Der Regel(änderungs)-Thread

Sollte man den Chip im Ball einführen?

  • Ja.

    Votes: 84 75,0%
  • Nein.

    Votes: 28 25,0%

  • Total voters
    112
Mal ne ganz blöde Frage. Wie wird das gestrige Spiel für die 5 Jahreswertung bewertet?
 
Diese lächerlichen gelben Karten werden ja mit Spielverzögerung begründet. Da das Spiel aber nach dem verwandelten Elfmeter beendet war, dürfte es somit auch keine gelbe Karte mehr geben...
Das hat nichts mit Spielverzögerung zu tun. Das Trikotausziehen nach dem Torjubel wird als übertriebener Torjubel gewertet und deswegen wird es mit Gelb geahndet. Das Trikotausziehen auf dem Platz an sich ist nicht verboten.
 
Mal ne ganz blöde Frage. Wie wird das gestrige Spiel für die 5 Jahreswertung bewertet?

Wie viele Punkte erhält eine Mannschaft nach einem Sieg im Elfmeterschiessen?
Zum Elfmeterschiessen kommt es, wenn z.B. das Hin- und Rückspiel (nach 120 Minuten) mit genau gleichem Ergebnis ausgegangen sind. Der Gewinner des Elfmeterschiessens bekommt mit dem Sieg „nur" die Qualifikation zur nächsten Runde. Für die Punktwertung gilt das Ergebnis nach dem Ende der Verlängerung, also immer nach 120 min.
Das Elfmeterschießen dient nur zur Ermittlung des Teilnehmers für die nächste Runde. Wenn es Bonuspunkte für die nächste Runde gibt, erhält der Sieger des Elfmeterschiessens den Bonuspunkt.

Also bekommt Real zwei Punkte für den Sieg nach 120 Minuten und Bayern einen Punkt, als Bonuspunkt für den Finaleinzug. Also nicht wirklich viel. :D
 
Ich würde die Gelbsperren im Europapokal generell abschaffen.

Von der Gelbsperren-Regelung profitieren doch nur die finanzstarken Großklubs, die es sich leisten können, die Plätze 12-18 im Kader ebenfalls mit Hochkarätern zu besetzen. Die Gelbsperren-Regelung macht es Außenseitern daher noch schwieriger, einen Europapokalwettbewerb zu gewinnen.

Außerdem ist ein Verteidiger, der in 12 oder 14 Spielen drei gelbe Karten gesehen hat, kein unfairer Spieler. Es ist einfach unverhältnismäßig, einen Spieler um das Finale zu bringen, nur weil er in 14 Europa League Spielen dreimal Gelb gesehen hat.

Die Befürchtung, dass es durch die Abschaffung der Gelbsperren zu "Kloppereien" bzw. einer Vielzahl an taktischen Fouls kommt, kann ich auch nicht nachvollziehen. Früher gab es überhaupt keine Gelbsperren und trotzdem wurde vernünftig Fußball gespielt. Bei Welt- und Europameisterschaften ist die Gelbsperren-Regelung in den Halbfinals bereits seit 2008 ausgesetzt. Sowohl bei der EM 2008 als auch bei der WM 2010 gingen die Halbfinals fair über die Bühne.

Im übrigen führen die Gelbsperren auch zu Wettbewerbsverzerrungen. Es gibt nun mal Schiedsrichter, die bei jeder Kleinigkeit Gelb zeigen und solche, bei denen man denkt, dass sie ihre Karten zu Hause vergessen haben. ;) Je nachdem, welchen Schiri man erwischt, droht entweder eine Flut an Sperren oder eben nicht.

Finde ich eine bessere Idee als das nur für die Finals abzuschaffen :tnx:

Wäre in meinen Augen zumindest deutlich fairer als hier bei Sperren zB. zwischen einem Halbfinale und einem Finale zu unterschieden
 
Ich finde die Gelbsperren sinnvoll. Sie unterbinden taktische Fouls zumindest in einem gewissen Umfang.
 
In der Richtung leuchtet es mir ja durchaus auch ein. Ich bin mir da wie gesagt unschlüssig.

Ich finde es eben nur nicht logisch das man diese Regel dann allein für ein Finale ausser Kraft setzen sollte.
 
Nö, warum auch?

Gerade in einem Halbfinalrückspiel hat man, siehe Gustavo, allen Grund, unfair, auf Zeit und taktisch Foul zu spielen, dass gerade hier die Regel sinnvoll ist.
 
Moin Leute,

ich weiß, alte Threads gräbt man eigentlich nicht mehr aus, aber hier bietet es sich ja an.

Nebenher spiele ich in einer Freizeit-/Betriebsliga Fußball und beim letzten Spiel gab es eine Situation, wo ich felsenfest überzeugt bin, dass der Schiri da Bockmist gebaut hat.

Es ging darum: Der gegnerische Torwart hat den Schuss gehalten und den Ball nun in der Hand. Er rollt den Ball ab und passt ihn damit zu einem Mitspieler, der ebenfalls im 16er steht und den Ball auch dort annimmt.

Soweit so gut, dachte ich. Der Schiri meinte jedoch den Keeper ermahnen zu müssen, weil er bzw. sein Teamkollege den Ball im eigenen Strafraum angenommen hat und dass das ja wie bei einem Abstoß auch abgepfiffen werden muss.

Ganz ehrlich, ich spiel seit 15 Jahren Fußball, habe davon allerdings noch nie etwas gehört. Auch beim Torwarttraining wurde mir immer nur gesagt, dass ich den Ball nur beim Abstoß nicht zu jemanden passen darf, der im Strafraum ist.

