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Übrigens funtkioniert so das Prinzip mit Infront, die spekulieren nämlich auch, das die BL ein Wachstumsmarkt ist und somit sind aus Ihrer Sicht langfristige Verträge sinnvoll. Das sind keine Amateure.
Also im Land des Fußballweltmeisters auf ein prosperierendes Produkt Fußball zu setzen, ist keine besondere Kunst oder Weitblick.
Bei den Fernsehgeldern müsste der Markt für Pay-Tv erhöht werden, um deutliche Mehreinnahmen zu generieren.
Das ist in D schwierig durchzusetzen, da der Fußball durch allgemein zugängliche Medien, wie die ARD diese anbietet, eine Massenware ist. In England zB hat man ein Vielfaches an Pay-Tv Kunden, so dass weitaus höhere Summen zu generieren sind. Zudem ist der Wunsch nach Fußball aus der PL weltweit durch deren globale Vermarktung geweckt worden, was in D noch in den Anfängen steckt.
In der o.g. Diskussion wird immer auf die Möglichkeit eines potentiellen Investors hingewiesen. Natürlich hat Werder hohe Sympathiewerte aber keine hohen Marketingwerte. Werder hat eine no-name-Truppe und außerhalb Bremens kennt kaum einer unsere Spieler.
Firmen wie Tipico gehen lieber mit einem sehr hohen Invest an den Marktführer der Branche Bayern und spart weiter Geld an schwächeren Clubs ein. Das ist nicht ungewöhnlich.
Ich glaube, dass sich die Buli insgesamt etwas vormacht. Ab 2016 greift der Megavertrag der PL. Dies in Kombination mit deren Mäzenen wird auch hier massiv mit einer Latenz von 2 Jahren zu Verwerfungen im Gehaltsgefüge führen. Dann werden selbst mittelmässige Spieler ein hohes Salär einfordern, weil es branchenüblich ist.
Die DFL und der DFB halten stoisch an der 50+1 Regel fest, obgleich sie selbst diese seit Jahrzehnten (vgl. Lev, WOB, Hoffenheim, neuerdings RBL) längst ausgehöhlt haben. In einem intelligenten Modell mit klaren Rahmenbedingungen liegt der Schlüssel für die Liga. Aber man wartet lieber ab. Warten auf Godot...
Zudem reißen unsere DFB-U-Mannschaften auch keine Bäume aus, so dass auch hier ein ständiger Zufluss an Hochkarätern nicht zu erwarten ist.
Zurzeit ist Werder für kaum einen Investor interessant, weil negative Bilanz in der GuV, schwache Außendarstellung der Mannschaft als Marketingprodukt und ständiger Abstiegskampf sind keine guten Parameter.
Ihr jetziger Weg der Kostendämpfung des Kaders und Finanzkonsolidierung ist alternativlos, zumal KF sich nicht bezüglich Innovationen in den letzten 5,5 Jahren besonders hervorgetan hat.