Der Raucher-Thread

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Schmog
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Das zu sein, ist leider nicht jedem gegeben. Für "Suchtpersönlichkeiten" ist der Nikotinentzug nach heutigem Stand der Forschung schwerer als der Alkohol- oder Heroinentzug.

Das entspricht auch durchaus meinen persönlichen Erfahrungen. Mit Heroin habe ich zwar keinerlei Erfahrungen (zum Glück!), aber ich trinke eigentlich täglich Alkohol in Mengen, die mich nach der derzeitig gängigen Definition zum schweren Alkoholiker machen.

Es macht mir aber recht wenig aus, auch eine Woche lang keinen Alkohol zu trinken, wenn es gerade nicht möglich oder opportun ist. Das habe ich mehrmals erlebt.

Fünf wache Stunden ohne Nikotin sind für mich aber der absolute Horror! Transatlantikflüge eine Folter.

Warum wird Alkoholismus eigentlich inzwischen als Krankheit anerkannt und "Nikotinismus" nicht?

Weil das Nikotin an sich, und das ist längst erwiesen, nicht so gefährlich ist wie es immer gerne dargestellt wird. Nikotin in seiner freien Form wirkt zwar aggressiver auf das kardiovaskuläre System als das gebundene. Wirklich Schädlich und um ein vielfaches mehr süchtig machend wird Nikotin mit den sogenannten MAO Hemmern die in den Zigaretten enthalten sind.
 
Okay :) War Kettenraucher bei dir auch im Sinne von 'Mehr Zeit mit Zigarette als ohne' (abgesehen vom Schlaf) gemeint? Also der Begriff sagt ja eigentlich nur 'starker Raucher'. Genau definiert isses nicht.

Ja durchaus. Ich würde sagen, wenn jemand 2-3 Schachteln am Tag wegraucht, ist er ein Kettenraucher. Du hast zwar Recht wenn der Begriff selbst nicht näher definiert wird. Aber wenn jemand in 24 Std, 14 Std mit ner Kippe durch die Gegend läuft, dann ist er Kettenraucher
 
Weil das Nikotin an sich, und das ist längst erwiesen, nicht so gefährlich ist wie es immer gerne dargestellt wird. Nikotin in seiner freien Form wirkt zwar aggressiver auf das kardiovaskuläre System als das gebundene. Wirklich Schädlich und um ein vielfaches mehr süchtig machend wird Nikotin mit den sogenannten MAO Hemmern die in den Zigaretten enthalten sind.
:tnx::tnx:
Nikotinismus war der falsche Ausdruck. Du weißt aber sicherlich was ich meine.

Hätte ich "Zigarettismus" schreiben sollen?
 
:tnx::tnx:
Nikotinismus war der falsche Ausdruck. Du weißt aber sicherlich was ich meine.

Hätte ich "Zigarettismus" schreiben sollen?

So falsch war der gar nicht. Die WHO, legt ja quasi fest was per Definition eine Krankheit ist und was nicht. Aber um deine Frage zu beantworten.
Ich hätte es Tabaksucht genannt. Obwohl auch der nicht ganz richtig ist, da ein Raucher ja auch nicht nach dem Tabak süchtig ist sondern nach dem enthaltenen Nikotin mit seinen Triggerbestandteilen
 
Danke. Aber das war mir eigentlich schon bekannt.

Bisher ist wohl kein einziger Raucher am Nikotin gestorben, das wirklich nur in sehr hohen Dosen tödlich wirkt. Es geht um die sonstigen Inhaltsstoffe einer Zigarette. Was dabei der eigentliche Suchtauslöser ist, ist bisher strittig.

Unstrittig ist hingegen, dass die Nikotinkonzentration in der Atemluft in einer Küche, in der Kartoffeln gekocht werden, wesentlich höher ist als in einer kulinarisch unbenutzten Küche, in der ein Kettenraucher qualmt.

Nikotin kann also nicht das Problem sein.
 
Danke. Aber das war mir eigentlich schon bekannt.

Bisher ist wohl kein einziger Raucher am Nikotin gestorben, das wirklich nur in sehr hohen Dosen tödlich wirkt. Es geht um die sonstigen Inhaltsstoffe einer Zigarette. Was dabei der eigentliche Suchtauslöser ist, ist bisher strittig.