Hab ich die ganzen Jahre über da nun komplett was falsch verstanden oder hat der Schiri da einfach falsch gelegen?

Wäre super, wenn ein paar regelkundige Leute was zu sagen können. :)
 
Mein Schirilehrgang ist schon eine Weile her, aber meiner Meinung nach hast Du recht. Es gibt im Gegensatz zum Abstoß für den Abschlag, um den es sich hier handelt, keine dementsprechende Regel.

Es handelt sich dabei ja auch nicht um eine Spielfortsetzung nach Unterbrechung wie beim Abstoß, sondern um einen fortlaufenden Spielfluss.

Möglicherweise bin ich aber nicht mehr auf dem neuesten Stand.
 
Das Zuspiel von einem Torwart zu einem Mitspieler darf im laufenden Spiel (aus der Hand und per Fuß - aber nicht etwa beim Torabstoss) auch innerhalb des Strafraums erfolgen.

Mir erschließt sich zwar nicht der Sinn für ein solches Abspiel - ich kenne aber keine Regel, die das ausschließt.
 
Fängt der TW den Ball während des Spiel bei einem Schuß auf das Tor, so ist das Spiel nicht unterbrochen. Es ist eine Handlung im Spielverlauf. Dafür gibt es keine Regel.
Für den Abstoß gibt es eine Regel, nämlich die Regel mit der Nr. 16.
Dort weiter informieren !
 
Genau, so weit war ich auch bei der Regel. :)

Super, vielen Dank euch für die fixe Hilfe, wieder etwas gelernt/gefestigt für den nächsten Stammtisch. :D
 
(@Ammerlandbremer)

In einem anderen Thread hatten wir eine Diskussion über ein unabsichtliches Handspiel und die Bewertung durch die Schiedsrichter.

Da lehren wir bei unseren Schiedsrichterlehrgängen aber etwas Anderes.

Der Ball wäre ohne den Einsatz der Hand wahrscheinlich nicht ins Tor gegangen.

Und ein Handspiel darf NIEMALS zu einem Vorteil des Spielers führen, der den Ball mit der Hand gespielt hat.

Ich habe mich nochmal mit deinem Post beschäftigt und übertrage die Anleitung deines Lehrgangs auf das zweite Relegationsspiel KSC vs. HSV:

Wenn auch ein unbeabsichtigtes Handspiel niemals zum Vorteil des Spielers führen darf, der den Ball mit der Hand gespielt hat, war gemäß dieser Richtlinie Gräfes Freistoßentscheidung gegen den KSC in der Schlussminute regelkonform.

Der karlsruher Spieler hat einen Torschuss unbeabsichtigt mit der Hand/dem Arm abgeblockt und sich (höchstwahrscheinlich ungewollt) den Vorteil verschafft, dass dieser Schuss eben nicht den Weg zum Tor gefunden hat.

Kannst du meine Interpretation so bestätigen?
 
Ich würde fast sagen, dass Ammerländer hier falsch liegt, bzw. sein Schiedsrichterlehrgang.

Denn von "niemals" würde ich hier "niemals" sprechen. ;)
Würde dem so sein, wäre JEDES Handspiel ein ahndungswürdiges Handspiel, denn es entsteht eigentlich immer ein Vorteil für den Spieler, der das Handspiel tätigt, denn zumindest mal wird der Ball gestoppt oder abgelenkt. Vielleicht mal ausgenommen von einer Situation, wo man den Ball mit der Hand ins eigene Tor abfälscht. :D Aber da würde sich auch niemand beschweren.
 
(@Ammerlandbremer)

In einem anderen Thread hatten wir eine Diskussion über ein unabsichtliches Handspiel und die Bewertung durch die Schiedsrichter.



Ich habe mich nochmal mit deinem Post beschäftigt und übertrage die Anleitung deines Lehrgangs auf das zweite Relegationsspiel KSC vs. HSV:

Wenn auch ein unbeabsichtigtes Handspiel niemals zum Vorteil des Spielers führen darf, der den Ball mit der Hand gespielt hat, war gemäß dieser Richtlinie Gräfes Freistoßentscheidung gegen den KSC in der Schlussminute regelkonform.

Der karlsruher Spieler hat einen Torschuss unbeabsichtigt mit der Hand/dem Arm abgeblockt und sich (höchstwahrscheinlich ungewollt) den Vorteil verschafft, dass dieser Schuss eben nicht den Weg zum Tor gefunden hat.

Kannst du meine Interpretation so bestätigen?
Da hatte ich mich in dem anderen Thread - glaube ich - bereits korrigiert. Gemeint war ein Vorteil der angreifenden Mannschaft insbesondere ein Tor.

Der Pfiff von Gräfe war meines Erachtens falsch, da 1. unabsichtlich, 2. der Arm liegt an; keine Vergrößerung der Körperfläche und 3. keine unnatürliche Handbewegung.

Bei Neymar liegt der Fall gänzlich anders. Eine Absicht lässt sich zumindest nicht ausschließen, der Arm ist weit ausgestreckt und die Bewegung des Armes wirkt auch nicht gerade natürlich.

Warum hat der Schiri hinter dem Tor wohl so entschieden? Da werden international erfahrene Leute eingesetzt, die sich mit den Regeln und deren Auslegung eigentlich auskennen sollten. Zumindest besser als die beiden Ollis im Studio.
 
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