mitspieler quasi nicht mitspielen ließ, sondern er blickte sehr oft nach rechts oder links, fragend, ob sich nicht mal jemand anbieten möchte.
Tja, das war aber nie der Kernpunkt der Kritik. Damit bedienst auch Du den weitverbreitesten Irrglauben vieler Fans. Wie auch hier zu lesen...
Weil in dem Moment wo das Anspiel kommt, das Mannschaftsgefüge, die Taktik, die Ausrichtung nur noch sekundär eine Rolle spielt. Entscheidend ist nun was Diego aus diesem Anspiel macht. Eine Situation die ja in einem Spiel nicht gerade selten ist wohlgemerkt. Dies bedeutet das Spieler Diego nun "Individuell" entscheidet wie es weitergeht. Dabei hat er natürlich mehere Optionen zur Wahl, welche richtig oder falsch sein können. Die Menge der richtigen bzw falschen Optionen hängen, und da kommt jetzt wieder die Mannschaft ins Spiel, davon ab, welche Laufwege die halbpositionen oder der/die Stürmer, bzw Individuell beim Diego Anspiel getätigt haben. Ebenso haben auch sie natürlich mehere Optionen, wenn auch nicht soviele wie Diego sie hat. In dem Fall gibt es nur richtiger Laufweg oder falscher Laufweg. Treffen Diego und der von ihm angespielte Spieler die richtige Entscheidung kommt die Ballverarbeitung entsprechend zustande. Ist das nicht der Fall, wird Diego in seinen möglichen Optionen eingeschränkt, und er muss das tun was er meistens macht. Es auf eigene Faust versuchen.
Zum Beispiel in diesem Absatz steckt DER typische Denkfehler. Exemplarisch die ersten beiden, fettmarkierten Sätze.

Genau diese Sichtweise, die die meisten Fans vertreten, war doch die Ursache dafür, dass Diego bei Werder dermaßen überschätzt wurde und für ihn selbst noch heute hinderlich ist in seiner Karriere.

Dass Diego in Tornähe hin und wieder eigensinnig war, war das geringste Problem, denn dort müssen Spieler auch mal eigensinnig sein. Auch dass er in Ballbesitz das Spielgerät generell immer mal zu lange gehalten hat, war noch der geringere Teil des Ärgernisses. Das Entscheidende war eben gerade das, was auf dem Platz passierte, bevor Diego in Ballbesitz kam. Was Boxmulla aussen vor lässt. Was Diego elementar fehlt, ist der Blick für Räume, Spielverständnis und dadurch eben Handlungsschnelligkeit sowie die Fähigkeit, Spielzüge im Voraus zu berechnen. Genau das sind aber die wichtigsten Attribute eines Gestalters. Dies versuchte Diego dadurch auszugleichen, dass er mit sehr viel Laufarbeit den Platz hoch und runter und kreuz und quer beackerte, weil darin die EINZIGE Möglichkeit für ihn bestand, oft den Ball fordern zu können und diesen auch zu bekommen. Er hat Räume, die er nicht erkannt hat, einfach zugelaufen, er hat die Laufwege der Mitspieler und die Spieleröffnung damit nicht selten zerstört. Statt die Position zu halten, um für sich selbst sowie für die Nebenleute möglichst den Ball laufen lassen zu können. Der Effekt war ein Diego, der sich zur alles beherrschenden, zentralen Figur aufschwang, was aber aufgrund seines unkreativen Wirkens ohne Ball eine schlechte Raumaufteilung und niedriges Spieltempo nach sich zog. Das ist eben die logische Folge, wenn eine Mannschaft schlecht verschieben kann und den Nebenleuten praktisch nur noch die Option bleibt, immer wieder Diego den Ball zu geben und den Raum dahinter/daneben abzuschirmen. Sowie dadurch die Möglichkeiten fehlen, den Platz mit allen Spielern raumgreifend zu nutzen. Und deshalb gehört ein Diego mit all seinen unbestrittenen Fähigkeiten dahin, wo er diese ausspielen kann und sollte - in Strafraumnähe und nicht auf eine zentrale Mf-Position.
Wer sagt denn, daß Diego hier genauso agieren würde, wie in WOB? Wer weiß, vielleicht würde er hier wieder zu alter Stärke finden?
Und das er uns auch in seiner jetzigen Verfassung kein Stück weiterbringen würde, ist aufgrund unserer offensiven Harmlosigkeit reichlich ..."dekadent".
Die Frage beantwortest Du doch im nachfolgenden Satz z. T. selbst.
Nur wäre heute nicht mal mehr die Mannschaft da, die für Diego mitspielen und besonders mitdenken würde. Diego spielte in Turin und spielt in WOB nicht anders als bei Werder. Genau das ist ja sein Problem.
 
