Deutschland-Finnland am 14.10.09

Deswegen habe ich extra betont, dass ich das Spiel der Mannschaft nicht schön reden möchte. ;) Das war einfach schlecht und ätzend. Erwartet hab ich es leider trotzdem.

Es geht mir einfach drum, dass ich es irgendwie merkwürdig finde, dass man 80 Minuten lang pfeift, beim Ehrentreffer nach 80 Minuten Rumgeschnodder in irgendwelchen Sphären rumschwebt und Flaggen schwenkt und hinterher nicht mal klatscht und sich vorm Stadion einen zurecht rotzt... :confused:

Dann kann man auch konsequent sein und das tor gleich mit auspfeifen, wenn man den Mut hat... Besser hat der das Spiel nämlich auch nicht gemacht!

Das sind halt so Dinge, weswegen ich niemals zu einem Deutschlandspiel fahren würde. Mehr Ahnungslose triffst du nicht einmal in München oder Hoppenheim.
 
ich fand das gestern auch unmöglich, hier auch ein passender Artikel dazu, dem ich mich nur anschliessen kann.

http://www.n-tv.de/sport/kommentare/Wenn-Pfeifen-pfeifen-article548823.html

Der Autor des Berichts hat auch einen netten Vergleich gebracht, dem ich zustimmen kann. Wie war das noch 2004 nach gewonnener Meisterschaft? Wie haben wir danach nochmal zu hause gespielt? Ich war im Stadion und kann mich an keinen Pfiff erinnern, das kann aber natürlich auch am damaligen Alkoholkonsum gelegen haben :D
 
ich fand das gestern auch unmöglich, hier auch ein passender Artikel dazu, dem ich mich nur anschliessen kann.

http://www.n-tv.de/sport/kommentare/Wenn-Pfeifen-pfeifen-article548823.html

Der Autor des Berichts hat auch einen netten Vergleich gebracht, dem ich zustimmen kann. Wie war das noch 2004 nach gewonnener Meisterschaft? Wie haben wir danach nochmal zu hause gespielt? Ich war im Stadion und kann mich an keinen Pfiff erinnern, das kann aber natürlich auch am damaligen Alkoholkonsum gelegen haben :D

also so ein schwachsinn :stirn:, sowohl der artikel als auch das beispiel! ich glaube, die meisten medienfuzzies wissen gar nicht, was für einen stuss sie da schreiben.

Aber wer hatte denn ernsthaft mit einem lockeren Kantersieg gerechnet, mit einer besseren B-Mannschaft, für die es um nichts ging?

Normalerweise meine Wenigkeit, da es sich trotz "B-Team" noch immer um Deutschlands Elite handelt. Und wenn man frei von jeglichem Druck spielen kann, gibt es auch Beispiele, dass es vor allem dann flutscht. doch da selbst die "A-Elf" nur noch herumrumpelt (das will oder kann bloß keiner sehen - selbst in Russland wurde grottenfußball gespielt), hatte ich bei diesem speziellen fall nix erwartet. dass es mit einer "b-elf" anders geht, haben die spanier eindrucksvoll gezeigt.


Die Ausrede, man wolle für sein gutes Geld auch eine gute Vorstellung sehen, gilt nicht. Denn für Fußballkenner war genug geboten. Etwa der wahrscheinlich letzte Auftritt des großen Jari Litmanen auf der internationalen Fußballbühne. Oder ein weiterer Hinweis darauf, dass Bayer Leverkusen mit dem Transfer von Sami Hyypiä das beste Geschäft der Sommer-Transferperiode gemacht hat. Letztlich sogar der Beweis, dass Mario Gomez zurzeit nicht mal zusammen mit seinem einstigen Stuttgarter Edelhelfer Cacau zur Hochform auflaufen kann.

Das ist der größte Schwachsinn, den ich je gelesen habe :lol::lol::lol: Die Fans zahlen 80 Euro um zu sehen, dass Gomez derzeit scheiße ist???:lol::lol:


Sucht man nach den Wurzeln des Übels, läuft unweigerlich die Weltmeisterschaft 2006 vor dem geistigen Auge ab. Bar jeglichen Sachverstandes feiern grotesk geschminkte Teilzeit-Anhänger mäßig talentierte Kicker wie Odonkor oder Huth als Fußballgötter.

