Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Da passt die Anekdote mit den Drogengeschäften also schon noch rein.

Da steckt ne Menge Geld drin. Wenn man den Drogenhandel in Bremen übernimmt, sind einige Geldsorgen gelöst. Zeitgleich betreibt man Suchtprävention, wenn die Käufer kein Geld mehr haben. Das Nachwuchleistungszentrum wird dann zum Nachwuchskifferzentrum.

Mit Flutlichtmasten alleine wird das nix mehr. Da muss man neue Märkte erschließen.

Auch über einen Werder OF Account muss man nachdenken. #RentANakedPlayer (mit Handtuch natürlich).
Die OFW hätte bestimmt zwei drei Stunden Woltemade im Livestream gebucht :whistle:
 
Schön wäre es, wenn Du den Gegenbeweis mit den entsprechenden Verweisen auf Aufsätzen/Studien anträtest, bisher habe ich von Dir noch nichts konkretes vernommen.

Benenne doch von mindestens einem der typischen Fußballstadien den Reingewinn den der Eigentümer dieses Stadions p.a. nachweislich erzielt hat. Oder benenne einfach eine passende Studie die etwas anderes belegt als das von mir Beschriebene.

Die Frage lautet weiterhin, ob die Vergabe von Events - in diesem Fall durch die BWS - einen signifikanten Beitrag für die Verbesserung der Einnahmesituation des Vereins sorgte. Es ist selbstverständlich, dass wir über den Reingewinn dieser Vermietung sprechen. Diese Events können gerne aus vielen kleineren Seminaren, bis hin zu Großveranstaltungen bestehen, nur muss am Ende eine nachvollziehbare Darlegung stehen, dass sich diese Events lohnen.
Wenn Stadion-Konzerte so wie von dir suggeriert generell Verlustgeschäfte für Stadionbetreiber wären, dann kannst du sicherlich schlüssige Erklärungen dafür liefern können, warum dann trotzdem weiterhin Stadion-Konzerte - allein Deutschland von 2023-26 ca 100 Stück (u.a. AC/DC, Coldplay, Depeche Mode, Imagine Dragons, Iron Maiden, Linkin Park, Metallica, Rammstein, Springsteen, Toten Hosen) - stattfinden.

Übrigens: das Olympiastadion in München, welches überwiegend für Konzerte und Sportveranstaltungen genutzt wird, wird gerade umgebaut. Würde die Betreibergesellschaft diese Investitionen vornehmen bzw. vornehmen können, wenn dort stattfinde Konzerte generell Verlustgeschäfte wären..?
 
Ja, ist leider so. Ich erinnere nur an die ganze Debatte rund ums Leistungszentrum. Die Anwohner am Osterdeich sind alle spaßfremd, naja nicht alle, aber genug. Und das sag ich als jemand, der sich jahrelang über laute Nachbarn aufgeregt hat. Ist aber nochmal eine andere Ebene.
Geht da auch häufig um Immobilienwerte und gar nicht um echte Störung.
Ich vermute, dass Werders Hauptgrund beim Nein zu Konzerten im Weserstadion der ist, dass man die Osterdeich-Anwohner bei Laune halten möchte. KF kommunizierte dahingehend zwar u.a. die Nachhaltigkeit, was per se auch nicht verkehrt ist, aber dass erscheint mir als Begründung etwas zu dünn. Schade, waren damals geile Konzerte im Weserstadion.
 
Da der Trump-Putin-Pakt Unheil befürchten lässt, kann im Zuge der zu erwartenden notwendigen Wehrerweiterung das Weserstadion ja wieder für Vereidigungen genutzt werden.
 
Wenn Stadion-Konzerte so wie von dir suggeriert generell Verlustgeschäfte für Stadionbetreiber wären, dann kannst du sicherlich schlüssige Erklärungen dafür liefern können, warum dann trotzdem weiterhin Stadion-Konzerte - allein Deutschland von 2023-26 ca 100 Stück (u.a. AC/DC, Coldplay, Depeche Mode, Imagine Dragons, Iron Maiden, Linkin Park, Metallica, Rammstein, Springsteen, Toten Hosen) - stattfinden.

Übrigens: das Olympiastadion in München, welches überwiegend für Konzerte und Sportveranstaltungen genutzt wird, wird gerade umgebaut. Würde die Betreibergesellschaft diese Investitionen vornehmen bzw. vornehmen können, wenn dort stattfinde Konzerte generell Verlustgeschäfte wären..?

