Der Terraristik-Thread

Wie sollten Tiere in Terrarien gehalten werden?

  • Wie Haustiere, ohne zwingende originalgetreue Nachbildung des natürlichen Lebensraumes

    Votes: 0 0,0%
  • So nah wie möglich an der natürlichen Umgebung

    Votes: 6 46,2%
  • Egal, Hauptsache artgerecht

    Votes: 1 7,7%
  • Ich bin grundsätzlich gegen die Haltung von exotischen Tieren in Terrarien

    Votes: 6 46,2%

  • Total voters
    13
Für mich sind Schildkröten ja freilebende Tiere, aber dazu kann ich dann doch was sagen, weil ich mit denen große geworden bin. ;) Nur waren die bei uns halt im Teich/Garten und nur im Aquarium, als sie klein waren.


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Winterschlaf hält sie nicht. Ist zwar nich artgerecht, aber ich darf sie halt nicht richtig überwintern lassen. Will meine Freundin nicht, da sie Angst hat, dass die Schildkröte nicht wieder aufwacht...

Und das geht einfach ganz und gar nicht. :eek: Zum einen ist das Schwachsinn, wenn das Tier stirbt, dann stirbt es, aber nicht am Winterschlaf. :ugly: Die Schildkröte von meiner Mutter bzw. meiner Oma ist siherlich schon über 100 (genau weiß es keiner, mein Opa hat das Tier aus ziemlich ärmlichen Bedingungen gerettet :() und wir haben jeden Winter Angst, dass sie nicht wieder rauskommt. Bisher war sie jedes Mal wieder da, egal wie kalt der Frühjahr/Sommer war. ;)



Soweit die Forschung bislang weiß, sind die meisten Reptilien, Amphibien und Arthropoden, die in der Terraristik gepflegt werden, gar nicht scharf auf allzu viel Auslauf. Wenn sie nicht ohnehin als reine Lauerjäger leben, beschränken sie ihre Streifzüge auf das zur Nahrungssuche Notwendige, weswegen ihr Platzbedarf wesentlich geringer ist als etwa bei vielen Säugetieren. Von daher ist eine artgerechte Haltung in Terrarien ohne weiteres möglich, sofern streng auf die Erfüllung ihrer Bedürfnisse in Bezug auf Ernährung, Klima und räumliche Beschaffenheit geachtet wird.

Ok, danke. Trotzdem finde ich das manchmal befremdlich, wenn dann so viele Tiere auf einem Raum eingepfercht sind in dem sie sich gerade mal drehen können. Speziell bei den klassischen Landschildkröten ist es z.B. so, dass das keine Terrarierentiere sind. Oft werden sie gekauft, weil sie klein und süß sind, aber wenn sie dann wachsen...:unfassbar:
 
Deiner Freundin sollte man verbieten, dass sie Umgang mit solchen Tieren hat. Ganz einfach!

Ich habe es ihr oft genug gesagt...

Problem: es ist und bleibt ihr Tier. Im Sommer passt es ja auch super. Er war meist draußen im Garten, hat ein großes Gehege usw. Und im Winter gibt es Stress...

Sie macht es aus falscher Tierliebe... Sie meint, er würde dabei sterben. Aber es ist nunmal in seiner Natur... Er braucht das.

Ich würde es gerne anders machen. Aber das würde nichts bringen...
Bald geht er hoffentlich weg. Ihre Wohnung ist zu klein, mir passt das so nicht. Darum wird ein Verwandter von ihr ihn nehmen.

@Schnattchen: ich weiß, es ist völliger Quatsch. Und ihm tut es auch nicht gut. Natur sollte Natur bleiben...
 
Ich habe es ihr oft genug gesagt...

Problem: es ist und bleibt ihr Tier. Im Sommer passt es ja auch super. Er war meist draußen im Garten, hat ein großes Gehege usw. Und im Winter gibt es Stress...

Sie macht es aus falscher Tierliebe... Sie meint, er würde dabei sterben. Aber es ist nunmal in seiner Natur... Er braucht das.

Ich würde es gerne anders machen. Aber das würde nichts bringen...

Lass ihn schlafen und wenn deine Freundin ihn wecken will schmeiß sie raus.
Tiere die Winterschlaf brauchen müssen ihn auch bekommen - alles andere ist Tierquälerei.
 
Ich habe es ihr oft genug gesagt...

Problem: es ist und bleibt ihr Tier. Im Sommer passt es ja auch super. Er war meist draußen im Garten, hat ein großes Gehege usw. Und im Winter gibt es Stress...

