Der Finanzthread - und braucht Werder Bremen Investoren?

Daher meine These, dass wir eine zusätzliche Arrosion der fußballerischen Qualität der Liga insgesamt erleben werden, was wiederum sich in sinkenden Fernsehgeldern niederschlägt.
Nicht zwangsläufig. Wenn der Qualitätsverlust dazu führt, daß die Abo-Zahlen stagnieren, wird dies sich auch in sinkenden TV-Geldern niederschlagen. Doch solange das Konsumverhalten trotz schlechterer Darbietungen (einigermaßen) konstant bleibt, wird es keinen spürbaren Preisverfall geben. Maßgebend ist Quote, nicht die Qualität. Denn wenn es nach Qualität ginge, wären zB die Werbesekunden bei den Trash-TV-Sendungen selbst in der Prime Time deutlich billiger.
 
Nicht zwangsläufig. Wenn der Qualitätsverlust dazu führt, daß die Abo-Zahlen stagnieren, wird dies sich auch in sinkenden TV-Geldern niederschlagen. Doch solange das Konsumverhalten trotz schlechterer Darbietungen (einigermaßen) konstant bleibt, wird es keinen spürbaren Preisverfall geben.
Da wäre ich vorsichtig. Die Kosten bei den Anbietern steigen nun mal auch und die Abonnements steigen nicht exponentiell, so dass das Produkt Bundesliga nicht zwangsläufig ein Mehr an Geldern generiert. Hier wird medial künstlich zB im Meisterschaftskampf ein Spannungsbogen gespannt. Bayern-TV sprich DSF gelingt es künstlich diesen Bogen zu spannen, der doch gar nicht da ist. Hand aufs Herz. Hattest Du Zweifel an der 8. Meisterschaft in Folge? Dazu noch der Double-Sieg, 49 von 51 Punkten in der RR der Bayern, das soll Spannung pur sein???
Auch hier liest man öfters im Forum, dass mancher Forist sein Abo gekündigt hat. Sicherlich nicht repräsentativ aber hinweisend.
Nimm alleine die CL bei SKY. Ich kenne kaum Jemanden, der sich diese ganzen Spiele noch antut. Der deutsche Fußballkonsument ist sehr kritisch und man gewinnt den Eindruck auch Fußballübersättigt. Die Coronageschichte hat nun mal nicht zu einer bundesweiten Solidaritätswelle mit der Buli geführt, eher das Gegenteil. Daher bin ich überzeugt davon, dass unabhängig von der Pandemie, die Finanzmittel dauerhaft weniger werden. Wenn die Hälfte der Liga seine Leistungsträger aus Kostengründen verkauft und die andere Hälfte die aufkauft, was heißt das für den Wettkampf untereinander? Dann werden ganz automatisch Lösungen des Dilemmas gesucht?! Wenn man mit Pfeil und Bogen gegen Kanonen antritt, ist der Ausgang klar. Die Lösung heißt dann oft: gleiche Bewaffnung.
 
Ich werde mir die Championsleague oder Europaleague auf keinen Fall anschauen. Habe seit Corona nur Werder gesehen und die englische Premier League. Und da auch nur 2 oder 3 Spiele....
DFB Pokal Finale auch nicht!!!
Es ist ja mittlerweile so, daß du fast alles sehen kannst wenn du es willst.
Die Bayern schaue ich mir aus Prinzip nicht an!!!!
Sollen sie ruhig den deutschen Fussball kaputt machen. Mit ihrem Meisterschaftsabo ist es ja schon so weit.
Die ungerechte Aufteilung der Fernsehgelder erledigt den Rest.
Und da ja Dortmund auch davon profitiert braucht man keine Solidarität erwarten.
Wäre dafür, dass jeder Verein denselben Anteil erhält.
 
@syker1983

Nein, ich hatte keine Zweifel an der 8. Bayern-Meisterschaft in Folge. Aber weil diese Serie so atemberaubend ist, wie dem vielzitiertem Gras beim Wachsen zuzusehen, hätten Deiner These nach die Abozahlen doch schon längst purzeln müssen. Taten sie aber nicht. Ergo: a) ist das mediale Hochhalten des Spannungsbogen äußerst geschickt oder b) sind die Kunden zu dumm um zu merken, daß die Medien sie mit dem Hochhalten des Spannungsbogen für dumm verkaufen oder c) ist den Kunden die Anzahl X an Bayern-Meisterschaften egal, weil sie das Abo wegen "ihrem" Club oder allgemeinen Interesse an der Bundesliga abeschlossen haben oder d) sind es Bayern-Fans, die sich auch noch am 25. Titel in Folge ergötzen können.

