Der Genitiv und andere deutsche "Schmankerln"

Ach, lass den alten Mann. Er weicht, wie er es selbst beschreibt, keinen Millimeter von seiner Meinung ab. Wenn er sich mit grammatikalischen Dingen oder seiner "Weisheit" profilieren will, soll er es tun.

Die "gewissen Dinge" habe ich mal überlesen, Herr Koschnick.

Dann habe ich aber mal eine Frage, damit ich die deutsche Sprache besser lerne:

Heißt es:

"Ich habe noch nicht mit ihm darüber gesprochen gehabt"
oder
"Ich hatte noch nicht mit ihm darüber gesprochen"
 
Eigentlich sollte der Thread kein Ort für die Austragung von Privatfehden sein. :eek:
Was Golli beschreibt (Klugscheißer-Typ), gibt es bei uns im Jahrgang übrigens als Spiel. Für jede Berichtigung gibt es einen Klugscheißerpunkt. Und vielleicht lernen die Berichtigten ja sogar etwas daraus. ;)
Und vielleicht beschreibt seine Haltung ja die Meinung, die überall vertreten wird? :confused: Is mir doch egal wie ich schreib oda rede haupsache die message kommt an. (:stirn:) Auf Dauer, das ist jedenfalls meine Meinung, nervt ein Geschreibsel dieser Art nun einmal. Mich zumindest. Aber wahrscheinlich können sehr viele es auch einfach nicht besser. Das ist doch bedenklich, oder nicht? Und ich finde es auch seltsam, wenn diejenigen, die es können, dennoch keinen Wert darauf legen.

Zitat von Golli:
Also anstatt den Thread dafür zu nutzen, klug zu scheißen, diskutiert mal über diverse Fehler in der deutschen Sprache, die sich einfach eingebürgert haben wie z.B. "1 Mille" oder "Tu mir mal die Bier, Jacqueline"

Ich wollte eigentlich eine freie Meinungsäußerung. Und dazu gehört, dass sich jeder äußern darf, egal zu welchem Thema. Wenn dich solche Dinge stören, dann schreib es doch einfach. :) Die anderen dürfen aber genauso sagen, wenn sie andere Dinge stören.
 
Natürlich dürfen sie das. Ich behaupte auch nicht, dass ich perfektes Deutsch spreche oder schreibe, aber ich denke es ist in Ordnung.

Wenn dich solche Dinge stören, dann schreib es doch einfach. Die anderen dürfen aber genauso sagen, wenn sie andere Dinge stören.

Natürlich dürfen sie es. Ich habe lediglich gesagt, dass es mich nicht interessiert. Ich denke, dass ist vertretbar.

Mich nerven die Klugscheißer in dem Sinne, wenn sie irgendwelche Kleinigkeiten berichtigen. Wenn ich z.B. ein Komma vergesse, aber der Inhalt des Textes trotzdem richtig rüberkommt und nur rüberkommen kann, ist es meiner Meinung nach wirklich nicht schlimm, wenn es in einem Fanforum (!!) fehlt. Wenn es hier passiert, okay. Aber diverse User berichtigen sogar in "normalen" Threads. Finde ich unangebracht. Aber ist natürlich nur meine Meinung.
 
(...) Wenn ich z.B. ein Komma vergesse, aber der Inhalt des Textes trotzdem richtig rüberkommt und nur rüberkommen kann, ist es meiner Meinung nach wirklich nicht schlimm, wenn es in einem Fanforum (!!) fehlt. Wenn es hier passiert, okay. Aber diverse User berichtigen sogar in "normalen" Threads. Finde ich unangebracht. Aber ist natürlich nur meine Meinung.