Falsche Gegenfrage. Das Jetzt und heute, zwei Jahre danach mit Umbruch usw. tut nichts zur Sache

Doch tut es, da es ja durchaus darum ging, ob er uns derzeit helfen würde, also interessiert ja schon, wie wir derzeit spielen.
Weil würden wir überragenden attraktiven Fußball spielen, würde keiner nach Diego krähen.

Nur halte ich das nicht für eine zukunftsträchtige Lösung für unsere bestehenden substanziellen Probleme, im Spielaufbau
Die da wäre?
Einen "richtigen Spielgestalter" backen?
Also ich würde da eher wieder einen Diego hier sehen wollen, als noch so eine Saison offensives Rumgegurke wie derzeit...
 
Derzeit würde uns auch ein Dieter Frey oder Lody Roembiak in einigermaßen Form helfen, wenn man`s so sieht. Es hatte Gründe, warum unser Fussball mit Diego zusehends von Halbjahr zu Halbjahr spielerisch immer schlechter wurde. Es hat Gründe, warum es anderswo nicht so weiterging.
Was uns fehlt, ist Struktur im Mf, eine ordnende Hand, Spielintelligenz. Da ist Diego mit Sicherheit der Falsche. Das Individualspektakel Diego`s hilft vielleicht in der momentanen Situation, aber es bringt uns in der nächsten Saison nicht im Geringsten weiter. Es sei denn, Diego würde an seiner Spielweise, an seinen Schwächen arbeiten, es wäre möglich ihn im Sinne des Schaaf`schen Fussballs taktisch zu disziplinieren. Aber da zeigt er sich bis heute überall besonders lernresistent.
Der grösste Trugschluss liegt darin, dass Leute offensichtlich meinen, dass es damals mit Diego irgendwie so weiter gegangen wäre. Damit unterschlägt man, dass es seinerzeit mit Diego bereits eine stetige Abwärtsentwicklung gab, die nur durch seinen Abgang zwischendurch aufgehalten wurde.

Wir haben ganz andere, wesentlich wichtigere Baustellen und abgesehen davon ist es wenig zweckdienlich, sich mittelfristig eine weitere aufzumachen. Die Diego mit Sicherheit ist. Darauf wollte Karlotto hinaus.
 