Unstrittig ist hingegen, dass die Nikotinkonzentration in der Atemluft in einer Küche, in der Kartoffeln gekocht werden, wesentlich höher ist als in einer kulinarisch unbenutzten Küche, in der ein Kettenraucher qualmt.

Nikotin kann also nicht das Problem sein.

So siehts wohl aus.:tnx: Man ist sich allerdings mittlerweile einig das die in der Tabakzigarette zugesetzten MAO Hemmer dafür verantwortlich sind, das Suchtpotenzial der Zigarette, exorbitant in die Höhe schwellen zu lassen.
 
So siehts wohl aus.:tnx: Man ist sich allerdings mittlerweile einig das die in der Tabakzigarette zugesetzten MAO Hemmer dafür verantwortlich sind, das Suchtpotenzial der Zigarette, exorbitant in die Höhe schwellen zu lassen.
Wie sieht es denn dann mit den immer häufiger vermarkteten Zigaretten und Tabakprodukten aus, die angeblich keine Zusatzstoffe enthalten?

Die schmecken mir sogar besser, können mich aber kaum von meiner Sucht heilen. Wäre nicht Nikotin der Suchtfaktor, müsste ich bei mehrtägigem Genuss von von Zusatzstoffen freien Tabakerzeugnissen doch eigentlich nach diesen Zusatzstoffen gieren?

Das muss ich glatt mal ausprobieren. Schwieriges Thema.
 
Wie sieht es denn dann mit den immer häufiger vermarkteten Zigaretten und Tabakprodukten aus, die angeblich keine Zusatzstoffe enthalten?

Die schmecken mir sogar besser, können mich aber kaum von meiner Sucht heilen. Wäre nicht Nikotin der Suchtfaktor, müsste ich bei mehrtägigem Genuss von von Zusatzstoffen freien Tabakerzeugnissen doch eigentlich nach diesen Zusatzstoffen gieren?

Das muss ich glatt mal ausprobieren. Schwieriges Thema.

Ich habe mich mit dem Thema seid ich auf die E Zigarette umgestiegen bin, nicht mehr großartig beschäftigt. Allerdings und das ist meine persönliche Meinung, die ich nicht belegen kann, halte ich das schlichtweg für einen Marketinggag von Big Tobacco. Die Zigarettenindustrie ist nicht verpflichtet ihre Inhaltsstoffe darzulegen. Bei über 4000 Inhaltstoffen wäre das auch ziemlich schwierig. Sie werden auch nicht dahingehend geprüft. Ein Schelm wer böses dabei denkt;).
Allerdings macht nicht nur das Nikotin die Sucht aus, sondern auch ein erheblicher Teil das Ritual des Rauchens. Die festgefahrene alltägliche Routine die man mit dem Rauchen verbindet wird man nicht so schnell los. Die, ich nenne sie jetzt mal Routinesucht, war bei mir persönlich wesentlich ausgeprägter und stärker als die Nikotinsucht. Für diese These spricht das sämtliche herkömmlichen Mittel von Nikotinkaugummis über Hypnose bis Zyban (Champix), bei mir nutzlos waren. Und ich mir der E Zigarette quasi problemlos umsteigen konnte
 
Allerdings macht nicht nur das Nikotin die Sucht aus, sondern auch ein erheblicher Teil das Ritual des Rauchens. Die festgefahrene alltägliche Routine die man mit dem Rauchen verbindet wird man nicht so schnell los. Die, ich nenne sie jetzt mal Routinesucht, war bei mir persönlich wesentlich ausgeprägter und stärker als die Nikotinsucht.
Das ist mit Sicherheit richtig und macht bei mir wahrscheinlich den Unterschied zwischen 5 und 50 pro Tag aus. Die Routinen und Rituale werden mit der Zeit nämlich immer mehr.

Wenn das Telefon klingelt, suche ich zum Beispiel zuerst nach den Zigaretten. Wo das Telefon liegt weiß ich oder höre ich ja.:crazy:
 
Echt jetzt? An Haltestellen?:roll::roll::D:D

Meinst Du vielleicht eine Bushaltestelle im Freien in einer Großstadt, an der pro Stunde 1000 Diesel-Fahrzeuge vorbeifahren? Und dann hast Du Angst um Deine Gesundheit, wenn Dir etwas Tabakgeruch in die Nase steigt?