Sie macht es aus falscher Tierliebe... Sie meint, er würde dabei sterben. Aber es ist nunmal in seiner Natur... Er braucht das.

Ich würde es gerne anders machen. Aber das würde nichts bringen...

Entweder du kümmerst dich artgerecht um das Tier oder sie hat Pech gehabt. Warum du es dann mitmachst, dass das Tier gequält wird, kann ich absolut nicht nachvollziehen!
 
Entweder du kümmerst dich artgerecht um das Tier oder sie hat Pech gehabt. Warum du es dann mitmachst, dass das Tier gequält wird, kann ich absolut nicht nachvollziehen!

Pech gehabt heißt?

Ich habe es ja oft genug gesagt. Für mich ist die Konsequenz, ich werde ihn nicht behalten. Habe ihr gesagt, Sommer ist super, Winter geht so nicht. Platzgründe und Überwinterung sind unpassend...
 
Pech gehabt heißt?

Ich habe es ja oft genug gesagt. Für mich ist die Konsequenz, ich werde ihn nicht behalten. Habe ihr gesagt, Sommer ist super, Winter geht so nicht. Platzgründe und Überwinterung sind unpassend...

Pechgehabt heißt: Sie muss sich jemand anderen suchen, der sich um das Tier kümmert oder eben damit leben das du den Winterschlaf (für das Tier) einhälst.
Für mich geht sowas gar nicht. Winterschlaf ist WInterschlaf - da sterben die Tiere nicht, auch wenn sie mehrere Monate schlafen.
 
Zitat von Fliegenfänger;2433742:
Pechgehabt heißt: Sie muss sich jemand anderen suchen, der sich um das Tier kümmert oder eben damit leben das du den Winterschlaf (für das Tier) einhälst.
Für mich geht sowas gar nicht. Winterschlaf ist WInterschlaf - da sterben die Tiere nicht, auch wenn sie mehrere Monate schlafen.

Was meinst Du, worum ich sie gebeten habe? Sie sucht nun jemanden... Ich habe ihr gesagt, im Sommer hat er hier Himmel auf Erden... Aber die Winterzeit so passt mir nicht...

Alle schicken ihre Tiere in den Winterschlaf...

Neben der Natur hat es noch nen anderen Vorteil, weil das auch für den Menschen platzsparend ist.
 
Bei Bartagamen ist das ja individuell unterschiedlich mit der Winterruhe, einen wirklichen Winterschlaf gibt es nicht. Aber wenn sich mein Tier entscheidet, dass es zwei Wochen lang schlafen will, dann fahr ich auch die Temperatur und das Licht im Terrarium auf ein Mindestmaß herunter und lass mein Tier. Bartagamen zeigen sehr deutlich, ob sie Winterruhe halten oder nicht. Und da das von Individuum zu Individuum und teilweise sogar von Jahr zu Jahr (wobei die Wahrscheinlichkeit FÜR eine Winterruhe mit dem Alter zunimmt) unterschiedlich ist, würde ich auch allen Haltern raten, genau das zu tun, was das Tier will. Einige lassen die Tiere für die Winterruhe in einem Pappkarton, das geht auch, solange die Wohnung nicht zu kühl ist. Aber weder würde ich einem Tier, das ruhen will, die Winterruhe verwehren, noch würde ich ein aktives Tier zwingen.

Die zwei Wochen sind übrigens bewusst gewählt. Die Winterruhe beinhaltet zwei Wochen bis zwei Monate langen Dauerschlaf, in dem die Augen nur im Ausnahmefällen geöffnet werden.
 
Zitat von Fliegenfänger;2433742:
Pechgehabt heißt: Sie muss sich jemand anderen suchen, der sich um das Tier kümmert oder eben damit leben das du den Winterschlaf (für das Tier) einhälst.


So wie ich Nicole verstanden habe ist das ja auch der Fall. Nur loest es das Problem nicht, wenn die Freundin jemanden anders findet, der das akzeptiert.

Ich farge mich aber ohnehin, wieso man sich ein Tier haelt, fuer das man keinen Platz hat?
 
So wie ich Nicole verstanden habe ist das ja auch der Fall. Nur loest es das Problem nicht, wenn die Freundin jemanden anders findet, der das akzeptiert.

Ich farge mich aber ohnehin, wieso man sich ein Tier haelt, fuer das man keinen Platz hat?