Genau das wollte ich an dieser Stelle nicht lesen und hatte es auch extra geschrieben, dass bitte nicht wieder dieser gähnende Vergleich zu heute angeführt wird.
Zitat von Mick_666
Falsche Gegenfrage. Das Jetzt und heute, zwei Jahre danach mit Umbruch usw. tut nichts zur Sache
Tja, sorry, aber das erstickt dann natürlich jegliche weitere Diskussion, wenn man es derart verzerrend beleuchten möchte und einfach mal unsere miserable, jetzige Situation ausblendet. So kann man´s natürlich auch angehen. Das der Verweis auf unseren derzeitigen Zusatnd "nichts zur Sache" tut und gar zum "gähnen" ist, ist schon abenteuerlich!
Ich weiß nicht in welcher Welt manche hier leben, aber ich für meinen Teil lebe im hier und jetzt. Und nur das ist, garde im Hinblick auf unsere sportliche Lage, momentan entscheidend.
Da kann man dann gerne darüber philosophieren, daß wir mit ihm keinen schnellen, personenunabhängigen Fußball spielen können, was ja gar nicht mal völlig falsch ist, nur stehen wir zur Zeit so schlecht da, wie lange nicht mehr und kämpfen mit akuter Abstiegsgefahr.
In dieser Phase davon zu reden, daß Diego uns in unserem jetzigen, vermeintlichen "Umbruch" nur hinderlich wäre, ist schon sehr bizarr.
Allein unsere jetzige Sitauation als "Umbruch" zu deklarieren, ist schon sehr einfallsreich. Wo ist denn dieser Umbruch? Wo findet er statt?
Wir haben derzeit einen Kader, der höchst fragwürdig zusammengestellt wurde, der Altlasten beinhaltet und in meinen Augen überschätzte Spieler, die nicht nur für ihr Können zu viel gekostet haben, sondern auch Monat für Monat viel zu viel Geld aus der Vereinskasse ziehen.
Wir spielen momentan ein System, was keines ist. Wir haben Probleme in der Abwehr, im MF und im Sturm. Wir spielen derzeit den uninspiriertesten Fußball seit ich diesen Verein verfolge.
In Abetracht dessen, bin ich ganz einfach der Meinung, dass uns ein Spieler wie Diego hier aktuell auf jeden Fall weiterhelfen könnte. Nicht mehr, nicht weniger. Natürlich träume ich auch insgeheim davon, irgendwann mal wieder einen zweiten Micoud hier sehen zu können. Wobei, auch mit ihm waren wir letztlich sehr auf eine Person fixiert und von ihr abhängig, denn das Sytem funktionierte auch nur, weil er es beherrschte und die Fäden zog. Es wäre und war also recht naiv, zu glauben, daß wir dieses System einfach so weiterführen konnten.
Aber egal ob Micoud, Diego oder Özil, daß ist alles letztlich Schnee von gestern. Was einzig wichtig ist, ist der heutige Zustand. Und der ist miserabel! Das kann man gerne wohlwollend als Umbruch verkaufen, für mich ist es das keineswegs, da ich diesen nur nachvollziehen könnte, wenn wir mit einer fast kpl. ausgetaucschten Truppe antreten würden, was so nicht der Fall ist.
Für mich wirkt sich vielmehr eine seit längerem zu hinterfragende Transferpolitik aus, sowie Fehleinschätzungen bzg. des vorhandenen Personals und der Leistungsfähigkeit von Neuzugängen.
Zudem hat man auf die Besetzung einer zentralen Position, also eines "Spielmachers" verzichtet, der ja eine gewisse Abhängigkeit mit sich bringt, nein, wir wollen ja schließlich flexibel, variabel sein. Nicht so leicht ausrechenbar. Wie man sieht, funktioniert das hervorragend.
 
... unser Fussball mit Diego zusehends von Halbjahr zu Halbjahr spielerisch immer schlechter wurde.
... eine ordnende Hand, Spielintelligenz. Da ist Diego mit Sicherheit der Falsche.
... Diego würde an seiner Spielweise, an seinen Schwächen arbeiten, es wäre möglich ihn im Sinne des Schaaf`schen Fussballs taktisch zu disziplinieren.
Ich bin mal gespannt, wann diese völlig überzogene, nervtötende Schlechtmacherei einer der wirklich großen Lichtgestalten des Werder-Mittelfelds mal irgendwann ein Ende findet.

Auch durch diese penetranten Wiederholungen dürfte diese eindimensionale Sicht der Dinge unter Werder-Anhängern sicher niemals mehrheitsfähig werden - um nicht zu sagen: eine einzige Lachnummer bleiben, auch im Gespräch mit Leuten, die durchaus ein wenig mehr vom Fußball verstehen.

Ich bin durchaus offen für andere Meinungen und Sichtweisen. Von daher habe ich gelegentlich auch mal die (mir abstrus erscheinenden) "Mickschen Diego Thesen" in fachlich berufeneren Kreisen (Trainer und/oder aktive Fußballer) zur Diskussion gestellt. Die Reaktionen waren da eindeutig - in erster Linie Ungläubigkeit, Unverständnis, Kopfschütteln und Widerspruch.

Von der Sache her ist ja längst alles gesagt. Was Leute wie Mick reitet, hier die Endlosschleife regelmäßig neu aufzulegen, ist mir ein Rätsel. Da fehlen mir wahrscheinlich Kenntnisse im Bereich der Psychologie.
 
