@Syker: Die theoretischen Aussagen sind grundsätzlich richtig.
Du willst aber doch nicht ernsthaft bestreiten, dass Werder investiert habe?! Unbestritten ist sowohl beim Investitionszeitpunkt als auch bei der Gegenfinanzierung einiges schief gelaufen. Der Stadionumbau aber ist eine Investition in die Zukunft, an der Werder derzeit zu knabbern hat.
Hinzu kamen langfristig laufende, hochdotierte Verträge ehemaliger Spieler, die das Eigenkapital aufzehrten, bevor dieses zusätzlich investiert werden konnte. Es wäre tollkühn gewesen, in Kenntnis der eminent hohen fixen Kosten weiter zu investieren. Solch ein Verhalten wird von uns bei Vereinen wie S04 und dem Hxv zu Recht gerügt.
Werder beschreibt seit über einem Jahrzehnt, dass sie hanseatisch wirtschaften würden. Das soll bedeuten, dass sie darauf achten, dass Einnahmen und Ausgaben im Gleichgewicht stehen. Selbst als Lemke den ASR-Vorsitz abgab, hieß es, dass Bode diesen Weg weiterverfolgt.
Wo war denn das Hanseatische bei der Stadionumbaufinanzierung? Das ist total dilettantisch abgelaufen.
Jetzt wollte man angeblich am Ende einem Di Santo 4 Mio in den Rachen schmeissen und bei der Vertragsverlängerung von Eichin scheitert es an 300T???
Das wirft doch Fragen auf. Ich persönlich meine, dass ein erheblicher Dissenz zwischen dem ASR und der GF Sport über die weitere Strategie vorherrscht. Das ist nicht alleine mit gestörten zwischenmenschlichen Tönen zu erklären.
Und zu behaupten, dass dieser Verein investionsbereit sei, widerspreche ich. Ich erinnere nur an Lemkes Veto gegen den Klosetransfer. Ein überschaubares Risiko damals. Bode sieht sich in seiner Politik Lemke verpflichtet.
Werder hat zwar richtigerweise die Kostenbremse gedrückt im Kader, aber beileibe nicht ausreichend. Denn anders sind die Handlungen nach dem Transferüberschuss nicht zu bewerten.
Daher meine Frage, wie hoch dürfen/müssen denn die Kaderkosten sein, um einen Break Even zu erreichen? Die derzeitigen 30 Mio sind augenscheinlich zu hoch.
Ich bin auch nicht beim Wontorra, der hier publizistisch 20 Mio aus dem Bremer Umfeld als Geldspritze postuliert hat. Das halte ich für illusorisch aber einen Prozentsatz um 20-25% davon als durchaus möglich. Bremen und sein Umland ist nicht Bangladesch. Filbry macht dort augenscheinlich zu wenig mit Duldung des ASR.
Werder sollte tunlichst den Fehler vermeiden, seinen Fans das Gefühl zu geben, dass man die alten erfolgreichen Zeiten wieder aufleben lassen könnte.
Denn mit so einem Geschäftsgebahren und einem finanziellen Schlingerkurs, dem es an Transparenz und Mut mangelt, wird das nichts werden.