Wo ich mit Dir d'accord gehe ist, daß durch Corona die Abozahlen sinken könnten. Daß der Einschitt von jedoch so tief sein wird, daß in der Fußball deutlich an Marktwert verliert, halte ich nicht für gesetzt. Denn gerade in schwierigen Zeiten wie aktuell mit Corona lechzt der Mensch intuitiv nach Gewohnheit und Zerstreuung. Und da bietet sich der Fußball als beliebeste Sportart hervorragend an. Ego-Trips des Profi-Fußballs hin oder her. In der Hinsicht sind viele Fußball-Fans wie ein Mensch, der von seiner Partnerin / seinem Partner wiederholt geschlagen wird und trotzdem dort bleibt.
 
Das Absinken des Interesses wird ein schleichender Prozess werden. @Bremen Das die Abozahlen nicht runter gingen, liegt wohl daran, das die meisten noch in laufenden Verträgen stecken. Ob das zitierte hochhalten des Spannungsbogen tatsächlich so funktioniert stattgefunden hat, schwer zu sagen. Ich denke, dem Verbraucher war es letztendlich egal, was in der Buli an der Spitze passiert, der Vertrag existiert, also guck ich. Ob der Kunde zu dumm zur Beurteilung ist? Dafür kenne ich zu wenig von denen ;).
 
Die Argumentation es geht um den Fussball und dass ein gewisses Niveau gehalten werden sollte, ist veraltet.
Es geht um Unterhaltung, um Unterhaltungswerte, um sichere Anlageobjekte, vielleicht noch um Werbung für Unternehmen und Selbstdarstellung.

Ein sportlicher Wettbewerb, wo man gewinnen könnte, darf gar nicht existieren (sag ich mal überspitzt).

Wenn alle gleich wären oder die gleichen Voraussetzungen hätten Meister zu werden,
oder an die Fleischtöpfe zu kommen,
hätten die Investoren doch gar keinen Anreiz zu investieren.
Hopp und Dose können doch nur investieren, wenn sie glauben, mit ihren Geldmitteln einen Vorteil und somit Erfolg zu haben,
(Mich würde interessiere, wie die Verluste in der Bilanz der Konzerne verbucht werden.)

Ihr System gelingt nur, wenn sie und ihr Einsatz an Geldmitteln einen Vorteil bringen.

Bei Kind und Konsortien bin ich mir nicht sicher, ob er nicht das demokratische Prinzip der Vereine zerschlagen wollte...
Kind sprach doch in seiner Gutsherrenart immer von Geldmengen (bei 100 Mio Europaliga),
dass Vereine einen gesellschaftlichen Auftrag haben, ist dem Schlossbesitzer völlig fremd.
(Werder ist doch mehr als die erste Mannschaft.)
Wenn ich Vereine in Unterhaltungsbetriebe umwandele,
spielt das Mitglied,
das soziale Fundament,
die (demokratische) Transparenz keine Rolle mehr.
Der Fan ist nur noch Konsument und Kulisse wie in der Formel1 oder beim Tennis.
:kaffee:
 
Das Absinken des Interesses wird ein schleichender Prozess werden. @Bremen Das die Abozahlen nicht runter gingen, liegt wohl daran, das die meisten noch in laufenden Verträgen stecken. Ob das zitierte hochhalten des Spannungsbogen tatsächlich so funktioniert stattgefunden hat, schwer zu sagen. Ich denke, dem Verbraucher war es letztendlich egal, was in der Buli an der Spitze passiert, der Vertrag existiert, also guck ich. Ob der Kunde zu dumm zur Beurteilung ist? Dafür kenne ich zu wenig von denen ;).
Fehlende Zuschauer in den Stadien werden zu weniger Zuschauern vor dem TV führen und ja ich denke auch, dass es schleichend passiert. Das wird alle Sportarten betreffen, denn der Zuschauer im Stadion oder der Halle trägt zum Erlebnis TV schauen bei.
 
@syker1983

Nein, ich hatte keine Zweifel an der 8. Bayern-Meisterschaft in Folge. Aber weil diese Serie so atemberaubend ist, wie dem vielzitiertem Gras beim Wachsen zuzusehen, hätten Deiner These nach die Abozahlen doch schon längst purzeln müssen. Taten sie aber nicht. Ergo: a) ist das mediale Hochhalten des Spannungsbogen äußerst geschickt oder b) sind die Kunden zu dumm um zu merken, daß die Medien sie mit dem Hochhalten des Spannungsbogen für dumm verkaufen oder c) ist den Kunden die Anzahl X an Bayern-Meisterschaften egal, weil sie das Abo wegen "ihrem" Club oder allgemeinen Interesse an der Bundesliga abeschlossen haben oder d) sind es Bayern-Fans, die sich auch noch am 25. Titel in Folge ergötzen können.