Ich bin mal gespannt, wann diese völlig überzogene, nervtötende Schlechtmacherei einer der wirklich großen Lichtgestalten des Werder-Mittelfelds mal irgendwann ein Ende findet.

Ich denke dass gerade die beiden (Mick und 5vor 12), auch wenn sie Ansichten haben die gegensätzlicher nicht sein können, hier einiges zum Diskussionsstil im Forum beitragen.

Sicherlich überzieht Mick ein wenig die Kritik an Diego, sicherlich hebt 5vor12 in ein wenig zu hoch in den Himmel. Es gibt verschiedene Punkte, die ich bei beiden zustimmen kann. Diego war nie ein Organisator, nie eine ordnende Hand, und dass sich die Gegner mehr und mehr auf Diegos Spielweise einstellten hat man an seiner letzten BL-Saison ganz deutlich gesehen. Da hat Mick durchaus recht.

5vor12 hat Recht wenn er sagt, dass das Spiel unter Diego ganz sicher nicht gelitten hat, und wir einige tolle Momente mit ihm hatten.

Im Gesamten muss ich aber auch sagen, dass er uns momentan nicht weiterhelfen würde. Erstens ist er nicht in Form, zweitens brauchen wir momentan tatsächlich jemand, der das Mittelfeld mehr ordnet. Als Diego bei uns war, hat dies im ersten Jahr überwiegend Frings und zT auch Borowski übernommen, mMn, als Baumann noch unser 6er war.
 
@ 5 vor

Einer der besten Posts die ich seit langen hier lesen durfte

Von einem Umbruch in den letzten Jahren zu sprechen ist in der Tat höchst Abenteuerlich. Die Gründe hast du ja schon genannt

@Mick

Dein Versuch meinen Post, wo ich auf eine einfache Spielsituation verweise, als faktisch falsch zu bezeichnen entbehrt jeglicher Grundlage und spiegelt eben genau das wieder was ich schon vorher geschrieben habe. Nämlich das du nicht in der Lage bist einfach zu denken.
Du reitest doch so gerne darauf rum Fusball als einen kollektiven Sport zu sehen,richtig? Zu einem Kollektiv, in dem Fall, eine Fusballmannschaft gehört nunmal ein Kader von 16-20 Individuen, die alle ihre Stärken und Schwächen besitzen. Ein Kollektiv ohne Individuen, wäre also schonmal ein Widerspruch in sich.
Du glaubst also es wäre entscheident was passiert bevor Diego angespielt wird, und nicht erst wenn er die "Kugel" hat? Du spielst warscheinlich auf seine unzureichende Art Laufwege korrekt einzuhalten an,richtig? Dann hast du ebenso wenig korrekt gelesen was ich schrob. Das alles andere ausgeblendet werden sollte hast du nicht berücksichtigt. Wie denn auch wenn man komplizierter denken muss als es ist. Unabhängig davon wo er gerade steht, ob richtig oder falsch, ist der ballführende Spieler nun der einzige der entscheidet wie es weiter geht. Das gilt für einen Torwart bis hin zum Stürmer. Das bedeutet das ich eine Individuelle entscheidung treffen muss. Je nach dem welche Stärken und Schwächen der ballführende Spieler nun hat, trifft er entweder eine richtige oder falsche entscheidung. Die anderen 10 Mitspieler stehen nun in der Pflicht den Ballführenden Spieler möglichst viele Optionen zu geben(korrekte Laufwege,anbieten). Tun sie das nicht werden die Optionen des ballführenden nunmal eingeschränkt.
Um auf Diego zurückzukommen: 5 vor hat es korrekt beobachtet. Sehr sehr oft war es der Fall das Diego sich eben sehr wohl umgeschaut hat was die halbpositionen so "anstellen" auch bevor er an den Ball gekommen ist.
Nochwas zum Thema "Spielaufbau".
Ich finde es ziemlich seltsam so sehr auf mannschaftliche Werte zu setzen, den Spielaufbau jedoch mehr oder weniger in die Hand eines Spielers zu legen. Ich verstehe Spielaufbau eben so das ebenso dort alle Mannschaftsteile sich einzubringen haben. Diego ist dort nur ein Glied in einer Kette. Sein Augenmerk liegt darin den Ball entweder an die halbpositionen, oder Stürmer effektiv weiterzuleiten und ggf einen Assist herbeizusteuern. Das wenn die Zahnräder alle greifen, Diego durchaus dazu in der Lage war lässt sich ja an seinen Werten messen.