Respekt. Diese Kombination aus Unwissen, Diskriminierung anderer Lebensentwürfe und Verdrängung der Fakten muss man erst mal hinbekommen. Starke Leistung Harper.:applaus::schal::schal:

Mir geht es primär um den widerlichen Rauchgestank, für den du als Kettenraucher längst geruchsblind bist. Es kann wohl nicht zu viel verlangt sein, an irgenwelchen öffentlichen Orten, die Haltestelle war bloß ein Beispiel, an denen andere Personen in unmittelbarer Nähe warten oder sich aus sonstigen Gründen aufhalten, Rücksicht zu nehmen, aber das kriegen viele ignorante Raucher leider nicht hin. Dümmlich auf andere gesundheitsschädliche Umweltfaktoren zu verweisen, ist auch typisch für starke Raucher, die unfähig sind, ihre Sucht in den Griff zu bekommen.
 
Joa, wenn man so dumm ist und sein ganzes Geld für so einen Dreck ausgibt, bleibt häufig nicht mehr ganz so viel über, das stimmt wohl..

Mir gehen die ganzen rücksichtslosen Raucher echt mächtig auf den Sack. Ist mir ja egal, wenn jemand seine Lunge verpesten will, aber doch bitte nicht an Haltestellen und anderen öffentlichen Orten, an denen sich Leute aufhalten, die keine Lust auf diesen widerlichen Rauchgestank und die gesundheitlichen Folgen haben.

Mir geht es primär um den widerlichen Rauchgestank, für den du als Kettenraucher längst geruchsblind bist. Es kann wohl nicht zu viel verlangt sein, an irgenwelchen öffentlichen Orten, die Haltestelle war bloß ein Beispiel, an denen andere Personen in unmittelbarer Nähe warten oder sich aus sonstigen Gründen aufhalten, Rücksicht zu nehmen, aber das kriegen viele ignorante Raucher leider nicht hin. Dümmlich auf andere gesundheitsschädliche Umweltfaktoren zu verweisen, ist auch typisch für starke Raucher, die unfähig sind, ihre Sucht in den Griff zu bekommen.

Wieso sollte ich als Raucher, an der freien Luft auf irgendwelche Nichtraucher Rücksicht nehmen? Sollen sie doch rein gehen, immerhin haben sie jahrelang dafür gekämpft das in Kneipen, Bussen, Bahnen, Restaurant etc. nicht mehr geraucht werden darf. Wenns dich in der öffentlichkeit stört geh halt nen Meter weg.
 
:tnx:

Ich würde eine genetische Komponente nicht kategorisch ausschließen. Ist ja auch nur meine subjektive persönliche Erfahrung. Ich denke jedoch das, ob jemand zum Raucher bzw. Suchtverhalten tendiert, ein Zusammenspiel von Genetischer Vorbelastung, Erziehung und Persönlichkeit ist.

Meine Eltern sind beide starke Raucher und ich bin konsequenter Nichtraucher. Ich habe noch nie in meinem Leben eine Zigarette angerührt oder den Drang dazu gespürt. Ob das nun an dem ständigen Qualm lag, den ich früher zu Hause eingeatmet habe, kann ich gar nicht sagen. Es mag wohl sicherlich auch daran liegen, dass ich nie einer Clique angehörte, in der das Rauchen quasi als "Gruppenzwang" dazugehörte. Aus meiner Truppe damals hat so gut wie gar keiner geraucht, also war es auch nicht wichtig.

Meine Eltern haben aber sicherlich, wenn auch unbewusst, ihren Teil dazu beigetragen, denn die sind sowas von penetrant und verbohrt in ihren Ansichten, dass sie in ihrem Haus ständig rauchen, in jedem Raum und ohne Rücksicht darauf, ob noch andere Leute zu Gast sind. Die werden dann nicht mal gefragt. Meine damalige Freundin / spätere Frau hat sich das damals auch gefallen lassen, wohl einfach aus Höflichkeit. Ich hab nie was gesagt, wahrscheinlich auch weil ich es nie anders kannte. Aber nervig wurde es schon mit der Zeit, dass man nach einem Besuch bei meinen Eltern am nächsten Tag die Klamotten nicht mehr anziehen konnte, weil sie so penetrant gestunken haben.

Dafür bekommen meine Eltern für ihre Verbohrtheit jetzt aber auch die Quittung, denn sie müssen jetzt zu uns kommen, wenn sie ihren Enkel mal sehen wollen. Mit dem Kleinen betreten wir dieses Haus nicht mehr. Das führt dann auch entsprechend immer mal wieder zu Spannungen. Ich weiß aber, dass sie nicht die einzigen Raucher sind, die so drauf sind.
 