Vor der Trennung hatte sie den Platz, nun nicht mehr. Dann kam die Schildkröte zu mir... War nicht scharf drauf... Es hieß zur Überbrückung, daraus wurde ne lange Zeit...
 
Ok, danke. Trotzdem finde ich das manchmal befremdlich, wenn dann so viele Tiere auf einem Raum eingepfercht sind in dem sie sich gerade mal drehen können.

Grundsätzlich wählen viele Terrarientiere, wenn sie die Wahl haben, zumeist möglichst enge Unterschlüpfe. Zu vermuten ist, dass sie sich darin sicherer fühlen, weil ein potentieller Fressfeind weniger Möglichkeiten zum Angriff hat.

Eine ganz andere Nummer ist aber die Haltung von Tiergruppen in zu kleinen Behältern. Gerade bei den Reptilien gibt es nur wenige Arten, die tatsächlich in Gruppen gehalten werden können, ohne dass schwächere Tiere unterdrückt werden. Sinnvoller und der natürlichen Lebensweise entsprechender ist in der Regel die Einzelhaltung, höchstens noch eine paarweise Haltung.
 
Grundsätzlich wählen viele Terrarientiere, wenn sie die Wahl haben, zumeist möglichst enge Unterschlüpfe. Zu vermuten ist, dass sie sich darin sicherer fühlen, weil ein potentieller Fressfeind weniger Möglichkeiten zum Angriff hat.

Eine ganz andere Nummer ist aber die Haltung von Tiergruppen in zu kleinen Behältern. Gerade bei den Reptilien gibt es nur wenige Arten, die tatsächlich in Gruppen gehalten werden können, ohne dass schwächere Tiere unterdrückt werden. Sinnvoller und der natürlichen Lebensweise entsprechender ist in der Regel die Einzelhaltung, höchstens noch eine paarweise Haltung.

Das kann man so nicht pauschalisieren. Grüne Leguane zum Beispiel benötigen recht viel Platz, allerdings kann man sie auch recht gut ohne Terrarium halten, vorausgesetzt man hat einen beheizbaren Wintergarten. Die meisten Echsen und Schlangen sind strenge Einzelgänger, im Gegensatz zu vielen Schildkröten. Bei Bartagamen, mit denen kenn ich mich nun einmal am besten aus, ist eine paarweise Haltung, wie ich sie kurz durchgeführt habe, eigentlich nicht empfehlenswert. Meine Tiere waren recht friedlich zueinander, aber sonst gilt, wo ein Männchen ist, gehört entweder kein zweites Tier hin, oder aber mindestens zwei Weibchen. Keinesfalls ein zweites Männchen, das hätte auch ich nie gemacht. Zwei Weibchen kann man hingegen recht gut ohne drittes Tier zusammen halten.
 
Der Unterschied zwischen Unterschlupf und Terrarium ist dir aber klar, oder?

Ja, ist er. Ich halte keine grünen Leguane, allerdings interessiere ich mich natürlich nicht bloß für meine eigene Art. Grüne Leguane sind erstens Wüsten- bzw. Steppenbewohner, was den Anspruch an eine hohe Luftfeuchtigkeit gegen null sinken lässt. Zweitens sind sie relativ groß, was eine gewisse Wärmespeicherungskapazität mitbringt. Und drittens sind sie schon in den Subtropen zu finden, auch das sorgt für eine gewisse Kälterobustheit.
Was muss man beachten, wenn man einen grünen Leguan ohne Terrarium halten will?
1. geeigneter Bodenbelag. Fliesen und Holzfußböden sind zu glatt. Ansonsten sind die Tiere eher anspruchslos.
2. Wärmestelle. Im Wintergarten ist über einer für das Tier gut zu erreichenden Stelle ein Wärmestrahler zu installieren, unter dem Temperaturen bis 50° herrschen dürfen, 40° unbedingt sollten.
3. Klettermöglichkeiten. Genau wie meine Bartagamen, teilweise noch ausgeprägter, klettern grüne Leguane gerne und beobachten ihre Umwelt gerne von oben. Ein Ast von geeigneter Größe ist unbedingt erforderlich.
4. UV-Strahlung. Wie alle Reptilien benötigen grüne Leguane UVB-Strahlung, um Vitamin D zu bilden. Gerade bei Tieren aus den Tropen und Subtropen, wie eben den grünen Leguanen, ist es daher unbedingt erforderlich, dass es einen Strahler mit ausreichendem Lichtspektrum gibt. Es existieren auch Strahler mit kombinierter UV- und Wärmestrahlung, diese würde ich auch empfehlen.