Wo ich mit Dir d'accord gehe ist, daß durch Corona die Abozahlen sinken könnten. Daß der Einschitt von jedoch so tief sein wird, daß in der Fußball deutlich an Marktwert verliert, halte ich nicht für gesetzt. Denn gerade in schwierigen Zeiten wie aktuell mit Corona lechzt der Mensch intuitiv nach Gewohnheit und Zerstreuung. Und da bietet sich der Fußball als beliebeste Sportart hervorragend an. Ego-Trips des Profi-Fußballs hin oder her. In der Hinsicht sind viele Fußball-Fans wie ein Mensch, der von seiner Partnerin / seinem Partner wiederholt geschlagen wird und trotzdem dort bleibt.
Das ist nicht meine These. Meine These ist, dass die Abo-Zahlen nicht weiter steigen werden, eher eine Sättigung erreicht worden ist, damit die Umsätze aufgrund des Kostenfaktors sinken. Das Modell "Mehr Geld aus Fernsehverträgen" wird mEn nicht funktionieren. Weniger geld im System Bundesliga (ausgenommen internationale und Auslandsvermarktung) führt zur Arrosion der Kaderkosten. Meine These ist, dass dadurch eine gewisse Trennschärfe zwischen den Clubs (BVB; RBL; TSG, Lev, Wob etc) die es kaum treffen wird und den anderen wie Werder, die es voll treffen wird. In der Krise verschärfen sich oftmals die Positionen. Dann wird am Ende alles diskutiert werden und wohl auch die 50+1? Kann so kommen...
 
Zusammenfassung der letzten sehr interessanten Seiten:
  • die 50+1 Regel ist keine unüberwindbare Hürde mehr
  • trotzdem besser kein Investor als der falsche Investor (koan Windhund)
  • Investor ohne 50+1 könnte Übergangslösung sein a la Kühne (Van der Vaart) Werderspieler (Tafelsilber Rashica, Sargent Agustinson) gegen Gewinnbeteiligung "leasen".
  • Von Stahlpreisen und "Aussitzen": manchmal ist es schlauer, abzuwarten und Dinge einfach zu verschieben (damals Stadionumbau und heute Spieler Verkäufe)
  • Wer auf die DFL und steigende TV Einnahmen setzt wird zur "Klausi Graumausi" des Jahres gekürt.
 
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Zusammenfassung der letzten sehr interessanten Seiten:
  • die 50+1 Regel ist keine unüberwindbare Hürde mehr
  • trotzdem besser kein Investor als der falsche Investor (koan Windhund)
  • Investor ohne 50+1 könnte Übergangslösung sein a la Kühne (Van der Vaart) Werderspieler (Tafelsilber Rashica, Sargent Agustinson) gegen Gewinnbeteiligung "leasen".
  • Von Stahlpreisen und "Aussitzen": manchmal ist es schlauer, abzuwarten und Dinge einfach zu verschieben (damals Stadionumbau und heute Spieler Verkäufe)
  • Wer auf die DFL und steigende TV Einnahmen setzt wird zur "Klausi Graumausi" des Jahres gekürt.
Die 50+1 Regel ist ja heute schon obsolet.
Ob wir nicht weiter einen Hype "pro Bundesliga" nach der Pandemie sehen werden . . . .
Habe schon so einige Krisen kommen und gehen sehen. Danach ging es meist noch wilder zu.
In Bielefeld gibt es ein erfolgreiches Modell, genannt ".... Sponsoren Club". Was passiert denn da von Klaus Filbry in diese Richtung? Vielleicht gehört nicht nur rund um die Mannschaft 'mal neues Blut rein, sondern auch da.
Die Fixkosten die wir jeden Monat zu stemmen haben, sind jetzt zu Corona-Zeiten eindeutig zu hoch.
Was ich mich aber erschreckt ist, dass wir anscheinend nicht mal in der Lage sind, das Gehalt von Tahith Chong zu stemmen. Es wurde uns doch vor ein paar Wochen rauf und runter erklärt, was ein Abstieg Werder gekostet hätte - oder einfach nur gut von Frank Baumann verhandelt?
 