Du stellst gerne Fragen, ohne selbst Antworten zu liefern. Aber gerne führe ich das nochmals zusammen.

Zunächst einmal hatten wir bereits geklärt, dass es sehr wohl einige Stadien gibt, die vermehrt Großveranstaltungen anbieten. Weiterhin gibt es auch sehr viele kleinere Events die durchgeführt werden, Schalke 04, als einsamer Spitzenreiter, führt in 2025 mit 1080 Events (Konzerte, Seminar, sonstige Anlässe) diese Liste mit weitem Vorsprung an und nahezu 30 % des Reingewinns (Stadion) wird dadurch erzielt. Gefolgt von anderen Fußballvereinen, die jedoch mit deutlichem Abstand dahinter liegen.

Konzentrieren wir uns im Folgenden auf 3 Stadien, die einerseits für Großveranstaltungen (Gelsenkirchen/Düsseldorf) in Frage kommen, während das Weserstadion als Gegenbeispiel dienen soll.

Veltins-Arena (Schalke): Besitzt eine komplett herausfahrbare Rasenfläche auf Stahlschienen, die mittels Hydraulik in etwa vier Stunden vollständig aus dem Stadion herausgeschoben werden kann. Dadurch bleibt der empfindliche Naturrasen während Konzerten komplett geschützt, während der leere Betonboden beliebig belastet werden kann. Des Weiteren lässt sich das Dach bei Bedarf schließen, was einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Stadien bietet.

Merkur Spiel-Arena (Fortuna Düsseldorf): Nutzt klassischen Naturrasen mit Rasenheizung, aber ohne Laufbahn, die Anlage ist technisch auf regelmäßigen Wechsel zwischen Fußball- und Konzertnutzung ausgelegt, mit separater Parkplatz-Preisstruktur für Konzerte, was auf eine etablierte Doppelnutzung hindeutet. Wie auch auf Schalke, lässt sich das Stadiondacht vollständig schließen. Zuletzt war mein Neffe im Juni auf dem Bad Bunny Konzert, wo das Dach aufgrund der sehr hohen Temperaturen geschlossen werden konnte und für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Der direkt neben der Arena liegende internationale Flughafen und die sehr hohe Dichte an Hotelzimmern spielen ebenfalls eine sehr große Rolle. Vergleicht man Düsseldorfer und Bremer Flughafen dürfte allein schon aufgrund des Größenunterschieds und den damit einhergehenden Angeboten an Destinationen einleuchten, dass dies für die Vergabe von Großveranstaltungen entscheidend ist.

Weserstadion (Werder Bremen): Verwendet seit 2017 einen Hybridrasen (Naturrasen mit eingestochenen Kunstfasern), der zwar deutlich pflegeleichter und langlebiger für den reinen Fußballbetrieb ist, aber hochsensibel auf punktuelle Schwerlasten reagiert. Bühnenaufbauten mit Schwerlastplatten würden die Kunststofffasern abknicken und den Rasen komplett zerstören, mit Reparaturkosten, die weit über den früheren 150.000 Euro für einen kompletten Rollrasen-Wechsel liegen.

Selbst wenn der Rasen kein Problem wäre, begrenzen bauliche Fluchtwege-Vorschriften die kommerzielle Attraktivität für Konzertveranstalter erheblich. Beim Weserstadion sank die zulässige Konzertkapazität durch den Umbau 2008-2011 von ursprünglich 45.000 auf nur noch 30.000 bis 38.000 Besucher, weil die Baubehörde wegen fehlender Fluchtwege striktere Auflagen erließ.

Werder GF Filbry brachte den wirtschaftlichen Kern auf den Punkt als er sich hierzu äußerte und richtigerweise darauf hinwies, dass die Konkurrenzstandorte wie Hamburg oder Hannover bieten Veranstaltern 20.000 Plätze mehr bei geringeren Anschubkosten, wodurch sich ein Konzert in Bremen für viele Acts schlicht nicht mehr rechnet, selbst ohne Rasenproblem. Zusätzlich fehlt seit dem Umbau das frühere "Marathontor", durch das LKW-große Fahrzeuge direkt ins Stadion fahren konnten; heute sind teure Superkräne nötig, wovon es europaweit nur drei Anbieter gibt.