:tnx::tnx: Da hat der Schreiberling recht - doch dass ich was gegen die millionen modefans habe, sollte bekannt sein


Nach dem verlorenen EM-Finale gegen die haushoch überlegenen Spanier wollte Teammanager Bierhoff seinen Kapitän zwingen, mit einem "Danke"-Transparent näher zu den Fans zu gehen. Nur knapp entging er einer ansatzlosen Rechten Ballacks. Spätestens dann hätte der Ex-Stürmer merken müssen, dass die Spieler genug von der Kuschelei mit den Fans haben. Stattdessen mussten die Verlierer von Wien am darauffolgenden Tag in Berlin eine grenzdebile Feier über sich ergehen lassen, die nicht nur DFB-Sportdirektor Sammer die Zornesröte ins Gesicht trieb: "Da wird das Gefühl vermittelt, dass eine Niederlage in einem großen Finale sportlich betrachtet keine Bedeutung hat."

da hat er zwar wieder völlig recht, das hat aber nichts damit zu tun, dass die fans (übrigens zum wiederholten male) bei einem Quali- oder Freundschaftsspiel pfeifen.


und @greensidious: es ist wohl ein unterschied, ob werder 2004 nach jahren als graue maus sensationell das double gewinnt oder wenn sich die deutsche mannschaft erwartungsgemäß für die wm qualifiziert. das ist ein unterschied zwischen tag und nacht
 
Zitat von [Sportfreund];661217:
Das sind halt so Dinge, weswegen ich niemals zu einem Deutschlandspiel fahren würde. Mehr Ahnungslose triffst du nicht einmal in München oder Hoppenheim.

Ja, da hast du schon Recht, ich weiß auch, warum ich erst 2 Deutschlandspiele gesehen hab.
Das eine gegen die Schweden, weil ich unbedingt die Schweden sehen wollte und das gestern gegen Finnland, weil mein Freund so ein Finnlandfan is und mal einmal die Finnen spielen sehen wollte und ich ihm das zum Geburtstag geschenkt habe. ;)

Und es ist weiß Gott nicht so, dass wir die deutsche Nationalmannschaft nicht supporten würden, aber die richtige Fanstimmung kommt da im Stadion einfach nicht so richtig auf :(
 
ich habe die dt. 11 letztens in Berlin gegen England gesehen. Seitdem weiß ich, ich werde mir nie wieder die Deutschen bei Spielen anschauen, wenn es um nichts geht.
60 Euro kann ich in drei BL Spiele stecken.
Die letzten Freundschaftsspiele waren ja auch nicht ausverkauft. Belgien in Nbg z.B.
Aber das versteht ein Herr Ballack nicht, das für manche Menschen 60-80 Euro viel Geld sind.

Auch im Theather wird gebuht, wenn das Publikum unzufrieden ist.

Bald sind die Stadien leer wenn die Deutschen in Freundschaft spielen. (oder wenn es um nichts mehr geht)
 
Was schließen wir daraus? Dass es eindeutig zu viele Freundschaftsspiele gibt und der Werbeeffekt, den man erzielen möchte, mit solchen Spielen eindeutig nach Hinten losgeht.

Es ist auch eine Übersättigung an Nationalspielen vorhanden - ohnehin wird derweil so viel Fußball geboten, dass Fußballspiele zu Pop-Events verkommen, die Spieler sich teils schon selbst für Popstars halten und jeglichen Bezug zur Realität verlieren. Aber lassen wir das, es führt zu weit. Ich wollte die Nicht-Leistung erst gar nicht versuchen zu begründen - nur, dass es Gründe für dafür gibt und dass diese Gründe nicht nur bei der sportlichen Leitung liegen, ist auch offensichtlich. Insofern trifft allerdings die sportliche Leitung des DFB´s natürlich eine Mitschuld, als dass sie sich dem öffentlichen Druck ergibt und immer mehr Länderspielreisen, Trainingslager und Sinnlosspiele organisiert, in denen die Spieler verschlissen werden. Dass das Wirkung zeigt, ist allerdings kein Wunder.
 
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