Eigentlich eklig: in so fast allen Mannschafts-Foren wird nur noch diskutiert wer so alles für wieviel verschachert werden soll, und wie die Marktpreise doch gefallen sind. Dabei wäre der momentane Preisverfall eigentlich eine gute Gelegenheit Deals mit Spielerinvestoren zu tätigen. Gab es ja schon, unter anderem in einer weiteren Hanseniederlassung (Van der Vaart glaub ich). Ein kreatives Beispiel - Stellenausschreibung für den Rashica Investor: "der geeignete Investorkandidat ist willens die Verkaufsrechte für 20-25 Millionen Euronen zu übernehmen. Der gehandelte Spieler wird weiterhin beim SV den Turbo starten dürfen und bei der nächstbesten Gelegenheit mit Gewinn abgegeben (wenn der Marktwert wieder bei den realistischen 30-40 Millionen ist)."
Wenn hier jemand solche Risiko-Investoren kennt, bitte melden. Der müsste wohl ein Werderfan sein, wenn es ein Win Win werden sollte, Investor hat Chancen eine relativ schnelle Rendite zu erzielen kann gleichzeitig dem SV helfen. Wie schon oben diskutiert, hop (no pun intended) oder flop, entweder man schafft es wieder ab und zu in die Championsleague oder der Abstieg ist nur mittelfristig verschoben.

ein anderes Beispiel wäre "Wolte-made IN WohnInvest Weserstadion" mit Wohninvest als Investor.
Ich denke dass Werder durchaus eine competitive, längerfrisitige Perspektive in der Bundesliga auch als sogenannter Ausbildungsverein haben kann. Allerdings muss ein Konzept her wie man die Rashicas, Oezils oder Woltemades ETWAS länger bei Werder halten kann. Bislang haben sie Werder kurz vor ihrem Zenit anstatt auf dem Zenit verlassen. Ich meine, nur durch eine etwas verlängerte Verweildauer der Jungstars kann ein Ausbildungsverein auch mal ab und zu an den Fleischtöpfen der Championsleague teilhaben. Mein innovativer Vorschlag wäre Investoren wie zB. Wiesenhof, Wohninvest usw davon zu überzeugen, dass auch einzelne Spieler Werbeträger sein können. Der Investor könnte durchaus am Mehrgewinn beteiligt sein.

Nur als ein Beispiel: Rashica hat jetzt einen Corona bedingten Marktwert von nur 18 Mio für Leipzig, In diesem Beispiel würde ein Investor mit einem Betrag 18+X (Mio Euro) einspringen und Werder Rashica nächstes Jahr verkaufen. Klar ist ein Marktwertverlust ein Risiko, aber ein solches das ein Investor immer einkalkulieren muss und auch besser kann als Werder Bremen, was Logik-diktiert verkaufen müsste. Chancen, dass Rakete nächstes Jahr wieder 30 Mio Euro generieren kann, sind realistisch. und en Investor könnte sich eine Gewinnbeteiligung reinschreiben lassen. Wie gesagt, das ist nur en Beispiel - persoenlich glaube ich auch dass Rashica am 5. Okt. für passable 25 Mio wechselt, womit ich leben kann aber ein Plan B wäre nicht nur toll sondern auch ein neuer Masterplan für die Einbindung von Investoren.
 
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laut ARD - Videotext (momentan Seite 207) ist die Stadion-GmbH vor der Pleite

Bremen: Stadion-GmbH vor Pleite

Wegen der fehlenden Einnahmen während
der Corona-Pandemie droht der Bremer
Weserstadion GmbH zum Jahresende die
Zahlungsunfähigkeit. Ein Sprecher des
Bremer Senats bestätigte dies der dpa.

Die Stadion-GmbH gehört je zur Hälfte
dem Bundesligisten Werder Bremen und
der städtischen Wirtschaftsförderung
Bremen. Beide Gesellschafter sollen nun
jeweils 3,5 Millionen Euro bereitstel-
len, "um die Weserstadion GmbH liquide
zu halten". Der Senat will am kommenden
Dienstag über Hilfsmaßnahmen entschei-
den
 
Es ist wichtig und richtig, dass Werder und die Bremer Politik parteiübergreifend helfen wollen. Dennoch werden Werder in diesen ohnehin schon finanziell schwierigen Zeiten diese 3,5 Mio. € an anderer Stelle fehlen bzw. müssen zusätzlich erwirtschaftet werden. Die finanzielle Luft wird immer dünner.
 
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