Zusammengefasst ist die entscheidende Variable nicht der grundsätzliche bauliche Zustand des Stadions, sondern eine Kombination aus der gewählten Rasentechnologie, den behördlich vorgeschriebenen Sicherheitskapazitäten und der strategischen Risikobereitschaft des Vereins, hohe Investitionskosten für eine Doppelnutzung in Kauf zu nehmen.

Schalke hat sich für maximale Flexibilität entschieden und dafür massiv investiert, Fortuna Düsseldorf nutzt eine pragmatische klassische Naturrasen-Lösung mit etablierter Doppelnutzung, während Werder Bremen die Kosteneffizienz für den reinen Ligabetrieb priorisiert hat und dadurch faktisch auf die Einnahmequelle Großveranstaltungen verzichtet.
 
Das Weserstadion ist jetzt aber nicht die klassische Multifunktionsarena.
Einfach die Ticketpreise generell um 20% erhöhen würde jährlich schon mal 4 Millionen mehr in die Kasse spülen.

Der Rest der Wirtschaft macht es vor: Es gibt noch viel zu holen bei den Menschen in Deutschland. Greifen wir es ab.
Dass das Wesersradion  keine "Multifuktionsarena" im klassischen Sinne ist, ist mir bekannt, deswegen habe ich den Begriff ja auch in Anführungsstriche gesetzt. ;)
Ich kenne das Weserstadion sogar noch mit einer innenliegenden Laufbahn, einer unüberdachten Ostkurve und ohne die seitlichen Büro"türme". :wink:
 
Das Weserstadion ist jetzt aber nicht die klassische Multifunktionsarena.
Einfach die Ticketpreise generell um 20% erhöhen würde jährlich schon mal 4 Millionen mehr in die Kasse spülen.

Der Rest der Wirtschaft macht es vor: Es gibt noch viel zu holen bei den Menschen in Deutschland. Greifen wir es ab.
Vielleicht mal die Ticketspreise der Ultras erhöhen.( davon kann dann ein Teil der Pyrostrafen gleich beglichen werden )
 
Da steckt ne Menge Geld drin. Wenn man den Drogenhandel in Bremen übernimmt, sind einige Geldsorgen gelöst. Zeitgleich betreibt man Suchtprävention, wenn die Käufer kein Geld mehr haben. Das Nachwuchleistungszentrum wird dann zum Nachwuchskifferzentrum.

Mit Flutlichtmasten alleine wird das nix mehr. Da muss man neue Märkte erschließen.

Auch über einen Werder OF Account muss man nachdenken. #RentANakedPlayer (mit Handtuch natürlich).
Die OFW hätte bestimmt zwei drei Stunden Woltemade im Livestream gebucht :whistle:
Die Frauen haben noch keinen Only Fans ? Skandal !
Ich würde ihn grün - weisse Triebe nennen.:grin:
 
Du stellst gerne Fragen, ohne selbst Antworten zu liefern. Aber gerne führe ich das nochmals zusammen.

Zunächst einmal hatten wir bereits geklärt, dass es sehr wohl einige Stadien gibt, die vermehrt Großveranstaltungen anbieten. Weiterhin gibt es auch sehr viele kleinere Events die durchgeführt werden, Schalke 04, als einsamer Spitzenreiter, führt in 2025 mit 1080 Events (Konzerte, Seminar, sonstige Anlässe) diese Liste mit weitem Vorsprung an und nahezu 30 % des Reingewinns (Stadion) wird dadurch erzielt. Gefolgt von anderen Fußballvereinen, die jedoch mit deutlichem Abstand dahinter liegen.

Konzentrieren wir uns im Folgenden auf 3 Stadien, die einerseits für Großveranstaltungen (Gelsenkirchen/Düsseldorf) in Frage kommen, während das Weserstadion als Gegenbeispiel dienen soll.

Veltins-Arena (Schalke): Besitzt eine komplett herausfahrbare Rasenfläche auf Stahlschienen, die mittels Hydraulik in etwa vier Stunden vollständig aus dem Stadion herausgeschoben werden kann. Dadurch bleibt der empfindliche Naturrasen während Konzerten komplett geschützt, während der leere Betonboden beliebig belastet werden kann. Des Weiteren lässt sich das Dach bei Bedarf schließen, was einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Stadien bietet.