Noch was zu deiner Fusballphilo.

Die Art wie DU Fusballverstehst und ihn gerne sehen würdest, mag für angehende Trainer sicherlich interessant sein. Für mich als "Ottonormalverbraucher" würde diese Art von Fusball lediglich als "Einschlafhilfe" dienen.
 
@ 5vor12: Schade, dass Du nicht auf die Kernthese meines Posts eingegangen bist. So ist es mit dem Diskutieren immer schwierig: Du schreibst, man haut auf Diego ein - ich schreibe: Das tu ich nicht, es geht nur darum, dass er aktuell nicht in der Verfassung ist, uns weiter zu helfen. Kann man unterschiedlicher Meinung sein - aber es sind eben Meinungen, weil das Gegenteil nicht bewiesen werden kann.

Der Verweis auf die heutigen Situation, in der, das habe ich auch geschrieben, ein sehr guter Individualist vielleicht sogar weiterhelfen könnte, ist nicht maßgeblich, weil wir a) keinen Diego bezahlen könnten und b) er uns vielleicht in dieser Situation, aber nicht dauerhaft weiterhilft - weil wir einen solchen Spieler einfach aus wirtschaftlichen Gründen nicht halten können, aber alles in sich zusammen fällt, wenn er geht - weil sich alles auf ihn fokussiert. Letztlich hilft uns ein Spieler wie Diego auch nicht weiter, wenn gegen einen übermächtigen Gegner spielen oder einen Gegner, der uns unserer Stärke (Diego), beraubt, indem man ihn und damit sämtliche Kreativität ausschaltet. Das macht uns ausrechenbarer, als mit einem flexibleren System, wo die Last auf mehrere Schultern verteilt wird und wo wir uns auf das System des Gegners einstellen können. Dass das alles heute nicht zutrifft und wir mehr oder minder einen systemlosen Fußball, als eine Diego-System ohne Diego spielen, steht da mal ganz hinten an. Wenn wir über die Zukunft Werders reden wollen, dann müssen wir die Vergangenheit und damit auch Diego, mal außen vor lassen. Und auch die verkorkste Gegenwart ist dabei nicht wichtig, weil wir im Sommer uns überlegen müssen, wie es weiter geht und welcher Weg mit der zur Verfügung stehenden Wirtschaftskraft, der richtige ist. Diego ist es nicht.
 
....dürfte diese eindimensionale Sicht der Dinge unter Werder-Anhängern sicher niemals mehrheitsfähig werden - um nicht zu sagen: eine einzige Lachnummer bleiben, auch im Gespräch mit Leuten, die durchaus ein wenig mehr vom Fußball verstehen.

Ich bin durchaus offen für andere Meinungen und Sichtweisen. Von daher habe ich gelegentlich auch mal die (mir abstrus erscheinenden) "Mickschen Diego Thesen" in fachlich berufeneren Kreisen (Trainer und/oder aktive Fußballer) zur Diskussion gestellt. Die Reaktionen waren da eindeutig - in erster Linie Ungläubigkeit, Unverständnis, Kopfschütteln und Widerspruch.
Du meinst, dass die "mehrheitsfähige Meinung" die empirische Wahrheit darstellt? Ich habe wöchentlich mit vielen Trainern/ Fussballern zu tun, bin selbst lange genug Fussballer und bis vor drei Jahren verantwortlicher Trainer gewesen. Um darüber expliziter zu diskutieren, müssten sie sich intensiver mit Werder beschäftigen, was nicht der Fall ist. Ich habe bisher allerdings fast niemanden im engeren Umfeld getroffen, der selbst aus oberflächlicher Sicht behaupten würde, dass Diego ein Organisator, eine ordnende Hand wäre oder gar das Spiel schnell machen würde. Wenn ich mir so Deine Thesen und das was Du "im Einklang" mit Deinen Nebenleuten auf der Nord immer so in anderen Threads erzählst und gesehen hast, dann wird mir allerdings vieles klar.