Damit kann ich mich anfreunden. :) Ich zum Beispiel habe dieses Thema zwar "geöffnet", aber ich verbessere niemanden. Zumindest nicht in den anderen Threads. Auch wenn es manchmal in meinen Fingern juckt. ;) Gerade deshalb habe ich das Thema ja zur Diskussion gestellt. Und hier fände ich es schön, wenn man zumindest versuchen würde, auf diese Dinge zu achten. Wenn mir die Sprache anderer User nicht gefällt, heißt das ja auch lange nicht, dass mir ihre Aussage nicht passt. Aber manchmal versteht man (im Extremfall) nicht einmal mehr, was genau sie sagen wollen. Dann dürfen sie auch darauf hingewiesen werden, finde ich.
Und ich denke auch, dass dein Deutsch in Ordnung ist. :)
Außerdem soll doch der Humor ebenfalls nicht vergessen werden. :beer: Das gilt natürlich auch für Herrn Koschnick, den ich allerdings eigentlich für jemanden halte, der diesen Begriff durchaus kennt. :)
 
Es kommt wie gesagt drauf an. Wenn ein Text nur kleingeschrieben, fehlerhaft und komplett in mehreren Sätzen ohne Punkt und Komma geschrieben ist, verliert man nun mal "den Überblick" :D

Von wegen freier Meinungsäußerung:

Ich fande es von HK völlig unangebracht, mich als Idioten, Dummschwätzer, Kasper oder auch als "pathologisches Substrat" beleidigen zu lassen. Da sollte man von einem Mann seines Alters, doch ein höheres Niveau oder zumindest ein bisschen Selbstbeherrschung erwarten.
 
@Golli:
Ich bezeichnete Dich nicht als "Dummschwätzer" - der Rest allerdings ist zutreffend.

Zu Deiner Frage: Ich persönlich finde beide Sätze nicht sehr elegant. Also weder "habe gesprochen gehabt" noch "hatte gesprochen".
Da es sich um einen abgeschlossenen (und möglicherweise auch einmaligen) Vorgang handelt, ist die Verwendung des einfachen Imperfektes (auch: Präteritum) notwendig. Es sollte also heißen:

"Ich sprach mit ihm noch nicht darüber."

Aber "habbe gehabbd" ist derzeit ja sehr en vogue - eine Sache wird aber nicht richtiger durch unablässige Verwendung. Ist genau so wie bei "Sinn machen", ein Begriff, der die abartige Verfälschung korrekter Sprache extrem widerspiegelt...

Solltest trotzdem weniger trinken. :beer:
 
Na, es gibt noch den Unterschied zwischen gesprochener und geschriebener Sprache. Aber da Herr Koschnick den Satz schrieb, hat er Recht.

:svw_schal: d.na
 
Sehr zu empfehlen in diesem Zusammenhang, viele werden es wissen: "Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod" von Bastian Sick.

Ich habe auch zwei seiner Bücher gelesen sowie sein Programm gesehen. Es ist wirklich ganz witzig (oder auch eben nicht ;) ). Aber auch der Herr Sick hat mit seinen Begründungen aus wissenschaftlicher Sicht nicht immer Recht. Das Thema "macht Sinn" (es wurde in einem Vortrag über "Richtiges Deutsch?!" angeschnitten): Dass siese Formulierung aus dem Englischen übernommen wurde, ist keinesfalls sicher, eher nicht. Und der Grund, dass man Abstrakte Sachen nicht machen kann, ist auch nicht der einzig wahre, warum Sinn und machen nicht geht. Etwas macht ja auch Freude. (Dies beides führt Sick an) Leider hab ich die sprachwissenschaftliche Begründung vergessen.....

Und einige Sachen sind einfach durch Sprachwandel bedingt. "Diesen Jahres" zB ist grammatisch sicher falsch, folgt aber gewissen Sprachwandel-"Regeln" hin zur Vereinfachung, dass sich unsere Fälle immer mehr angleichen (siehe englisch, da ist die Deklination nahezu verschwunden, ist ja aber auch eine germanische Sprache, hatte also mal eine). Sprache ändert sich halt. Und auch wenn hans koschnik zB bei dem Wort "backte" vielleicht die Haare zu Berge stehen (oder?), sagt fast niemand unter 30 mehr "buk".