Meine Eltern sind beide starke Raucher und ich bin konsequenter Nichtraucher. Ich habe noch nie in meinem Leben eine Zigarette angerührt oder den Drang dazu gespürt. Ob das nun an dem ständigen Qualm lag, den ich früher zu Hause eingeatmet habe, kann ich gar nicht sagen. Es mag wohl sicherlich auch daran liegen, dass ich nie einer Clique angehörte, in der das Rauchen quasi als "Gruppenzwang" dazugehörte. Aus meiner Truppe damals hat so gut wie gar keiner geraucht, also war es auch nicht wichtig.

Meine Eltern haben aber sicherlich, wenn auch unbewusst, ihren Teil dazu beigetragen, denn die sind sowas von penetrant und verbohrt in ihren Ansichten, dass sie in ihrem Haus ständig rauchen, in jedem Raum und ohne Rücksicht darauf, ob noch andere Leute zu Gast sind. Die werden dann nicht mal gefragt. Meine damalige Freundin / spätere Frau hat sich das damals auch gefallen lassen, wohl einfach aus Höflichkeit. Ich hab nie was gesagt, wahrscheinlich auch weil ich es nie anders kannte. Aber nervig wurde es schon mit der Zeit, dass man nach einem Besuch bei meinen Eltern am nächsten Tag die Klamotten nicht mehr anziehen konnte, weil sie so penetrant gestunken haben.

Dafür bekommen meine Eltern für ihre Verbohrtheit jetzt aber auch die Quittung, denn sie müssen jetzt zu uns kommen, wenn sie ihren Enkel mal sehen wollen. Mit dem Kleinen betreten wir dieses Haus nicht mehr. Das führt dann auch entsprechend immer mal wieder zu Spannungen. Ich weiß aber, dass sie nicht die einzigen Raucher sind, die so drauf sind.

Hmm, ich hätte wohl bei meiner Aufzählung noch die " persönliche Einstellung" hinzufügen müssen. Das es diese verbohrten, schon fast militanten Raucher gibt ist traurig. Die Schwester meines Arbeitskollegen ist da ähnlich. Die geht seit es das Verbot in Restaurants und Kneipen gibt, nicht mehr aus, und quarzt ihre Bude zu. Ich finde euer Verhalten gegenüber deinen Eltern absolut ok so. Hat ja was von der eigenen Medizin schlucken.
Ich habe meine persönliche Freiheit als Raucher früher immer genossen, wusste aber auch, das diese Freiheit dann zu Ende ist, wenn ich andere in ihrer Freiheit einschränke, und habe das entsprechend berücksichtigt.
Diese soziale Ächtung der Raucher geht mir allerdings entschieden zu weit. Da hat die WHO mit ihren Gesundheitswahn ganze Arbeit geleistet. Das Menschen hier mehr und mehr in die Ecke gedrängt werden scheint denen ziemlich egal zu sein.
Wenn man sich anschaut wie Harper hier "argumentiert", wird das mehr als deutlich. So ticken mittlerweile sehr viele Menschen, leider.
 
Ich muss sagen, sogar wenn ich im Freien von Rauchern angeblasen werde, muss ich mich wegdrehen, so wenig kann ich den Rauch mehr riechen.
Ich würde da zwar nie etwas sagen, weil ich ausweichen kann.
Wo es mich sehr ärgert, ist im Wald, wenn ich joggender- und von daher Luft schnappernder Weise daherrenne. :ugly:
 
Ungünstig ist ja, dass sich der Ort zum Rauchen meist direkt vor einem Haupteingang befindet, d.h. jeder Ankömmling muss sich durch die gesammelten Schwaden seinen Weg ins Innere bahnen. In der Schule gab es früher eine Raucherecke auf dem Gelände. Wenn ich mich recht erinnere, war diese den unteren Klassenstufen auch nicht zugänglich. Seitdem auf dem gesamten Schulgelände Rauchverbot herrscht, tummeln sich alle Rauche natürlich vorm Haupteingang. Also gleiches Problem. Gilt auch für die Uni, gilt auch für den Job ... nein halt, dort hat man nun einen Raucherpoint errichtet mit eben der Begründung, dass ein Großteil der Belegschaft keine Lust hat, ständig angeraucht zu werden.
 
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