Und mal ehrlich und abgesehen davon - ich weiss nicht, in welcher Forenwelt Du lebst, aber diese (Kern-)Thesen, die Du als Lachnummer beschreibst, sind doch nicht zuerst von mir gekommen und darüber hinaus könnte ich Dir locker mindestens 20 bis 30 Alt-User benennen, die das ebenso sehen. Von denen allerdings die meisten jetzt im Worum aktiv sind. Was ich weiss, ist, dass Du schon lange dabei bist. Umso unverständlicher das Ganze.
 
Ich erinnere mal an Diegos grandiöser Leistung beim Sieg gegen den HSV im UEFA-Cup-Halbfinalrückspiel: wir lagen (nach verlorenem Hinspiel 0:1) 0:1 hinten. Aussichtslose Situation, wer jetzt etwas auf unsere Mannschaft gesetzt hätte, hätte ich ihn für verrückt erklärt.
Wer hat das Spiel gedreht? Ja genau Diego. So einen Willen, soviel Adrenalin habe ich im Stadion selten gesehen. Man spürte förmlich, er wollte es erzwingen, er ging voran und hat letztendlich die Kohlen aus dem Feuer geholt.
Wie?
Diego ging einige Mal soweit zurück, so dass wir fast eine 5er-Abwehrkette hatten, ließ sich den Ball geben, wollte Olic als 1. Gegner ausspielen, hat es auch geschafft, nur hat ihn Olic gnadenlos umgeholzt.
Ähnliche Situation paar Minuten später, Diego umspielt wieder Olic, ohne gefoult zu werden, ging weiter mit dem Ball, irgendwann Doppelpass mit Pizza, dringt in den Strafraum, lupft den Ball über Rost, Tor, Tor, Tor.
Danach hatten wir den HSV im Kollektiv niedergemacht (Papierkugel war für mich eine Randerscheinung, weil Werder das Spiel dominierte).

Abseits von taktisch-theoretischen Überlegungen bleiben bei mir diese Szenen von Diego in Erinnerung. So einen wie damals haben wir zZt. nicht.
Deswegen haben wir auch die Probleme.
 
Dein Versuch meinen Post, wo ich auf eine einfache Spielsituation verweise, als faktisch falsch zu bezeichnen entbehrt jeglicher Grundlage und spiegelt eben genau das wieder, was ich schon vorher geschrieben habe. Nämlich das du nicht in der Lage bist einfach zu denken.
Dass ist dein altes Problem. Vielleicht solltest Du "einfach" lesen. Da steht wiederrum nichts von "faktisch falsch", sondern dass es falsch ist, nur die Situation zu betrachten, wenn das Anspiel kommt.

Du brauchst auch nicht erneut die Optionen in Ballbesitz aufführen. Da sind wir uns doch fast einig, nur eben nicht unbedingt, was die Ausführung in Bezug auf Diego angeht.

@5vor12
Warum wusste ich schon vorher, dass Du dich an dem Wort "Umbruch" aufhängst? Das war so nicht richtig :tnx:, aber der unwichtigste Teil des Beitrages.
 
Sein Augenmerk liegt darin den Ball entweder an die halbpositionen, oder Stürmer effektiv weiterzuleiten und ggf einen Assist herbeizusteuern. Das wenn die Zahnräder alle greifen, Diego durchaus dazu in der Lage war lässt sich ja an seinen Werten messen.
Der geschätzte Alt-User Maddin hat dazu im Mai 2008 mal explizit einen Thread eröffnet zu "Werder`s Kombinationsfussball". Daraus ging hervor (ca.!), dass Werder 2006/2007 von 76 Toren nur etwa 29 herausgespielt hatte, wovon noch ca. 18 aus der Hinrunde stammten. In der Spielzeit 07/08 waren es nur noch 22 von 75 (an 16 war Diego als Scorer beteiligt). Der Rest resultierte aus Einzelaktionen, Standards, schlimmen Abwehrfehlern des Gegners. Saison 08/09 waren es 21 von 64 (an 17 war Özil beteiligt).
In den Spielzeiten 2002 bis 2006 hatte Werder noch im Schnitt 2/3 der Tore herausgespielt, in der Spielzeit 2009/2010 etwa die Hälfte.
Und bei Diego`s Spielzeiten in Turin und bisher in WOB resultierten fast alle seiner Assists aus Standards.
 