Ach, und zum Klugscheißern ;): Ich meine "Ich hatte noch nicht mit ihm darüber gesprochen" müsste man nehmen, wenn es sich um Vorvergangenheit handelt im Zusammenhang mit einer Handlung, die im Imperfekt steht.

Mir fällt gerade noch eine Sache ein, die mich nervt: "-innen". Wenn es sich ausschließlich um Frauen handelt, ist es ja okay, aber wenn männliche und weibliche Wesen gemeint sind, nervt es einfach nur, wenn ständig Lehrer und Lehrerinnen, Studenten und Studentinnen usw. geschrieben/gesagt wird. Angeblich da ja auch Frauen angesprochen werden sollen.... Dabei beinhaltet die Form Studenten doch eben alle. Eigentlich müssten sich die Männer beschweren, dass es keine explizite Form nur für sie gibt. Und dann wird das nichtmal konsequent angewandt, oder schon mal von Steuerhinterziehern und Steuerhinterzieherinnen gehört...
 
"Liebe Kinder und Kinderinnen ..." :D

Ich möchte nur anmerken, dass es die Diskussion um dieses unsägliche "Sinn machen" schon im "Rechtschreibe-Thread" von WOL2.0 gegeben hat... und wir uns hoffentlich alle darüber einig sind, dass es "Sinn haben" oder "sinnig sein" heißen muss!!!

Das britisch-korrekte "It makes (no) sense" berechtigt eben nicht zur unmodifizierten Übernahme ins Deutsche!

:tnx:


("... buk ..." !!!):applaus::knutsch:
 
Sooo liebe Freunde der deutschen Sprache,

eigentlich wundert es mich, dass es diesen Thread noch nicht gibt. Ein Beitrag von zoggg, übrigens hier zu sehen: Grammatik: brachte mich auf die glorreiche Idee, ein Thema dieser Art dem gemeinen Forumsnutzer zur Diskussion zu stellen.

Dabei geht es zum Beispiel um folgende Fragen:
  1. Wird der Genitiv überschätzt? (Herr Koschnick, bitte übernehmen Sie!)
    Ich glaube, dass eher der Herr Koschnick überschätzt wird.
  2. Die ewige Diskussion um die deutsche Rechtschreibung: Was ist eurer Meinung nach richtig, was falsch?
    Nun ja (räusper), aus diesem Alter bin ich mit meinen 43 Lenzen raus:D
  3. Wie sieht es eigentlich mit Dialekten aus (ich enthalte mich derweil, da ich nur hochdeutsch spreche ^^)?
    Ich spreche hoch- und plattdeutsch (für H. Koschnick: niederdeutsch). Plattdeutsch hat für mich Kultstatus erreicht. Ich habe grundsätzlich nichts gegen Dialekte, sondern eher etwas gegen die Menschen, die diesen Dialekt sprechen.
  4. Und: Was haltet ihr von Anglizismen? Stirbt die deutsche Sprache aus?
Selbst ich lasse mich mit der Zeit vom "denglisch" anstecken. Im gewissen Rahmen ist das auch in Ordnung.
Jedoch sollen dies nur Denkanstöße sein. Ein jeder darf hier seine Meinung äußern, welchen Aspekt der deutschen Sprache er damit auch immer berührt. Natürlich dürfen hier auch Fragen geäußert werden wie: Wird dies oder jenes eigentlich zusammengeschrieben? Oder groß? Klein? Auseinander? Und: Wieso eigentlich? ;)

Ein kleiner Anstoß im Übrigen auch aus dem alten Forum: Deutsche Rechtschreibung und deren Verarmung im Internet

Der Fantasie (oder auch Phantasie) sind keine Grenzen gesetzt. Auf interessante Gespräche. :beer:

Es wird darum gebeten, den Genitiv, wenn möglich, zu benutzen. Des Weiteren sollte die Konjunktion "dass" mit "ss" statt "ß" bekannt sein.
Und ein weiterer Link: korrekturen.de

Nachfolgend ein paar Kommentare zu den Punkten des Threaderöffners, nachdem ich alle Beiträge gelesen habe:
1. Der Genitiv wird
 
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