Merkur Spiel-Arena (Fortuna Düsseldorf): Nutzt klassischen Naturrasen mit Rasenheizung, aber ohne Laufbahn, die Anlage ist technisch auf regelmäßigen Wechsel zwischen Fußball- und Konzertnutzung ausgelegt, mit separater Parkplatz-Preisstruktur für Konzerte, was auf eine etablierte Doppelnutzung hindeutet. Wie auch auf Schalke, lässt sich das Stadiondacht vollständig schließen. Zuletzt war mein Neffe im Juni auf dem Bad Bunny Konzert, wo das Dach aufgrund der sehr hohen Temperaturen geschlossen werden konnte und für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Der direkt neben der Arena liegende internationale Flughafen und die sehr hohe Dichte an Hotelzimmern spielen ebenfalls eine sehr große Rolle. Vergleicht man Düsseldorfer und Bremer Flughafen dürfte allein schon aufgrund des Größenunterschieds und den damit einhergehenden Angeboten an Destinationen einleuchten, dass dies für die Vergabe von Großveranstaltungen entscheidend ist.

Weserstadion (Werder Bremen): Verwendet seit 2017 einen Hybridrasen (Naturrasen mit eingestochenen Kunstfasern), der zwar deutlich pflegeleichter und langlebiger für den reinen Fußballbetrieb ist, aber hochsensibel auf punktuelle Schwerlasten reagiert. Bühnenaufbauten mit Schwerlastplatten würden die Kunststofffasern abknicken und den Rasen komplett zerstören, mit Reparaturkosten, die weit über den früheren 150.000 Euro für einen kompletten Rollrasen-Wechsel liegen.

Selbst wenn der Rasen kein Problem wäre, begrenzen bauliche Fluchtwege-Vorschriften die kommerzielle Attraktivität für Konzertveranstalter erheblich. Beim Weserstadion sank die zulässige Konzertkapazität durch den Umbau 2008-2011 von ursprünglich 45.000 auf nur noch 30.000 bis 38.000 Besucher, weil die Baubehörde wegen fehlender Fluchtwege striktere Auflagen erließ.

Werder GF Filbry brachte den wirtschaftlichen Kern auf den Punkt als er sich hierzu äußerte und richtigerweise darauf hinwies, dass die Konkurrenzstandorte wie Hamburg oder Hannover bieten Veranstaltern 20.000 Plätze mehr bei geringeren Anschubkosten, wodurch sich ein Konzert in Bremen für viele Acts schlicht nicht mehr rechnet, selbst ohne Rasenproblem. Zusätzlich fehlt seit dem Umbau das frühere "Marathontor", durch das LKW-große Fahrzeuge direkt ins Stadion fahren konnten; heute sind teure Superkräne nötig, wovon es europaweit nur drei Anbieter gibt.

Zusammengefasst ist die entscheidende Variable nicht der grundsätzliche bauliche Zustand des Stadions, sondern eine Kombination aus der gewählten Rasentechnologie, den behördlich vorgeschriebenen Sicherheitskapazitäten und der strategischen Risikobereitschaft des Vereins, hohe Investitionskosten für eine Doppelnutzung in Kauf zu nehmen.

Schalke hat sich für maximale Flexibilität entschieden und dafür massiv investiert, Fortuna Düsseldorf nutzt eine pragmatische klassische Naturrasen-Lösung mit etablierter Doppelnutzung, während Werder Bremen die Kosteneffizienz für den reinen Ligabetrieb priorisiert hat und dadurch faktisch auf die Einnahmequelle Großveranstaltungen verzichtet.
Thematisch grundsätzlich richtig, was du in diesem voluminösen Beitrag schreibt. Aber mit der Hervorhebung der zweifelsfrei vorhandenen Standortvorteile der Stadien in Düsseldorf und Gelsenkirchen unterminierst du deinen pauschalen Ursprungspost
Die Vermietung von Fußballstadien für Nicht-Fußball-Events wie Konzerte oder Messen generiert in der Regel keine nennenswerten Deckungsbeiträge zur Kostendeckung und führt oft zu finanziellen Verlusten.
selbst. Denn erst zu schreiben, dass Events wie Konzerte und Messen in der Regel keine nennenswerte Deckungsbeiträge generieren und somit oft zu Verlusten führen, aber andererseits zu erwähnen, dass solche Events einen 30%-Anteil am 2025er Reingewinns der Arena Auf Schalke haben, widerspricht sich kolossal.
 
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