Völlig richtig. Ich habe schon 2009 gesagt, als sich Özil für Deutschland entschied, dass es weniger um Nationalstolz oder Dazugehörigkeitsgefühle, sondern vielmehr um sportliche Aspekte handelt. Özil ist ein Weltklassespieler und wollte etwas erreichen. 2014 ist er Fussball-Weltmeister geworden, etwas dass er mit der Türkei niemals geworden wäre...Ich bleibe bei meiner Meinung, dass sowohl IG als auch speziell MÖ sich wegen des höheren sportlichen Stellenwertes für die deutsche Nat11 entschieden haben. Die Türkei spielt doch fußballerisch keine Rolle. Das ist eine win-win-Situation für den DFB und die beiden Protagonisten. Wir sehen das in jeder Sportart wie Leichtathletik, Boxen, Icehockey etc, dass Sportler aus anderen Herkunftsländern sich für Deutschland entscheiden. Die Motive sind beileibe nicht immer Nationalstolz auf D sondern rein pekuniäre. Weil die deutsche Fußball Nat11 des Deutschen liebstes Kind ist, werden hier gerne moralische Grundsätze aufgerufen, die alles nationalistisch verklären.
Aber am Ende des Tages ist es nichts anderes, als wenn der kanadische Eishockeyprofi mit irgendwelchen deutschen Vorfahren in grauer Vorzeit für D spielt (weil es für Kanada nicht reicht). Es ist eine bigotte Diskussion, die in D geführt wird.
Ekici z.B. hätte sich auch für Deutschland entschieden, wenn er mit mehr Talent besegnet wäre...
Dieses ganze Thema um Nationalstolz, Herkunft etc wird mir viel zu heiß gekocht. Hier allerdings von beiden Seiten. Ich kenne "Deutsche" die meinen, dass die Özils, Khediras und Gündogans nicht zu ihnen gehören, andersherum wurde ich damals 2009, als sich Özil für Deutschland entschied, nach einem Werderspiel in einer Bremer Dönerbude vom Personal angepflaumt, weil ich ein besagtes Trikot mit der Nummer 11 trug....
Ich finde den Text, der dritten Strophe, als Wunschdenken, nach dem hier niemand wirklich strebt.
wir schweifen weg...