Was Diego elementar fehlt, ist der Blick für Räume

Das kann nicht dein ernst sein oder? Ich weiß nicht, was du damals für Spiele mit Diego gesehen hast, aber ich habe damals (und auch heute) keinen anderen Spieler bei Werder gesehen, der diese Eigenschaft besser beherrschte als Diego.

Ansonsten bin ich froh, dass du nicht mein Trainer warst, sonst hätte ich wohl den Spaß am Fussball verloren ;)
 
Der geschätzte Alt-User Maddin hat dazu im Mai 2008 mal explizit einen Thread eröffnet zu "Werder`s Kombinationsfussball". Daraus ging hervor (ca.!), dass Werder 2006/2007 von 76 Toren nur etwa 29 herausgespielt hatte, wovon noch ca. 18 aus der Hinrunde stammten. In der Spielzeit 07/08 waren es nur noch 22 von 75 (an 16 war Diego als Scorer beteiligt). Der Rest resultierte aus Einzelaktionen, Standards, schlimmen Abwehrfehlern des Gegners. Saison 08/09 waren es 21 von 64 (an 17 war Özil beteiligt).
In den Spielzeiten 2002 bis 2006 hatte Werder noch im Schnitt 2/3 der Tore herausgespielt, in der Spielzeit 2009/2010 etwa die Hälfte.
Und bei Diego`s Spielzeiten in Turin und bisher in WOB resultierten fast alle seiner Assists aus Standards.
Das sind zumindest mal Fakten, die einige hier durchaus in ihre Argumentation einbauen könnten, denn daraus kann man einiges ableiten. Allerdings fehlt da leider der Blick auf die herausgespielten Chancen. Wenn das wieder ganz anders aussieht, erübrigt sich das wieder.
 
trotzdem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Diego unser Spiel oft verlangsamte, in dem er den Ball zu lange gehalten hat.
Das liegt zum einen an Diegos Art zu spielen und dadurch Fouls zu provozieren zum anderen kann es auch daran liegen, dass er keine geeigneten Anspielstationen zur Verfügung hatte.

Das sage ich als Diego-Fan!

den er war auch ein Spieler, der wichtige Spiele alleine entscheiden konnte..
und dafür haben wir ihn in Bremen geliebt :svw_schal:
 
Es steht doch, das, was Mick richtiger Weise immer wieder sagt: Schaaf lässt den Spielern ihre Freiräume. Sie sollen in erster Linie ihre individuellen Fähigkeiten entwickeln, mit diesen Fähigkeiten der Mannschaft weiterhelfen. Aus diesen Statistiken geht doch ganz klar hervor, wo die Stärken eines Diego liegen. Das hat Schaaf mit dieser Idee klar definiert und daraus ergab sich am Ende die überaus positive Entwicklung vieler Spieler, wie Özil oder Diego. Diese Stärken liegen somit nicht im strategischen Bereich, auch nicht im Einsetzen der Mitspieler. Sondern u.a. darin, Standardsituationen herbei zu führen und diese dann in Tore zu verarbeiten.

Das ist jetzt auch nicht despektierlich gemeint, denn unterm Strich hatten wir auch Erfolg. Aber es räumt dann doch mit dem Vorurteil auf, Diego sei ein Spielgestalter.

Wobei natürlich diskutabel wäre, dass 29 herausgespielte Tore uns heute gut zu Gesichte stünden. :D
 
@KolDiego
Du lebst scheinbar in einer Parallelwelt, was Deinen Lieblingsspieler angeht.
Ich lass sie Dir gerne, aber einen Tip gebe ich Dir dann doch noch: schau mal in Dein eigens hier reingestelltes Shadiego-Video, selbst da, bei seinen Sahneteilen, wo alles auf die Tore und Standards reduziert wird, wirst Du es in zwei Szenen feststellen. Sofern man das will und Du verstanden hast, wie ich es meinte.
 
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