Gerade, wer sich ein Männchen anschafft, sollte lieber zu einem Jungtier als zu einem adulten Exemplar greifen, die Tiere snd recht intelligent und bedingt dressierbar, mit ausreichend Arbeit kann man das sonst sehr ausgeprägte Dominanzverhalten auch eindämmen. Bei dominanten Tieren ist unbedingt eine Haltung im Terrarium zu empfehlen, da man sonst Probleme bekommt, den Wintergarten zu betreten. ;) Man bedenke, dass Reptilien um einiges mehr Kraft besitzen als gleich große Säugetiere.
 
Was genau möchtest du uns mit den Haltungsanweisungen für Leguane eigentlich mitteilen - abgesehen davon, dass du völligen Mumpitz schreibst? Der Grüne Leguan (Iguana iguana) ist absolut kein Wüsten- oder Steppenbewohner, sondern lebt in Mittel- und Lateinamerika in Wäldern in der Nähe von Wasser. Deswegen gehört zu einer artgerechten Haltung immer auch ein Wasserbecken, da die Tiere als ausgezeichnete Schwimmer gelten.
 
Dann war das ein Irrtum, der spätestens dann beseitigt worden wäre, wenn ich vorgehabt hätte, mir einen Anzuschaffen. Ich hab zwei Jahre lang diverse Bücher gelesen und etliche Personen mit Fragen gelöchert, bevor ich meine erste Bartagame angeschafft hab.
 
Ich muß da dem Niedersachsen nochmal zustimmen. Der grüne Leguan braucht zwingend Kletterbäume, weil sie dort immer am höchsten klettern, um (in freier Natur) Sonne zu tanken. Die stärksten sitzen ganz oben, die kleineren weiter unten.

Der Grüne Leguan ist tagaktiv und primär baumbewohnend, jedoch ist er auch ein guter Schwimmer. Auf der Flucht lässt er sich oftmals von überhängenden Ästen ins Wasser fallen, wo er dann vor der Bedrohung wegschwimmt. Die Tiere sind sehr standorttreu. Sie bevorzugen eine hohe und dichte Vegetation mit viel Feuchtigkeit sowie Sonnen- und Schattenplätzen

Der Grüne Leguan ernährt sich ausschließlich herbivor, d. h. pflanzenfressend. Auch wenn oftmals immer noch behauptet wird, er würde sich teilweise von Insekten ernähren, haben neueste Forschungen ergeben, dass er sich in der freien Natur nur von Blättern ernährt.

Der Grüne Leguan gehört zu den beliebtesten Terrarientieren und wird mittlerweile in Südamerika auf Farmen für diesen Zweck gezüchtet. Aufgrund ihrer Endgröße wird den meisten dieser Individuen keine artgerechte Haltung gewährt, da viele Käufer nicht ahnen, dass der meist klein verkaufte Leguan später bis zu 2 Metern lang wird. Für adulte Tiere wird ein Terrarium von mindestens 200 × 150 × 200 Zentimetern Größe veranschlagt.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Grüner_Leguan

Es gehört eigentlich zum Allgemeinwissen, welcher Lebensraum bewohnt wird.
 
Dann war das ein Irrtum, der spätestens dann beseitigt worden wäre, wenn ich vorgehabt hätte, mir einen Anzuschaffen.

Wenn du keine Ahnung von den Tieren hast, solltest du dich aber unbedingt mit Haltungsempfehlungen ganz und gar zurückhalten, bevor sie ein gänzlich unbedarfter Halter befolgt. Kannst du dir ausmalen, wie beispielsweise die Häutung eines Tieres abläuft, wenn es statt in die seinen Bedürfnissen angemessene feuchte Umgebung in ein Wüstenklima gesteckt wird?
 
Wenn du keine Ahnung von den Tieren hast, solltest du dich aber unbedingt mit Haltungsempfehlungen ganz und gar zurückhalten, bevor sie ein gänzlich unbedarfter Halter befolgt. Kannst du dir ausmalen, wie beispielsweise die Häutung eines Tieres abläuft, wenn es statt in die seinen Bedürfnissen angemessene feuchte Umgebung in ein Wüstenklima gesteckt wird?

Ja kann ich, da es selbst für Bartagamen hin und wieder zu trocken sein kann. Es war ein Irrtum, aber ich war auch vom falschen überzeugt, d.h. ich dachte, ich läge richtig.
 
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